Frankfurter Gemeine Zeitung

Bemerkenswertes – Zweite Dezemberwoche

Bemerkenswert kann die Verwirrung sein, die sich um das “Ranking” der deutschen Städte dreht: sie ist doch so wichtig für Immobilienhändler, den Römer und die Industrie- und Handelskammer. Nun kann man beim Hamburger “Institut für Weltwirtschaft” nachlesen, dass Frankfurt wie 2008 auf Platz 1 thront.

Doch die Analysten sind – wie die Frankfurter Bewohner selbst – nicht einer Menung darber, was man von Frankfurt halten solle, und nach welchen Kriterien es zu bewerten sei. Nach denen der Bevölkerung, der Investoren, der Hausbesitzer? Egal: “Capital“, die es aus Sicht der Investoren doch nun wissen müssten kommt auf ein ganz anderes Ergebnis: Frankfurt stürzt ab, um 3 Plätze auf Platz 9. Noch schlimmer: Wiesbaden liegt davor, wie tief ist doch die Welt gefallen!

In Bank-Furt sind Äusserungen hoher Bank-Manager immer eine Meldung wert. Wie der unentrinnbare Ablauf der Jahreszeiten waren diese Statements erwartbar: die Mißwirtschaft ist schuld an der Krise, an der des Euros, der öffentlichen Finanzen, den hohen Steuern.  Rund um die Diskussion um Euro-Bonds vermehren sie sich wieder, denn Verläßlichkeit wird jetzt verlangt.

Wessen Mißwirtschaft und wessen Verlässlichkeit: die des Staates natürlich! Nun, wer äussert das laufend, ein Wohlberufener natürlich, der Präsident des Bankenverbandes, Andreas Schmitz.

Vielleicht sollte man es genauer fassen: die Mißwirtschaft des Teils des Staates, der sich um “Sozialleistungen” kümmert, deswegen muß er DORT sparen, damit er Steuern senken kann, oder bei Krisen einspringen, oder lukrative Aufträge verteilen….. eben all diese schönen Dinge die Geld bringen.

Vielleicht ahnen die Stadt-Ranker das drohende Unbill: die Studenten Frankfurts könnten gegen die Banker auf die Strasse gehen -wegen deren Tuns, ihrer Unverschämtheiten und der Ruinierung der Bldungsgelder.

Am Ende so, wie es rund um das europäische Finanzzentrum “City of London” abging, als letzte Woche ein paar ganz wilde Studierende auf den Rolls Royce des britischen Prinzen stießen:

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