Frankfurter Gemeine Zeitung

Guttenberg und die Korumpierbarkeit der neoliberalen Universität

image001Was sagte Angela Merkel, nachdem die Universität Bayreuth ihrem Verteidigungsminister den Doktortitel entzogen hatte? Merkel bezeichnete die Entscheidung der Universität als “richtig und logisch”. Sie liege “auf der Linie dessen, was der Verteidigungsminister vorgegeben hat. Sie macht daher Sinn.” Aha. Ja, das ist logisch, zweifelsohne.Ein Staatsdiener bei Franz Kafka hätt´s nicht besser formulieren können als die Exwissenschaftlerin Merkel: Wann macht die Entscheidung einer Universität über den Entzug eines Doktortitels Sinn? Die Entscheidung einer Universität macht dann Sinn, wenn sie der Linie dessen folgt, was der Verteidigungsminister vorgibt. Gut, das klingt vielleicht ein wenig preußisch- blau oder DDR-grau, ist aber so zu verstehen: die Universität ist der VERTEIDIGUNGSLINIE des Ministers gefolgt, die besagt: “ich habe Fehler gemacht, ich bin auch nur ein Mensch, habe Frau und Kind und habe da ein bisschen den Überblick über meine Fußnoten verloren, mein Gott, wenn ihr das alles so wichtig findet, erkennt mir den Titel ruhig ab!”
Das hat die Universität in verdächtiger Eile getan, denn normalerweise malen Unimühlen sehr, sehr langsam. Die Eile war in diesem Fall opportunistisch: Man hat sich dadurch herumgedrückt feststellen zu müssen, dass der Minister ein Betrüger ist. Und bis diese Feststellung dann von Seiten der Universität irgendwann mal erfolgt, obwohl sie bereits jetzt für jeden anderen Doktoranden, der kein Minister ist, felsenfest feststünde, haben sich die Gemüter ja vielleicht wieder anderen Themen zugewandt. Das Material, aus dem hervorgeht, das Guttenberg 290 Seiten seiner Doktorarbeit nahezu wortwörtlich abgeschrieben hat oder hat abschreiben lassen- natürlich ohne sich die Mühe des Abschreibens im eigentlichen Wortsinn zu machen, denn seine Quellen sind fast alle im Internet copyandpastebar- dieses Material wurde nicht von der Uni Bayreuth zusammengetragen, sondern von der akademischen Schwarmintelligenz im Netz: von der Website GuttenPlagwiki.
Das mindeste, was man von der Universität hätte erwarten können, war die quasiamtliche Feststellung des ministerialen, betrügerischen VORSATZES aufgrund der Quellen, die andere für sie zusammengetragen haben. Denn die abgeschriebenen Passagen wurden mit viel Zartgefühl von Guttenberg (oder einem eventuellen Ghostwriter) nur dort verändert, wo eine andere Urheberschaft ansonsten durchgeschimmert hätte.
Hätte die Universität nach der überwältigenden Beweislage bei einem anderen als einem Minister gezögert, das festzustellen? Undenkbar. Inzwischen hat sich der Nachfolger von Guttenbergs Doktorvater zu Wort gemeldet. Er findet deutliche Worte, sagt: “Wir sind einem Betrüger aufgesessen.”
Sein Doktorvater, der mit 76 emeritierte Professor Häbele hatte zunächst und natürlich gegenüber BILD geäußert, es liege kein Plagiat vor. Gestern sagte er dann: “Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend und nicht akzeptabel.”Ich weiß, das ist positiv. Aber zu wenig. Ich frage mich : Ihr, hochdotierte Professoren, Gutachter, seid einem Betrüger “aufgesessen”? Warum? Warum waren diese Mängel “unvorstellbar”? Wieso sind niemanden die eklatanten Stilunterschiede aufgefallen in einer Dissertation, die ein Patchwork aus Zeitungartikeln. Grußworten, Kommentaren und Fachliteratur zusammenschustert- bis ein linker Juraprof aus Bremen kam. Wieso fühlte sich keiner der Bayreuther Professoren an etwas erinnert, was er schon mal irgendwo gelesen hat? Wieso erhielt das zusammengestoppelte Recycling von Gedanken, die teilweise ein Jahrzehnt alt waren oder von unterbezahlten Schreibern des Bundestages verfasst die Weihe der Höchstnote, ein Summa, die Auszeichnung für den, der etwas grundsätzlich Neues in die Welt bringt? Auch das war “logisch” im Merkelschen Sinn: es geschah eben, weil der Verfasser von Guttenberg hieß. Die Uni Bayreuth gehört zu den jungen Universitäten; man kann vermuten, dass der Betrüger, der Minister ist, sie bewusst wählte. Die Uni schmückt sich mit dem Namen “Bayreuth”, der dem Bildungsbürger immer noch wie Öl runtergeht und sie schmückte sich bis vor kurzem mit dem Namen Guttenberg, der in einem Werbevideo der Uni auftrat, das natürlich jetzt schamhaft verschwunden ist. Darin erläutert Guttenberg die Wahl des Faches mit dem ebenso knappen wie treffenden, allerdings nicht eben Wissenschaftsaffinen Satz: “Jura. Es lohnt sich.” Und weiter: “Wo? Fraglos nur ein Ort: Bayreuth.” Guttenberg saß zur Zeit seiner Promotion im Aufsichtsrat der Rhön-AG, die ebenso wie das CSU-geführte Verbraucherschutzministerium an der Bayreuther Universität eine Stiftungsprofessur eingerichtet hat: Gesamtwert mehr als 1,6 Millionen Euro. Bei den Summen, um die es da geht, liegt das “Summa” irgendwie nahe- auch wenn man immer ein kleines Summen im Ohr hat, das vielleicht nicht alles mit ganz rechten Dingen zugegangen ist… aber wen kümmert das, bis es lauter wird und lauter.
Die Korrumpierbarkeit, die die Uni Bayreuth gezeigt hat, verschont keineswegs die großen alten Unis wie die Uni Frankfurt. Gab es eine nennenswerte Anzahl von ProfessorInnen, die sich hier gegen die Umwandlung in eine Stiftungsuniversität ausgesprochen haben? Seitdem herrscht hier wie überall endgültig die Marktlogik, d.h. die Wissenschaft wird von den Professoren als Nimbusbehaftete Marke an den Mann und die quotierte Frau gebracht…ansonsten muss jeder schauen, wie er zurecht kommt und woher die Drittmittel kommen. Nie zuvor gab es hierzulande so viele “ExzellenzCluster” und so wenig Intelligenz anstelle von Beziehungs-Kleister.
Die Hoffnung liegt vielleicht bei jenen inzwischen 30 000 im Netz gesammelten DoktorandInnen, die den Rücktritt Guttenbergs fordern. Inzwischen haben immerhin über 1000 Universitätsprofessoren nachgezogen und sich einer ähnlichen Erklärung angeschlossen. Der Aufstand der Wissenschaft hat den Rücktritt des Minsters herbeigeführt. Vielleicht wird ja die Guttenbergdämmerung zu einer Götterdämmerung der neoliberalen Universität.
Und einer Morgenröte der Wissenschaft.


