Frankfurter Gemeine Zeitung

Blind Dates 16.2.- 21.2.

schlafmaske 16.2.
Mi, 16.2.

19.30, Klapperfeld: Asylsuchende auf der Weiterflucht in Europa – aktuelle Entwicklungen zur Dublin-II-Verordnung , Begleitprogramm zur Ausstellung »Residenzpflicht – Invisible Borders«: Vortrag und Diskussion von und mit Maria Bethke und Dominik Bender. Beide sind hauptberuflich mit der Beratung von Flüchtlingen befasst.
ab 20:30 Uhr: Mampf: BENHADSCHI feat. Krystoffer Dreps (tp,flh) Sebastian Flaig (perc,dr) Benjamin Wand (keyb) Felix Franzke (g) Simon Schorndanner (sax) .Im Land zwischen Jazz und Orient angesiedelt bewegt sich das Quintett zwischen lyrischen arabischen Weisen und expressiver Avantgarde. Urbane Klangflächen und schlichte Melodien verweben sich mit der hochkomplexen Rhythmik des Orients zu eigentümlichen Tongebilden. Von ihren Vorbildern John Zorn, Rabih Abou-Khalil und Jim Black gelöst haben die fünf Leipziger Musiker einen eigenständigen energiegeladenen Sound entwickelt. (Bandinfo)
www.myspace.com/benhadschiquintett

Do, 17. 2.
19.30 Uhr, Club Voltaire: Afrika trifft Deutschland: Film und Diskussion mit den Darstellern Im Mittelpunkt des Films steht Brian Otanga, ein junger afrikanischer Mann. Er wurde von seiner Familie nach Deutschland geschickt, damit er für sein Leben eine neue Perspektive findet. Er lebt mit seinen Kumpeln in einer WG. Eines Tages schafft er es, zu einem Bewerbungsgespräch für eine Festeinstellung eingeladen zu werden. Jedoch kommt er zu spät zu diesem Termin… Brian erlebt eine weitere Frustration in seinem „neuen“ Leben. Dennoch glaubt er an eine positive Zukunft, denn „morgen ist ein anderer Tag …“Drehbuch von Lynda Hamelburg. Der Film dauert 20 Minuten.Der Film wurde in einer Zusammenarbeit des Forum für mehr Integration e.V., des Amts für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt und Chroma Media produziert. Veranstalter: Forum für mehr Integration in Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire Eintritt: 2,- €

Ponyhof TUSQ Indie, Einlass: 21 Uhr

Fr. 18.2.

Hafen2 Offenbach Film: Die Träumer. Werkstatt, Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr. Nachtcafé: tba. Café, ab 22 Uhr
Mampf: 20:30 Uhr BUKUSIC-QUARTET feat. Filippo Orefice (sax), Sreten Bukusic (p), Rudolf Stenzinger (b), Bastian Roßmann (dr) – „BeBop-Klassiker, gespielt von einem international besetzten Quartett mit jungen Top Musikern!“ (Eugen Hahn, Jazzkeller Ffm)

ExZess ab 21 Uhr Punkrock-Kneipenabend: 25 Jahre ExZesse, kaltes Bier und Longdrinks, wer als Punker kommt, bekommt ein Jungberbercocktail gratis!
Sinkkasten ab 21 Uhr Garagenrock- und Punk’n’Roll-Abend mit THE DUST TONES (Country-Garage-Rock’n’Roll aus Frankfurt/M) + MONKEY SUITE (Punk’n’Roll aus Frankfurt/M) + THE CURSE (Garagepunkrock aus Stockholm)

Sa 19.2.
Klapperfeld, »Faites votre jeu!« 20 Uhr // »Reise ohne Rückkehr – Endstation Frankfurter Flughafen« Film über den sudanesischen Flüchtling Aamir Ageeb, der 1999 an Bord einer Lufthansa Maschine abgeschoben werden sollte, sich wehrte,und dabei von BGS Beamten erstickt wurde. Der Regisseur Güclü Yaman wird bei der Vorführung anwesend sein. Infos zum Film auf: www.journeyofnoreturn.com

