Frankfurter Gemeine Zeitung

Die Geschichte vom kleinen zornigen Popanz

Hitlerbaby

Die folgende Geschichte spielt weder auf unserer Welt, noch in unserem Universum, sondern in einer Paralleldimension.

Diese weist zwar durchaus gewisse Ähnlichkeiten mit unserer auf, jedoch ist sie einfacher aufgebaut und angefüllt mit den seltsamsten Fabelwesen.

Genau genommen spielt die Geschichte im Reich der Popanze.

Die Popanze sind tragische Figuren, die gewisse Ähnlichkeiten mit Zwergen oder Gnomen haben. Der durchschnittliche Popanz ist in voller Länge etwa hüfthoch, hat blondes glattes Haar und trägt eine Zipfelmütze.

Ihre Lieblingsspeisen sind fettes Schweinefleisch, Knödel und alle Arten von Kohl als Beilage.

Das Land der Popanze ist ein Land voll kleiner Hügel und dunkler grüner Wälder und endet im Norden an einer rauen, stürmischen See und im Süden an einem großen Gebirge.

Die Sommer dort sind mild und angenehm, doch die Winter sind lang und düster, so dass sie den Popanzen viel Zeit geben, sich in ihre Häuser einzuschließen und trübe Gedanken zu pflegen.

Dies hat zur Folge, dass die Popanze überall für ihr ernsthaftes und humorloses Wesen bekannt sind, was aber nur zum Teil stimmt, da sie sich ungeheuer über alles amüsieren können, was mit Fäkalien oder dem Darmausgang zu tun hat.

Dieses Thema übt auf sie eine Art sonderbarer Faszination aus, so dass ihre Sprache eine unglaubliche Vielzahl an Worten für Exkremente aufweist.

Bekannt sind die Popanze aber auch für ihren Erfindungsreichtum, ihre Disziplin und ihre Fähigkeit zu dichten und zu denken.

Der eigentliche Grund dafür ist vor allem ihre Missgunst anderen gegenüber. Wenn ein Popanz sieht, dass ein anderer dichtet und denkt, überkommt ihn das Bedürfnis selbst zu dichten und zu denken um dem anderen zu zeigen, dass er es besser kann. Dann übt er es so lange mit eiserner Disziplin, bis er den anderen tatsächlich übertrifft und von allen aufgrund seines Dichtens und Denkens bewundert wird.

Außerdem leben die Popanze in ständigem Neid gegenüber ihren Nachbarn, den Elfen und Trollen. Dies liegt an der Geschichte des Popanzreiches.

Als die anderen Völker bereits funktionierende Staaten hatten, waren die Popanze noch ein zerstrittener Haufen, unterteilt in Hunderte von Kleinstaaten, die teilweise nur so groß waren wie eine durchschnittliche Schrebergartenkolonie.

Aus diesem Grunde fühlen sie sich ständig, als seien sie zu kurz gekommen.

Vor langer Zeit beschlossen die Popanze daher einmal, ihren Nachbarn eins auszuwischen. Also stellten sie sich eine Armee auf und bauten große Kriegsmaschinen, gewaltige Schiffe und die allergrößten Kanonen, die ihre Welt je gesehen hatte. Und um ganz sicher zu gehen, legten sie sich noch Massen an Giftgas zu.

Solcherlei bewaffnet waren die Popanze überzeugt, vollkommen unbesiegbar zu sein und zogen unter großem Tamtam in die Schlacht. Zum Abschied bekamen sie von ihren Frauen noch Blumen in die Gewehre gesteckt und ihre Priester segneten die Waffen.

Zum Leidwesen der Popanze hatten sich ihre Nachbarn aber ebenfalls Gewehre und Kanonen zugelegt und leisteten erbitterte Gegenwehr. So kam der Vorstoß der Popanze nicht recht weiter und der Krieg begann sich zu einem ermüdenden Grabenkampf auszuweiten.

Irgendwann waren ihre Kräfte und Vorräte erschöpft und sie mussten sich ergeben um eine noch größere Katastrophe zu verhindern.

Dies kam bei den daheimgebliebenen Popanzen nicht gut an und man vermutete, dass in Wahrheit nicht die unschlagbare Armee besiegt worden war, sondern nur die SDP, die Sozialpartei der Popanze, ihr in den Rücken gefallen war.

