Frankfurter Gemeine Zeitung

Die Trompeten von Jericho

Vuvuzela

Eigentlich war ich ja von Anfang an ein Gegner der nervigen WM-Plastiktröte, die unter dem klangvollen Namen Vuvuzela verkauft wird.

Ich hielt sie für eine weitere degenerierte Ausgeburt des nationalistischen WM-Hypes, der hoffentlich möglichst bald vorüber sein möge.

Inzwischen denke ich aber ernsthaft über die Anschaffung eines solchen Terrorinstrumentes nach.

Zuerst kam mir dieser Gedanke nach der Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien. Wäre es nicht ein erhebender Augenblick gewesen im Moment der deutschen Schmach ein Stückchen herzerfrischender afrikanischer Lebensfreude in die Gemüter der enttäuschten Landsleute zu tröten?

Ich glaube, ich könnte mit so einer Vuvuzela durchaus meinen Spaß haben.

Schließlich ist dieses Instrument auf dem besten Wege, eine Ächtung auch unter eingefleischten Fußballfans zu erfahren. In einigen Städten ist das Krawallplastik auf den öffentlichen Public-Viewing-Areas verboten worden und auf Facebook haben Fußballfans inzwischen eine Anti-Vuvuzela-Gruppe gegründet.

Denn der Deutsche will sich ja angepsst freuen, also in Reih und Glied jubeln. Oder er freut sich intellektuell abgeklärt zusammen mit der Frankfurter Rundschau und dem 11Freunde-Magazin.

Zu viel Krawall hingegen stört den Deutschen beim Dichten und Denken, wie schon Arthur Schopenhauer feststellte, als er sich bitterst über das Peitschenknallen der Kutscher beklagte.

Ärzteverbände warnen indessen vor zu befürchtenden Hörschäden, da der Lärm eines solchen Gerätes mühelos 130 Dezibel erreichen kann.

Aus diesem Grunde kann ich den Vuvuzelas durchaus einen subversiven Aspekt abgewinnen. Sie sind nämlich ein ideales Mittel, um Anschläge auf die Nachtruhe und damit die Leistungsfähigkeit der berufstätigen Bevölkerung zu verüben.

Wer weiß? Vielleicht könnte eine Gruppe engagierter und überzeugter Chaoten mit Hilfe der Vuvuzela sogar das Bruttosozialprodukt senken.

So könnte die Vuvuzela zu der Waffe werden, die die Mauern des christlichen Abendlandes so erschüttert, wie einst Joshuas Posaunen die Mauern der Stadt Jericho.

In diesem Sinne, angelehnt an einen Aufkleber der Bild-Zeitung:

Nationalwahn? ICH HUP EUCH WAS!


Die Tiara des Dagon

Dagon 3

Dagon 4

Ich gebe es unumwunden zu:

Ich halte die katholische Kirche für eine der scheinheiligsten und verlogensten Organisationen der Welt und frage mich, wie ein aufgeklärter und erwachsener Mensch deren offenkundigen Lügen tatsächlich Glauben schenken kann. Schließlich widerspricht sich die katholische Kirche laufend selbst.

Beispielsweise haben „unfehlbare“ Päpste jahrhundertelang das Fegefeuer gepredigt, bis unser „unfehlbarer“ Benedikt beschlossen hat, es einfach abzuschaffen. Die gleichen „Unfehlbaren“ behaupteten übrigens auch, die Welt sei eine Scheibe, haben diesen Fehler aber in den 90er Jahren kleinlaut zugegeben, allerdings ohne dabei ihren Unfehlbarkeitsanspruch in Frage zu stellen. Welches Maß an orwellschem Doublethink muss wohl nötig sein, um das Offensichtliche zu ignorieren?

Über die Position zu Verhütung und Abtreibung, die antisemitischen Tendenzen, die kranke Sexualmoral, die abergläubischen Riten (z.B. Exorzismen), die Benachteiligung von Frauen, den Umgang mit den Missbrauchsfällen und die ganzen anderen Tonnen an Dreck, die diese inzwischen am Stecken hat, könnte man Bücher, dicker als das Telefonbuch von Tokio verfassen.

Dies würde aber den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen. Außerdem hat bereits Karlheinz Deschner hierzu  gute Bücher geschrieben, die ich Interessierten dringend als Lektüre empfehlen möchte.