Hafen2 „Hafen 2 wird sieben“-Festival. Gesamtes Gebäude. Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr. Alphabetischer Überblick: Ana (München) (DJ-Set) + Astrid Rieger (Berlin) (Film) + Bernd Thiele (Film) + Daniel Müller (DJ-Set) + Eyetrap (Visuals) + Frankie Patella (Essen) (DJ-Set) + Freitagsküche (Küche) + Interim.Shop (Saisonstart) + Juju & Jordash (Amsterdam) (Konzert) + Julia Wahl (DJ-Set) + Katja Kämmerer (Performance) + Kitty Solaris (Berlin) (Konzert) + Klein (Hamburg) (Konzert) + Krystyna (DJ-Set) + Meligrove Band (Toronto) (Konzert) + Michael Gottscheck, Daniel Brettschneider (DJ-Set) + New Idea Society (New York) (Konzert) + Oh No Oh My (Austin) (Konzert) + Rushmore (Hafenkino) + Sibylle & Yvette (DJ-Set) + Steffi Hahn, Gallomago (Küche) + Striving Vines (Arhus) (Konzert) + Stuck in a Groove (Wien) (Phonovideoperformance) + Tomás Dzadon (Prag) (Ausstellungseröffnung) + Working for a Nuclear Free City (Manchester) (Konzert) + Xanda (Fotografie) + Yore-Records: Andy Vaz (Köln) + Young Hare (Konzert)

Leo Pinkertons Kunstkabinett (Assenheimer Str. 17-19, Frankfurt) 20 Uhr Dirk HuelsTrunk: ANALFABET – Sound Poetry Loops. Spoken Words, Geräusche, Wortloops, Sprechfragmente, Rhythmen live gemixt. Eine Hörcollage an der Grenze von Text und Musik. Infos: leopinkertonskunstkabinett.blogspot.com

So., 20.2.
11 Uhr Matinee im Cafe Wiesengrund: Integrationsverweigerer!?” – populistische Mythen und sozialwissenschaftliche Expertise mit Prof. Dr. Stefan Gaitanides: Die Etikettierung von Migrantengruppen – vor allem muslimischer Provenienz – als „Integrationsverweigerer“ irrlichtert seit der von Thilo Sarrazin losgetretenen Debatte durch die Lande. Wenn sich auch die politische Klasse und die Medien sich von Sarrazins soziobiologistischen, völkischen und rassistischen Ausfällen distanziert haben, herrscht doch bezüglich seiner Diagnose, „Multikulti“ und der Integrationsprozess seien gescheitert, in weiten Kreisen Übereinstimmung. Auf starke Resonanz stößt auch die Behauptung, Migranten seien größtenteils an ihrer Lage selbst schuld. Sie seien entweder „integrationsunfähig“ – auf Grund ihrer Qualifikationsdefizite und kulturellen Dispositionen – oder unwillig – auf Grund ihrer kulturellen oder siedlungsförmigen Abschottungstendenzen oder mangelhafter Leistungsbereitschaft.Die sozialwisschenschaftliche Migrations- und Integrationsforschung setzt sich seit Jahrzehnten mit der gar nicht so neuen Rede von der „Integrationsunwilligkeit und fähigkeit“ von Zuwanderern auseinander und konrastiert diese Stereotypen mit heoretisch fundierten und empirisch belastbaren Aussagen. Ist die Integration tatsächlich so gescheitert wie behauptet? Prof. Gaitanides war langjähriger Leiter einer sozialpädagogischen Einrichtung in München, dann Professor für „Soziale Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft“ an der FH Frankfurt Moderation: Prof. Reiner Diederich Mehr Info: www.wirtschaftsverbrechen.de; www.kunstgesellschaft.de Benefizveranstaltung: Eintritt € 5,00

Mampf, ab 20:30 DENKERSLOOT UPHOFF QUARTETT
Serge Donkersloot (ts), Mitja Skoberne (p), Hanko Uphoff (g), Erik Hein (b), Ernst Reich (dr) – Jazz -

