Frankfurter Gemeine Zeitung

Morgen im Übermorgenhaus

morgen_im_uebermorgenhaus klein

Willkommen im Übermorgenhaus. Sehen Sie sich ruhig um. Gehen Sie umher.
Schauen Sie sich in Ruhe alles an, bevor Sie sich entscheiden. Sie müssen
sich nicht jetzt entscheiden. Entscheiden Sie sich morgen. Ihr Haus ist auch
morgen noch da. Oder übermorgen.
Sehen Sie die Treppe? Spätestens übermorgen werden Sie die Treppe sehen.
Gelbes Licht. Da finden Sie ihr ganz persönliches Traumhaus. Ein Haus, das
sie ihr Leben lang begleitet. Ein Haus, das sie jeden Tag willkommen heißt.
So wie dieses. Willkommen im Übermorgenhaus.

Das eigene Heim ist der Stoff, aus dem Träume gemacht sind. Oder Alpträume. Michael Disqué und der FGZ-Autor Bert Bresgen legen in einer dreidimensionalen
Ton-Bildinstallation “Morgen im Übermorgenhaus” das unbewusste Fundament der Häuser frei: surreal, ironisch, verspielt, zuweilen bedrohlich.Einige  Texte des Projektes wurden schon in der FGZ unter dem Titel: “Bad Vilbel”-Projekt veröffentlicht, denn Ausgangsort und- material war die “Fertighausausstellung” in Bad Vilbel. Zu sehen und zu hören im Projektraum von  Basis E.V. Projektraum in der Elbestraße 10, Hinterhaus. Eröffnung: Freitag 3. Dezember, 19 Uhr. Geöffnet: Samstag/Sonntag16:00-19:00 Uhr.


Blind Dates 30.11.-5.12.

Blind dates dezember

Dienstag, 30. November, 20 Uhr, Naxos-Kino: Filmreihe Frankfurt im Film, MAZEL TOV, ein Dokumentarfilm von Mischka Popp und Thomas Bergmann : „Sie kamen mit zwei Koffern. Aber ihr unsichtbares Gepäck sind ihre Geschichten. Diese Geschichten sind der Schatz unseres Films“. Sie kommen aus Russland. Sie sind Juden. Ihre Religion war in der UdSSR verboten. Ihre Kultur war verboten. Als sich die Grenzen vor 20 Jahren öffneten, machten sie sich zu Hunderttausenden auf den Weg. Junge und Alte, ganze Dörfer, halbe Städte wanderten aus. Nach Westen, nach Israel, nach Deutschland. Für kurze Zeit war Deutschland die am schnellsten wachsende Gemeinde weltweit. „Mazel Tov“ ist ein Film über Menschen, die die Welten gewechselt haben und davon erzählen – spannend, anrührend und lebendig.Im Anschluss feiert das Naxos-Kino statt Filmgespräch den Kinopreis,den fünften Geburtstag des Naxos- Kinos und den Abschluss unseres Kinojahres 2010.

Donnerstag, 2. Dezember , 18.30 Uhr im Gasthaus Stenger/Heiß, Mittel-Gründau: Erzählabend des Historisch Demokratischen Vereins Mittel-Gründau Themen: Wie ein NSDAPler in Mittel-Gründau die Reichspogromnacht verhinderte UND Wie der Jud von Himbach bei seiner Heimkehr in Mittel-Gründau half Unrecht zu verhindern UND Warum der DomänenPächter Schutt versuchte dem Landarzt Dr. Göckel die Zulassung als Kassenarzt in Büdingen zu entziehen UND wie die Arztpraxis dann doch noch gerettet wurde, weil eine Frau sich opferte und in die NSDAP eintrat UND…

Donnerstag, 2. Dezember, 20 Uhr, Club Voltaire: Lesung: Gestern war ich noch Eichmann, heute bin ich schon Papst. Jörg Sternberg liest aus seinem neuen, im Cocon-Verlag Hanau erschienenen Roman. Eine skurril-komische bis bitterböse Attacke gegen die herrschenden Verhältnisse: melancholisch bisweilen, bissig zumeist. Mit dieser Lesung beginnen der Club Voltaire eine Reihe, in der kleine Verlage und junge oder bisher weniger bekannte Autorinnen und Autoren vorgestellt werden sollen. Die Reihe wird von Victoria Knopp organisiert.

