Frankfurter Gemeine Zeitung

Ackermann verjagt Suhrkamp – Frankfurt im globalen Fadenkreuz?

Nun ist´s raus: die Suhrkamp-Chefin Ulla Berkewicz klärt uns darüber auf, warum sie fluchtartig Distanz zum Main suchte und in Berlin Zuflucht fand: es ist schlicht nicht mehr möglich, intelligente Leute zu bewegen, nach Frankfurt zu kommen – aber nach Berlin ! Das hat mich doch geschockt, wieso bin ich denn in Frankfurt ?

Aber: einen besonderen Beitrag zur Austreibung der Intelligenz leistet Deutsche Bank Chef Josef Ackermann, also derjenige, der pfiffig dafür sorgen möchte, dass manche gut verdienen und andere das bezahlen. Dieses nette Schema importiert er auf die unteren Etagen seines eigenen Ladens – also für viele, die in Frankfurt ihren Aufenthalt fristen.

(welt.de)

Warum ? Die bescheuerten Engländer haben doch tatsächlich Bonussteuern eingeführt und die Leistungen des Managements, das ja quasi alle Mitarbeiter ernährt, damit abgewertet. Geht nicht, meint Ackermann: das müssen alle Mitarbeiter bezahlen. Ergo: die Frankfurter Chargen löhnen den Bonus des Londoner Investmentbanker – damit Gerechtigkeit herrscht. Ja, das führt Ackermann tatsächlich im Munde. Seine Leute wird es echt freuen.

Ok, ich habe es eingesehen: die Resistenz der Intelligenz gegenüber Frankfurt hat einfach gute Gründe.


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