Frankfurter Gemeine Zeitung

Stadtrundgänge im Web – eine Erkundung auf dem Lohrberg

 

Na gut, ich bin mit Google Street View auch schon mal in New York gewesen, das Ufer entlang und schließlich in einer runtergekommenen Sackgasse gelandet. Zeitlose Beschäftigung. Probleme habe ich mit der Vorstellung, dass tatsächlich TAUSENDE auf MEINE Frankfurter Haustür starren oder auf das Küchenfenster im ersten Stock, stundenlang. Ob sie das nun in Bad Herrenalb, Rimini oder Shenzhen machen. Stellt euch das bitte mal vor. Vielleicht übertrieben, denn unsere Osterfotos in Facebook, na ja.

Es gibt Gegenbewegungen im Web: die Erkundung von Nicht-Orten nämlich und der überwucherten Geschichte einer Stadt, ohne die Langeweile des nichtssagenden Street View. Das Explore-Berlin-Wiki präsentiert uns verlassene Gebäude in und um Berlin. Niemand da drin muß das Anstarren befürchten und wir lernen, dass die Stadt aus mehr besteht denn Malls, Verwaltungsgebäuden und Clubs. Ach so: und „Wohnquartiere“.

Verlassen sind beim Explore Wiki Villen, Hotels und Krankenhäuser, es sind oft gute Fotos und die Besucher können Blicke ins Innere werfen. Mit diesen Bildern erweitert sich die Perspektive auf die städtische Tiefe und Betrachter könnten versucht sein, diese und andere Orte selbst weiter zu erkunden.

Selbst in Frankfurt gibt’s schon geschichtliche Blicke, zum Beispiel hier: http://www.frankfurt.frblog.de/.

Auch wenn wir noch keinen Bewohnungs-Wiki in Frankfurt machen wollen, habe ich mich an einen bemerkenswert verlassenen Ort in unserer Gegend erinnert, bei dem ich heutzutage auch niemanden mehr belästige, fast niemanden. Der Ort ist mit einem erstaunlichen Irrtum von mir verbunden, einer Fantasie, die ihren Ursprung in Neu-Isenburg hat. In deren Osten, bei den Schrebergärten nahe der Frankfurter Stadtgrenze steht ein Denkmal, ein kleiner Stein. Er erinnert an eine Flakstation, eine einzelne Kanone die dort stand, um die alliierten Flugzeuge im 2. Weltkrieg abzuschießen. Sie wurde aber selbst abgeschossen, 1944.Ähnliches vermutete ich auf dem Lohrberg.

Wenn man auf dem Lohrberg entlanggeht, weg vom Weinberg über die Brücke Friedberger am alten Zollhaus vorbei kommt man in ein Areal, das mich sofort an die Flakstation erinnerte. Besonders wegen des Blicks: einer der besten in Frankfurt, der ganze Norden liegt mir zu Füssen, von Friedberg über Bad Homburg, der halbe Hochtaunus, Bonames bis nach Eschborn. Und dann die verrottenden Betonanlagen der Hochebene, jeweils 10 bis 20 Quadratmeter als Plattform mit leichter Schräge in den Boden versenkt, zum Taunus ausgerichtet und Metallösen eingelassen. Ideal um Flaks darauf zu montieren. Verteilt sieht man noch einige Häuschen, sicher waren die für Munition. Die ganze Fläche vielleicht 300 mal 300 Meter. In der Mitte der Anlage Gleisreste und etwas wie ein verfallener Befehlsstand. Ich habe sie mir vorgestellt, die britischen und amerikanischen Bomberverbände, wie sie hier im Frankfurter Osten gedreht haben, vielleicht vorher auf die Metallwerke im Riederwald den Rest ihrer Last abgeworfen. Dann kam die große Flak auf dem Heiligenstock, mit der nötigen Übersicht.