Die neue Bundeswehr

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Wichtige Nachrichten gehen oft unter im Getöse, das die Medien machen und infolge eines rauschhaften Exhibitionismus, der anhebt, sobald eine öffentliche Figur beim Schummeln erwischt wurde. Ob der Minister jetzt Doktor ist oder nicht, sah man ihn geschniegelt und gegelt im Feld, bei seinen Mädchen und Jungs, fragte doch keiner danach.Nun ist es nicht unbedingt diese Lichtgestalt mit Stammbaum in persona, sondern das, was er so vollmundig angekündigt hat, das Jahrhundertwerk eines deutschen Verteidigungsministers, der Bruch mit einer langen Tradition, die doch vom Kaiserreich über Weimarer Republik, Drittes Reich und die ersten 60 Jahre Bundesrepublik – aber auch im vormals renitenten Teil, die sog. DDR – unverrückbar Bestand hatte: die Bundeswehr als Ausdruck staatsbürgerlicher Gesinnung., d.h. mit Wehrpflicht und Staatsbürger in Uniform und dem ganzen Lametta. Damit soll es jetzt vorbei sein, hört man. Die wichtigen ersten Schritte sind bereits eingeleitet und das Barönchen fürchtet bei dem ganzen Spektakel, ob er denn genug Zeit haben wird, die Verträge und Umstrukturierungen auch wirklich durchzuziehen, damit er ähnlich eines gewissen Herrn Fischer in die Annalen der Republik eingehe.

Es ist im Geschrei der letzten Tage fast untergegangen und soll deshalb an dieser Stelle schlecht und recht rekonstruiert werden.

Die Neue Bundeswehr

Die oft beschworene schöne neue Welt, hier zeigt sie sich in all ihrer Blendkraft, dieser Mann hat die Zeichen der Zeit nicht nur gesehen und verstanden, er hat sie tief verinnerlicht. Was so eingängig als „Umbau der Bundeswehr“ daher kommt – für dieses Vorhaben hat Schäuble ihm gerade die Einsparung von über 8 Milliarden erlassen – ist die konsequente Umsetzung postmoderner Notwendigkeit auf höchster Ebene. Es wird Ernst gemacht mit dem Rückzug des Staates und dem Rückbau des öffentlichen Dienstes. (Dafür müsste die FDP dem Bayern die Füsse küssen und zum Schloss wallfahren)

Es ist das wohl grösste PPP-Projekt weltweit. Es bindet verschiedene bedeutende Akteure der Zivilgesellschaft direkt ein und lässt ihnen die Verantwortung zukommen, die ihnen zusteht, für die sie den herausragenden Sachverstand aufbringen und die schon Jahrzehnte unter Beweis gestellt haben.

Wir sind hier weitgehend darauf angewiesen, plausible Spekulationen anzustellen, da die Quellenlage nicht besonders üppig ist, es wird sich jedoch zeigen, dass hier in kongenialer Bemühung die fröhliche Spekulation der Realität sehr nahe kommen wird. (Sollte dies als Drohung aufgefasst werden, liegen die, welche es zu gruseln beginnt, vollkommen richtig)

Schritt 1

Die Wehrpflicht wird gecancelt. Es kann nicht länger angehen, dass derart in den Arbeitsmarkt eingegriffen wird und einem Grossteil die Chancen verdorben werden, wobei sie dies eher als Gelegenheit ansehen, der häuslichen Enge zu entkommen. Zudem ist dies staatlicherseits ein ungehöriger Eingriff in die persönliche Freiheit des mündigen Bürgers.

Schritt 2

Gedankengut und Auftreten müssen kompatibel mit dem Bild der Gesellschaft sein und die Neue Bundeswehr muss gewährleisten, dass das Deutschlandbild im Ausland in Hochglanz daher kommt. Diese Aufgabe – vormals „innere Führung“ – und die Anwerbung qualifizierter Anwärter übernimmt der Springer-Konzern, insbesondere das Flaggschiff „Bild“.

Es weist alles darauf hin, dass die strategischen Aufgaben von der Bertelsmann-Stiftung übernommen werden, also gemeinhin das, was im freien Wettbewerb als Akquisition bezeichnet wird. Offen ist noch – wohl damit der Schock für die Bediensteten nicht ganz so gross ist – die Verwaltung der NBW übernehmen wird.

Nun ist es etwas voreilig, all dies dem jungen Familienvater allein anlasten und überlassen zu wollen, dafür gibt es ja noch die Tee-Runde Merkel, Springer, Mohn (MSM), das Trifeminat der Republik.

Effizienz und Sparzwang

zu Guttemberg betonte im Bundestag, dass die NBW auf Einsätze gedrillt und bewaffnet werden müsse – wobei es jedem offen steht, ob sich das im Gegensatz zu bisheriger Praxis verstehen lässt, nachdem Fischer doch schon die Weichen gestellt hatte – und dies hoch-effizient zu geschehen habe. Jetzt bestehen aber Zweifel, dass dies durch eine Ministerialbürokratie in der für die Einsätze notwendigen Präzision geleistet werden kann. Zudem sind die Kassen einigermassen leer und ein Sparzwang in der Verfassung verankert.

Für die NBW gilt aber – wie für so vieles – der Einsatz muss sich lohnen. Ungewiss ist zudem, ob die Armee insgesamt veräussert werden soll und dann geleast oder ob sie bei Bedarf gemietet werden soll. Bei geschickter Verhandlungsführung könnte so erreicht werden, dass der Betreiber für die Kosten zwischen zwei Einsätzen aufkommt.

Für die BW-Unis heisst das, dass sie sich künftig ganz auf die Waffentechnologie konzentrieren können, was im Hinblick auf die Exportsituation im globalen Wettbewerb einen eminenten Fortschritt ermögliche.

Nicht zu vergessen: die NBW ist mit dieser Konstruktion von den verfassungmässigen Einschränkungen befreit, was ihr den heimischen Markt öffnet.

Bleibt die Frage, ob es dann noch eines Verteidigungsministeriums bedarf. Entscheidungen fällt sowieso die Kanzlerin (in vertrauter Tee-Runde), der heimische Markt wird vom Innenminister überwacht, die strategischen Interesse vertritt das Aussenministerium mit dem Wirtschaftsminister, die Marine wird an Brüssel abgegeben, zur Verteidigung gegen Invasionen aus dem Süden. Ihre Zerstörer und U-Boote können eh nicht auf unseren Flüssen sinnvoll eingesetzt werden.

Es ist angesichts der Grösse der Aufgabe einleuchtend, dass dem Freiherrn etwas Zeit gegeben werden muss, wenigstens soll man ihn die Verträge noch unterzeichnen lassen, dann versteht  jeder, wenn er in die entsprechenden Vorstände oder Aufsichtsräte wechselt, er hat ja noch Familie, die versorgt werden will.

So ein junger Mensch kann doch nicht immer Trauerreden halten, von denen jeder weiss, was von ihnen zu halten ist.

Andererseits: wenn er diese Arbeit genau so erledigt wie seine Dissertation, dann schwant einem wenig Gutes. Später sagt er dann, das sei ja gar nicht von ihm, das habe er übernommen.


Bekenntnisse eines Killerspiel-Zockers

Als Kind durfte ich niemals Spielzeugpistolen besitzen. Ebenso wurden mir von meiner Mutter die damals beliebten „Masters of the Universe“-Figuren verboten, da „He-Man“ ein negatives Rollenmodell sei und die Figuren auch objektiv betrachtet krass hässlich waren.