Mo, 21.2.
18 Uhr: Diskussion im Vorfeld der Kommunalwahl mit Spitzenpolitikern Frankfurter Parteien zum Thema Wohnen Podium: CDU, Lothar Stapf / SPD, Klaus Oesterling / Die Grünen, Olaf Cunitz / Die Linke, Lothar Reininger / FDP, Elke Tafel-Stein / FAG, Dr. Dr. Rainer Rahn. Moderation: Claus Jürgen Göpfert, Frankfurter Rundschau. Veranstaltungsort: “Raum für Kultur”, Im Mainfeld 6, Frankfurt-Niederrad. Weitere Informationen:  DGB Region Frankfurt-Rhein-Main
Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77
60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069 – 27 30 05 – 72
Fax: 069 – 27 30 05  – 79
E-Mail: Frankfurt-Main@dgb.de


Nur noch kurz in FFM: “Frankfurt-Ausschwitz” u. “Invisible Borders”

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Ein Hinweis auf zwei Ausstellungen, die nur noch kurz in Frankfurt zu sehen sind:
Noch bis 23.2. “Frankfurt-Auschwitz” in der Paulskirche. Täglich zu besichtigen Die Ausstellung hat die Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti im Nationalsozialismus und dessen Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart zum Inhalt. Im Zentrum steht die Liquidierung des sog. Zigeunerlagers in Auschwitz-Birkenau am 2.8.1944 sowie die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte der Stadt Frankfurt am Main und ihrer Vorreiterrolle bei der Verfolgung der Roma und Sinti. 500 000 Roma und Sinti wurden durch Nationalsozialisten ermordet.

Noch bis 24.2.: Residenzpflicht – Invisible Borders« Im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt. Öffnungszeiten: Dienstag & Donnerstag: 17 – 20 Uhr; Mittwoch: 10 – 13 Uhr; Samstag & Sonntag: 15 – 18 Uhr. Eintritt frei, Spenden erwünscht! Die Ausstellung widmet sich auf anschauliche Weise der restriktiven deutschen Asylpolitik. Vor allem die Auswirkungen der im Hinblick auf Bewegungsfreiheit und Menschenwürde höchst fragwürdigen Residenzpflicht werden hier erfahrbar. Ergänzend zur Wanderausstellung wird es im Klapperfeld außerdem verschiedene Veranstaltungen geben, welche sich kritisch mit dem Themenkomplex ›Asylpolitik‹ beschäftigen.In einer begehbaren Installation aus Infowänden, Architekturmodellen, Audio- und Videofeatures vermittelt die Ausstellung einen Eindruck vom beklemmenden Alltag von Flüchtlingen in Deutschland. Sie beschreibt die abstrakten Techniken zur Überwachung von Raum und Bewegung, wie etwa der Beschränkung des Aufenthalts für Menschen im Asylverfahren oder mit Duldung auf den jeweiligen Landkreis oder das Bundesland – die sogenannte Residenzpflicht. Ausführlich kommen auch die Betroffenen selbst zu Wort. Sie berichten, was es bedeutet, der deutschen »Ausländerpolitik« ausgesetzt zu sein, aber auch wo im Alltag Widerstand geleistet werden kann und muss. Dieser doppelte Zugang ermöglicht es auch Menschen, die nicht selbst von der Residenzpflicht betroffen sind, deren Auswirkungen nachzuvollziehen und das Ausmaß der Ausgrenzung zu begreifen.Die Wanderausstellung »Residenzpflicht – Invisible Borders«, ursprünglich 2009 konzipiert, sorgte bereits damals deutschlandweit für Aufmerksamkeit. In der Nacht zum 23. Januar 2010 wurde sie jedoch durch einen von Neonazis verübten Brandanschlag auf das »Haus der Demokratie« in Zossen vollständig zerstört. Statt wegen dieses feigen Anschlags zu resignieren, fanden sich schnell wieder engagierte Menschen für die Neukonzeption und den Wiederaufbau der Ausstellung zusammen. Inhaltlich erweitert und unter Einbeziehung weiterer Arbeiten wurde die Ausstellung in neuer Form bereits im Juni 2010 in Berlin wiedereröffnet. Seit dem war sie in Potsdam, Hannover, Frankfurt an der Oder, Cottbus und Köln zu Gast.


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