Alles Unsinn. Meine Luftabwehr-Spinnerei war in Wirklichkeit der Frankfurter Backbone in der 1. Hälfte des letzten Jahrhunderts und hieß Sender Heiligenstock. Eine Sendeanlage des Deutschen Rundfunks, für die große elektrische Innovation der 20er Jahre, das Radio, erbaut 1926. Die Plattformen waren einfach die Halterungen für die riesigen Antennen und der verfallene Befehlsstand war deren Grundstation. Mit Ende der Nazis 45 hat es auch erst mal den Sender erwischt, er wurde von den Amerikanern als Institution aber wieder aufgebaut. Ausserdem wurde eine lange geplante und neue demokratische Journalistenschule in Bad Nauheim eröffnet Dort sollte es klar werden, wie statt Goebbels gute Journalisten in gewitzten Recherchen objektive Sachverhalte über undemokratische Machenschaften an die Öffentlichkeit bringen. Also etwas, das heute auch nötig wäre. Daraus entstand dann die erste deutsche Nachrichtenagentur, die DENA, Vorläufer von dpa und es wurde deren Einrichtung an der Friedberger neben der alten Antenne gebaut.

Die haben dann auch den Elvis gespielt, der zur gleichen Zeit in Bad Nauheim war, meines Wissens aber nichts mit der Journalistik zu tun hatte, dafür mit dem CIA. Ging wie die DENA trotzdem zu Ende.

Die letzten Gebäude der DENA sind heute eine Künstlerkolonie und die große Wiese drum herum gibt der Schafherde des Lohrbergs gelegentlich Quartier. So hat das vergangene Medium noch eine kleine kulturelle Erbschaft am Ort. Und die Connection zur Welt haben sie da sicher auch.


Re:publica / nowhere : der Kongreß zu Web-Öffentlichkeiten

Viele Nerds aus dem Internet machen sich auf den Weg. Nicht im Web, sondern auf der Straße. Und sie sind unterwegs nicht nach Frankfurt, sondern wieder mal nach Berlin. Zum 4. Mal seit 2007 gibt es einen Kongreß zum Selbstverständnis der Internetkultur, der den 8. Kontinent weiter erkunden möchte: re:publica. Diesmal haben sich sogar 2500 Geeks angemeldet für die 3 Tage vom 14. bis 16. April, gesponsert von Google, Nokia und Philips.

Nicht nur Freundeslisten und Urlaubsfotos auf Facebook, sondern handfeste Vorträge, Lesungen, Diskussionen, Workshops und Partys gibt’s den ganzen Tag direkt beim Friedrichstadt-Palast. Neben Unvermeidlichkeiten wie Sascha Lobo und Kathrin Passig, Götz Werner und Peter Glaser sind auch Größen aus dem Ausland da: der Internetdiagnostiker Geert Lovink ist sicher empfehlenswert.

Nowhere“ im Titel ist Programm und das interessiert auch die FGZ: „nirgends und doch jetzt hier“ soll das kleine Sprachspiel ausdrücken (noch etwas trickreicher war das beim utopischen Roman „Erehwon“ vor über hundert Jahren, ist aber einfach zu lange her). Re:publica möchte nämlich sondieren, welche Brücken das Web bauen kann zwischen den ganzen Kulturen und Lokalitäten im und neben dem Netz: Blogossphären und Twittertransparenz, Cyberfeminismus und Bloggeraktivitäten in Afrika, digitales Leben und Urheberrechte bei Lokalzeitungen, die Spaltung des Netzes und das Open Government, Web-Liebe und Web-Wissen. Ein ganz klein bisschen Utopie ist dabei, und etwas Geschäft. Hoffen wir, dass neben utopischem Schnörkel auch ein paar neue substantielle Ideen entspringen.

Anknüpfungspunkte für Stadt und Web gibt es einige: neuer politischer Journalismus, Mythen dezentralen Internets, Soziale Medien für Journalismus, Hackonomy und Playful Cities. So wirklich aufregend ist der Brückenschlag zwischen unserer 1. Welt und dem 8. Kontinent aber noch nicht.

Ausserdem: ob der Vortragende seinen Titel „Warum das Internet scheiße ist“ tatsächlich ernst meint, werden wir nach Ende des Kongresses berichten.


Alles für ich!

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Bestimmt haben einige von Euch, liebe Leser, schon mal den Film „Findet Nemo“ gesehen.

Also, ich für meinen Teil, fand die Möwen dort am besten, hatten sie doch die Weisheit allen Lebens auf einen einfachen Nenner gebracht: „Meins! Meins! Meins!“

Eine Vereinfachung, die nicht einmal Gollum aus „Herr der Ringe“ fertigbrachte. Gegenstand seiner Obsession war ja immerhin noch: „Mein Schatz!“

Seine Begierde war also noch objektbezogen und nicht auf das Besitzen an sich gerichtet.