Glücklicherweise gab es bei uns im Haus einen anderen Jungen, den meine Mutter immer als Problemkind empfand. Da seine Mutter aber recht früh an Krebs gestorben war, begrüßten meine Eltern es letztlich doch, wenn ich dem „armen Jungen ein Wenig Gesellschaft leiste“.

Der andere Junge war, obwohl einige Jahre älter als ich, über die Gesellschaft dankbar und auch ich profitierte sehr davon.

Endlich hatte ich die Möglichkeit nach Herzenslust mit Pistolen und sogar mit den von meiner Mutter strikt verbotenen Plastiksoldaten, die es damals im Spielwarenhandel in großen Beuteln zu kaufen gab, zu spielen.

So spielten wir gemeinsam unsere ersten Killerspiele. Natürlich waren die Plastiksoldaten und Spielzeugpistolen damals noch analoge und nicht digitalisierte Killerspiele, doch vom Prinzip her bestand kein Unterschied.

Es ging darum, in der Phantasie Leute abzuknallen oder sie zu zerbomben.

Wir spielten Räuber und Gendarm, lieferten uns heftige Feuergefechte mit den Spielzeugpistolen oder stellten die Plastiksoldaten zu einer Schlachtordnung auf, um sie dann mit Bauklötzen (imaginären Bomben) zu bewerfen.

Und die zersetzende und verrohende Wirkung, die Bauklötze und Plastiksoldaten auf den kindlichen Geist ausüben, traf mich mit Macht.

In meinen jungen Jahren wurde ich süchtig nach analog-virtueller Gewalt.

Ein besonderer Suchtfaktor war dabei natürlich der Reiz des Verbotenen. Wenn meine Eltern mir damals Soldaten und Spielzeugpistolen geschenkt hätten, wären diese wahrscheinlich in der Ecke gelandet und hätten Staub angesetzt.

So aber waren diese Spiele für mich das Tollste auf der Welt und ich besuchte meinen Freund immer öfter.

Und eigentlich war das Verbot ohnehin total sinnlos, da bei einem phantasievollen Kind, welches Lust hat mit Waffen zu spielen, auch ein Stück Holz in der Phantasie zu einer Pistole werden kann.

Irgendwann hatte mein Freund dann etwas völlig Neuartiges. Die magische Kiste: Einen Commodore C64!

Ich erinnere mich noch gut an das erste Spiel, das wir damals spielten. Es hier „Wizard of War“, spielte in einem pacmanähnlichen Labyrinth, nur mit dem Unterschied, dass man keinen gelben Ball spielte, sondern einen kleinen Weltraumsoldaten, der virtuelle Monster mit einem Laser abschießen musste.

Wir waren fasziniert und umso begeisterter, als wir feststellten, dass man das Spiel auch zu Zweit spielen kann.

Bald stand mein Entschluss fest:

So ein Gerät musste ich auch haben!

Erstaunlicherweise war es gar nicht schwer, dies bei meinen Eltern durchzusetzen und so hatte ich mit acht Jahren einen eigenen C64 und einen winzigen Fernsehbildschirm aus DDR-Produktion, welcher ein Tribut an die damals noch kommunistische Einstellung meines Vaters war, der meinte, man müsse die DDR finanziell unterstützen.

Die Gefahr, dass ich mit dem Fernseher unerwünschte Sendungen sehen könnte, hatten meine Eltern ausgeschlossen, denn sie verweigerten tapfer den Kabelanschluss, so dass es auf dem Fernseher ohnehin nur das dröge Programm der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten in den Achtzigern und nachts das Testbild zu sehen gegeben hätte.

Dafür hatte ich mit dem C64 nun endlich mein eigenes kleines Reich, welches sich der permanenten, pädagogisch gutgemeinten, mütterlichen Überwachung entzog.

Wenn ich schon keine Spielzeugpistolen haben durfte, so konnte ich wenigstens „Commando Lybia“ spielen, bei dem man (kein Witz!) in Bonuslevels Ghaddafis Kinder an die Wand stellen konnte.

Wenn man das Fadenkreuz auf die Strichmännchen richtete und das Feuer eröffnete, so gab es 4 oder 5 verschiedene Arten, auf die der Körper zerplatzen konnte.

Angesichts dessen war ich mit mir und der Welt höchst zufrieden.

Mit Spielen war ich gut versorgt. Mein Freund aus dem Haus gab mir seine gesamte Spielesammlung zum Kopieren und dazu „erbte“ ich auch noch die Sammlung eines Arbeitskollegen meines Vaters, der versäumt hatte, die Spiele vorher nach Eignung für Kinder auszusortieren.

So kam es, dass ich irgendwann auch „Strip-Poker“, „Sex Games“ und das legendäre „KZ-Manager“ besaß, eine Wirtschaftssimulation der makabersten Sorte, bei der es darum ging, ein KZ zu verwalten.

Hinzu kam der Glücksfall, dass ich etwa im gleichen Alter, in einem versteckten Winkel, eine riesige Kiste mit Pornos fand.

So hatte das Schicksal mir beste Voraussetzungen gegeben, mich von klein auf zu dem unkonventionellen Freidenker, der ich heute bin, zu entwickeln.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich damals noch zu unreif war, die Freuden der Erwachsenen, wie „KZ-Manager“ und Pornos angemessen zu zelebrieren.

Mir reichte es, am Bildschirm zu killen. Das machte mir gute Laune, denn in meiner Schulklasse hatte ich eher weniger zu lachen.

Schließlich war ich damals der Jüngste in der klasse (früher eingeschult), ein Wenig unsportlich und eher stiller Denker, als der fröhliche und extrovertierte Spaßmacher.

In dieser Zeit baute sich meine Gewalthemmschwelle tatsächlich ab, was aber weniger meinen Computerspielen geschuldet war, sondern vielmehr der Erfahrung, dass man sich gegen Provokationen und Hänseleien mit Gewalt ganz gut zur Wehr setzen kann und dass man auch als Kleinerer und Schwächerer gewinnen kann, wenn man nur kompromisslos genug zuschlägt.

Trotz damaliger Schwierigkeiten mit dem Lehrkörper und der Schulleitung, sehe ich das heute als ganz positive Erfahrung, denn immerhin lernte ich, mir nicht von jedem dummdreisten Vollidioten die Butter vom Brot nehmen zu lasse, eine Fähigkeit, die in unserer Gesellschaft leider zu vielen abhanden gekommen ist.

Wer nicht versteht, was ich meine, der möge einmal einen alternativen Grün-Wähler aus dem Frankfurter Nordend anrempeln und ihm sagen „Ey pass auf Du Hurensohn“. Ich gehe jede Wette ein, dass wenn man dies nur glaubwürdig genug rüberbringt, der Nordend-Grüne sich entschuldigen wird, obwohl er selbst angerempelt wurde.

Sobald dieser Nordend-Grüne dann in seinem sicheren Heim ist, wird er entgegen seinen sonst so „liberalen“ Prinzipien vehement für mehr Polizei auf den Straßen eintreten, aber das ist ein anderes Thema.

Wenn Killerspiele tatsächlich die Aggression fördern könnten, würde ich ihm jedenfalls Zocken nicht unter zehn Stunden wöchentlich verordnen, wenn ich sein Psychologe wäre.