Nichts konnte natürlich ferner liegen, da gerade die SDP durch ihre Zustimmung zu den, für den Krieg notwendigen, Krediten diesen erst möglich gemacht hatte.

Die Nachbarn waren über den Angriff sehr verärgert und verpflichteten sie in einem Vertrag eine Riesensumme als Entschädigung zu zahlen. Außerdem mussten die Popanze viele Gebiete ihres Landes abtreten und durften fortan nur eine kleine Armee haben.

Der Kaiser der Popanze dankte ab. In Zukunft sollte das Reich demokratisch werden.

Die Popanze, von Natur aus obrigkeitsgläubig, kamen mit dieser neuen Freiheit nicht klar und schlossen sich vielen radikalen Ideen an.

Da sie auch extrem rechthaberisch sind, verteidigten sie diese Ideen bis aufs Blut, so dass es andauernd zu kleinen Scharmützeln und Straßenschlachten kam.

Erschwerend kam hinzu, dass sich die wirtschaftliche Lage extrem verschlechtert hatte und viele arbeitslos wurden.

Für einen Popanz war dies ein unhaltbarer Zustand, da das ganze Selbstbewusstsein eines Popanzes von seiner Arbeitsleistung abhängt.

In dieser Zeit hörte man das erste Mal vom zornigen kleinen Popanz.

Er war von besonders kleiner und kümmerlicher Statur und böse Gerüchte besagten, er habe nur einen Hoden und sei impotent.

Außerdem litt er unter schrecklichen Hämorrhoiden, weshalb er immer herumlief, als habe er einen Besenstiel im Hintern stecken.

Der kleine zornige Popanz hatte im großen Krieg mitgekämpft, aber es nur bis zum Gefreiten gebracht. Während des Krieges hatte man ihm übel mitgespielt, sogar mit Giftgas hatten diese vermaledeiten Elfen auf ihn geschossen. Er war deshalb einige Tage blind gewesen und hatte eine Riesenwut im Bauch.

Weil er sonst nichts zu Stande brachte, begann er hässliche Landschaftsbilder zu malen und versuchte diese zu verkaufen. Natürlich hatte bei der zugespitzten wirtschaftlichen Lage niemand so recht Lust seine Bilder zu kaufen und so führte er ein ärmliches Leben.

Er aber fühlte sich zu höherem bestimmt und sah sich als Genie. Nur leider erkannte das sonst niemand. Dadurch steigerte sich sein Zorn ins Unermessliche.

Eines Tages reichte es ihm dann. Er stellte sich auf den Marktplatz und begann vor versammelter Masse herumzukrakeelen.

Er schrie, dass alle Welt gemein zu den armen Popanzen sei und die bösen Nachbarn sie schlecht behandelt hätten.

Wer ein echter Popanz sein will, der brauche doch Waffen und eine Riesenarmee. Und jemanden der endlich mal wieder für Ordnung sorgt. Und einen starken Anführer.

Wenn man ihn nur machen lasse, dann werde er es den Anderen schon zeigen. Am schlimmsten aber seien die bösen Feen, die Wurzel allen Übels. Die werde er mit Stumpf und Stiel ausrotten, wenn er nur dürfte.

Hierzu ist anzumerken, dass die Feen ein friedliches Volk waren, welches die Geschichte in alle Winde verstreut hatte.

Sie lebten schon seit Ewigkeiten unter den Popanzen und viele von ihnen waren den Popanzen so ähnlich geworden, dass man sie kaum mehr unterscheiden konnte. In der Tat besaßen die Feen einen weltoffenen Geist und einen hohen Bildungsstand, so dass viele Erfindungen und auch viele Kunstwerke, die im Reich der Popanze geschaffen wurden, auf die Kreativität der Feen zurückgingen. Trotzdem wurden die Feen von den Popanzen stets mit Argwohn beäugt und wurden manchmal sogar zur Zielscheibe offener Feindseligkeiten.

Bereits vor hunderten von Jahren hatten die Popanze den Feen verboten, ehrliche Handwerksberufe zu ergreifen und sie angewiesen sich ausschließlich mit Handel und Geldgeschäften zu befassen.