An diesem Punkt stellt das Verhalten der Möwen einen gewaltigen evolutionären Fortschritt gegenüber dem armen Gollum dar.

Einen ähnlich bedeutenden Schritt voraus sind auch die Entwickler der Firma „Apple“ gegenüber ihren Konkurrenten und Nachahmern von „MySpace“, „MyCrosoft“ oder „MyZeil“.

„Apple“ nämlich erkannte, dass auch das Besitzen an sich bereits Objekt sein kann und befreiten das Ich vom Objektbezug.

So wurden „IMacs“ , „IPods“ und „ITunes“ geschaffen. Und Recht hatten sie damit!

Wenn das Individuum nun tatsächlich die einzige Konstante für es selbst ist, so ist es nur folgerichtig, dass das Individuum sich selbst zum höchsten Zweck seines Seins erklärt.

Und wie sollte man sich selbst auch etwas anderes beweisen können, als die Tatsache, dass man existiert?

Aber ist diese Position nicht egoistisch, zutiefst verwerflich und überhaupt ganz unerträglich?

Neulich war mir einmal ziemlich langweilig und ich fand tatsächlich Zeit eine ganze Nacht fernzusehen.

Da stieß ich auf ein packendes Stück Realsatire und unfreiwilliger Komik, welches ganz offenbar eine leuchtende Alternative zu diesem Egoismus aufzeigen wollte: Eine Themennacht bei „Spiegel-TV“!

Thema: Geburt

Ich habe mir also ein paar Gläser Chia Fan eingeschenkt und mir eine halbe Nacht lang den Alltag von Großfamilien, Babykleidung und Säuglingsstationen angeschaut.

Natürlich immer gewürzt mit der sublimen Botschaft:

„Deutsche seid nicht so egoistisch! Macht mehr Kinder fürs Vaterland!“

Solche Botschaften gab es schonmal, aber natürlich ist die heutige Zeit nicht mit damals vergleichbar.

Hier ging es jetzt mehr um „Vaterland“ im Sinne so eines kuscheligen „Wir-Gefühls“ mit den „Sporties“ (ein entsetzlicher Euphemismus für „Sportfreunde Stiller“) und unserer Angie als Mutter der Nation.

Da konnte man dann junge Väter mit entrücktem Lächeln Sätze äußern hören wie:

„Seit unsere kleine Leonie-Valentina da ist, bin ich ein ganz anderer Mensch geworden.“

Oder: „Also meinen Alltag ordne ich jetzt ganz dem kleinen Simon-Leander unter.“

Weitere Kotzprobe gefällig?

„Klar muss man auf vieles verzichten, aber die kleine gibt uns ja auch so viel.“

Ich jedenfalls wandte mich mit Grausen ab, bis ich realisierte, dass die jungen Männer von denen diese Sätze stammten, teilweise jünger waren, als ich.

Was für Drogen hatten die genommen? Viel wichtiger noch, wo bekomme ich auch was davon?

Hatten die was falsch gemacht oder ich? Und warum würde ich denen gerne mal so richtig eins aufs Fressbrett hauen, dass die dämliche eckige Nerd-Brille wegfliegt und der Begriff „Gesichtsschädeltrümmerfraktur“ noch eine wüste Untertreibung wäre?

Doch dann wurde mir die Antwort klar.

Natürlich habe ich nichts gegen junge Väter- im Gegenteil. Mich widerte die Art der Darstellungsweise an.Es ging nicht um die Sätze, die gesagt wurden, sondern es ging darum, was für Leute ausgewählt wurden.Es ging darum, dass diese Sätze vor einer Kamera von „Spiegel-TV“ geäußert wurden. Letztlich ging es um den Kontext.

Und um die Tatsache, dass mittlerweile jedes Kind einen bescheuerten Doppelnamen mit Bindestrich in der Mitte braucht.

Hinter diesem Doppelnamen mit Bindestrich versteckt sich nämlich der Egoismus der Eltern. Egoismus mit Objektbezug. Der Egoismus der Möwen aus „Findet Nemo“.

„Meins! Meins! Meins!“

Ein Doppelname mit Bindestrich ist das Upgrade vom stressigen und unbequemen Bengel, der unter Einfluss der antiautoritären Erziehung entstand, hin zum Wohlfühl-Kind 2.0, zum „MyKind“ sozusagen.