Freitag, 3. Dezember, 19 Uhr, VHS Offenbach, Kabarett: Von Deutschen und Iranern oder was Sie schon immer über Iraner wissen wollten und nie … Abschluss der Veranstaltungsreihe “Iran im Umbruch – Frauen als Akteurinnen”mit der Kabarettistin Parvaneh Hamidi „Ich habe eine schräge Art von Humor. Das hat auch damit zu tun, dass ich aus einem schrägen Land komme, wo in den Universitäten gebetet und in den Moscheen Politik gemacht wird.“ Sie trägt bezaubernde Chansons mit schockierenden Texten vor. (http://www.offenbach.de/offenbach/themen/article/iran-im-umbruch.html)

Freitag, 3. Dezember, 19 Uhr Basis E.V. Projektraum Elbestr. 10 Hinterhaus, Frankfurt : Eröffnung der Installation: “Morgen im Übermorgenhaus”. Das eigenen Heim ist der Stoff, aus dem Träume gemacht sind. Oder Albträume. Fotograph Michael Disqué und Autor Bert Bresgen legen in ihrer dreidimensionalen Ton-Bildinstallation “Morgen im Übermorgenhaus” das unbewusste Fundament der Häuser frei: surreal, ironisch, verspielt, zuweilen bedrohlich. Ausgangsort und- material war die Fertighausausstellung in Bad Vilbel. Weitere Öffnungstage: 4.-5. Dezember 16:00-19:00

Samstag, 4. Dezember Zusammen-ev Rödelheim: Besuch der Gedenkstätte KZ Osthofen mit Führung, Treffpunkt: 10:30 Uhr Stadtteiltreff Rödelheim, Alt-Rödelheim 12: „Am Beispiel des ersten und sehr früh eingerichteten Konzentrationslagers des damaligen Volksstaates Hessens wird deutlich, was die Nationalsozialisten seit Beginn von Hitlers Amtszeit anstrebten: Die Ausschaltung der Gegner und Ausgrenzung ganzer Gruppen bis hin zur Vernichtung.“ Anmeldung unter: 069/ 37 300 389 oder info@zusammen-ev.de


Medien-Kompass – Vierte Novemberwoche

In Frankfurt sind wir sensibel fürs Finanzgeschehen, für Finanz-Märkte und die großen Akteure an den Finanzmärkten. Auch medial, denn wir beherbergen einige führende Postillen dafür, die Börsenzeitung zum Beispiel, besonders aber die FAZ. Unsere Postillen haben es nicht so mit der Kritik am Geschehen, deshalb muß man für Stimmungsberichte darüber öfters nach draussen gehen.

Die Süd West Presse (Sud Ouest) aus Bourdeaux sprich von einer Rückkehr des 19. Jahrhunderts, der Situation in Europa, die Victor Hugo mit dem Treiben einiger Magnaten beschrieb, die Lebenswelten der Massen durchpflügten und wegen ihres Profits Elend hinterließen. Selbst die New York Times (kommt ja Frankfurt am nächsten) kommentiert, dass das amerikanische Finanzkapital einen ökonomischen Krige gege die Bevölkerung führe.

Das Elend findet meist hinter verschlossenen Türen statt, im Deutschland nach dem (vorläufigen!) Ausrufen des Krisenendes wird der Kampf um die Plätze weiter zunehmen.

Zur Mobilmachung an der Finanzfront wird aber weder in den USA noch in Europa aufgerufen, vermutlich sind die Bataillone noch zu schwach, es fehlen Mut und echte Kriegsiele. Velierer und Gewinner wohnen oft Tür an Tür, Mechanismen und ihre Erzeuger bleiben meist m Unklaren.

Wir wissen es hier ja eigentlich alle, nur manche glauben nicht, dass sie davon betroffen sind: Frankfurt hat «Top-Zukunftschancen» ! Das Prognos-Institut hat es untersucht (München natürlich vorne…) und unsere Lokalpresse (“Frankfurt geht in eine starke Zukunft“) hat es eifrig nachgebetet.

Eine Frankfurterin, der ich davon erzählte, konterte mir mit ihrem Einstellungsgespräch bei einer Zeitarbeitsfirma (das einzige, was bei der Arbeitsagentur Frankfurt im Angebot ist): “Deutsch, Englisch, Französisch fließend, 15 Jare Erfahrung im Backoffice, na das passt doch super für die Bank”, so das Resümee des Sachberbaiters. Auf die Frage nach dem Gehalt, nannte er 11 Euro Brutto und die völlig konstertierte Entgegnung, dass dies ja kaum mehr sei als die Hälfte 5 Jahre vorher beantwortete er flugs mit: “Tja, die Zeiten haben sich geändert, der Markt bestimmt den Lohn” !