Die Feen erwiesen sich darin als äußerst tüchtig, so dass einige Feenfamilien einen beträchtlichen Reichtum anhäufen konnten.

Viele von ihnen nutzten diesen Reichtum auch zum Wohle der Gesellschaft der Popanze und so stifteten sie Parks, Museen, Kunstsammlungen und vieles mehr.

Doch die Popanze deren charakterliche Haupteigenschaften Neid und Missgunst waren, wollten dies nicht sehen.

Insgeheim hegten sie einen Groll gegen alle, die reicher, gebildeter und erfolgreicher waren als sie selbst.

Die Rede des zornigen kleinen Popanz fiel daher auf fruchtbaren Boden. Bald hatte sich eine große Versammlung um ihn gebildet und alle jubelten ihm zu.

Da lief er zur Höchstform auf. Er schrie, dass man endlich wieder einen Krieg bräuchte und dass nun Schluss mit der Tyrannei der Feen sei. Er versprach, dass mit ihm der Fortschritt einkehren würde, dass die Popanze dank ihm nun einen Führer hätten, endlich wieder in Reih und Glied marschieren dürften und jeder Arbeit bekomme.

Die Popanze waren ganz aus dem Häuschen.

So hatte er bald eine Vielzahl an Anhängern. Damit ihm keiner widersprechen konnte scharte er auch viele junge Popanze um sich, die genauso zornig waren wie er. Diese sollten jeden verprügeln der seinen Herrschaftsanspruch nicht anerkannte.

Berauscht von seiner neugewonnen Macht startete er einen Versuch die Regierung zu stürzen. Hierbei wurde er aber festgenommen und sein Häufchen begeisterter Anhänger vorerst zurückgeschlagen.

Da die Popanze ihn aber alle insgeheim mochten, bekam er für seinen Hochverrat eine denkbar milde Strafe in Form von ein paar Jahren Haft auf einem schmucken Schloss bei Wein und gutem Essen. Hier fand er Ruhe sein Buch “Mein Krampf” zu schreiben.

Er selbst hielt es für einen wahren Geniestreich. Genau betrachtet war es aber ein Schund wie ihn nur ein echter Popanz schreiben konnte.

Als er freigelassen wurde, fing er sofort wieder an, Reden vor seinen Anhängern zu halten, deren Zahl beständig anwuchs.

In dieser Rolle gefiel er sich endlich und hatte das Gefühl, dass nun sein Genie erkannt worden war.

Zu dieser Zeit hatte sich auch eine andere Bewegung formiert. Sie schwenkten rote Fahnen und waren der Ansicht, dass alles allen gehören solle. Auch sie veranstalteten Großdemonstrationen und auch ihre Anhängerzahl wuchs.

Die meisten Popanze, insbesondere die Reichen, fanden dies sehr gefährlich, da das Teilen des Eigentums dem Charakter eines wahren Popanz absolut zuwiderläuft.

So fand der kleine zornige Popanz rasch noch mehr Anhänger, die zwar nicht unbedingt seine Ansichten teilten, aber hofften, er und seine Schlägerbande würden sie vor den Roten schützen.

Schon bald lag fast das halbe Land dem kleinen zornigen Popanz zu Füßen.

Deshalb beschloss der kleine zornige Popanz sich zur Wahl zu stellen. Dies hatte er bereits früher getan, ohne großen Erfolg, doch diesmal sah er seine Chance gekommen.

Er verfehlte aber knapp die Mehrheit. Statt seiner wählte man einen fetten, alten und adligen Popanz zum Präsidenten.

Damit wollte der kleine zornige Popanz sich aber nicht zufrieden geben. Durch seine Freunde, mehrere sesselpupsende Adlige, die in jeder Hinsicht die Voraussetzungen eines echten Popanz erfüllten, wurde er in die Position eines Kanzlers gebracht.

Dies war zwar nicht so toll wie Präsident aber immerhin schon näher an der Macht. Der kleine zornige Popanz platzte vor Stolz.

Kurz danach brannte das Parlamentsgebäude. Der kleine zornige Popanz freute sich darüber sehr, weil er Parlamente nicht mochte und weil ihm dies endlich die Chance gab, die langersehnte Macht zu übernehmen.

