Frankfurter Gemeine Zeitung

Wir kapitulieren nicht mehr! Stoppt den politischen Katholizismus!

Henryk M. Broder hat gewonnen und ich bin endgueltig überzeugt: Eine allzu freizügige Auslegung der Religionsfreiheit stellt eine Gefahr für die Demokratie und den gesamten Wertekanon unserer Gesellschaft dar.
In diesem Sinne stimme ich nun in die “Kritik der reinen Toleranz” mit ein und rufe voll festester und unerschütterlichster Überzeugung “Hurra wir kapitulieren nicht mehr!”.

Ab jetzt ist Schluss mit dem Appeasement gegenüber religiös motivierten Radikalen, die Frauen unterdrücken, mittelalterliche Zustände herbeiwünschen und einen antidemokratischen Führerkult betreiben! Keine falsche Toleranz mehr für jene, die antisemitische Tendenzen fördern oder nicht bereit sind, sich von diesen entschieden genug abzugrenzen.
Vorsintflutliche Rituale haben in unserer Gesellschaft nichts verloren!
Demokratie muss wehrhaft sein!

Und die wohl größte existenzielle Bedrohung für die Demokratie ist nichts anderes, als der politische Katholizismus.
In Anlehnung an eine andere kreative Wortschöpfung unserer Medienlandschaft möchte ich diesen fortan nur noch „Katholismus“ nennen. In Bezug auf andere Religionen werden solche verkürzenden Wortschöpfungen ja auch gebraucht.
Und es trifft den Kern der Sache:
Denn schließlich habe ich absolut nichts gegen den einzelnen fortschrittlichen und friedlichen Katholiken, doch ich denke, dass sich die Mehrheit dieser eben nicht entschieden genug gegen die radikalen Katholisten abgrenzt.

Außerdem bin ich der Überzeugung, dass man sich, wenn einem die politische Korrektheit der katholenverstehenden Gutmenschen nicht völlig die Sinne vernebelt hat, eingestehen muss, dass der Katholizismus als solcher mit den Idealen einer freiheitlichen und demokratischen Zivilgesellschaft unverträglich ist.

Als Beispiel sei hier nur der Führerkult um den Papst zu nennen, der sich eine absolute und gottgegebene Autorität anmaßt, bis zu dem Punkt, dass er sogar Unfehlbarkeit für sich beansprucht; etwas das nicht einmal Pol Pot oder Saddam Hussein in dieser Form taten.
Frauen ist in der katholistischen Ideologie nicht nur die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit (z.B. durch Sex vor der Ehe) verwehrt, sondern auch die Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper.
Katholistische Fundamentalisten fordern sogar, dass eine von ihrem eigenen Vater vergewaltigte Minderjährige einen aus der Vergewaltigung resultierenden Fötus austragen müsse.
Wer denkt am Frauenbild der katholischen Kirche habe sich in den letzten tausend Jahren etwas Grundlegendes geändert, der soll nur einmal lesen, welche Lösungen zur “Frauenfrage” (ja, er nannte es wirklich so) dem greisen Oberguru der katholischen Kirche in seinem “Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt” einfielen.

Gewalt hat in der katholischen Kirche eine lange Tradition, ja man kann mit einiger Sicherheit sagen, dass der katholische Glaube in einem Ausmaße auf den Spitzen der Schwerter unter die Völker getragen wurde, wie keine andere Religion der Welt.

Ganz im Geiste des Totalitarismus beansprucht die katholische Ideologie, alleingültig und alleinseligmachend zu sein.

Auch erwähnenswert sind sicherlich, die in vielen katholisch geprägten Ländern vorkommenden, Folterpraktiken, die unter dem euphemistischen Begriff “Exorzismen” geführt werden.

Einen erschütternden Einblick in die Gedankenwelt radikaler Katholisten eröffnet das Portal kreuz.net, welches sich in seitenlangen Beschimpfungen von Homosexuellen und weltfremden Forderungen nach einem christlichen Gottesstaat ergeht.

