Frankfurter Gemeine Zeitung

Frankfurter Autofahrer – Impressionen (1)

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Frankfurt ist eine kleine Stadt. Trotzdem gibt es hier viele Autos. Das verwundert nicht, ist vielmehr in anderen Städten genauso. Das innerstädtische Straßennetz besteht aus einem einzigen Einbahnstraßenlabyrinth. Ortsunkundige, die sich dort verirren, finden so schnell nicht wieder raus.

Der Frankfurter Autofahrer ist ein eigenwilliges Wesen, und unterscheidet sich daher in nichts von anderen Autofahrern anderswo. Auffallend allerdings ist die ausgeprägte Abneigung des FA (wir wollen uns im weiteren Verlauf dieser Betrachtung dieses Kürzels bedienen) den Blinker zu benutzen. Geschätzte 80% aller FA halten es für überflüssig die anderen Verkehrsteilnehmer über eine geplante Richtungsänderung zu informieren. Vielleicht ist es zu anstrengend, den Blinker zu betätigen, vielleicht ist gerade keine Hand frei, wer weiss. Möglicherweise ist die Blinkunwilligkeit aber auch durch das ausgeprägte Einbahnstraßensystem in Frankfurt begründet, das oft keine Wahl lässt, als z.B. rechts abzubiegen. Wenn man sich aber, als Radfahrer etwa, freundlich erkundigt, ob die Karre keinen Blinker hätte, wird man gerne mit einem deftigen „Halt`s Maul du Arschloch“ bedacht. Der FA unterscheidet sich in seiner Ausdrucksweise aber in keiner Weise von seinen autofahrenden Mitmenschen an anderen Orten. Wir wollen ihm da nichts unterstellen.

Es lässt sich aber nicht generell sagen, dass der FA nicht gerne blinkt. Das tut er sogar recht ausführlich und am liebsten auf allen 4 Kanälen. Das Warnblinksystem ist des FA liebstes Accessoire und wird bei allen sich bietenden Gelegenheiten genutzt. Beim regelwidrigen Parken auf Radwegen, Bürgersteigen oder in der zweiten Reihe etwa. Das heißt dann soviel wie „jaja, ich weiß, dass ich hier nicht stehen darf“, oder „bin gleich wieder da“ oder oft auch einfach nur „Obacht, ich stehe hier“. Auch kurz vor dem Wenden wird gerne die Warnblinkanlage in Anspruch genommen, das meint dann „Achtung, ich mache gleich was“.

Das der FA auch gerne beim Fahren telefoniert, und zwar ohne eine lästige Freisprechanlage, versteht sich fast schon von selbst und unterscheidet ihn nicht von seinen Artgenossen anderswo. Ebenso seine Leidenschaft, noch eben bei Rot über die Ampel zu brettern. Da wird auch gerne mal aus hundert Metern Entfernung auf`s Gas getreten um bei „Hellrot“ noch schnell die Ampel zu passieren. Selbstverständlich wird auch gerne da abgebogen, wo dies ausdrücklich untersagt ist. Der FA entwickelt also eine beachtliche kriminelle Energie, wenn er sich hinter das Steuer setzt. Aber auch das unterscheidet ihn nicht unbedingt von anderen Autofahrern anderswo.

FGZ auto02

(wird fortgesetzt)


3 Kommentare zu “Frankfurter Autofahrer – Impressionen (1)”

  1. Fuxel

    Eine kurze Anmerkung: Unter FA`s heisst das nicht “Hellrot” sondern “Kischgrün”. Wuerde mir mal erklärt…

  2. Bert Bresgen

    Hmm, Kischgrün means: Kirschgrün oder Kitschgrün? Der Artikel hat den gemeinen Cliffhänger uns über den Unterschied zwischen den Frankfurter Autofahrern und denen der übrigen Welt im Un klaren zu lassen…But we will see.

  3. rails

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    places where i can be is

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