Frankfurter Gemeine Zeitung

A 661

Ich stürze mich in das Studium der Bücher um mich abzulenken. Meine Gedanken kreisen trotzig um dich. Mein Herz wurde zu einem schwarzen Lautsprecher und der Schlag zur Frequenz auf der ich meine Wünsche ins All sendete…weit über die Augenhöhe der Vögel hinaus.

Gestern nacht nahm ich den Himmel zum erstenmal als Gewölbe wahr. Als ein Gebilde mit mehreren Ebenen; ich sah die Abstände und Entfernungen zwischen den einzelnen Sternen, während der Mond die Wolkenfetzen (zu unterst) mit seinem geborgten Licht einfärbte.Ich streckte meinen Kopf aus dem fahrenden Auto und der Nachtwind blies mir eine neue Ordnung in den Kopf. Der Rand einer riesigen Wolkenfront verbarg das Antlitz des Mondes.Die Wolken waren schneller als wir; ich spielte Verstecken mit dem Mond und eine Ampelphase hätte mich fast den Sieg gekostet.Ich begriff, dass Erschaffen und Verzicht zusammen gehören sowie Zerstörung und Gewinn; und dass mein Lachen in manchen Momenten ein Ausdruck von etwas ganz anderem war.

Ich hoffte, dass der Schlaf mich aus dem Bewusstsein (das alle Realität nennen) brechen würde, und meinen Gedanken eine Pause gönnen würde….doch bei dem Erleben meiner Träume spürte ich wie mein Leben einfach weiterging mit all den Katastrophen, in einer andersartigen Wirklichkeit; und das Erwachen war als ginge ich nur durch eine Tür von einem Raum in den Nächsten…Ein Freund erzählte mir ungefragt von seinen Träumen und ich wurde ungeduldig darüber.Als ich kurz davor war die Käfigtür zu öffnen dachte ich:”Deine Träume sind Schaumreste an der Innenseite eines ausgetrunkenen Glases!” Ich erschrak über diesen Gedanken und konnte doch nichts gegen seine Kraft unternehmen…


Im Bett mit Bill Gates (1)

gates 4

Ich war immer schlecht in Mathematik, abgekürzt: M-A-T-H-E.

MATHE: ein Wort, scharf wie eine preußische Offiziersreitgerte, muffig wie das wegen einer Amoklaufwarnung versiegelte Lehrerzimmer einer Gesamtschule in Olpe.

MATHE: eine klangmalerische Reminiszenz an all die traurigen Turn- und Fußmatten, mit denen die Strasse des gewöhnlichen Leben gepflastert ist.

Ich war immer schlecht in Mathe bedeutet: Irgendwann kommt für einen mathematikfernen Mann der Moment, da muss er sich eingestehen: Mein mathematisches Wissen liegt voraussichtlich Zeit meines Lebens unter dem eines Inka-Wanderarbeiters aus dem 11. Jahrhundert. Mit Leuten wie mir wären niemals Pyramiden erbaut worden, es wären keine Raketen zum Mond geflogen und es gäbe keine Windowsprobleme.

Die mathematische Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass ich nicht alleine bin. Zeigt Euch, zahllose Zahlen-Looser! Erhebt stolz das leere Haupt! Wozu all die Algebra? Was ist schon eine korrekt berechnete Brücke gegen das Lied“ Ein Lied kann eine Brücke sein“ von Mary Roos?

Zu Schulzeiten waren die Jungs, die in Mathe gut waren, immer die, die „kein Mädchen abgekriegt haben“. Habt ihr das vergessen? Okay, andere kriegten auch keine erwähnenswerte Anzahl von Mädchen ab UND waren schlecht in M-A-T-H-E. Oder sie waren nicht NUR schlecht in Mathe. Ich zum Beispiel war darüber hinaus schlecht in Englisch, Physik, Turnen, Latein, Chemie und Altgriechisch, also in Fächern, die ganz offensichtlich sehr verschiedene Gehirnzentren beanspruchen.