Kann man nur sagen: eine glänzende Zuknft, oder besser mit der Bürgermeisterin oder Kanzlerin oder wem auch immer aus der Riege: der Aufschwung ist da.

Erstaunen kann die politische Naivität des Erinnerungs-Literaten Peter Schneider, der in der Frankfurter Rundschau den “runden Tisch” in Stuttgart doch tatsächlich als “neues Demokratiemodell” feiert.

Das begründet er hauptsächlich mit dem Bonmot, dass im Gegensatz zu 1967, als betrunkenen Revoluzzern schon beim Gedanken an die Organisation des Berliner Bahnhofs die Beine schlotterten, heute echte Fachleute gegenüber sitzen und am runden Tisch Diagramme austauschen. Dieser Austausch von Kenntnissen soll wirklich das Modell für demokratische Mobilisierung bilden ?

Der Geschichtsschriftsteller vergisst dabei, dass runde Tische mediale Ereignisse waren, die in Deutschland besonders bei der Vereiunigung traurig endeten: völlig wirkungslos bei der “Abwicklung” der ostdeutschen Infra- und Sozialstruktur. Und die ausgezeichneten Kenntnisse von Fachleuten etwa der Anti-Atom und Ökologiebewegung wurden auch nicht gestern erfunden, sondern verschafften sich bereits in dn 80ern Gehör.

Na, schaun wir mal, ob diesmal irgendetwas Substantielles aus dem runden Tisch resultiert, was über das Medienevent hinausreicht.


Bemerkenswertes – Vierte Novemberwoche

Im Kampf gegen den Weihnachtsmarkt-Terror haben amerikanische Geheimdienste eine besonders effektive Erfolgsstrategie entwickelt: man nehme einen jugendlichen Web-Fanatiker des richtigen Zuschnitts und der passenden Email-Kontakte (islamistische Web-Sites in Pakistan bieten sic für alle Seiten an), kontaktiere ihn und spreche mit ihm über lohnende Bomben-Ziele im westlichen Feindesland, am besten in einer Umgebung in der er wohnt und sich auskennt.

So geschehen im hinterwäldlerischen US-Staat Oregon. Die Behörden arbeiteten ein halbes Jahr bis der Weihnachtsmarkt öffnete, und Agenten belieferten den Jungen passend mit Bombenattrappen. Dann fuhr der arme Tropf vor: und schon hatte man ihn.

Die Lehre der Geschichte: du bist nirgends sicher, unsere Leute passen auf, unsere Erfolge in der Globalisierung passen manchen nicht, aber wir sind auch dort vor Ort. Deshalb: nur weiter so.

Also die Lehre für Frankfurt: in Rödelheim gesucht, da gibt es sicher massig Leute, die was gegen den Römer-Event haben. Und ein paar Bescheuete sind sicher auch drunter. Man muß sie nur finden.

Passend zur perfekten und klandestinen Planung der Islamisten, die sogar wissen, wo unsere Weihnachtsmärkte sind, wie man Nikolause engagiert  und den Glühwein mit Nitroglyzerin anreichert, wissen unsere Nato-Aufklärer nicht einmal, wer ihr Feind überhaupt ist.

Da scheint auch kein Adel zu helfen, wenn man den Feind nicht kennt gibs keinen Frieden. Die Verteidiger am Hindukusch können zumindest sagen, dass sie seit Monaten mit den Taliban verhandeln, guter Wille also da ist. Leider nicht bei der Gegenseite.

Wie sollte auch, denn die Gegenseite war gar keine Gegenseite, die Nato verhandelte nicht mit dem Taliban, sondern einem Betrüger !

Nun: Gibt es bloß deswegen einen Frieden, weil man die falschen triff ? Sind gar die Taliban gar nicht echt, sondern auch Berüger ? Sind die Bombendroher gar auch Betrüger, die in Wahrheit nur einen billigen Glühwein ergattern wollen? Guttenberg sollte darüber Rede und Antwort stehen.

In unserer Medien-Rundschau haben wir dieses Wochenende über die rosige Frankfurter Zukunft berichtet, wenn man Chinas Drohung mit der Sperrung seltener Erden bedenkt, kann die folgende Erkenntnis unsere Zukunft hier noch rosiger gestalten.