Beim Surfen durchs Netz bin ich allerdings auf eine so interessante, wie bizarre Verschwörungstheorie gestoßen, die ich den Lesern der FGZ unmöglich vorenthalten kann, obwohl ich eher davon ausgehe, dass es sich bei den Verfassern um Spinner handelt.

Diese Verschwörungstheorie besagt, dass die katholische Kirche von einem heidnischen Kult unterwandert wurde.

So soll die bischöfliche Kopfbedeckung, die Mitra, vom Aussehen her der sogenannten „Tiara des Dagon“ gleichen. Belegt werden soll dies anhand von historischen Abbildungen, auf denen der babylonische Fischgott Dagon eben diese Tiara trägt, die tatsächlich wie eine Bischofsmütze aussieht.

Als großer Fan der Werke von H.P. Lovecraft, der auch „Schatten über Innsmouth“ gelesen hat, wurde ich da natürlich hellhörig. In Lovecrafts Roman praktizieren die Bewohner der Stadt Innsmouth einen Dagon-Kult, der auch beinhaltet, dass sie sich mit unterseeischen Fischwesen („The Deeper Ones“ im englischen Original) paaren, wodurch sich ihr Aussehen immer weiter dem der Monster angleicht und ein spezifischer Innsmouth-Look entsteht.

Könnte dies etwa der wahre Grund für den Zölibat sein, dass katholische Priester sich für den Geschlechtsakt mit grotesken Fischkreaturen aufsparen müssen?

Diese Idee hat zwar durchaus ihren Charme, doch ist sie einfach zu verrückt um wahr zu sein.

Tatsache ist aber, dass die tägliche Praxis der katholischen Kirche derart durchdrungen von obskuren heidnischen Bräuchen ist, dass sie wahrscheinlich mehr mit dem Dagon-Kult, als mit der Bibel gemeinsam hat.

Denn in der Bibel steht definitiv nicht, dass man goldene Marienstandbilder errichten und diese anbeten soll.

Auch steht dort nichts davon, dass man Leute zu Heiligen ernennen und dann Stückchen ihrer toten Körper als Zaubertalismane (Reliquien) aufbewahren und verehren soll.

Sogar Bilder von Gott, natürlich als alten Mann mit Bart, kann man an manchen katholischen Kultstätten besichtigen, obwohl dies ja wohl ein eindeutiger und eklatanter Verstoß gegen das Gebot ist, sich von Gott weder Bild noch Gleichnis zu machen.

Kein Wunder, dass die katholische Kirche dieses unbequeme Gebot ganz eigenmächtig aus dem Kanon der zehn Gebote gestrichen hat.

Und welches Ausmaß an Scheinheiligkeit braucht es, um einerseits zu behaupten, man richte sich nach der Bibel und diese dann einfach mal umzuschreiben, so wie es einem gerade passt?

Jeder Katholik sollte sich darüber Gedanken machen und sich dann fragen, wie lange er noch bereit ist, sich für dumm verkaufen zu lassen.

Mir aber bleibt nur noch den Bezug zu Dagon und H.P. Lovecraft zu schließen, mit einer Kleinigkeit, die mir beim Betrachten dieses Papst-Fotos aufgefallen ist.

papst

Hat Benedikt XVI. nicht irgendwie den typischen Innsmouth-Look? Sieht er nicht aus, als könnte er jede Sekunde zu einem missgestalteten Hybridwesen aus Mensch und Fisch mutieren?

Wann wird er endlich zurück ins Meer watscheln um dort für alle Ewigkeit bei Vater Dagon und Mutter Hydra zu leben und es mit den abscheulichen Tiefenkreaturen zu treiben?


Web-City

webtrendmap

Die Frankfurter Gemeine Zeitung möchte eine Zeitung anbieten, die lokal wie global genau hinschaut und aus dem lokalen Fokus heraus spannende globale Verbindungen zur Stadt zeigt. Gleiches gilt für Web und Stadt. Ein bekanntes Blatt in einer Stadt, die sich mit Frankfurt vergleichen lässt, ist die New York Times. Kürzlich veröffenlichte dort Virginia Hefferman ein Statement über morphologische Ähnlichkeiten zwischen Web und Stadt: “The Death of the Open Web“.