Er behauptete einfach, die mit den roten Fahnen hätten das Haus angezündet und die einzige Möglichkeit eine Revolution zu verhindern wäre, dass er die Kontrolle übernähme. Dann sagte er noch man müsse die mit den roten Fahnen unbedingt alle verhaften.

Alle glaubten ihm und schon bald durfte er machen und befehlen was er wollte. Als erstes verbot er alle Zeitungen und Vereine, die nicht seiner Meinung waren.

Dann begann er Gesetze zu erlassen um die armen Feen immer mehr zu schikanieren. Er verbot ihnen ihre Berufe und Geschäfte zu betreiben und zwang sie, einen gelben Stern zu tragen.

Als er sah, dass niemand sich mehr so recht dagegen wehrte, probierte er aus, wie weit er gehen konnte. Schließlich hegte er weiterhin seinen Plan alle Feen zu ermorden um von ihnen das Geld für seinen Krieg zu rauben.

Er schickte also seine Schlägertruppe los, die inzwischen organisiert waren und Uniformen trugen.

Er sagte aber, dass sie nicht ihre Uniformen tragen sollten und sich als normale Popanze ausgeben sollten. Dann zogen sie los und plünderten die Geschäfte und heiligen Stätten der Feen und versuchten jede Fee zu lynchen, derer sie habhaft werden konnten.

Später behauptete er, es habe sich nur der gerechte Zorn der Popanze entladen.

Außerdem hatte der kleine zornige Popanz eine Riesenwut gegen alle Künstler, die talentierter waren als er. Er hatte sich schließlich selbst erfolglos als Künstler versucht. Dazu hatte er wie alle Popanze eine tiefe Abneigung gegen alles, was er nicht verstand.

Deshalb ließ er alle Kunstwerke und Bücher, die ihm zu kompliziert waren oder seiner Meinung widersprachen von seinen Schlägern einsammeln und vernichten.

Die anderen Popanze bejubelten ihn dafür, da auch ihnen das freiheitsliebende, hedonistische Leben der Künstler und Literaten ein Dorn im Auge war.

Nun begann der kleine zornige Popanz die Feen in bestimmten Stadtvierteln einzusperren. Ihre Wohnungen, ihr Eigentum und ihre Konten ließ er beschlagnahmen.

Dadurch konnte er seine Vorbereitungen für den von ihm beabsichtigten großen Krieg treffen.

Außerdem durchpflasterte er von dem geraubten Geld die ganze schöne Natur mit Autobahnen, wofür ihm manche Popanze unerklärlicherweise bis heute dankbar sind.

Den Vertrag, nach dem die Popanze nur eine begrenzte Anzahl an Waffen haben durften, hatte er bereits unter dem Jubel der Masse zerrissen.

Bald schon verleibte er seinem Reich ein kleines Nachbarland ein, das auch durch und durch mit Popanzen bevölkert war.

Der kleine zornige Popanz stellte sich vor den Pöbel und pöbelte vom totalen Krieg und der Pöbel bejubelte den Popanz.

Da wusste er, dass die Zeit für seinen Krieg gekommen war.

Die Armee des Popanz, die inzwischen gewaltige Ausmaße angenommen hatte, überrannte die Nachbarländer im Handstreich. Niemand war darauf gefasst, dass der kleine zornige Popanz so schnell angreifen würde und so sahen die Nachbarn sich in kurzer Zeit überrannt von gut organisierten Popanzen.

Auch in den Nachbarländern begannen die Popanze nach Feen zu jagen. Die, die sie erwischen konnten verschleppten sie nach Osten in die frisch besetzten Gebiete um sie dort in Lager einzusperren.

Diese Lager waren aber in Wirklichkeit große Folter- und Vernichtungsmaschinen, so dass die meisten Feen, die sie dorthin brachten, starben.

Viele Popanze bemerkten, dass etwas Unheimliches mit den Feen geschah, doch ein wahrer Popanz sieht nur, was er sehen will.

Von seinen anfänglichen Erfolgen berauscht, erklärte sich der kleine zornige Popanz selbst zum “größten Feldherren aller Zeiten”. Er, der es in der Armee gerade einmal bis zum Gefreiten bedacht hatte, hatte natürlich keine wirkliche Ahnung von Strategie.