Es geht um die Stadt als Rohstofflieferant (“urban mining”), sozusagen Frankfurt als Bergwerk, als künfiges Abu Dhabi, als Ölscheichtum. Der spannende Zweig der “Abfallwissenschaft” konnte nämlich jüngst konstatieren, dass unser Müllsammeln der letzten 100 bis 200 Jahre einen Rohstoffberg verursachte, den es zu schöpfen gilt.

Vergleichbare Studien in Japan haben ergeben, dass der Elektroschrott des Inselstaats 300.000 Tonnen Seltene Erden enthält. Zum Vergleich: Die jährliche Produktion der Seltenen Erden liegt aktuell bei 120.000 Tonnen jährlich.

Wo fällt der meiste Müll an? In Städten natürlich, und sie wurden drum herum oder gar darunter verbuddelt. Deshalb: Fördern was das Zeug hält, her mit dem dreckigen Gold, weg mit den Banktürmen, RheinMain wird Rohstofflieferant.


Aus der Mitte: europäische Befindlichkeiten

Zwei mediale Aufreger zeichnen die letzte Woche ein interessantes Bild von Rissen und Widersprüchen auf, die besonders die “Mitte der Gesellschaft” durchziehen. Hier haust dieses geheimnisvolle Wesen “Leistungsträger”, das die Achsen unseres Erfolgs tragen und antreiben soll und gleichzeitig so enorm von Belastungen und Aufdringlichkeiten heimgesucht wird.

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Merkel und Hundt

Ein deutsches Märchenpaar

Es gibt sie, diese kleinen Sternstunden, jene plötzlichen Aha-Eingebungen, solche, in denen einem klar und deutlich vor Augen steht, was in hoch komplexen Diskussionen und tiefschürfenden Analysen sich nicht einstellen wollte.

So ging es mir mit dem Auftritt der Kanzlerin aller Deutschen vor den ebenso deutschen Arbeitgebern.

Zunächst: sie passte wunderbar in diese Umgebung, alles war auch bester Laune (Geschäftsklima-Index weit oben). Sie liess ihr bekanntes und bekennendes Psalmodieren über Haushalts-Konsolidierung und Zukunftsfähigkeit und Leistungsstärke (protestantische Mantras) vom Stapel und ich begann mich leicht amüsiert abzuwenden und meine Aufmerksamkeit wanderte zu den selbstzufriedenen Gesichtern. Genau in diesem Moment passierte es, ein wahrhaft elektrisierender Satz entsprang diesen – leicht verkniffenen – Lippen, getragen von der ganzen Güte der Patriarchin, die ihresgleichen Zuspruch verheisst.

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Die Hardware hinterm Web

Da ja “Lehr-Videos” über unintendierte Effekte unseres Tuns ein bißchen in sind, und in der letzten Zeit in der FGZ so wenig Artikel zum Web, Netz und den ganzen Agenten und Robotern, die sich darin tummeln gepostet wurden: für die wenigen Leser die Englisch verstehen zeigt der folgende Lehr-Trickfilm was zur Hardware-Globalisierung. Das Ding mit [...]

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666 News- Die Presseschau des Satans

dear friends of fucking hell,welcome to 666-News. Long time no see…das ist kein Vorwurf, denn ich weiß, dass ihr untergründig wirkt, gerade in dieser dunklen, trüben Zeit des Jahres, wo wir auf den Geburtstag dessen zusteuern, dessen Namen nicht genannt werden darf. Heute bekam ich den unwiderlegbaren Beweis Eures Wirkens. Auf S. 1. der BILD “BENEDIKT XVI., GANZ PRIVAT: ICH, DER PAPST.”

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Blind Dates 22.11.-28.11.

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Dienstag, 23. November 19 Uhr, St. Jakob-Kirche am Kirchplatz in Bockenheim. : “Campus Bockenheim-eine Chance für urbanes, soziales und gemeinschaftliches Wohnen in Bockenheim. ” Eine Veranstaltung von Initiative Zukunft Bockenheim, Ratschlag Campus Bockenheim – unterstützt von der Evangelischen Gemeinde in Bockenheim und dem Netzwerk gemeinschaftliches Wohnen Frankfurt:
ABG Holding und OFB haben das Areal neben dem Depot erworben, um 220 Wohnungen und ein Einkaufszentrum zu bauen. Die ABG ist 100 prozentige Tochter der Stadt Frankfurt, so dass auf diesem Areal Wohnungen für alle Einkommensgruppen unter Berücksichtigung von ökologischen Aspekten gebaut, die soziale und kulturelle Mischung der Wohnbevölkerung verwirklicht werden könnten. Dargestellt werden: Der Planungsstand, Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik in Frankfurt,, das Thema Segregation / Wohnungsmarkt für Migranten Außerdem wird die Realisierung von gemeinschaftlichem Wohnen beraten und Vorschläge diskutiert , wie eine demokratische Beteiligung der BürgerInnen am Planungsprozess durchgesetzt werden kann.