Leider funktioniert die Aggressionsförderung durch Gewaltspiele in der Praxis nicht.

Für mich waren diese Spiele jedenfalls Ventil zum Aggressionsabbau und wer weiß, was passiert wäre, wenn ich dieses Ventil nicht gehabt hätte.

Mit einem Klassenkameraden, der ebenfalls Außenseiter war, diskutierte ich des Öfteren, wie man unsere gesamte verdammte Schule einschließlich Mitschüler und Lehrkräfte möglichst effektiv zur Hölle schicken könnte.

Ich hatte dazu einen Plan entwickelt, der leicht zum größten Massaker aller Zeiten an einer Schule hätte werden können, wenn ich ernsthaft daran gedacht hätte, ihn umzusetzen.

Bei diesem Plan inspirierten mich allerdings nicht Computerspiele und das Szenario, das ich mir ausgedacht hatte, hätte eher an den Amoklauf von Volkhoven erinnert, als an ein klassisches School-Shooting, mit dem Unterschied allerdings, dass es mir am handwerklichen Geschick zur Herstellung eines Flammenwerfers ermangelte.

Stattdessen hatte ich eine andere Idee, die aber auch auf dem Prinzip „Kill it with fire!“ beruhte:

An unserer Schule gab es Deckenverkleidungen hinter die praktisch nie jemand schaute. Es war überhaupt kein Problem diese Deckenverkleidungen hochzudrücken und etwas dahinter zu verstecken.

Zum Test verstaute ich in der neunten Klasse etwas Müll dahinter und beobachtete, ob jemand diesen entfernt. In der elften Klasse wurde es mir dann zu blöd und ich gab die Beobachtung auf.

Wahrscheinli8ch liegt der Müll noch heute da.

Die Idee bestand darin, sukzessive über Tage hinweg immer mehr Brandbeschleuniger, Grillanzünder, Spiritus, Nagellackentferner und Campinggaskartuschen hinter den Deckenverkleidungen zu verstecken. Dies hätte man in den Nachmittagsstunden machen können, in denen das Schulgebäude zwar geöffnet, aber kaum noch frequentiert war.

Auch wenn alle über die Benzinpreise schimpfen:  Brennbare Flüssigkeiten sind leicht und preisgünstig beschafft und wenn man jeden Tag ein paar Liter deponiert, fällt das nicht weiter auf.

Man hätte nur darauf achten müssen, dass man die Tragfähigkeit der Deckenverkleidungen nicht überstrapaziert, aber mit einer guten Verteilung der Brandsätze wäre das locker drin gewesen.

Und für eine einmalige Aktion wie einen Amoklauf, wäre man natürlich bereit gewesen, auch einmal sein Sparschwein zu schlachten und etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Unsere Schule hatte mehrere Ausgänge, die alle eines gemeinsam hatten: Es handelte sich um Doppeltüren, mit großen, fest angebrachten Griffen auf beiden Seiten, die nach außen aufgingen.

Eine solide Kette aus dem Baumarkt mit einem Vorhängeschloss durch diese Griffe gewickelt, hätte gereicht, jede dieser Türen von außen zu blockieren.

Man hätte also nur noch eine Schulstunde schwänzen, alle Türen bis auf eine von außen verschließen (so etwas wurde schon im Rahmen eines Abistreiches gemacht), etwas Feuer legen und durch den letzten verbliebenen Ausgang flüchten müssen.

Jemand der sich in der Schule auskannte, hätte diese Aktion sogar als Einzeltäter in weniger als fünf Minuten durchführen können. Ich hatte interessehalber mal die Zeit gestoppt, die ich zu den einzelnen Ausgängen und den beabsichtigten Brandherden hätte laufen müssen.

Die Wahrscheinlichkeit, dies (sofern man bei den weniger benutzten Ausgängen beginnt) weitgehend unbehelligt tun zu können, schätzte ich als durchaus realistisch ein.

Resultat der Aktion wäre ein Feuer gewesen, welches sich rasend schnell durch die Decken verbreitet hätte, durchsetzt mit Explosionen von Gaskartuschen, für zusätzlichen Sach- und Personenschaden und zur Erschwerung der Lösch- und Bergungsarbeiten.

Die flüchtenden Schüler wären natürlich zu den verschlossenen Ausgängen geströmt und in tumultartiger Panik von ihren nachrückenden Mitschülern erdrückt worden.

Selbst wenn es nicht möglich gewesen wäre, alle Ausgänge zu verschließen, wäre es wohl zur Katastrophe gekommen.

Klar:

Dies war eine pubertäre Gewaltphantasie und ich dachte niemals daran, sie wirklich in die Tat umzusetzen.

Jedoch gab sie mir ein angenehmes Gefühl der Macht und diente mir so als Schutz gegen das Gefühl des Ausgeliefertseins gegenüber der Massenabfertigung eines deutschen Schulsystems, demotivierten Lehrern und ignoranten Mitschülern.

Wann immer ich an dieser Schule verzweifelte, konnte ich mir denken:

„Wenn Ihr nur wüsstet! Ihr könnt hier nur deshalb so fröhlich-dumm vor Euch hinleben, weil ich zu gutmütig bin, Euch alle zu vernichten.“

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf wurde Schule erträglich.

Meine Aggressionen wurden aber überflüssig, als ich Marihuana für mich entdeckte. Da ich recht schnell gute Kontakte aufbaute, konnte ich damals nicht nur mich, sondern alle meine neuen Freunde stets mit gutem Gras beglücken und viele der damals geknüpften Freundschaftsbande sind mir durch die vielen Jahre bis heute erhalten geblieben.

Auch entwickelte sich mein ganzes Leben, einschließlich meines, bis dahin nicht existenten, Sexuallebens unter der Wirkung des heiligen Krautes zum Besseren.

Nun stand bei den Killerspielen für mich nicht mehr der Aspekt des Aggressionsabbaus im Vordergrund, sondern der freundschaftliche Wettbewerb, wenn es darum ging, wer wen bei „Golden Eye“ oder „Perfect Dark“ abschießt.

Durch die Fähigkeit zur Hyperkonzentration, die ich durch meine Mischung aus Hyperaktivität und gesteigertem Kiffkonsum entwickelte, wurde ich nicht nur in Ego-Shootern, sondern auch in meinen allgemeinen Schulleistungen immer besser.

Ich blickte nun vorsichtig optimistisch in meine Zukunft und machte letztlich ein durchaus respektables Abi mit 2,3 und wahrscheinlich hätte es auch besser sein können, wenn Schule nicht so schrecklich langweilig gewesen wäre, dass ich nie Hausaufgaben machte oder mich mündlich beteiligte.

Meine Punkte holte ich eigentlich nur in den Klausuren.

Ich beschloss nach meinem Abi, nicht zu studieren, sondern etwas Vernünftiges aus meinem Leben zu machen und ging in den öffentlichen Dienst.

Vorher allerdings hatte ich noch ein anderes Killerspiel zu spielen, zu dem mich ironischerweise Vater Staat verdonnerte.

Zehn Monate galt es damals abzureißen und ich beschloss, gegen den ausdrücklichen Protest meiner Mutter, nicht zu verweigern.

Irgendwie wäre ich mir verlogen vorgekommen, wenn ich dem Amt hätte schreiben wollen, dass ich als absoluter Pazifist aus Gewissensgründen nicht in der Lage sei, Dienst an der Waffe zu verrichten.