Eine Kernerinnerung meiner Schulzeit besteht darin, dass ich während des gemischten Mathematikphysikenglischlateinchemiealtgriechischunterrichtes zum Fenster rausschaue. Ich habe ca. 9 Jahre zum Fenster rausgeschaut. Wenn sie irgendetwas über zum-Fenster-rausschauen wissen wollen, fragen sie mich. Warum ich zum Fenster rausschaute? Wahrscheinlich ahnte ich damals wie die Ermittler in Akte X: Die Wahrheit ist irgendwo da draußen! Inzwischen weiß ich natürlich, dass die Wahrheit ebenso wenig irgendwo da draußen wie irgendwo da drinnen ist.

Als erstes grundlegendes Gesetz haben wir erkannt –und ich bitte alle das aufzuschreiben-: Die Jungs, die gut in Mathematik waren, kriegten kein Mädchen ab. Mathematiker waren bis 1977 um ein mittlerweile kommunikationsdesigntes Wort zu benutzen: „unsexy“. Was wussten sie vom Leben, von der Liebe? Nichts. Seitdem hat sich das geändert. Irgendwann überlegten sich die Mathematikophilen: „Hey! Ob wir wohl jetzt einmal Personal-Computer erfinden und eine expotentiell unendlich anwachsende Menge verdienen…“. Magere Mr.Hide-Mathematiker verwandelten sich in jecke Dr. Jeckyls: in NERDS. Nerd klingt ganz anders als Mathe, es klingt irgendwie aufregend, wie eine Mischung aus Nerz und Nuts. Nuts ist ein erfolgreicher Schokoriegel mit Nüssen und bedeutet gleichzeitig im Englischen„verrückt“.

Mathematik und Mathematiker sind inzwischen SEXY, schauen sie sich die MATHEMATIKdarsteller in „Enigma“ oder „Dangerous Mind“ an. Die zu Nerds mutierten Mathematiker haben Homepages im von ihnen erfundenen Internet eingerichtet, auf denen sie nackt bzw. nur mit Brille bekleidet zu sehen sind. Die Homepage „Naked Nerds“ verzeichnet 20000 Zugriffe pro Tag. Die unsexieste Person der Gegenwart indessen ist der Germanist. „Nackte Germanisten.de“ verzeichnete zwischen Januar und Februar 2010 13 Zugriffe, davon waren 9 von mir. Was ist passiert?

Die, die immer keine Mädchen abgekriegt haben, haben inzwischen die Welt verändert. Der Großteil der Welt hat sich verändert, aber wir sind auf seltsame Art und Weise leer ausgegangen. Bill Gates ist der reichste Mann der Welt geworden. Milliarden entstanden aus dem Unterschied von Null und Eins. Wie viele Nullen haben die Milliarden von Bill Gates? Wie schreibt man Milliardär? Ist vielleicht ein nackter Germanist da, der uns das an die Tafel schreiben kann? Milliardär an einer Tafel sieht irgendwie komisch aus. Aber ist nicht “In bed with Bill Gates” nach wie vor eine komische Vorstellung?

NÄCHSTE WOCHE LESEN SIE: “Warum ich als Mathegenie sterben möchte”.

gates1 Mr. Gates in jungen Jahren


Bockenheim instandbesetzt ? Ein Ratschlag

Bockenheim ist eingezingelt. Bockenheim ist im Umbruch. Bockenheim verliert seine Geschichte. Und Frankfurt ist sowieso in der Krise. Bockenheimer organisieren Widerstand und stellten sich in einer Veranstaltung im alten Hauptgebäude der Uni vor.
Umbaut wurde Bockenheim durch Bürotürme, meist Banken: im Westend, im Europaviertel, in Hausen und um die Messe herum. Im Umbruch: die Industriefirmen sind schon vor Jahren weg, die Uni bald auch, das Gesicht des Stadtteils wandelt sich in hohem Maße. Die 17 Hektar Uni-Gelände stehen vor dem Verkauf, ein Uni-Gelände, dessen Studenten und Lehrende Bockenheim besonders in den 70er und 80er Jahren zum buntesten Stadtteil Frankfurt machten, eher vorbei. Frankfurt jappst wegen der Finanzkrise, die Bürotürme sind entvölkert, stadtweiter Leerstand von fast 20 Prozent. Ungetrübt von diesem Hintergrund haben Stadt und Land in den nächsten Monaten vor, die 17 Hektar – immerhin circa ein Fünftel der Fläche Bockenheims – an Meistbietende zu verkaufen und mit Büroinfrastruktur aufzurüsten.