Dokumentarfilm & Gespräch im Naxoskino am Dienstag, 23. 20 Uhr: “Tod auf Raten: Fritz Bauer” Ein Dokumentarfilm von Ilona Ziok: Wurde Fritz Bauer ermordet? Ilona Zioks filmische Ermittlungen sagen: Stimmt! Fritz Bauer war mit Sicherheit der profilierteste Staatsanwalt, den es in der Bundesrepublik je gab. Für ihn war „Unruhe die erste Bürgerpflicht“ . Als hessischer Generalstaatsanwalt 1956-1968 war er der maßgebliche Initiator der

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Medien-Kompass – Dritte Novemberwoche

Nun ist er gescheitert, der “Yes we can”-Held Obama, die Republikaner gewannen die Zwischenwahlen, viele ehemalige Anhänger Obamas blieben enttäuscht zu Hause. Hinter Obamas Gesicht taucht Bush auf.

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Viele sind verblüfft über die Enttäuschung, wenden sich hier aber den Grünen zu. Verblüffend, denn das Theater nach dem Rot-Grünen Wechsel war das gleiche: zu einer Regierung die Krieg führt, Unternehmenssteuern runterfährt und Sozialleistungen kürzt – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

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Bemerkenswertes – Dritte Novemberwoche

Diesmal haben wir was aus der Frankfurter Bankenwelt. Zuerst das “Merging” von UBS und Roland Koch. Der umgarnte Ex-Ministerpräsident (“brutalstmöglich”) und konservative Fahnenträger hat einen weiteren lukrativen Job bei der Schweizer Großbank erhalten. Woran muß man denn bloß bei der Nennung ihres Namens denken? Genau: Steuerhinterziehung für Anlagen, die “Swiss-Connection”. Und an was muss man [...]

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Frankfurter Adel: ein Weihnachtsmärchen

Den “König der Hanauer Landstrasse” nennen ihn ehrfurchtsvoll die Lokal-Medien von BILD bis Frankfurter Rundschau, so verehren ihn die kleinen Freiherrn der Rhein-Main Gastronomie, die Landgrafen des Hotelgewerbes, die Halb-Edlen der Musik- und Disco-Branche, der Geldadel aus den Vordertaunus und die Unedlen hoher Frankfurter Dienstleistungskultur rund um Fashion und Event.

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Wie funktioniert Geld? Und wer ist das grüne Alien?

Nach langer Überlegung habe ich beschlossen, die folgenden Videos zum Thema “Wie funktioniert Geld?” hier zu verlinken und zur Diskussion zu stellen, auch um zu zeigen, wie antisemitische Positionen beim Internetpublikum schleichend salonfähig werden.

Ich selbst habe die Videos mehrmals gesehen. Am Anfang habe ich gelacht, später blieb mir das Lachen jedoch im Halse stecken.
Richtig übel fand ich allerdings, dass ich das Video mit mehreren eigentlich politisch links orientierten Personen gesehen habe und außer mir keinem aufgefallen ist, wem diese Art von Kapitalismuskritik eigentlich in die Hände spielt.

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Der Kiffer und der Spießer

Der X. war ein überzeugter junger Linksradikaler. Er war der festen Überzeugung, dass jeder Konservative ein richtiges Arschloch sein müsse und jemandem der Mitglied in der Jungen Union ist, dem müsse man mal so richtig die Fresse polieren damit er endlich aufwacht.

Außerdem kiffte der X. ganz gerne mal und fand das irgendwie subversiv.

Auf der Party seines Kumpels W. traf er dann diesen Wichser. Den hatte keiner eingeladen, aber weil er der Freund der Schwester von W. war, war er halt irgendwie dabei.

Rosa Hemd. Sakko. BWL-Student. Mitglied bei der Jungen Union.

