Frankfurter Gemeine Zeitung

Die Tiara des Dagon

Dagon 3

Dagon 4

Ich gebe es unumwunden zu:

Ich halte die katholische Kirche für eine der scheinheiligsten und verlogensten Organisationen der Welt und frage mich, wie ein aufgeklärter und erwachsener Mensch deren offenkundigen Lügen tatsächlich Glauben schenken kann. Schließlich widerspricht sich die katholische Kirche laufend selbst.

Beispielsweise haben „unfehlbare“ Päpste jahrhundertelang das Fegefeuer gepredigt, bis unser „unfehlbarer“ Benedikt beschlossen hat, es einfach abzuschaffen. Die gleichen „Unfehlbaren“ behaupteten übrigens auch, die Welt sei eine Scheibe, haben diesen Fehler aber in den 90er Jahren kleinlaut zugegeben, allerdings ohne dabei ihren Unfehlbarkeitsanspruch in Frage zu stellen. Welches Maß an orwellschem Doublethink muss wohl nötig sein, um das Offensichtliche zu ignorieren?

Über die Position zu Verhütung und Abtreibung, die antisemitischen Tendenzen, die kranke Sexualmoral, die abergläubischen Riten (z.B. Exorzismen), die Benachteiligung von Frauen, den Umgang mit den Missbrauchsfällen und die ganzen anderen Tonnen an Dreck, die diese inzwischen am Stecken hat, könnte man Bücher, dicker als das Telefonbuch von Tokio verfassen.

Dies würde aber den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen. Außerdem hat bereits Karlheinz Deschner hierzu  gute Bücher geschrieben, die ich Interessierten dringend als Lektüre empfehlen möchte.

Beim Surfen durchs Netz bin ich allerdings auf eine so interessante, wie bizarre Verschwörungstheorie gestoßen, die ich den Lesern der FGZ unmöglich vorenthalten kann, obwohl ich eher davon ausgehe, dass es sich bei den Verfassern um Spinner handelt.

Diese Verschwörungstheorie besagt, dass die katholische Kirche von einem heidnischen Kult unterwandert wurde.

So soll die bischöfliche Kopfbedeckung, die Mitra, vom Aussehen her der sogenannten „Tiara des Dagon“ gleichen. Belegt werden soll dies anhand von historischen Abbildungen, auf denen der babylonische Fischgott Dagon eben diese Tiara trägt, die tatsächlich wie eine Bischofsmütze aussieht.

Als großer Fan der Werke von H.P. Lovecraft, der auch „Schatten über Innsmouth“ gelesen hat, wurde ich da natürlich hellhörig. In Lovecrafts Roman praktizieren die Bewohner der Stadt Innsmouth einen Dagon-Kult, der auch beinhaltet, dass sie sich mit unterseeischen Fischwesen („The Deeper Ones“ im englischen Original) paaren, wodurch sich ihr Aussehen immer weiter dem der Monster angleicht und ein spezifischer Innsmouth-Look entsteht.

Könnte dies etwa der wahre Grund für den Zölibat sein, dass katholische Priester sich für den Geschlechtsakt mit grotesken Fischkreaturen aufsparen müssen?

Diese Idee hat zwar durchaus ihren Charme, doch ist sie einfach zu verrückt um wahr zu sein.

Tatsache ist aber, dass die tägliche Praxis der katholischen Kirche derart durchdrungen von obskuren heidnischen Bräuchen ist, dass sie wahrscheinlich mehr mit dem Dagon-Kult, als mit der Bibel gemeinsam hat.

Denn in der Bibel steht definitiv nicht, dass man goldene Marienstandbilder errichten und diese anbeten soll.

Auch steht dort nichts davon, dass man Leute zu Heiligen ernennen und dann Stückchen ihrer toten Körper als Zaubertalismane (Reliquien) aufbewahren und verehren soll.

Sogar Bilder von Gott, natürlich als alten Mann mit Bart, kann man an manchen katholischen Kultstätten besichtigen, obwohl dies ja wohl ein eindeutiger und eklatanter Verstoß gegen das Gebot ist, sich von Gott weder Bild noch Gleichnis zu machen.

Kein Wunder, dass die katholische Kirche dieses unbequeme Gebot ganz eigenmächtig aus dem Kanon der zehn Gebote gestrichen hat.

Und welches Ausmaß an Scheinheiligkeit braucht es, um einerseits zu behaupten, man richte sich nach der Bibel und diese dann einfach mal umzuschreiben, so wie es einem gerade passt?

Jeder Katholik sollte sich darüber Gedanken machen und sich dann fragen, wie lange er noch bereit ist, sich für dumm verkaufen zu lassen.

Mir aber bleibt nur noch den Bezug zu Dagon und H.P. Lovecraft zu schließen, mit einer Kleinigkeit, die mir beim Betrachten dieses Papst-Fotos aufgefallen ist.

papst

Hat Benedikt XVI. nicht irgendwie den typischen Innsmouth-Look? Sieht er nicht aus, als könnte er jede Sekunde zu einem missgestalteten Hybridwesen aus Mensch und Fisch mutieren?

Wann wird er endlich zurück ins Meer watscheln um dort für alle Ewigkeit bei Vater Dagon und Mutter Hydra zu leben und es mit den abscheulichen Tiefenkreaturen zu treiben?


2 Kommentare zu “Die Tiara des Dagon”

  1. Fuxel

    ich kann in dem Zusammenhang nur raten mal nach “Papst Imperator” zu googeln. Das Ergebniss ist überzeugend.

  2. abadon

    fischig sieht er ja schon aus. ich las auch besagte geschichte von lovecraft.
    das kann ich mirgut vorstellen;-)

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