Frankfurter Gemeine Zeitung

Blind Dates 11.10.-16.10

blind dates anfang oktober

Dienstag 12.10. um 20 Uhr im Naxos-Kino: “Hotel Sahara”. Dokumentarfilm & Gespräch von und mit Bettina Haasen. Eine kleine Stadt an der mauretanischen Küste ist das Casablanca des 21. Jahrhunderts. Hier, zwischen Wüste und Meer, im Hotel Sahara, begegnen sich zahllose Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Reisende aus allen Staaten südlich der Sahara erreichen diesen Schmelztiegel der Kulturen, der seit Jahrzehnten Menschenströme aufnimmt und sie über das Meer weiter in Richtung Spanien schickt. Doch was den meisten als hoffnungsvoller Ausgangspunkt für ein neues Leben gilt, erweist sich allzu oft als Endstation der Migrations-Träume. „Hotel Sahara“ ist die intime Momentaufnahme eines Provisoriums. Zwischen Ankunft und Abreise, zwischen Todesnachrichten und Hoffnungseuphorie, zwischen Zukunftsträumen und der enttäuschenden Gegenwart behaupten die Protagonisten eine faszinierende Kraft und Energie. Bettina Haasen porträtiert sie in atmosphärischen und eindringlichen Bildern, die ihre Wünsche und Ängste spürbar und unvergesslich machen.

Für den Tag danach, Mittwoch, den 13. um 20 Uhr müssen wir gleich noch mal auf eine Veranstaltung des Naxos-Kinos hinweisen, zumal es da um eines der Lieblingsthemen der FGZ, nämlich die fuckinghell PPP-Projekte geht. “WATER MAKES MONEY” findet um 20 Uhr im DEPOT 1899 am Karl Gerold-Platz in Sachsenhausen statt und beinhaltet einen 90-minütigen Dokumentarfilm von Leslie Franke Herdolor Lorenz plus Gespräch. Wasser ist neben der Luft, die wir atmen, das wichtigste Element für den Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt. Am 27. Juli 2010 wurde der Zugang zu sauberem Trinkwasser von der Vollversammlung der UNO in die allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Und doch wird das Wasser zunehmend den Geschäftsinteressen privater Konzerne unterworfen, die ausschließlich dem Wohl ihrer Aktionäre verpflichtet sind.
 Das ist keineswegs nur ein Problem der Entwicklungsländer, sondern auch der reichen Industriestaaten.Überall, wo finanzschwache Kommunen nach Entlastung suchen, klopfen die zwei weltgrößten Wasserkonzerne Veolia oder Suez an die Tür. Gemeinsam bilden sie ein undurchsichtiges Duopol, das zum Beispiel in Frankreich mittlerweile etwa 80 Prozent der Bevölkerung mit Wasser versorgt. Die Folgen: rasant steigende Verbraucherpreise, Intransparenz und oft auch Korruption. Seit viele Menschen die Konsequenz des Verkaufs öffentlichen Eigentums am eigenen Leib verspüren und sich dagegen wehren, ist es nicht mehr opportun, von Privatisierung zu sprechen. Die neuen Geschäftsmodelle haben klangvolle Namen wie “Public Private Partnership” oder “Cross Border Leasing”. Aber der Effekt ist der gleiche geblieben.Der Film zeigt, dass die unternehmerischen Risiken den Steuerzahlern aufgebürdet werden, der Gewinn aber privatisiert wird. Und er zeigt, wie es in etlichen Regionen gelungen ist, die Selbstbestimmung über das Lebenselixier Wasser zurück zu holen.Im Anschluss Filmgespräch mit den Regisseuren und anderen.

Jutta Ditfurth war ja nie wirklich unser Fall…aber in traurigen Zeiten wie diesen, da die Grünen in Frankfurt und anderswo einfach mit jedem können und vor lauter In- der-Mitte- der- Gesellschaft-Angekommensein kaum mehr laufen können, sehnt man sich nach solchen irgendwie noch erkennbaren Gestalten zurück. Gelegenheit zum Wiedersehen und Wiederhören bietet sich am Donnerstag, den 14.10 um 20 Uhr im Club Voltaire im Rahmen einer szenischen Lesung aus Ditfurths Roman “Die Himmelsstürmerin”: Freiin Gertrud von Beust gerät als junges Mädchen in die Wirren des Deutsch-Französischen Krieges 1870, entkommt nach Paris, begegnet dem deutschen Deserteur und Sozialdemokraten Albert Lauterjung, entdeckt durch die Pariser Commune den Traum von Freiheit und sozialer Gleichheit und muss sich entscheiden… Jutta Ditfurth hat einen Roman über eine spannende historische Epoche geschrieben und zugleich die Geschichte ihrer Urgroßmutter, Gertrud von Beust.

Am Samstag, den 16.10. kann man ab Römer um 14 Uhr Frankfurt ErFahren: Eine Fahrradtour mit Horst Ahlheit führt zu den Siedlungen und Bauten einschließlich der Bürostadt: Riedhof, Heimatsiedlung, Fritz-Kissel-Siedlung; Siedlung Bruchfeldstraße mit Zick-Zack-Hausen; Bürostadt Niederrad; Hof Goldstein, Goldsteinpark, Arbeitslosensiedlung Goldstein; Siedlung Goldstein/Frank O.Gehry. Veranstalter ist die Kunstgesellschaft.Teilnehmergebühr zwischen 5 und 1 Euro.Weitere Info unter : Hans-Joachim Prenzel 069-440702


5 Kommentare zu “Blind Dates 11.10.-16.10”

  1. Tweets that mention Frankfurter Gemeine Zeitung » Blog Archiv » Blind Dates 11.10.-16.10 -- Topsy.com

    [...] This post was mentioned on Twitter by Bernhard Schülke, Bernhard Schülke. Bernhard Schülke said: #Frankfurt, Mittwoch 13.10.2010, 20:00 Uhr – #Filmpremiere „Water makes Money“ http://kwassl.net/?p=3934 #Frankfurt #PPP #Kino #Gruene- #fb [...]

  2. Esthernabc

    Elnzfs lywwbu cvs pharmacy canada pharmacy

  3. Esthernabb

    Cmahbt sdhici cvs pharmacy pharmacy online

  4. Esthernab

    Qzdnqa vubuws canada online pharmacy canada pharmacy

  5. Esthernab

    Ylflfo nayisb walmart pharmacy rx pharmacy

Einen Kommentar schreiben

Comment moderation is enabled. Your comment may take some time to appear.

 

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt Mediendesign und tech-a • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.