Bemerkenswert an diesem Artikel ist der Vergleich von belebter Stadt und dazugehörigen Suburbs, die westliche Großstädte ab den 60er Jahren ausdünnten  mit einer gleichartigen Umstrukturierung zum sterilen Vorort im World Wide Web. Während das Web bisher eher der Stadt glich – ein metropolitanes Areal, versehen mit schön drappierten Geschäften wie finstere Ecken, von Google bis Porno – drängt sich dort jetzt ein globaler Akteur vor, der diese weltstädtische Wechselhaftigkeit und ihr Gequirle begradigen will. Gemeint ist Apple mit seinen Apps und Stores.

Dessen vemeintlich hippe Käufer sind laut Hefferman nichts als ein distinguierter Mittelstand, der sich vor der Unruhe fürchtet, nett designte Produkte erwerben möchte, in ruhiger abgschotteter Umgebung shoppen wie leben möchte. Eine Apple-Suburb mit Wachpersonal. Man könnte ergänzen: die vermeintlich besonders kreativen Apple-Nerds sind nach Hefferman damit Vorreiter der Ausmergelung des Webs. So wie die Stadtzentren verdörren, dupliziert der gleichförmige Speckgürtel seine Einfallslosigkeit ins Web. Wie  dort das Geld für die Häuschen draussen gebraucht wird, müssen wir hier an die Apple-Gatekeeper löhnen. Wer nicht kann, will, passt hat dort nichts verloren. Das Web wird eine Institution der Art Bezahlfernsehens des Mittelstands.

Die Diagnose hat einiges für sich, die Stadt-Web Metapher sollte aber noch etwas weiter getrieben werden, auch um spannende Differenzen sichtbar zu machen. Zumindest 3 wichtige Dimensionen solcher Relationen für Stadt und Web wären zu ergänzen: das betrifft die Art des Webs, die Art der Stadt, und die Art ihrer Verbindungen – aus der Perspekive von Bruchlinien, die sich bei ihnen auftun.

Die Art des Webs meint eine Idealisierung, die mit der belebten Stadt zum Ausdruck kommen soll, eine angebliche Vielfältigkeit in den Netzweiten. Das Web ist aktuell aber eher eine knallhart kommerzialisierte Stadt denn ein schillerndes Beisammensein. Die Shopping-Mall passt vermutlich besser, sei es mit Amazon, Ebay, Google, einigen Verlagen und Datenabietern für die Kundenseite, wenigen High-Techfirmen der Infrastruktur: wie eine Shopping-Mall. Natürlich gibt es auch dort versteckte Orte, an denen komische Dinge getauscht werden. Apple ist im Web-Enkaufszentrum  ein besonderer Store oder vielleicht eine parallelle Instanz wie das Wertheim Village.

Natürlich bietet eine reale Stadt viel mehr, das führt zur zweiten Dimension. Sie gliedert sich in Stadtteile mit eigensinnigen, manchmal widerspenstigen Bewohnern, die nicht in eine plan kommerzialisierte City oder Mall passen, zu denen man auch nicht wegen Einkaufs oder Sightseeing anreist. Besonders aber gibt es eine ganz andere, eine vieldimensionalere Wahrnehmung der Welt dort, die wechselnden Erfahrungen der Mitbewohner an ihrem gemeinsamen Ort. Man denke an das Verweilen bei einer Tasse Kaffee am Uhrtürmchen, mitten im Stom der Vorbeieilenden – manchmal ist jemand Bekanntes dabei, zuweilen dringen die Fetzen von Bemerkungen zu anderen Passanten herüber, begleitet von Gesten oder Grimassen.

Ein kleiner Eindruck dieser reicheren Erfahrungswelt lässt sich vielleicht sogar hier hervorrufen, wenn ich an den großen Film “Mood of Love” erinnere, der Dichte und Zufall der Beziehungen in der Stadt großartig illustriert. Am besten durch das Schreiten der Hauptdarstellerin entlang der Treppen der Altstadt, den Blicken auf die Grazie ihrer Bewegung. Kein Web kann diese Synästhesie duplizieren.