Deshalb ging er nach dem Motto “wenn meine Hämorrhoiden jucken, greifen wir an” vor. Da seine Hämorrhoiden aber ständig zu jucken pflegten, sandte er eine Einheit nach der anderen ins Verderben.

Seine Generäle protestierten zwar, aber der kleine zornige Popanz glaubte seinen Hämorrhoiden mehr.

Außerdem war er der Auffassung, dass viele Feinde auch viel Ehre bedeuteten und griff daher alles und jeden an, der für seine Truppen irgendwie erreichbar war.

So kam es wie es kommen musste: Der Krieg lief schlecht.

Inzwischen hatten sich selbst die fernen Riesen in den Kampf eingemischt und ein ständiger Hagel von Bomben fiel auf die Städte der Popanze.

Eine riesige Armee von Popanzen hatte sich zu weit in die östlichen Trollländer vorgewagt und war nun vom Nachschub abgeschnitten und eingekesselt.

Von dieser Schlacht blieben nur wenige Popanze übrig, die dann in der Gefangenschaft der Trolle Schlimmes zu erdulden hatten.

Im Westen hingegen machten sich die Elfen und die Riesen zur Invasion bereit.

Als die Invasionstruppe landete, leisteten die Popanze erbitterte Gegenwehr aber sie konnten gegen die feindliche Übermacht nicht mehr bestehen.

Der kleine zornige Popanz musste einsehen, dass er nun keine Chance mehr hatte. Er sperrte sich in einen Bunker ein und erschoss sich selbst.

Als der kleine zornige Popanz tot war, ergaben sich die übrigen Popanze. Das Land der Popanze war vollkommen verwüstet. Als man herausfand, was sie mit den Feen angestellt hatten, wurden die Anführer der Popanze vor Gericht gestellt. Einige wurden zur Strafe erhängt, aber die meisten konnten sich verstecken um bei Zeiten wieder aus ihren Löchern zu kriechen und Intrigen zu spinnen.

Die anderen Völker entschlossen sich, das Land der Popanze zu teilen und die Popanze zu einem demokratischen und friedlichen Volk zu erziehen.

Und da Popanze von Grunde auf ehrgeizig sind, beschlossen sie, fortan die besten Demokraten zu werden, die die Welt je gesehen hat.

Nur den zornigen kleinen Popanz, den konnten sie nicht vergessen. Sein Name wurde zum Tabu erklärt, ebenso auch seine Flagge und seine Zeichen und Symbole. “Mein Krampf” wurde verboten. Doch die Gelehrten der Popanze zerbrachen sich ihre kleinen Köpfe darüber, wer nun schuld am Aufstieg des kleinen zornigen Popanz war. Es wurde darüber spekuliert, ob seine Taten psychologisch begründbar waren oder als Ausfluss des reinen Bösen unerklärlich.

Und welche Rolle seine Helfer hatten. Oder seine Ehefrau. Oder sein Schäferhund. Wie groß war die Schuld der Popanze an sich?

Oder lag es eventuell an seinem verqueren Kunstbegriff?

Und mancher Popanz dachte sich insgeheim, dass er doch gar nicht schlecht gewesen sein muss. Immerhin hatte er gute Autobahnen bauen lassen.

So sorgt der kleine zornige Popanz bis heute für Gesprächsstoff. Und jede Woche ziert sein Gesicht das Titelblatt einer Zeitschrift. Wahrscheinlich wurde niemals in der gesamten Geschichte das Bild eines Popanzes so oft in verschiedenen Medien gezeigt, wie das des kleinen zornigen.

Fast scheint es als ob er der beliebteste Popanz aller Zeiten gewesen ist und als sei er nicht wahrhaft gestorben, sondern habe sich auf die Köpfe der Popanze verteilt, in denen er ein kleines verstecktes Hinterzimmer bewohnt.

Und nur die wenigsten haben verstanden, dass es nur einen Weg gibt, seinen Schatten abzuschütteln und ihn für ewig aus dem Kopf zu verbannen:

Aufzuhören ein solch erbärmlicher Popanz zu sein!


Ein Kommentar zu “Die Geschichte vom kleinen zornigen Popanz”

  1. abadon

    genau..aufhoeren! aufhoeren!

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