200 hörten sich am Donnerstag Abend im alten Hörsaal das traurige Szenario an, präsentiert von einer Bürgerinitiative und Architekturprofessoren, flankiert von einem Bericht über den Frankfurter Wohnungsmarkt. Der ist eng, aber nicht vor dem Kollaps. Die kurzen Vorträge sind äusserst moderat, die Forderung nach Wohnungen gegen Büros herrscht vor. Richtig Stimmung will nicht aufkommen, auch als mehr Fragen nach Nutzniessern der teuren Neubauorgien um die Uni Westend, der Verkäufe und dem Planungskonzept gestellt werden. Vielleicht hat sich ein wirklich bewegendes Publikum noch nicht recht zusammengefunden: bei Ratschlag waren zum Teil Studierende, zu einem größeren Teil gar solche, die vor 40 Jahren den Demonstrationen auf dem Campus und dann dem „Wohnungskampf“ im Westend beiwohnten.


Ein von der Stadtbevölkerung mitbestimmtes Terrain in Bockenheim kann in den nächsten Monaten vielleicht noch zusammenkommen, nämlich falls die Initiativen sich verbreitern können: wenn Immigranten dabei sind oder die Studenten Frankfurts aus ihren umzäunten Arealen herauskommen. Ein belebtes Gebiet, das im engeren Stadtgebiet ein Mosaik von Wohnformen und Kreativität erlaubt: ein Vorhaben, das den Kampf lohnt. Und nicht weit von der neuen Uni entfernt, die ja bar jeder Infrastruktur ist. Diesen Wegweiser für Frankfurt hat der „Ratschlag“ in der alten Uni aufgestellt.

Das Bockenheimer Geschehen werden wir in der FGZ aufmerksam verfolgen. Zu der Initiativen führt:

Zukunft Campus Bockenheim

In Hamburg sieht das dann so aus !


Politische Bemühungen zwischen Web und Stadt (4)

3 Postings stellten bisher ein kleines Gerüst von gesellschaftstheoretischen Diagnosen und daran gebundenen Akteuren vor. Das möchte ich nun bis zum Konzept von Web-Lokalzeitungen ausbauen. Es ist gewiß gewagt, zeigt aber ein paar Möglichkeiten auf, wie unterschiedliche Perspektiven das Verständnis und die potentielle Selbstorganisation des sozialen Webs schärfen können. Mir scheint, dass das Spektrum von solchen Zusammenhängen bisher kaum erkundet wurde. Nach dieser eher programmatischen Einführung in 4 Folgen sollen in loser Folge weitere Erkundungen der Web-Kontexte folgen.

Die Bildungsmöglichkeiten mit Frakturen und Ambivalenzen für unsere verschiedenen Gruppierungen aus (1), ihre verschiedenen Potentiale setzen sich mit signifikanten „Komponenten“ sowie der allgemeinen Infrastruktur unserer Lebensbedingungen, ihrer Konstruktionen und Programme fort. Signifikante Komponenten meint Kern-Ressourcen für aktuelle Dynamiken in Sachgebieten. Komponenten sind über Gruppierungen zwar diffus verteilt, tragen aber ganz eigene Momente für markante Anregungen und Aufmerksamkeiten aller Art: seien sie manifest oder latent für sie und unterschiedlich von ihnen verwendet. Das hat verschiedene Folgen, für das Publikum, die Interessierten aber auch für Entzug oder Expansion. Die besondere Handhabung und Zusammensetzung der Komponenten kann nämlich für überraschende Projekte ausschlaggebend sein, die an den eingespielten Strategien vorbei verlaufen.