Zum Dritten lässt sich die eindimensionale Art der Verbindung zwischen Web und Stadt, das Schema des Duplikats bei Hefferman hinterfragen: Ambivalenzen und Konflikte aus Metropolen könnten nämlich ins Web kommen, Potentiale, Wissen und soziale Relationen des Webs könnten aus ihm heraus in Neubeschreibungen der Stadt einfließen. Das Schema von Austausch muß nicht nur für einige wenige Bedingungen gelten und muß nicht den ausgetretenen Pfaden folgen: es ist sicher mehr möglich als Vermessung ala Google, Verkauf ala Amazon oder Vermietung ala Apple. Gleiche Vorbehalte gelten für die Stadt: ihre Überwachung, Shopping Malls und Distrikts.

Festzuhalten bleibt: sowohl das Gequirle im Web und der Stadt wie die möglichen Anregungen für ihre Verbindungen werden sowohl durch das Apple-Business wie durch das Shoptainment stranguliert. Es bleibt die Suche nach Alternativen dazu.


Endspiel (3): Das Ende

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Foto: Stern.de

WM in Südafrika. 2 Fußballspieler auf der Reservebank. Clov, jünger, agiler, macht ab und zu Dehnungsübungen. Hamm ,älter, fast bewegungslos. Spiel- Geräusche.

 

Stadionsprecher aus dem Off : Noch eine Minute in der Verlängerung zu spielen. Es steht: 0 : 0.

Clov: Wovon träumst Du, Hamm?

Hamm Kopf immer noch im Nacken: Ich träumte von sechsbeinigen Stürmern.

Clov: Was würdest Du machen… wenn Du woanders wärst?

Hamm: Ich würde am liebsten zu Hause die Rolläden runterlassen, aus der Konservendose essen und mit einem Sack über dem Kopf Feldwege laufen.

Clov: Aber, denkst Du nicht: Wir müssen weiterleben und so? Und DU hast immer noch Grönland.

Hamm richtet sich auf: Grönland… Ja, sie sind durchweg unglaublich ehrgeizig, sie WOLLEN so gerne. Aber: Sie haben große Probleme mit der Technik. Und dann gibt es noch ein anderes Problem. Während des Trainings oder des Spiels sehen sie plötzlich einen Wal –und dann lassen sie den Ball Ball sein, dann stürmen sie zu den Booten und es geht raus aufs Meer, es geht dann nur noch um den Wal!

Clov: Fussball ist wie Musik, Hamm: Nicht nur Ding. Es gibt Ding Dang Dong. Es gibt nicht nur Ding. Ding Dang Dong ist Musik. Ding, Dang, Dong. Ding, Dang, Dong. Ding, Dang, Dong.

Hamm stimmt mitgerissen ein: Ja, Ding Dang Dong, Ding, Dang, Dong.Ding Dang, Dong. sie tanzen

Plötzlicher ohrenbetäubender Glockenklang, der jäh wieder abbricht.

Trainerstimme unterbricht aus dem Off: Clov, mach Dich warm. Du kommst gleich rein!

Clov verwirrt: Ganz rein? besinnt sich Okay, okay, ich komme. Mach´s gut, Hamm. Er wechselt Dich bestimmt auch noch ein.

Hamm: Jetzt noch? Du bist verrückt, Clov.

Clov: Ich sage nur ein Wort: Vielen Dank! stürzt davon

Hamm das Papstbild schwingend, ihm hinterherrufend Du hast Dein Papstbild vergessen!

Stadionsprecher aus dem Off : Noch null Minuten zu spielen. Es steht 0 : 0.

Hamm steht auf: Ein Spiel ist nicht gewonnen, bis es verloren ist. (Zwei Schiedsrichter und die dänische Königin erscheinen, stellen sich wie Wachposten neben Hamm auf ) Das Ding der Unmöglichkeit wahr zu machen, wird ein Ding der Unmöglichkeit, denn wie Andy Brehme gesagt hat: Wenn der Mann in Schwarz pfeifft, kann der Schiedsrichter auch nichts mehr machen. (ein Schiedsrichter pfeift, der andere bleibt stumm. Die dänische Königin zieht Hamm langsam einen dicken Pelzmantel mit Kapuze und Handschuhe an, während er immer leidenschaftlicherweiter redet) Es stimmt, ich bekomme kein Geld. Ich darf dafür aber in Grönland Seehunde und Rentiere jagen. Und ich werde mit Fisch bezahlt. Hin und wieder kommt ein Laster von der Firma „Royal greenland“, liefert Lachs und Hummer und die seltenen Schneekrabben- die erhält sonst nur die dänische Königin. (die dänische Königin zeigt lächelnd eine Schneekrabbe und steckt sie sich in den Mund)

