Frankfurter Gemeine Zeitung

Alles geht immer weiter

Ein alter Mann mit Ziegenbart schaut mich misstrauisch an, als er durch den Park lief, der an das Cafe grenzt in dem ich allein vor zwei Tassen Kaffee sitze…ob er glaubt ich mache mir was vor?Wenn ich im Gras auf dem Rücken liege und in den Himmel schaue, denke ich manchmal dass der Himmel ab da anfängt, wo ich im Gras liege…

Deine Abwesenheit wirft einen langen Schatten über das Tageslicht dieser Stadt.Und die Blumen in den Ecken weinen leise Tränen uber dich.Die Vögel zwitschern in deiner Sprache einen Gesang, der dass Vergessen rät.Selbst die Wagen, mit geölter Umtriebigkeit können das traurige Brummen ihrer Motoren nicht vor meinen Ohren verbergen.Die Ampeln blinzeln verschlagen und ich fühle wie sich etwas umkehrt in mir,ähnlich dem kleinen Unbehagen wenn man der Fahrtrichtung entgegen sitzt.Die Strassenlaternen neigen ihre Köpfe deutlich tiefer dort, wo wir gingen; mit ihren Wimpern schlagen sie das tote Laub von der Strasse…An einem trüben Morgen, an einer Bushaltestelle stehend, hob ich meine Augen in den Himmel und sah wie dort ein riesiger Vogel still seine immer grösser werdenden Kreise zog auf der Suche nach etwas Unfassbarem.Ich verlor ihn aus den Augen, dafür verschluckte mich der Bus, in dessen Bauch ich mich wieder fragte, wie die Menschen in all diesen Häusern leben, an denen wir vorbei fuhren.


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