Einige solcher Komponenten für Akteurskonstellationen haben wir im folgenden ausgewählt, Interessenten verschiedener Provenienz verbinden mit ihnen gerne einen ausgezeichneten Fokus, oft in anregender Kontrastierung. Um mit der politischen Perspektive zu beginnen: aus ihr heraus regt immer wieder größere institutionelle Flexibilität an. Mit dieser verbinden wir, besonders aber der Dissident nicht nur einen bestimmten Rückbau staatlicher Direktiven, sondern abseits schrankenfreier Investitionen gerne Ideen erweiterter Selbstbestimmung. Wenn etwa der lokal Engagierte oder der Hacker dann an ökonomische Potenzen denken, dann verbinden sie damit auch gerne Innovationen – und zwar in verschiedenen Dimensionen, die bisweilen gut zusammengehen. Die Entrepreneurs oder Distanzierten bauen bei kulturellem Geschehen vermutlich auf einen Zuwachs von Kompetenzen, den Möglichkeiten für anspruchsvolles Tun und Wissen. Der Kartograph und die Exkludierte erkunden eher abseitige Gebiete des Sozialen, vermessen und konstruieren Neu-Gruppierungen. Auch Kulturschaffende und Interpreten wenden sich inzwischen Techniken zu: sie kümmern sich um multiple technologische Einbettung und Zugänglichkeit mit höherer Kontextsensibilität. Oder noch weitaus brisantere Mischungen für überraschende Projekte können wir uns denken.

Vernetzungen und Herausforderungen hinter den Gebieten, Akteuren und Ressourcen sind nicht starr, auf immer mit engen Strategien verbunden, nicht dem ganzen Apparat mißbilligter Befunde unterworfen. In allen Sachgebieten wird permanent das Publikum eingeworben und aufgebaut, Irritationen zu Einstimmungen und Teilnahme hergestellt. Dabei werden Kern-Ressourcen etwa genannter Art in den eingebundenen Akteurskonstellationen mit ihnen zugänglichen Techniken so vernetzt und rückgebunden, dass sie ihre charakteristischen Strategien störungsarm durchziehen. Die Komponenten bieten aber noch andere Potentiale: Akteure können mit ihnen ihre Bedingungen und die Strategien variabel interpretieren; gelegentlich lassen sich sogar ein paar neue Konstellationen von Akteuren und Komponenten herstellen. Es sind also umstrittene soziale Kern-Ressourcen, ein umstrittenes Publikum, zu deren Irritationen und gelegentlichen Neugruppierungen wir etwas weiter beitragen möchten. Das kann sogar bei den Interessierten, den Abgehängten und den Dissidenten mitunter Aufmerksamkeit erzeugen?

Mit derartigen Triggern – kulturell-politischen Anregungen und Gelegenheiten für gemeinsame Interessen und Potentiale – stellt sich die Aufgabe der Konstruktion von Verbindungen: beispielsweise kann das ein neuer Typ von „Web-Lokal-Zeitung“ leisten. Aus den genannten Elemente-Gruppen lassen sich bemerkenswerte Kompositionen aufzeigen, die Interessierte und Dissidenten mit dem Publikum zu einer anregenden Gemengelage für eigene Organisation, Aktivitäten und Inhalte ausbauen können.