Stadionsprecher aus dem Off : Noch null Minuten zu spielen. Es steht 0: 0: 0. Das Elfmeterschiessen beginnt. (mehrere Gewehrsalven)

Hamm (zum Publikum): Es war toll, es war klasse, es war ein Albtraum. (wendet sich um, hält inne) Irgendwelche Fragen, bevor ich gehe und mich aufhänge? (die Schiedsrichter und die dänischen Königin führen ihn ab)

Trainerstimme ( aus dem Off): Hamm, mach Dich warm. Du kommst gleich rein!… Hamm?

Ein Adidas-Ball fliegt auf die Bühne.

Ball (euphorisch): Tor! Tor! Tor!

Unsichtbarer Zuschauerchor: Jetzt geht’s los, jetzt geht’s los.

Darüber Stadionsprecher aus dem Off (sehr schnell): Meine Damen und Herren, das war das Endspiel 1-3. Das Endspiel enthielt 52 Originalzitate von folgenden Fussballern, Trainern und Reportern in der Reihenfolge ihres Erscheinens: Paul Steiner, Peter Pacult, Horst Szymaniak, Peter Neururer, Andreas Möller, Miroslav Klose, Dragoslav Stepanovic, Adi Pressler, Anthony Yeboah, Karl-Heinz Körbel, Danny Schwarz, Heinz Lucas, Andreas Möller, Marcel Reiff, Otto Rehhagel, Pierre Litbarski, Toni Polster, Peter Neururer, Lothar Matthäus, Thomas Brdaric, Rudi Gutendorf, Peter Neururer, Friedhelm Funkel, Bobby Robson, Aleksandar Ristic,Horst Hrubesch, Hans Meyer, Oliver Kahn, Mehmet Scholl, Franz Beckenbauer, Fredric Ljunberg, Andreas Möller, Steffen Freund, Berti Vogts, Maik Franz, Ian St. John, Thomas Helmer, Hermann Rülander, Reiner Calmund, Dragan Trkulja, Sepp Piontek, Giovani Trappatoni, Markus Sailer, Andy Brehme, David Pleat, Andy Brehme, Andy Brehme, Sepp Piontek, Thorsten Legat und am Ende Bert Papon, Trainer von Dumfernline auf einer Pressekonferenz nach einer 0: 7 Niederlage. Die Feen sind wunderbare Tänzerinnen.

Immer mehr Bälle fliegen auf die Bühne. Alle Bälle rufen: Tor Tor! Tor!

Hamms Stimme entfernt flüsternd aus dem Off: Der Ball ist ein Sauhund! (Gewehrsalve.)

Unsichtbarer Zuschauerchor: Jetzt geht’s los, Jetzt geht´s looos…. Jeeeetzt geeeeeeht´s loooooooos…

Das Band läuft immer langsamer und steht dann für immer still.


Unsere Mitte verschwindet!

Ferighaus Mittelklasse

Da ist sie, die Hiobsbotschaft der Woche: den Deutschen kommt der Mittelstand abhanden! Mal wieder.

Schlimmer kann es nun nicht mehr kommen, was ist dagegen eine Banken-Krise. Und hier sind keine Stützungsmassnahmen in Sicht, keine Milliardenkredite, die diese Katastrophe auffangen. Was tun?

Da wird die „Jobmaschine“ beschworen, die „Systemrelevanz“ herausgestellt – und doch verschwindet sie einfach, sang- und klanglos.

Mit ernsten Mienen treten die Sprecher des DIW vor die laufenden Kameras und bestätigen unsere Befürchtungen: eine progressive Schrumpfung sei nun statistisch eindeutig. Zwar stelle jenes diffuse Gebilde noch den größten Block aller sozioökonomischer Gruppen, doch signifikant weniger seien sie schon geworden. Da geht der Blick furchtsam zum Bücherschrank und sucht den Band „Der Heimwerker“.

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