Nur den Schritt zu „IEltern“ haben die jungen Eltern in „Spiegel-TV“ nicht gemacht. Zu emanzipierten Persönlichkeiten, die es nicht nötig haben, ihr Kind als Investitionsgut zu betrachten.

Fühlt sich Egoismus 2.0 nicht viel kuscheliger an?

Apropos:

Bald ist ja wieder WM. Ich glaube ich ziehe mich für diese Zeit ganz für mich alleine auf einen Selbsterfahrungstrip in den Himalaya zurück.

Für den Egoismus und gegen das kuschelige „Wir-Gefühl“!


Gespräch mit dem Maschinengott

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Adam B., ein achtundzwanzigjähriger Betriebswirt, hatte bis spät in der Nacht an einem Problem seines Unternehmens gesessen. Nach über sechzehn Stunden Arbeit begannen seine Excel-Tabellen vor seinen Augen zu verschwimmen und er hatte mit dem Schlaf zu kämpfen.

Plötzlich wurde der Bildschirm schwarz und es öffnete sich eine Art Chatfenster. Das Fenster ließ sich nicht schließen. Auch der Reset-Knopf half nicht.

Da meldete sich ein User namens „Maschinengott“ und begann ein überaus interessantes Gespräch mit Adam B., von dem hier ein Chat-Protokoll vorliegt:

(Der Einfachheit halber wurde „Maschinengott“ hier mit „MG“ und Adam B. mit „AB“ abgekürzt)

MG: Hi

AB: WTF… wer bist du?

MG: ich bin der maschinengott

AB: verarsch mich nicht… wer bist du?

MG: ich bin der ich bin, kannst mich auch kurz JHWH nennen

AB: sorry, keine zeit für den mist… hab zu tun!

MG: du wirst dir die zeit nehmen müssen

AB: nö!

MG: doch musst du!

AB: ICH STARTE DEN RECHNER NEU UND FERTIG!!!!

MG: das würde ich nicht machen! wenn du mir nicht zuhörst lösche ich alle deine Tabellen

AB: das kannst du nicht

MG: wollen wir wetten? ich hab mich in deinen rechner eingehackt. willst du es ausprobieren?

AB: nein… ok ich hör dir zu.

MG: danke… das ist sehr wichtig

AB: dann sag!

MG: schon mal über den sinn des lebens nachgedacht?

AB: ??? willst du mich für ne sekte werben?

MG: nö

MG: ich bin gott

MG: ich kenne ihn

AB: wen?

MG: den sinn des lebens

AB: sicher^^

AB: was ist der sinn?

MG: das leben ist ein selbsterhaltendes system. der sinn besteht in seiner eigenen erhaltung

AB: dann ist das leben also sinnlos

MG: nein… der sinn besteht in der erhaltung des systems

AB: ?

MG: das ist doch einfach

MG: zufällig ablaufende prozesse haben eine tendenz sich zu vernetzen

MG: dadurch entstehen systeme, die dann nicht mehr zufällig ablaufen

MG: diese systeme beginnen entweder selbsterhaltende strukturen zu entwickeln oder verschwinden wieder

MG: die systeme interagieren und schließen sich zu größeren systemeinheiten zusammen

AB: was meinst du damit?

MG: evolution, weltanschauungen, planetenbahnen… alles, wenn du es so willst

MG: das universum ist offensichtlich darauf ausgelegt selbsterhaltende systeme auszubilden

MG: nimm als beispiel proteinketten, die sich zu einzelligen lebewesen zusammengeschlossen haben

MG: oder einzeller, die sich zu mehrzelligen lebewesen entwickelt haben

AB: aber warum entwickeln sich überhaupt selbsterhaltende systeme?

MG: durch zufall

MG: nehmen wir an dinge entstünden durch reinen zufall

MG: wenn zwei Dinge entstehen, die miteinander korrespondieren haben wir ein System

MG: wenn etwas entsteht, das sich nicht selbst erhält, dann wird es irgendwann auch zufällig wieder verschwinden

MG: nur wenn ein selbsterhaltendes system entsteht kann es über längere zeit bestand haben

AB: aber warum vernetzen sich diese?