Web-Zeitung hebt dabei primär auf einen lokalen Fokus und dessen besondere Eigenschaften, quasi das lokale Gespür ab: große Städte sind nämlich generische Vernetzungspunkte für die Dynamik von Sachgebieten, für aufmerksame und weniger aufmerksame Akteure, deren changierende Motivationen und das Potential der Kern-Ressourcen. Das gilt für all die genannten Sachgebiete, und unsere Akteure haben unter diesem Mantel ausgezeichnete Möglichkeiten der Neukombination und der Experimente. Der Link zwischen großem Netz und großer Stadt zeigt sich z. B. an der Greifbarkeit des Publikums, aber auch institutioneller Komponenten auf verschiedenen Ebenen. Die große Stadt präsentiert sich quasi als besondere Messeinrichtung und Labor der Geopolitik. Sie bietet Innovationen für Gemeinsamkeiten, Orte von Vermittlung der Dimensionen von Öffentlichkeiten und Technologien. Unter einem sozial-politischen Fokus gelesen: flexible Lern- und Aktivitätsgefüge in lokaler Einbettung; unter einem kulturell-technologischer Fokus etwa: eine Erweiterung dieser Interpretationsspielräume durch Web-Repräsentationen.


Frankfurt, oder! Reportagen aus dem anderen Frankfurt. Teil 3

3 Die Berliner Korrespondentin, die zur Zeit des Mauerfalls in Frankfurt am Main wohnte, hat es noch immer nicht geschafft, Frankfurt an der Oder zu besuchen, obwohl diese Stadt so eindringlich zu ihrem Herzen spricht. Ich muss den Reim noch einmal wiederholen, durch den ich zuerst von Frankfurt/Oder hörte: „Weil Frankfurt so groß ist, da [...]

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Fragment

Die Fraglosigkeit am Ende der Nacht, wenn es schon fast Morgen ist; und der Stadtbus fährt beladen mit Fahrgästen ohne Hoffnung und ohne ein bestimmtes Ziel ausser dem Tagwerk,  mit €uros bemessen….ich ohne Ziel, bestimmt mich fragend ohne Worte; stumme Ziellosigkeit..berechnet vermessen.So drehe ich mich im Kreis um mich selbst. Riesig ist das Daneben-Sein, jetzt [...]

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Franz Kafka besucht die Botticelli-Ausstellung

Vor dem Städel steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in die Botticelliausstellung. Aber der Türhüter sagt, dass er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne, er solle sich in der Schlange einreihen. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später werde eintreten dürfen. «Es [...]

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Veranstaltung über Alternativen für den Campus Bockenheim

Bekanntlich hat sich in Frankfurt die Universität in das gut umzäunte Areal des Pölzig-Baus zurückgezogen. Bis 2014 soll der Umzug endgültig abgeschlossen sein, 17 Ha Fläche zwischen Sophienstraße und Georg-Voigtstr.aße können neu bebaut werden. Raten Sie, mit was der Frankfurter Magistrat diese Immobilie bebauen will? A) Büro- und Gewerbeflächen. B) Büro- und Gewerbeflächen C)Büro-und Gewerbeflächen [...]

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Politische Bemühungen zwischen Web und Stadt (3)

In den ersten beiden Artikeln habe ich kurz eine Perspektive auf verschiedene Akteure und ihre politisch-wirtschaftliche Umwelt vorgestellt, die unsere Bedingungen in Westeuropa und deren Kontexte einzufangen versucht. Um für eine Diskussion möglicher Utopien der Frankfurter Gemeine Zeitung mehr Stoff zu liefern kommt nun die kulturelle und soziale Perspektive ins Bild. Utopien ? Welch ein [...]

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Banken, Stadt und Finanzkrise: neue Auswege?

Man glaubt es nicht, aber in Brooklyn, New York unweit der Wall Street also erscheint ein “Left Business Observer”, ein linksgerichtetes Blatt für Wirtschaftanalyse. Vertrieben über das Web und mit scharfem Blick auf ökonomische Irrlichter. Ein zweites Web-Blatt politisch-kritischem Zuschnitts ist die mittlerweile weltbekannte “Huffington Post”. Diese gab kürzlich ihren Lesern die Empfehlung, ihre Bankkonten [...]