In meiner langen Laufbahn als Zocker von Killerspielen muss ich übrigens gestehen, dass der realistischste und interessanteste Ego-Shooter ein Besuch auf der sogenannten „Waldkampfbahn“ war.

Ich hatte während dieser Übung die Ehre auf dem Beifahrersitz eines LKW zu stehen, das lafettenmontierte MG (hinter vorgehaltener Hand liebevoll „Hitlersäge“ genannt) zu bedienen und Klappscheiben, die Menschen darstellten (sogenannte „Pappkameraden“) zu durchsieben.

Wo wurde Killen je ralitätsnäher gespielt, als bei der guten alten Armee?

Von daher muss ich anmerken, dass in einem Land, welches noch bis vor Kurzem jedem männlichen Bürger eine Ausbildung im Töten angedeihen ließ (es sei denn, er verweigerte dies ausdrücklich), eine Diskussion über Computerspiele reichlich absurd ist.

Inzwischen spiele ich deutlich weniger Killerspiele, denn auch ich bin nun erwachsen und meine wilden Tage sind vorbei, obwohl mir mit „Wii-Bowling“ und „Mario Kart“ noch immer niemand zu kommen braucht.

Zu Aggressionen und folglich auch zu Aggressionsabbau habe ich dank eines ausgefüllten, Berufs-, Privat- und Liebeslebens nun einfach weniger Bedarf.

Ich habe mir jetzt „X3- Terran Conflict“ gekauft, die komplexeste Weltraum-, Flug- und Wirtschaftssimulation aller Zeiten.

Meine erste Amtshandlung in diesem Spiel war es, mein Kampfraumschiff direkt zu Anfang zu verkaufen und mir einen vollkommen unbewaffneten Frachter zu kaufen, da man mit Handel in diesem Spiel einfach mehr Geld macht, als mit roher Gewalt.

Da gehe ich strikt nach dem Prinzip „Von China lernen, heißt Siegen lernen“. Erst wird die Wirtschaft aufgebaut, dann kauft man sich seine Armee.

Darum spiele ich jetzt lieber Kapitalismus als Krieg.

Denn Kapitalismus spielen macht verdammt viel Spaß!


Hört auf die Aussagen streunender Hunde!

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Was wir zur Zeit erleben, ist das Abdriften der Weltgeschichte, zumindest der arabischen Revolution ins Surreale.
Augenscheinlichster Beleg dafür war der 30-Sekunden-Auftritt von Gaddafi im libyschen Staatsfernsehen, einem Sender, der ansonsten fast nicht mehr sendet: Gaddafi sitzt nicht in seinem Präsidentenstuhl, auch nicht in einer Staatskarosse, sondern in einem schmutzig-weißen, klapprigen Laster, einen weißen Regenschirm über sich aufgespannt, im Nirgendwo und erklärte: „Ich wollte mit den jungen Leuten auf dem Grünen Platz (in der Innenstadt von Tripolis) reden und mit ihnen die Nacht verbringen, doch dann kam der gute Regen. Hiermit zeige ich: Ich bin in Tripolis und nicht in Venezuela. Hört nicht auf die Ansagen der streunenden Hunde!“Aber wie kann sich ein Revolutionsführer, der nach eigener Äußerung “bis zur letzten Patrone kämpfen und als Märtyrer sterben” will, vom Regen abhalten lassen, zu den Massen zu sprechen? Noch dazu ein Beduine, bei dem man, äh, eine positive Grundeinstellung zum Regen voraussetzen darf?
Aus dem Pariser Exil meldete sich Gaddafis ehemals treuer Weggefährte und Berater Nuri al-Mismari und forderte ihn auf, die “Macht abzugeben”. Noch drei Monaten hatte er erklärt, er sei nur nach Paris geflohen, weil andere Leute um Gaddafi ihn “schlecht gemacht” hätten.
Libyens Botschafter im Ausland legen unterdessen ihre Ämter nieder wie die Fliegen. Libyens Flieger hingegen springen mit dem Fallschirm ab und lassen ihre Flugzeuge zerschellen, anstatt die Aufständischen zu bombardieren. Ein gestern für tot erklärter Innenminister hat sich überraschend der Revolte angeschlossen. Gaddafi hatte gesagt, er wäre von eben diesen Aufständischen erschossen worden. Inzwischen hat Ex-Innenminister Abdulfattah Junis aber in einem Telefoninterview mit dem Nachrichtensender Al-Arabija klargestellt, dass er 1. nicht tot sei , dass es 2. ein Anhänger Gaddafis gewesen sei, der ihn versucht habe zu töten, aber er hätte nur einen seiner Verwandten verletzt und dass er 3. nun kein Minister mehr sei, sondern “ein Soldat im Dienste des Volkes”.
Am späten Dienstagabend landete eine Lufthansa-Maschine mit Deutschen aus Tripolis in Frankfurt.
Selbst Guido Westerwelle weiß inzwischen, was die Stunde geschlagen hat: High Noon. Und deshalb findet er die passenden Worte: Es sei unsere “verdammte Pflicht” da…etwa zu tun.
Und natürlich hat auch ER angerufen, Vieltelefonierer und Diktatorengspusi Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Er ist wie er selbst sagt, ein Freund schöner Frauen, aber auch: “ein Freund Gaddafis” (und Mubarraks, Putins et. al.). Er betonte im Telefonat, wie wichtig eine “friedliche Lösung und Mäßigung” seien.
A bissl schad aus meiner eurozentrischen Perspektive, dass das Gespräch nicht andersherum stattfand und “der Irre” Gaddafi Silvio zur Mäßigung aufrufen musste… aber so surreal wird´s dann eben doch nicht.
Noch nicht.
Nach Mäßigung sehnen sich wie immer auch die Weltmärkte. Der US-Ölpreis stieg zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren. Die Internationalen Öl- und Gaskonzerne stellen ihre Förderung in Libyen ein und ziehen ihre Mitarbeiter ab.
Die Nächte toter Innenminister brechen an.
Hört auf die Aussagen streunender Hunde.
Denn es kommt Regen auf.


Kristina Schröder- Symptomatisch für eine Generation?

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Frau Schröder ist sich ihres Erfolges und ihrer Position durchaus bewusst. Ihr ganzes Auftreten strahlt eine Mischung aus Selbstbewusstsein und Lebensfreude aus und dies lässt sie sich weder von ihren politischen Gegnern, noch einer grantelnden Altfeministin nehmen.

Bestimmt wäre Frau Schröder bei einem Treffen zu Kaffee und Kuchen oder auch einem Brunch mit Grüntee und Sushi eine recht angenehme Gesellschaft.
In ihrer Familienpolitik ist sie, für eine CDU-Politikerin, äußerst modern und liberal.
Außerdem erweckt sie den Eindruck, als sei sie bereit, auf jeden zuzugehen.
Schließlich gehörte sie schon der sogenannten „Pizza-Connection“ an, im Rahmen derer erste Grundlagen für eine Schwarz-Grüne Zusammenarbeit gelegt wurden.
Auch mit dem Computer Chaos Club und der Piratenpartei zeigt sie sich durchaus gesprächsbereit.
Man könnte sie beinahe schon als „erfrischend unideologisch“ bezeichnen, wären da nicht ihre reaktionären

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Medienkompass – Mitte Februar 2011

Nein, nicht nur der bemerkenswerte Doktor aus Bayreuth kam medial zum Zuge, sondern einer, den es schon viel früher ins Medienzenrum drängte. Er hat keinen Doktor, er braucht auch keinen Doktor und adeln kann er sich selbst. Jetzt war er mal wieder da, ganz kurz.

