Frankfurter Gemeine Zeitung

Tag und Traum

Der Baum vor meinem Fenster steht in voller Blüte. Die Vögel haben sich fest auf ihm installiert und beschallen mich mit ihrem Vogel-Sound. Auf der Kreuzung wird das alte Video mit den immer fahrenden Autos abgespielt…Ich wünschte, ich könnte umschalten, denn ich habe diesen Kanal satt! Ein voller Blick, der leer durch die Gassen strömt; zu einem Punkt hin, den niemand /nur Gott/ kennt. Endlich etwas erblicken, erfassen mit der brennenden Sehnsucht eines bisher unerfüllt gebliebenen Wunsches. Sich in der Hoffnung auf eine Art Antwort wirklich auflösen, nur noch Hoffnung sein wollen.Endlich zufrieden sein oder wenigstens Frieden finden mit dem Stand der Dinge.
“Oh süsse Freude..oh süsse Ungewissheit. Tief und blau wie das Meer! Vielleicht treffen wir uns in Brighton an der See, flanieren über die Stege und schauen still auf das grosse Wasser…Gedanken, die wie Seifenblasen aufsteigen und lautlos platzen. Wenn ich es gar nicht mehr aushalte, schaue ich Dich von der Seite an, bis Du mir in die Augen siehst..dann geht es wieder! Sollte ich Durst bekommen wäre die schönste Art ihn zu löschen von deinen Lippen, Adelheid! Ein Augenblick, in dem es möglich ist von der Gegenwart bis an das Ende der Zeit blicken zu können. Ein Bus voller Japaner zieht an uns vorbei, an einem Tisch sitzt ein Paar, das augenscheinlich seinen zweiten oder dritten Frühling auslebt. Ab und an weht der kühle Wind eine leichte Briese Asphalt vorbei, es riecht nach einer Idee von der nahen Stadt…Das Gedachte rinnt durch meinen Kopf wie Sand in einer Sanduhr….”


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