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Die Geburt des Handkäses aus dem Geiste Groß-Geraus

Die Anfänge des Handkäses muss man nicht in Frankfurt suchen, sondern in Mainz, bzw. Groß-Gerau. Michaele Scherenberg und Karl-Heinz Stier, die in Ihrem Buch „Handkäs mit Musik“ über 80 Handkäserezepte zusammengetragen haben, glauben die historische Geburtsstunde des Handkäses exakt bestimmen zu können. Sie kolportieren die Geschichte der „rührigen alten Frau Kaul, der „Kaulen“ aus de [...]

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Die Wahrheit über das Königsbrünnchen im Stadtwald

Nachdem Ludwig der Deutsche zusammen mit seinen Brüdern versucht hatte, seinen Vater zu ermorden, ging er auf die Jagd. Der König, die Lippen blau von Brombeeren, war verwundert an diesem Morgen den eigenen Atem zu sehen. Zögernd ließ er seinen Lieblingsfalken aufsteigen in den Dreieichenhain, aber statt auf den Nebelschwarm der Gänse hinabzustoßen, drehte sich [...]

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Alptraum

Neulich träumte ich vom Armageddon.Die Strassen rissen auf und die Menschen schrien in Panik.Der Himmel verfärbte sich als ich mich  in einer Wohnung, (welche mir unbekannt war), mit lachsfarbenen Wänden befand.Ich spürte wie meine Angst immer grösser wurde während ich panisch und immer verzweifelter noch versuchte zu begreifen, was gerade geschah.In dem Haus waren noch [...]

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Alles geht immer weiter

Ein alter Mann mit Ziegenbart schaut mich misstrauisch an, als er durch den Park lief, der an das Cafe grenzt in dem ich allein vor zwei Tassen Kaffee sitze…ob er glaubt ich mache mir was vor?Wenn ich im Gras auf dem Rücken liege und in den Himmel schaue, denke ich manchmal dass der Himmel ab [...]

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Frankfurt oder! Reportagen aus dem anderen Frankfurt. Teil 2

2 Frankfurt/Oder kenne ich aus einem alten Kinderlied. Als die Mauer fiel (wie man in Amerika zur Wende sagt), wohnte ich in Frankfurt/Main und beschloss, irgendwann einmal das andere Frankfurt zu besuchen. Jetzt wohne ich seit zwanzig Jahren in Berlin und war immer noch nicht da. Manchmal, wenn ich in meinem Alltag versacke, wenn die [...]

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Missbrauch von Hartz IV 2009 enttäuschend gering gestiegen

Der Missbrauch von Hartz IV ist letztes Jahr nach der Aussage der Bundesagentur für Arbeit von 1,8 auf 1,9 Prozent gestiegen. Also um 0,1 Prozent. Kurz nachdem die Süddeutsche Zeitung am 2.2. unter der Überschrift: „Missbrauch von Hartz IV nimmt zu“ über diese skandalöse Entwicklung berichtete, nahmen sich das Oberpfalz-Radio »Ramasuri« (»Missbrauch von Hartz-IV-Leistungen zugenommen«) [...]

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Schicksals-Mächte: Lokales und Web

Sicher möchte die FGZ nicht schlicht den Prophezeiungen des Gurus Peter Sloterdijks folgen, der das Lokale gegen die Allmacht Internet in seiner Schrift “Weltinnenraum des Kapitals” anrief. Dazu tönt sie doch zu sehr nach den Freiheitsrufen der FDP. Aber mit der Wochenzeitung “Freitag” vermuten auch wir, dass für den Trend einiges spricht. Gegen eine Tendenz [...]

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Politische Bemühungen zwischen Web und Stadt (2)

Nachdem ich ein paar Vorschläge über die Akteure gemacht habe, lehne ich mich ganz weit raus und biete Formulierungen zur Diagnose unserer Situation als Leute im globalen Kontext an. Das ist nicht alles neu und eher die Collage der Schauplätze soll das lesende Publikum anregen. Bin auf Kommentare gespannt.

Beginnen wir mit der Besichtigung unserer aktuellen [...]

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