Der X. ging zum Angriff über. Wollte den Spießer reizen. Erstmal eine Falle stellen.

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Neues zur Biomacht

In den letzten Jahren war in Feuilleton und klugen Bücher zu postmoderner Kultur und Politik viel von “Biomacht” und “Biopolitik” die Rede. Nicht immer war uns Lesern ganz klar was damit genau gemeint ist. Meist gingen solche Diagnosen einher mit Vermutungen über die “Revolution der Städte” als den wirklich wichtigen Akteuren in der neuen globalisierten [...]

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Blind Dates 16.11.-21.11.

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Well, worst weather, but: eine recht interessante politisch-kulturelle-mediale Woche…

Dienstag, 16. November, 19 Uhr : RIZE – uns hält nichts auf . Dokufilm im Naxoskino. Von David La Chapelle (USA 2004 / 85’): Der Regisseur und Starfotograf David La Chapelle präsentiert in seinem Erstlingsfilm eine noch unentdeckte Subkultur der HipHopSzene: In furiosen Bildern rauschen die Bewegungen der unter den Namen „CLOWNING und KRUMPING kursierenden Tanzstile über den Zuschauer hinweg. Die aggressiven und atemberaubenden Choreografien sind mehr als nur ein Modetrend. Sie dienen als Ausdruck sozialer Unterdrückung.La Chapelle nimmt uns mit auf einen emotionalen und visuellen Trip, der Atem und Sprache raubt. Im Anschluss des Films gibt es eine Tanzshow der Gruppe “tomoves”. (Offenbacher Tanzschule) €. Als Gast für das anschließende Filmgespräch hat sich angekündigt Heresh Derakshan (Artist, Choreograph und Dancer)

Mittwoch, 17 November 19 Uhr: Die Arbeitsgruppe Weltwirtschaft & Finanzen Attac Frankfurt diskutiert im Frankfurter Presseclub, Saalgasse 30 mit Dr. Peter Bofinger, Professor für Volkswirtschaft in Würzburg und Mitglied des

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“Klangkörper”- Tim Wegners Orchesterbilder im Frankfurter Presseclub

Gibt es für einen Fotographen etwas schwierigeres und gleichzeitig langweiligeres, als ein Symphonieorchester zu fotografieren? Ich vermute nein. Denn abgesehen davon, dass hier das übliche Problem entsteht, wie man das, was ein Orchester eigentlich tut und ausmacht: nämlich die kollektive Tonerzeugung in einem Bild darstellen soll, wie man also Klang ZEIGT, tun sich weitere Probleme auf:

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Medien-Kompass – Zweite Novemberwoche

Beginnen wir bei den Kleinen, von denen es hierzulande ja immer weniger gibt, und die deswegen besonders umsorgt werden müssen. Das dachten sich auch die Verbraucher-Zentralen bei ihrer jüngst veröffentlichten Kampagne “Konsumkompetenz frühzeitig fördern – mehr Verbraucherbildung in die Schulen!” Da möchte doch niemand widersprechen: man darf die Jüngsten nicht den ganzen Wechselfällen der Märkte [...]

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St. Martin als Halsabschneider

st. martin 2Die St. Martinsumzüge in Frankfurt fanden dieses Jahr unter widrigen Bedingungen statt. Ein eisiger Nieselregen ging auf die selbstgebastelten Laternen nieder. Der Wind machte das Vorankommen fast unmöglich. Es wurde sogar eine Orkanwarnung ausgegeben. Was mag diesen Aufruhr der Elemente verursacht haben? Vielleicht dies: Den heiligen St. Martin hoch zu Roß gab am Römerberg ausgerechnet ein Politiker der FDP, der 55jährige Georg Diehl. Bekanntlich teilte St. Martin dereinst seinen Mantel mit einem Bettler. Es mag erstaunen, dass sich ausgerechnet ein Politiker der FDP dieser fragwürdigen Figur verwandt fühlt. Indessen zeigt das obige, von der Frankfurter Neuen Presse veröffentlichte Bild, dass Georg Diehl der alten Legende eine neue, überraschende Wendung zu geben vermag. Es sieht so aus, als machte er gegenüber den Umstehenden die altvertraute Geste des

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Impressionen – eine Nachlese

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Bemerkenswertes – Zweite Novemberwoche

Wer glaubts denn: vor kurzem höhnten Europas Medien noch über die phlegmatischen Briten, die sich der Krisen ergeben,um den Stars der City of London bald wieder beim Chappagner-Schlürfen zusehen zu können – ganz so wie die Frankfurter auf der Fressgaß. Ganz anders als als die rebellierenden Franzosen, die massenhaft ihren Bossen gleich mal das Benzin [...]