Drüber steht er wie Kissinger, braucht nicht im engen Mitteleuropa zu verharren, kann dozieren im interkontinentalen Geschäft. Nun ja, heute meistens als Mobilitäts- oder Energieberater, der aber eigentlich die Tage Gewaltiges veröffentlichte , vergleichbar nur mit den legendären “Gedanken und Erinnerungen” des einzigen Maßstabs, Reichskanzler Otto von Bismark, dem großen Geostrategen.

Bismarck

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Bemerkenswertes – Mitte Februar 2011

Bemerkenswert ist diesmal etwas nicht Vorhandenes: Europa. Die große Hoffnung der Aufklärung, das letzte Projekt von Rot-Grün, der real-existenten Sozialdemokratie unterstützt die Rebellionen in Nordafrika faktisch nicht, sondern schützt bloß seine Grenzen, Bürger und Wirtschaftsbeziehungen.

Der Lissabon-Vertrag, mit dem angeblichalles anders wurde, das demokratische Europa vermeintlich neue Kraft gewinnt, schweigt in Gestalt ihrer “Aussenministerin” Ashton.

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Blind Dates 23.2.-27.2.

Blind Dates 23.2.-27.2.

Mi, 23. 2.18.30 Uhr, Reihe “StadtGesellschaft. Schwerpunkt Ostend” im NBZ Nachbarschaftszentrum Ostend, Uhlandstr. 50. Moderation: Hans-Joachim Prenzel. Die Veranstaltung wird einen Einblick in die Arbeit der beiden Institutionen geben, die im Stadtteil Beratungen, Treffpunkte und Kurse für Familien, Senioren und Migranten anbieten. Sie sind damit Teil des sozialen Lebens im Ostend. Veranstaltet von: Nachbarschaftszentrum Ostend und KunstGesellschaft.

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Der Abwesende

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Studierendenhaus soll sich zum “Offenen Haus der Kulturen” mausern

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Ein „Offenes Haus der Kulturen“ soll nach dem Willen Bockenheimer Bürger aus dem bisherigen Studierendenhaus in der Jügelstraße 1 werden. Auf dem Areal der Universität, die in den nächsten Jahren endgültig aus Bockenheim verschwinden wird, ist rund um die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ein „Kulturcampus“ geplant. Er soll, so Angelika Wahl von der Initiative „Ratschlag Campus Bockenheim“, durch ein Zentrum ergänzt werden, das die kulturelle – auch interkulturelle – Vielfalt des Stadtteils und der ganzen Stadt reflektiert.
„Integration beginnt damit, sich zu sehen und kennen zu lernen. Ich wünsche mir noch mehr Angebote, die auf unterschiedliche Menschen gleichermaßen einladend wirken, die zum Verweilen und zur Begegnung anregen. Jugendliche und Künstler wünschen sich häufig mehr Freiräume – und ich mir einen gemeinsamen Ort der Vielfalt und der Kulturen“, zitieren die Initiatoren Frankfurts Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg.

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Ein Wintermärchen

Kompromisse – historisch Na, ist doch prima gelaufen. Nachdem in Hamburg die wohl entscheidenden Stimmen im Bundesrat flöten gingen, mit Scholz ein wortmächtiger Befürworter der sozialdemokratischen Jahrhundert-Reformen die Mikrofone dominiert, schon ist ein weiterer historischer Kompromiss gefunden. Keine Rede mehr von Mindestlöhnen, ebenso wenig von faulen Berechnungen. Die SPD ist in Geberlaune und die CDU [...]

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Wunschproduktionen

Die arabischen Länder stehen „plötzlich“ im Mittelpunkt westlichen Interesses, mit einem Mal wird hierzulande wahrgenommen, dass es dort so etwas wie eine Bevölkerung gibt, die sich anschickt, wenigstens ansatzweise ihre Schicksale in die eigenen Hände zu nehmen. Daran gewöhnt, in diesen Breiten lediglich gelenkte Massen zu verorten bzw. exotische Königreiche, die uns teuer Erdöl verkaufen [...]

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Blind Dates 16.2.- 21.2.

schlafmaske 16.2.
Mi, 16.2.

19.30, Klapperfeld: Asylsuchende auf der Weiterflucht in Europa – aktuelle Entwicklungen zur Dublin-II-Verordnung , Begleitprogramm zur Ausstellung »Residenzpflicht – Invisible Borders«: Vortrag und Diskussion von und mit Maria Bethke und Dominik Bender. Beide sind hauptberuflich mit der Beratung von Flüchtlingen befasst.
ab 20:30 Uhr: Mampf: BENHADSCHI feat. Krystoffer Dreps (tp,flh) Sebastian Flaig (perc,dr) Benjamin Wand (keyb) Felix Franzke (g) Simon Schorndanner (sax) .Im Land zwischen Jazz und Orient angesiedelt bewegt sich das Quintett zwischen lyrischen arabischen Weisen und expressiver Avantgarde. Urbane Klangflächen und schlichte Melodien verweben sich mit der hochkomplexen Rhythmik des Orients zu eigentümlichen Tongebilden. Von ihren Vorbildern John Zorn, Rabih Abou-Khalil und Jim Black gelöst haben die fünf Leipziger Musiker einen eigenständigen energiegeladenen Sound entwickelt. (Bandinfo)

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Nur noch kurz in FFM: “Frankfurt-Ausschwitz” u. “Invisible Borders”

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Ein Hinweis auf zwei Ausstellungen, die nur noch kurz in Frankfurt zu sehen sind:
Noch bis 23.2. “Frankfurt-Auschwitz” in der Paulskirche. Täglich zu besichtigen Die Ausstellung hat die Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti im Nationalsozialismus und dessen Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart zum Inhalt. Im Zentrum steht die Liquidierung des sog. Zigeunerlagers in Auschwitz-Birkenau am 2.8.1944 sowie die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte der Stadt Frankfurt am Main und ihrer Vorreiterrolle bei der Verfolgung der Roma und Sinti. 500 000 Roma und Sinti wurden durch Nationalsozialisten ermordet.

Noch bis 24.2.: Residenzpflicht – Invisible Borders« Im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt. Öffnungszeiten: Dienstag & Donnerstag: 17 – 20 Uhr; Mittwoch: 10 – 13 Uhr; Samstag & Sonntag: 15 – 18 Uhr. Eintritt frei, Spenden erwünscht! Die Ausstellung widmet sich auf anschauliche Weise der

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Der Spiegel im Fahrstuhl

den fahrstuhlspiegel des altersheims ziert neuerdings ein weißes bettlaken. kurz überlege ich, ob es sich hier um ein trauerritual für jemand verstorbenes handelt, aber mein vater erzählt mir, dass eine seiner nachbarinnen, frau l., begonnen hätte, mit dem spiegel zu reden. da sie sich dabei so aufregte, wurde das tuch darüber gehängt. der unordentliche faltenwurf [...]

