Frankfurter Gemeine Zeitung

Fragment

Die Fraglosigkeit am Ende der Nacht, wenn es schon fast Morgen ist; und der Stadtbus fährt beladen mit Fahrgästen ohne Hoffnung und ohne ein bestimmtes Ziel ausser dem Tagwerk,  mit €uros bemessen….ich ohne Ziel, bestimmt mich fragend ohne Worte; stumme Ziellosigkeit..berechnet vermessen.So drehe ich mich im Kreis um mich selbst. Riesig ist das Daneben-Sein, jetzt gerade in diesem Augenblick bin ich verloren und es scheint Ewigkeit durch den moment herein….

Mit müden Augen laufe ich auf der Strasse. Ich schaue den Menschen nicht ins Gesicht, ich lese heute auch keine Abreiss-Zettel! Die Autokennzeichen, die Bäume auch die Vögel sind mir abhanden gekommen….was mir bleibt ist der Blick auf den Boden,  und alles scheint aus mir herausgelaufen zu sein; das ich mir denke und auch fast laut sage: “Das war’s! Ich kann nicht mehr!”


3 Kommentare zu “Fragment”

  1. Bert Bresgen

    Dass Du heute keine Abreisszettel liest, faye valentin,ist schade, denn vielleicht steht auf einem von ihnen ein Text wie dieser. Übrigens suchte mich auch eine Zeitlang der Satz “Ich kann nicht mehr!” heim. But then he went away.

  2. Landloper

    Begegnen wir diesem Text doch nicht als einem Bekenntnis, sondern als der Beschreibung einer surrealistischen Szene.

    Die Kunstfigur Faye läuft statt mit ihren Füßen mit ihren müden Augen auf der Straße. Immerhin hat sie sie nicht verloren wie mehrere Leute auf dem unten verlinkten Bild.

    Sie muss ihre Augen bloß wenden, damit ihr nicht nur der Blick auf den Boden bleibt.

    (Wie kann man denn ein Bild einfügen, geht html?)
    Versuch:

  3. Landloper

    Ups:
    das war gemeint:

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