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In Gefahr und größter Not… zum ersten

In den Medien macht sich wachsender Unmut unserer Kulturkommentatoren über lähmende Konservatismen wie unpassende Unbootmäßigkeiten in gegenwärtigen „politischen Bewegungen“ und öffentlicher Unwilligkeit breit. Er entspringt gemäß dem Credo ihrer gewieften Analysten deren Bedingungen und Erwartungen: sie widersprechen sich einerseits selbst und schulden sich andererseits bloß der ganzen Lage unserer Welt heute. Etwas stimmt mit unseren politischen Befindlichkeiten nicht mehr!

politisches Befinden - 1

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Der “Abendländer” W.- Ein kurzes Psychogramm

Der Herr W. war ein spendabeler Mensch und obendrein, wie es sich für einen guten Bürger gehört, Mitglied einer der größeren christlichen Amtskirchen. Für die Armen hatte er nicht nur ein Ohr, sondern auch hin und wieder einen Groschen. Wie ein besserer Mensch fühlte er sich immer, wenn er einem Obdachlosen gab und nach herkömmlichem [...]

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Blind Dates 8.-13.11

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Montag, 8. November, 19.30 Uhr in der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde Kirche Gerauer Straße 52: “Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch” mit der Berliner Companie. Weil die wahre Geschichte der Kriege die Geschichte der Opfer ist, steht im Zentrum des Stückes eine afghanische Familie. Gezeigt wird der bittere Weg durch den mittlerweile 30jährigen Krieg.Die letzten Szenen spielen in der Zukunft. Bei all seinem dokumentarischen Charakter ist das Stück der Berliner Compagnie zugleich voll Musik und Poesie und beflügelt auch über die Sinne das Nachdenken über eine andere Politik. Regie: Elke Schuster, Text: Helma Fries, Musik: Rudolf Stodola DarstellerInnen: Helma Fries, Jean-Theo Jost, Natascha Menzel, Elke Schuster, Dimo Wendt Berliner Companie e.V., http://www.berlinercompagnie.de http://www.paul-gerhardt-gemeinde-ffm.de Karten zu Euro 10,–/7,–Kartenvorverkauf in den Gemeindebüros

Dienstag 9. November, 19.30 Uhr: Ein Stadtteil für Alle! Gegen Mietspekulation, Verdrängung und Luxussanierung in Frankfurt. Vortrag und Diskussion mit Dr. Andrej Holm, Stadtsoziologe aus Berlin im: Saalbau Bornheim, Arnsburgerstraße 24

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Quadratisch, praktisch, gelb- Vom Wert eines Anarchoschwammes

Spongebob2

Er sieht aus wie ein hyperaktiver Schweizer Käse mit Hasenzähnen, ist laut und unglaublich nervtötend. Eltern hassen ihn, Kinder und Kiffer lieben ihn: Die Rede ist von Spongebob Schwammkopf, in Englisch auch Spongebob Squarepants.

Von kaum einer Comicfigur dürfte zur Zeit so viel Merchandise verkauft werden, wie vom kleinen gelben Schwamm. Fast überall grinst er einem entgegen.

Doch worum geht es überhaupt?

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Unser erster Anzeigenkunde: Riedberg der “sympathische” Stadtteil

Wer hätte es gedacht? Die FGZ hat ihren ersten Anzeigenkunden! Darum hier die Werbeanzeige:

A N Z E I G E

Riedberg 1

Fühlen Sie sich bedroht? Leben Sie in ständiger Angst vor Kriminalität? Ist Ihnen das Leben in der Innenstadt zu multikulturell?

Wollen Sie in einer garantiert aufgeräumten Nachbarschaft leben, in der „bürgerliche Werte“ noch etwas bedeuten?

Schätzen Sie eine garantiert moscheefreie Umgebung?

Sind sie so ökobewusst, dass Ihnen die Energiebilanz Ihres Hauses wichtiger ist als eine schöne Fassade?

Haben Sie nichts gegen ein wenig Schimmel in Ihrem Überisolierten Passivhaus einzuwenden?

