Frankfurter Gemeine Zeitung

Stand-By!

stand bye
Sie sprach:”Ich habe, im Gegensatz zu Dir, ein Faible für Innereien! Ich sterbe für Leber! hahahaha…” Ich dachte: gute Texte fliegen einfach so in der Luft herum. Man musss nur gaaaaanz genauuuuuu hin hören hören. Das Gewitter in meinem Kopf regnet nachts. Das Flugzeug vor meinem Fenster fliegt in einer Endlosschleife ewig rund um die Welt…huuiii!

Der Klumpen in meiner Brust fördert stetig das Erdöl aus meiner dunklen Seele. Ich polierte ein Glas, starrte dabei auf die Kreuzung und plötzlich wurde meine Nase rot und Tränen stiegen mir die Augen rauf. Eine peinliche Stille in mir selbst. Selten habe ich darüber nachgedacht, dass es Menschen mit Temperament und solche ohne gibt. Du bist verängstigt und ich bin verärgert; wir werden wohl keinen Schuh mehr daraus machen können…

Wiedergekaute Erfahrung schmeckt mit jedem Mal zunehmend bitter. Ein Rest von einem Gefühl, ein Gefühl in der Neige. Im Abfluss, in der Gosse. In der Regenrinne, am Abgrund, im Ausguss. Verschüttet! Ausgekippt. Runtergeschluckte Schmiere die meine Eingeweide kittet. Schmiss in meinem Gesicht. Ich bin in Haft für eine Pflicht. Wer verhaftet mich? Wer holt mich jetzt ab? Warum nur sehen alle so verflucht gleich aus?

Alles was war, wird auch weiterhin sein, dachte ich. Gesichter die aussehen wie offene, unheilbare Wunden..schmerzliche Anblicke. Herzlake ist besser als Mettmann! Ein Mangel an Fitness in meinen Beinen; ein ungenutzter Raum. Ein Durst nach Gülle. Leere Schalen. Ein Wassertank voller Seerosen. Web-Wurst. Ein Meer von Autoreifen. Ein Baum, der Schlangen trägt. Poly-Tan, eine Auswahl an Hautfarben… Blasse Mondsichel an einem ambivalenten Himmel. Aus dem Fass kommt keine Unterstützung geflossen! Ein Glas Parkinson, bitte! Gänse interessieren mich nicht…Während das Abendlicht allem Vorhandenem eine zierliche, güldene Krone aufsetzte.

Freunde trieben vorbei, wie leise fallendes Herbstlaub; die Erinnerung an einen Baum mit flammend goldenem Laub vor einem stahlblauen Himmel. Kindheit. Das Gewitter in meinem Kopf regnet nachts in meinen Träumen. Verplemperte Zeit. Meine Ohren stellen sich auf und lauschen in die Wildnis(der Zeit). Die goldene Krone verwandelt sich in einen purpurnen Umhang, der den Himmel mit einem irren Polarlicht verziert. Die Beine einer Frau, die mich an kunstvoll geschnitzte Tischbeine erinnern. Das Rudel Kraniche (3 Stück), das Richtung Zoo fliegt, auf der immergleichen Route; ähnlich den Wegen, die ich nutze um z. B. zur Drogerie zugehen, in den Supermarkt, oder an einen der wenigen Orte, die ich mag…immer der gleiche Weg. In diesem Licht verwischt das Echte mit dem Unechten, das Wirklich mit dem Unwirklich; und plötzlich wird aus 2D 3D.

Irgendwo, vereinzelt oder geballt, lauert auch das Böse, das Hässliche, unglücklich, bitter und nagend. Und wenn das Farbenspiel, unvermeidlich, sein Ende nimmt, atmen auch diese Kreaturen auf und für einen kurzen Moment herrscht Frieden in dieser Welt.


4 Kommentare zu “Stand-By!”

  1. Zaunkönig

    Hübscher Effekt, dass der Satz “Meine Ohren stellen sich auf und lauschen in die Wildnis … ” im aktuellen Umbruch gerade neben dem Hasenkopf im Artikel von Yunus Konrat zu sehen ist. Leider vorübergehender Natur.

  2. Yunus

    Hey, Faye!
    Erleuchtendes Gespräch grad in Anbetracht Deines Artikels! (;

    Kraniche sind Gut!
    Y.

  3. Yunus

    P. S.: Walk in someones Mokkasins…

  4. FlorenceJOHNS18

    I took my first business loans when I was 20 and this aided my business a lot. However, I need the commercial loan as well.

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