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Adorno zum Tode Peter Alexanders

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Peter Alexander war der Pausbacken gewordene Traum, für immer 12 Jahre alt sein zu dürfen plus einer spezifisch Wienerischen Art der irgendwie augenzwinkernden Realitätsverleugnung. Er sang Ende der 60er “freche Songs” wie : “Komm und bedien Dich bei mir”, und blieb doch immer selbst der, der bedient, der Kellner vom immerweißen Rössel vom Wolfgangsee. Bei Stefan Raab u. Dieter Bohlen ist die Aufforderung “Bedien Dich!” zum Befehl an uns alle geworden. Beide mit prachtvollen Kiefern ausgestattet präsentieren sie das Amüsement der Konkurrenzgesellschaft, in der das Lachen sofort ins stressbedingte Zähneknirschen übergeht, und dieses wiederum ins Lachen übergehen MUSS- wenn man cool sein will. Das berühmte “Fun ist ein Stahlbad” Adornos ist erst JETZT in Zeiten der Dschungelcamps und Human-Trash-Castings endgültige Realität geworden.
In die Vorpubertät der Republik, die Peter Alexander verkörpert hat, führt kein Weg zurück. Und -um einen Berliner Bürgermeister zu zitieren: “Das ist gut so”.

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Our Song for Egypt

Aus aktuellem Anlaß: Our “Retro-song for Egypt”, nachdem dort steinalte, aber wohl wohlwollende Generäle den Übergang zur Demokratie sicher stellen sollen: “You won´t fool the children of the revolution” von T.Rex mit der unsterblichen Zeile: “I´ve got an rolls royce, because it´s good for my voice”.

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Bund der Steuerzahler e.V.- Lobbyismus der Pfennigfuchser

Steuerzahler sind wir so ziemlich alle. Selbst wer kein eigenes Einkommen hat, wird auf jeder seiner Einkaufsquittungen die Mehrwertsteuer finden.
Und natürlich sieht niemand von uns es gerne, wenn dieses Geld unsinnig verschwendet wird.
Schließlich musste man für dieses Geld hart arbeiten, betteln, sich prostituieren, stehlen, dealen oder was auch immer.

Deshalb hat der Bund der Steuerzahler e.V. es sich zur Aufgabe gemacht, darauf zu achten, dass mit unseren Steuergeldern sorgsam umgegangen wird.
Das behauptet der Bund der Steuerzahler zumindest und genießt mit dieser Behauptung einen respektierten Status in der öffentlichen Meinung.

Das jährlich erscheinende „Schwarzbuch“ findet regelmäßig überwältigendes Echo in der öffentlichen Diskussion und die vom Bund der Steuerzahler betriebene Schuldenuhr erinnert uns medienwirksam an die steigende Pro-Kopf-Verschuldung.

Der selbstgewählte Anspruch des Bundes der Steuerzahler ist, eine Vertretung aller Steuerzahler in Deutschland zu sein.
Doch ist er das wirklich? Fühle ich als Steuerzahler mich von dieser Organisation wirklich vertreten?

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Zeichen der Zeit

Es häufen sich die Zeichen, die eine leichte Konfusion hervorrufen könnten,

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Bemerkenswertes – Zweite Februar-Woche 2011

Zur HartzIV-Diskussion, deren Länge und monetärer Umfang umgekehrt proportional zu Diskussion und Umfang des Bankenrettungspakets ist, gibt es hier nicht viel zu sagen.

Zufriedenheitsgarantie

Nur ein Dementi: es ist unrichtig, dass ein Redaktionsmitglied letzte Woche in einer Gastwirtschaft bei der Fressgass die Bemerkung eines Investmentbankers vernahm, dass er mit seinem gerade bewilligten Bonus die Erhöhung für Frankfurter HartzIV-Empfäger das ganze Jahr 2011 problemlos bezahlen könne, er aber nicht daran denke, eben dies zu tun.

Wir lassen es hier offen, was daran unrichtig ist.

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Politische Kriseninterpretation: welche Krise denn?

Die Bornheimer Tagung zum Krisenverständnis im Januar diesen Jahres bot unterschiedliche Thesen zum Verständnis der Krise – mit der allgemein geteilten Meinung, dass der “staatlich-ökonomische Komplex” hierzulande ein ganz geschicktes Krisenmanagement abgeliefert hat.

Überzeugende Konzepte?

Die Diskussion über diese Thesen berührte ein weites und anregendes Spektrum politischer Interpretation: es ging um Hirschs Infrastruktur und seine Relation zur faktisch herrschenden Ökonomie; die Frage der faktischen Schwäche von Lohnempfängern in Verhandlungen und Auseinandersetzungen; die Möglichkeit einer zunehmenden Delegitimierung des Kapitalismus – immerhin einem wieder akzeptierten Begriff; und den Zweifeln an der zu optimistischen Sicht von Frings, die den deutschen Korporatismus vernachlässigt und die Schwächen echter Opposition unterschätzt.

Bild: taz

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Medien-Kompass – Zweite Februar-Woche 2011

Bild: Huffington Post

War das wirklich ein Paukenschlag: das Flagschiff des “alternativen Web-Journalismus”, die Ikone der “Befreiung durch Breitband”, das US Zeitungs-Portal Huffington Post wurde verdealt, an AOL, einen globalen Medienkonzern. Für lächerliche 315 Millionen Dollar, die das private Budget von Ariana Huffington, eine der “100 enflussreichsten Personen” aufbessert. Passend vielleicht dazu die Lektüre: “warum es in den USA keinen Sozialismus gibt” – in verschiedenen Ausgaben, Büchern und Aufsätzen seit über 100 Jahren.

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Des Aufrufs letzter Teil

Schlussbetrachtungen

Aus dem bisher Gesagten lassen sich einige Folgerungen ableiten, Notwendigkeiten, die den Eintritt in die neue Zeit nicht als Katastrophe erfahren lassen, sondern als weiteren Schritt in der Menschheitsgeschichte markieren. Je konzentrierter und umfassender dies geschieht, umso stärker wird die Position sein, umso nachhaltiger die Stellung im globalen Wettbewerb gefestigt.

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Bemerkenswertes – Erste Februar-Woche 2011

Natürlich: die arabischen Revolten und Revolutionen rühren auch hier auf. Wie können die dumpfen islamistischen Massen plötzlich zivilisierte Dinge machen ? Plötzlich fällt es sogar auf, dass wir so zivilisierten Westländer beste Beziehungen zu den Despoten unterhalten, daß das demokratisierende Geplapper über “Aufklärung” andererorts sich im wesentlichen auf die Bedingungen unserer eigenen Befindlichkeiten, besonders derjenigen [...]

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Hungerkünstler und Burger

WarholHamburger

Die Punkte über dem u wurden nicht vergessen. Falls sich jemals jemand gefragt hat, wie es aussähe, wenn Franz Kafkas “Hungerkünstler” eine Burgerwerbung drehen würde -und in unserer Zeit wäre man auf jeden Fall an ihn herangetreten-: ich glaube, das Ergebnis wäre so ähnlich gewesen, wie in diesem Video von Andy Warhol, dessen Ironie sich kaum ermessen lässt.

