Frankfurter Gemeine Zeitung

Blind Dates Frankfurt 28.6. – 2. Juli

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Am Montag, den 28. 6. findet das nächste Treffen der Initiative “Ratschlag Campus Bockenheim” statt, und zwar 18.30 Uhr, im “K2″, Studierendenhaus / Campus Bockenheim. Besprochen wird u.a. dieVorbereitung der Benefiz- und Infoveranstaltung am “Tag des offenen Denkmals”, dem 12. September. Die Forderungen der Bockenheimer Bürgerinitiativen nach dem Umzug der Hochschule für Musik und darstellende Kunst an die Bockenheimer Warte scheinen ja mittlerweile auch in der hessischen Landesregierung angekommen zu sein.Darüberhinaus tritt die Initiative für den Bau von bezahlbaren Wohnungen ein und wendet sich gegen den geplanten  Teilabriss von denkmalgeschützten, historisch bedeutenden Gebäuden wie dem Studierendenhaus und dem Philosophicum. Stattdessen schlägt sie eine Umnutzung  vor. Die beiden Gebäude sollen am “Tag des offenen Denkmals”, dem 12. September 2010 durch Vorträge, Ausstellungen, Führungen präsentiert werden.

Und noch was an der alten Uni: Am Mittwoch, den 30.6. veranstaltet die GEW StudierendenGruppe um 19 Uhr eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Kriegsforschung an der Uni Frankfurt und anderen Hochschulen und Schulen. Es informieren Dr. phil. Peer Heinelt (Politologe, Publizist) , Dr.-Ing. Dietrich Schulze (ehem. Betriebsratsvorsitzender Forschungszentrum Karlsruhe)  , Karola Stötzel (stellv. Landesvorsitzende GEW Hessen).  Wo?: Café KoZ, Studierendenhaus, Campus Bockenheim, Mertonstraße 26.  “Die Goethe-Universität Frankfurt führt wehr- und sicherheitstechnische Forschungen durch”, berichtet die Hessische Landesregierung. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt wird an mehr als zwei Dutzend deutschen Hochschulen Forschung für den Krieg betrieben. Gleichzeitig hält das deutsche Militär Einzug in die Klassenzimmer und Schulhöfe.  Das Institut für Nachrichtentechnik an der Uni Karlsruhe erforscht die Heereskommunikation für den Interventionskrieg von morgen. An der Uni Stuttgart werden Diplomarbeiten zur Stabilisierung von Geschoss-Projektilen beworben. An der Uni Gießen wurde vorsorglich schon mal das „Hörschaden-Risiko für Knalle, Explosionen und Dauerlärm“ untersucht – als wehrmedizinisches Projekt finanziert vom Verteidigungsministerium (BMVg). Im Celler Appell (Motto: „Wirtschaft und Politik an der Seite der Bundeswehr“) hatten Commerzbank und BMVg bereits 2008 erklärt, sie wollten „aktiv darauf hinwirken, dass der sicherheitspolitische Dialog auch in Forschung und Lehre, insbesondere an unseren Hochschulen, gestärkt wird, z.B. durch die Einrichtung von Stiftungsprofessuren und durch einen dauerhaften, praxisorientierten und wissenschaftlichen Austausch zwischen Wirtschaft und Bundeswehr.“ Ganz in diesem Sinne wurde im März 2010 an der Technischen Universität München ein „EADS-Stiftungslehrstuhl für Hubschraubertechnologie“ geschaffen – finanziert von der Firma Eurocopter, Tochter des Rüstungskonzerns EADS und einer der weltweit größten Hersteller für Militärhelikopter.Auch die Sozialwissenschaften forschen kräftig mit. In Oldenburg werden „die sozialen Auswirkungen von militärisch gestützten humanitären Interventionen“ untersucht. Dies führt aber- Gott beahre-  nicht zur Ablehnung militärischen Engagements, sondern zu Vorschlägen, um Krieg und Besatzung effektiver zu gestalten. Offizieller Name: “Arbeitsstelle Interventionskultur”.  An der Universität Potsdam wurde im Jahr 2007 ein kompletter Masterstudiengang Military Studies eingerichtet. Dort können bei Bundeswehr-Bediensteten „die Themenfelder Militär, Krieg und organisierte Gewalt“ studiert werden. Als wäre dies nicht genug, schließt die Bundeswehr weitgehende Kooperationsverträge mit den Kultusministerien  in Nordrhein-Westfalen, Saarland, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Als nächstes soll ein neuer Vertrag in Hessen folgen.

Am Freitag, den 2. Juli um 20 Uhr gibt es im ehemaligen Untersuchungsgefängnis Klapperfeld den Film “Empire St. Pauli-von Perlenketten und Platzverweisen” zu sehen.(Dokumentarfilm von Irene Bude und Olaf Sobczak, 2009, 85 Min). Der Film zeichnet die Folgen kapitalistisch zugerichteter Stadtentwicklung anhand von St. Pauli nach – und den Widerstand dagegen. Hamburgs berühmtester Stadtteil St. Pauli war lange auch der ärmste. Mittlerweile leben und arbeiten hier jedoch immer mehr Gut- und Bestverdienende. Die sozialen Gegensätze verschärfen sich. Der Film zeigt, dass St. Pauli nicht nur als Ausgeh- und Amüsierviertel, sondern vor allem als Wohn- und auch Wirtschaftsstandort attraktiv geworden ist. Altbauten verschwinden oder werden aufwändig saniert, das Mietniveau steigt rasant, Mietwohnungen werden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Wer sich wehrt oder nicht mehr in das neue Bild passt wird des Ortes verwiesen – direkt oder indirekt. Insgesamt wurden für diesen Film über 50 Zeitzeugen  interviewt, die aus verschiedensten Perspektiven von den Gentrifizierungsprozessen in St. Pauli betroffen sind. Für die anschließende Diskussion sind die Filmemacher/innen angefragt. Veranstalter sind faitesvotrejeu

Soweit die nächsten Blind Dates. Grüße von  der äh, “Arbeitstelle Interventionskultur der FGZ”.


6 Kommentare zu “Blind Dates Frankfurt 28.6. – 2. Juli”

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