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Die Segnungen der Privatisierung

Ja, die Privatisierung ist schon etwas Tolles. Sie beseitigt staatliche Monopole und gibt so dem Bürger die Freiheit selbst unternehmerisch auf Gebieten tätig zu werden, die sich sonst im eisigen Griff des Staates befinden würden.

Endlich herrscht Unternehmergeist und freie Konkurrenz!

Deshalb habe ich beschlossen, ins Eisenbahngeschäft einzusteigen. So schwer kann es ja nicht sein, schließlich habe ich früher immer gerne „Railroad Tycoon“ auf dem Computer gespielt.

Als erste Investition kaufte ich mir eine kleine handbetriebene Draisine und setzte sie auf der ICE-Trasse zwischen Frankfurt und Köln auf die Gleise.

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Die Stimmung des Volkes

Man könnte meinen, es brodele in der guten BRD, die Hunnen stünden vor den Toren und drinnen die Massen marodierend auf der Gass. (Sarkozi träumt von deutschen Strassen.)

Parade des Volkes

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Bemerkenswertes – Erste Novemberwoche

Tja, was war das für eine Begeisterung vor 2 Jahren: die Lichtgestalt Obama, die emanzipatorische  Personifizierung des “yes we can”. Nach den Jahren des amerikanischen “Darth Vader” Bush junior sah man über vieles hinweg, blickte an der Partei, ja an Washington und Wall Street vorbei. Als würde eine Person oder ein kleiner Trupp ein großes [...]

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Medien-Kompass – Erste Novemberwoche

“Pakete” lautete der mediale Aufreger letzter Woche. Nicht die Verzögerung der Postzustellung sondern die prompte Lieferung von Überraschungspaketen  war der Grund. Absender: Jemen und Griechenland. Bekannt wurde die Quelle von Bedrohung durch wohlinformierte Geheimdienste. Echte Gefahr durch die versandten Geschenke: Umfang unbekannt. (In Athen kursierte der Witz, dass jeder Politiker, der kein solches Paket erhalten [...]

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Freitag abend – Frankfurt

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Prosciuttotion

Ein Tag im Frühling. Lass es den 8. Mai sein…Heidi Klum gebar grad ihr 16tes Kind. Eine kleine Strasse in Deutschlands Vororten; die Zahl der Fenster war gross in den Rez-de-chausseen…wie zufällig beugt sich eine dick-busige Frau aus dem Fenster und cogito ergo sum: erblickte die Prostitution das Licht der Welt! Diesem Ereignis folgten unzählbare [...]

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Bewegungen: handfeste Impulse

Jagd-Demo

Fährtenlese und Spurensuche betreibt seit Jahren der kluge Kritiker Robert Misik: er gibt den Ethnologen unseres kulturellen und politischen Alltags, kümmert sich um wichtige praktische Kampffelder für einen links texturierten Zeitgeist – oder seine Restbestände. Das dreht sich um kulturelle Traumwelten der Warenwelt und Märkte, um Verwirrungen der “Progressiven”, ideologische Strategien und eine Brise Marx-Lektüre. Sein neustes Buch heißt standesgemäß: Anleitung zur Weltverbesserung: Das machen wir doch mit links“.

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Melancholie und Widerstand

Herbst. Der Herbst ist jene Jahreszeit, in der im Unterschied zum Rest des Jahres gerne Gedichte gelesen werden. Meistens melancholische Gedichte wie dieses:

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Blind dates 1. – 7. 11.

Bornheim01

Am Montag, um 20 Uhr im Club Voltaire wendet man sich den Stadtumbrüchen zu, mit Film und Diskussion: “Empire St. Pauli – von Perlenketten und Platzverweisen” heisst er. Auch wenn sich der Film lediglich der Entwicklung St. Paulis widmet, so stehen die
politischen und wirtschaftlichen Umstrukturierungsmaßnahmen und gesellschaftlichen Prozesse stellvertretend für einen Wandel, der sich an vielen Orten der Welt wiederfinden lässt: Gentrifizierung.

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Bemerkenswertes – Letzte Oktoberwoche

Die FDP ist eine kleine, eindeutige Partei, der man leicht folgen kann. So leicht wie eine Steuererklärung auf dem Bierdeckel zu lesen ist. Darauf passt ja auch etwa ihr Programm: “keine Steuern für Leistungseliten”. “Freiheitlich” hat die Postenmaschine FDP im Titel, soll auf eine liberale Tradition hinweisen, die auch für Bürgerrechte eintritt. Zwei Ereignisse die [...]

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