Die besondere Gefahr des Katholismus liegt aber nicht nur in der Radikalität seiner Ansprüche, sondern darin, dass er nicht aus dem Schattenreich der Parallelgesellschaften, sondern viel mehr aus der Mitte unserer Gesellschaft agieren kann, ja sogar unseren Staat zum willfaehrigen Handlanger seiner fortschrittsfeindlichen Agitation macht.
Dies laesst mir den Katholismus weit bedrohlicher erscheinen, als vergleichbare Tendenzen im Schamanismus, Islam, Buddhismus oder Hinduismus.
Der verderbliche Einfluss geht sogar so weit, dass der Staat die Mitgliedsbeitraege der katholischen Kirche ueber den Fiskus einzieht und damit in Kauf nimmt, dass ein Teil dieser Beitraege direkt oder indirekt auch katholistischen Organisationen, wie der “Deutschen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum e.V.”, “Opus Dei” oder auch den “Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ zu Gute kommt.
Letztere rückten vor allem dadurch in den Blick der Öffentlichkeit, dass sie in einer von ihnen geführten Realschule im bayrischen Auerbach alle Seiten über Sexualkunde aus den Biologiebüchern herausrissen und Schüler als „Werkzeuge des Satans“ bezeichneten, weil sie am Freitag in den Tanzkurs gingen.
Was indessen die „Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition Familie und Privateigentum von parlamentarischer Demokratie” hält, wird hier unter diesem Link deutlich.
Dort wird unter anderem ein Buch beworben, welches den Titel trägt “Der Adel und vergleichbare Eliten” von einem Plinio Corrêa de Oliveira.
Auf der Seite ist dazu zu lesen: “Schließlich stellt er die päpstliche Lehre heraus, die besagt, dass allein die authentischen Eliten wirkliche Lösungen für die schweren Probleme unserer Tage anbieten können. Es sind die Probleme religiöser und sittlicher Natur, die heute die Grundlagen der christlichen Zivilisation zerstören und sogar die katholische Kirche selbst zu erschüttern drohen. Daher hat gerade der Adel, die Elite schlechthin, die jahrhundertelang die Geschichte der Christenheit geprägt hat, eine wichtige, ja unentbehrliche Rolle bei der Gestaltung unserer heutigen Welt.”
Plinio Corrêa de Oliveira ist auch der Verfasser einer grotesken Kampfschrift namens “Revolution und Gegenrevolution”, in der es offen ausgesprochen wird, dass eine demokratische und pluralistische Gesellschaft mit dem katholistischen Weltbild unvereinbar ist: “Unter Ordnung aber verstehen wir den Frieden Christi im Reiche Christi; das heißt, eine strenge, hierarchische, wesenhaft sakrale, antiegalitäre und antiliberale christliche Kultur.“

Die Infiltration unserer Zivilgesellschaft durch katholistisches Gedankengut geht sogar so weit, dass an sogenannten „stillen Tagen“ in vielen Bundesländern nicht getanzt werden darf und dieses Verbot auch gegenüber Andersgläubigen wie Moslems, Diskordianisten oder Anhängern des Fliegenden Spaghettimonsters durchgesetzt wird.
Man stelle sich vor, was hierzulande los waere, wenn Moslems fordern wuerden, dass man hier in Deutschland auch als Christ tagsüber an Ramadan nichts essen dürfe.

Fairerweise muss man allerdings hinzufügen, dass in manchen Bundesländern auch protestantische Feiertage wie der Reformationstag stille Feiertage sind. (Unverständlich ist mir dies, da doch eigentlich jeder Tag an dem die katholische Kirche eins auf die Mütze bekam, ein Grund für ausgelassenste Tänze und rauschende Feste sein sollte)
Wenn man aber die Gesamtgewichtung der Feiertage betrachtet, ist klar, dass die katholische Kirche die Nase vorn hat.

Und der Katholizismus, sowie der mit ihm einhergehende Katholismus hat prominente Fürsprecher:
Wenn eine Angela Merkel auf einem CDU-Parteitag fordert, es müsse nicht ein Weniger an Islam, sondern ein Mehr an Christentum geben, so schließt dies nach der CDU-Definition von Christentum den Katholizismus und damit auch den ihm immanenten Katholismus mit ein, auch wenn sich natürlich trefflich darüber streiten ließe, ob der absurde römische Heiligen- und Reliquienkult irgendwelche Gemeinsamkeiten mit dem Christentum hat.

Katholische Politiker sind in den höchsten Ämtern allgegenwärtig, wie unter anderem diese Seite hier zeigt.

Wenn ich nun also den Katholismus als deutlich gefährlicher als den Islamismus bezeichne, dann mag man mir entgegenhalten, dass der Katholismus keine Ehrenmorde begehe und keine Bomben lege.
Doch wer dies ernstlich behauptet, der irrt.

1. Haben Katholisten es nicht nötig Bomben zu legen, da sie unsere Gesellschaft seit ewigen Zeiten derart infiltriert haben, dass solche brachialen Mittel für sie eher kontraproduktiv waeren. An der Bereitschaft im Zweifel eben doch Bomben zu legen, lassen Katholisten keinen Zweifel.

2. Ist es noch gar nicht lange her, dass die katholistische Terrororganisation IRA Bomben legte.

3. Möge der, der behauptet, radikaler Katholismus kenne keine Ehrenmorde, doch einmal versuchen, die Tochter eines (erzkatholischen) Paten der Cosa Nostra zu entjungfern.


Ein Kommentar zu “Wir kapitulieren nicht mehr! Stoppt den politischen Katholizismus!”

  1. Allencarty

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