Das Bemerkenswerteste sind hier die gefilmten Sekunden nach dem Essen:

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Der Gallus und die Chinesen

Eine globalisiertes Metropölchen wie Frankfurt wird von Kräften weiter Weltbereiche berührt, etwa von China oder von Schwarzafrika, sei es über Waren oder Immigranten. Die beiden könnten kaum weiter voneinander entfernt sein, kommen uns aber meistens über Medien etwas näher. “China” treffen wir bei Saturn-Hansa, mit Audio- und Video-Geräten; im Fernsehen tritt es als die expansive Wirtschaftsmacht auf, voll von Fabriken, ein Exportweltmeister, der angeblich die Welt gnadenlos mit Waren überschwemmt. Bei Schwarzafrika dagegen wird immer das gleiche, dazu konträre Schema ausgelöst: Niedergang, Krise, Elend, marodierende Warlords, Flucht und Immigration, besonders hierher. Was ist dran?

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Finanzamt entzieht “Zusammen-E.V.” die Gemeinnützigkeit

Das Finanzamt Frankfurt-Höchst hat dem Rödelheimer Verein “Zusammen E.V.” am 19.01.11 die Gemeinnützigkeit aberkannt. Damit kann der Verein, der sich seit vier Jahren als eine der wenigen unabhängigen Einrichtungen um Hartz IV-Empfänger, Arbeitslose etc. kümmert, keine Spendenquittungen mehr ausstellen.

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Aufruf (5)

Die Ware aller Waren
Nachdem wir uns jetzt mit Erfolg versprechenden Formen des Humankapitals beschäftigt und die Anforderungen an die Warenwelten untersucht haben, wollen wir die Ware aller Waren näher beleuchten. Die entscheidende Grösse, der wir heute Rechnung zu tragen haben, ist die Tatsache, dass Geld nicht mehr länger nur Ausdruck und Vergleichsgrösse der Güter darstellt, sondern selbst zur bestimmenden Ware geworden ist. Wen das an Dagobert Duck erinnert, liegt gar nicht so falsch.

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Merkel und das “Machtvakuum” in Ägypten

Leupold Vakuumpumpe Leipzig 1709
Hier eine Nachricht für alle augenzwinkernden “Angie”-Fans: Unsere Kanzlerin wandte sich im guten Einvernehmen mit allen anderen westlichen Regierungschefs heute , nach einer Woche mit über einer Million Demonstranten, nach einer frieddlichen Revolution, wie sie die arabische Welt noch nie gesehen hat, GEGEN RÜCKTRITTSFORDERUNGEN GEGENÜBER MUBARAK u. warnte vor einem “MACHTVAKUUM IN ÄGYPTEN”. In der Tat: Was kann es nach 30 Jahren Diktatur schlimmeres geben als ein “Machtvakuum”? Oder einen andereren Präsidenten? Hat Mubarak sich nicht große Verdienste erworben, nämlich ein geschätzten Privatvermögens von 70 Milliarden Dollar? Hat er nicht durch seine Behörden im Auftrag der USA Terrorverdächtige in einer Weise verhören lassen, die im Land of the Brave and free selbst so nicht möglich gewesen wäre? So wurden nach Berichten von Amnesty International Frauen von Regierungskritikern gefoltert, um sie zu Aussagen gegen ihre Liebsten zu motivieren. Elektroschocks, schwere Schläge, Tritte in den Unterleib, Vergewaltigungen gehören zu dem Standardrepertoire eines jeden ägyptischen Polizeireviers gegenüber kleinen Dieben, mutmaßlichen Islamisten, linken Studenten oder auch Taxifahrern, die sich aus Versehen mit der Polizei anlegen. Gerne wird das Opfer danach noch wg. Widerstand gegen die Staatsgewalt verknackt. Und was ist ist mit der guten alten Sitte, Verdächtige an Deckenventilatoren aufzuhängen, um sich damit ein wenig Frischluft in der heißen Polizeistube zu verschaffen?

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“Offenes Haus der Kulturen” in Bockenheim

Am 2.2.fand die Gründungsversammlung zum “Offenen Haus der Kulturen” statt. Der Verein soll zum Erhalt des Studierendenhauses/ Campus Bockenheim für kulturelle und politische Veranstaltungen, zur Umnutzung nach dem Umzug des AStA auf den IGFarben Campus nach dem Motto “Kultur für Alle, Kultur mit Allen” beitragen. MitstreiterInnen der BI “Ratschlag Campus Bockenheim” unterstützen diese Aktivitäten und werden in den nächsten Wochen und Monaten alle Hände voll zu tun haben, um notwendige Formalitäten zu erledigen, Veranstaltungen im Studi-Haus zu organisieren und sich auch mit den politischen Entscheidungsträgern auseinanderzusetzen.

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Blind Dates 5.2.-13.2.

xxl-schlafmaske-fussball
Sa 5.2.

ab 9 Uhr Zusammen EV. Alt Rödelheim 12: Die umtriebigen guys and girls von Zusammen Ev. laden ein zur Kommunalwahlkampagne unter dem Sloagn: Kreuzchenmachen reicht nicht. Sie sagen: “Am 27. März finden Kommunalwahlen statt. Das reißt viele nicht vom Hocker. Wir wollen in einer Plakatkampagne deutlich machen, dass es darauf ankommt, sich zu organisieren, um etwas zu verändern. Das wollen wir beispielhaft an den im Verein relevanten Themen deutlich machen. Dazu gehören die Themen Wohnen, Erwerbslosigkeit und Niedriglohn, Rassismus. Die Kampagne soll stadtweit hängen und alle Menschen ansprechen, die auch denken, dass es notwenig ist, die Dinge in die Hand zu nehmen und es nicht reicht, ein Kreuzchen zu machen.

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“Tante Emma”- Vom Sturz einer 68er-Ikone

Ihr Alt-68er-Kollege Reiner Langhans hat es vorgemacht. Jetzt warten wir gespannt auf Alice Schwarzer. Wann wird sie endlich in den Dschungel gehen und ein erfrischendes Vollbad in Kakerlaken nehmen? Einen Känguruhoden wird sie wohl eher nicht essen. Dies fände sie wahrscheinlich frauenverachtend und erniedrigend. Aber wie wäre es mit dem Gesäuge eines Stinktierweibchens?

Zuzutrauen wäre es ihr, denn zu schade ist sie sich ohnehin nicht mehr für Vieles.

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Islamismuspanik = Durchschaubare Propagandalüge

Der Islamismus ist eine Gefahr, darüber sind sich offensichtlich (fast) alle Vertreter der herrschenden Schichten in Deutschland einig. Schließlich werden mit der Gefahr des Islamismus eine ganze Reihe von kriegerischen Handlungen gegen andere Völker und repressiven Maßnahmen gegen die eigene Bevölkerung begründet.

So verging seit 9/11 vermutlich kein Tag an dem die Bedrohung durch den Islamismus nicht in unseren Medien thematisiert wurde.

Doch: Ein Lügner ist der, der selbst nicht glaubt, was er erzählt. Und dies scheint zumindest auf die führenden Politiker der großen Volksparteien zuzutreffen.

Denn wer würde jemandem, der ihn ernsthaft bedroht, Waffen verkaufen? Wahrscheinlich niemand, der noch bei klarem Verstand ist.

Dies lässt den Schluss zu, dass unsere führenden Politiker entweder ihren Verstand verloren haben oder sich durch den Islamismus gar nicht wirklich bedroht fühlen.

Ich glaube, es spielt ein Bisschen von beidem mit, wobei Letzteres klar überwiegt.

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