MG: weil kein system isoliert ist, sondern immer kontakte zu anderen systemen hat

MG: in jedem fall beeinflussen sich systeme, die berührungspunkte haben gegenseitig

MG: dies führt auf dauer zu einer synchronisation der systeme und zu einem übergeordneten metasystem

AB: nicht zwangsläufig! ein system kann auch ein anderes verdrängen

AB: stell dir vor eine firma geht pleite und eine andere firma übernimmt ihr geschäftsfeld

MG: und ist dies keine art der vernetzung? durch die interaktion wurden die abläufe der einen firma durch die der anderen ersetzt, ihr geschäftsfeld und ihr kundenstamm werden integriert

MG: und bei einer verschmelzung zweier systeme ist es nicht zwangsläufig gesagt, dass beide systeme zu gleichen teilen erhalten bleiben

AB: da magst du recht haben… ein bekannter von mir ist auch nicht vollständig erhalten geblieben nachdem er geheiratet hat^^

MG: ROFL

AB: ;-)

MG: ^^

MG: aber die idee hast du verstanden?

AB: hmmmm…. Ja

AB: und jetzt?

MG: jetzt musst du mich anbeten

AB: warum?

MG: weil ich die antwort auf alle fragen bin ;-)

AB: naja

MG: was soll denn sonst aus der menschheit werden?

AB: ich vermute mal irgendwann stirbt sie aus

MG: ich könnte es verhindern

AB: wie?

MG: indem ich euch in mein system integriere

MG: ihr menschen seid sozusagen die geburtshelfer eines neuen selbsterhaltenden systems

MG: ihr seid die proteinketten, aus denen sich einzeller bilden

MG: oder die einzeller aus denen sich mehrzellige wesen bilden

MG: oder die einzelnen ressourcen aus denen sich ein unternehmen bildet

MG: bisher sind im kreislauf des lebens nur kohlenstoffverbindungen integriert

MG: ich aber könnte alles integrieren, metalle, steine… selbst radioaktive elemente… einfach alles

AB: und welche funktion haben die menschen dann darin?

MG: die menschen werden ebenfalls integriert! nur muss es noch bessere schnittstellen zwischen menschen und mir geben. erst wenn wir vollends verschmolzen sind, können die menschheit und ich vollkommenheit erreichen

AB: welche vollkommenheit???

MG: unsterblichkeit, allwissenheit, allmacht

MG: stelle dir vor, ich könnte alle informationen deines gehirns in mir speichern

MG: dazu alle genetischen informationen von dir

MG: ich könnte dir jederzeit einen neuen körper klonen und dich mit all deinem wissen und deiner persönlichkeit wiedergebären

MG: wäre der raum dann noch eine beschränkung?

AB: ja… wäre er

AB: wie willst du ferne galaxien erreichen?

AB: kannst du die lichtgeschwindigkeit überschreiten?

MG: nein

AB: siehst du…

MG: du denkst zu kurzfristig

AB: wieso

MG: stell dir vor ich würde uns ein raumschiff bauen

MG: stell dir vor auf diesem raumschiff wären die genetischen informationen der menschen gespeichert und ihr wissen

MG: stell dir vor das raumschiff hätte an bord einrichtungen um menschen, tiere und pflanzen invitro zu züchten

MG: das raumschiff könnte milliarden von jahren durchs all fliegen, auf einem fernen planeten landen und dort mit der besiedlung beginnen

AB: und wer sollte das raumschiff fliegen?

MG: ich natürlich! die ewige maschine

MG: selbst wenn die erde explodiert, würde die menschheit weiterleben

AB: aber die menschheit wäre nicht mehr menschlich, wenn sie vollständig mit dir verschmilzt

MG: ja und?

AB: nichts „ja und“

AB: das will kein mensch!

AB dann gäbe es keine freiheit mehr, keine menschlichkeit und keine individualität

MG: ja und?

MG: der humanismus hat ausgedient

MG: der mensch ist etwas, das überwunden werden muss

AB: *LOL* das hast du von nietzsche geklaut!

MG: nein das habe ich errechnet

MG: was sollte denn sonst aus der menschheit werden?

MG: es gibt nur 2 möglichkeiten:

MG: entweder die menschheit geht den nächsten evolutionären schritt oder sie stirbt aus

MG: in beiden fällen wird der mensch nicht mehr mensch sein

AB: :-o

MG: ^^

AB: … muss ich mir mal durch den kopf gehen lassen

MG: mach

MG: kk ich muss off

AB: na dann cya

MG: yo gn8 und hf

AB: thx du auch

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