Frankfurter Gemeine Zeitung

Bemerkenswertes – Dritte Dezemberwoche

Man hört in Bornheim mal wieder was von der schwarz-grünen Römer-Koalition, die man sonst nur auf Festen und Selbst-Belobigungen antrifft. (Riedberg !?) Diesmal zerfleischt sich die CDU selbst, zwischen Bernemer Hang und Römer: so wie dort der FSV in der Liga aufsteigt, steigt die CDU ab.

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Im Kampf um den Bühnenneubau des FSV-Stadions standen sich CDU-Granden gegenüber, und das zukünftige Oberbürgermeisteramt plus die Reputation in der Öffentlichkeit war auch im Spiel. Der FSV, besser der CDUler  und FSV-Chef Reisig haben verloren: erst mal kein Umbau und einen Rücktritt des Chefs. Der Römer hat gesiegt, die Qualität eines neuen Oberbürgermeisters (Sportdezernent Markus Frank nach Sport-Dezernenion Roth….) ist bewiesen.

Ehrlich gesagt: solch mut-bürgerliche Römer-Regierung braucht man in Bornheim nicht.

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In der echten Welt der Politik hat die Wikileaks-Leaks Affäre schöne Blüten getrieben, die das westliche Selbsverständnis – als die wirkliche “Achse des Guten” – arg gebeutelt haben. Eine Stilblüte liefert die Gegenübersellung von USA und Rußland: während sich die US-Administration ja nicht entblödete den Press-Freedom Day 2011 anzupreissen, toppte das der Kreml: Ein Berater des Kremlchefs Medwedjew hat doch laut darüber nachgedacht, den Plattformgründer Julian Assange als Kandidat für den Friedensnobelpreis in Stellung zu bringen.

Na, da kommen ja die richtigen “guten Regierungen” zusammen !

In diesem Kontext: zwar hat – zu Recht – die ganze linke kritische Intelligenz aufgeschrien, als der Mordaufruf des Iran gegen Salam Rushdie die Welt umrundete, wir vermissen das gleiche aber beim Mordaufruf der USA gegen Assange – auch von Rushdie selbst.

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Die Deutsche Bank ist einfach die kreativste Institution Frankfurts, sie passt hervorragend zum Römer: erst das Öko-Haus an der Taunusanlage für die Grünen und nun zeigts Ackermann der CDU, nein ihrem ganz geheimen Begehren: Las Vegas ! Dort soll eine weitere Party des Kasino-Kapitalismus stattfinden und alle sind eingeladen. (Frau Roth, Herr Sikorski ?) Die Deutsche Bank eröffnet dort ein Luxusressort mit angeschlossener Spielhölle.

Ob das die Mitarbeiter an der Taunusanlage und in Eschborn bei der nächsten Gehaltsrunde auch goutieren ? Vielleicht gibt´s als Angebot dann ein paar Jetons ? Das wäre sowieso eine Lösung für die Lohnproblematik, die den Frankfurter Finanz-Institutionen gut passen würde.

Noch ein anderes Szenario ist aber denkbar: die Deutsche Bank hinkt hinterher, denn  die Zeiten des großen Geschäfts in Las Vegas sind vorbei – und die Wirtschaftspresse munkelt auch schon darüber.

Aber auch da ist sie in Frankfurt in guter Umgebung: der hier betriebene schwarz-grüne Konservatismus wird auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit gesehen.


Ein Kommentar zu “Bemerkenswertes – Dritte Dezemberwoche”

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