Komplette Einhausung A 66 und A 661 im Frankfurter Osten
Stadt muss Bund in die Verantwortung nehmen
Zum Vollausbau der Ostumgehung Frankfurt A 66/A 661, A 66 Riederwaldtunnel, Autobahnkreuz Frankfurt Ost.

Das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn verfolgt mit großer Aufmerksamkeit die laufenden Koalitionsverhandlungen von CDU und Grünen für die künftige Regierungszeit in Frankfurt. Die Bürgerinitiativen und Umweltverbände, die sich seit Jahrzehnten kritisch mit dem Autobahnbau im Frankfurter Osten auseinandersetzen, erwarten von Grünen und CDU, dass sie ihren hehren Worten Taten folgen lassen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen – wie vor der Kommunalwahl stets betont – tatsächlich an der Gestaltung der Stadt Frankfurt aktiv beteiligt werden und auch auf die Planung von Großprojekten Einfluss nehmen können. Dem Schutz der Umwelt wie auch der Lebensqualität in Frankfurt muss insbesondere im Frankfurter Osten künftig stärkere Beachtung geschenkt werden.
In offenen Briefen appelliert das Aktionsbündnis an die alten und künftigen Koalitionspartner CDU und Grüne bzw. deren neu gewählte Stadtverordnete, den Schutz der vom Autobahnbau im ganzen Frankfurter Osten betroffenen Bevölkerung von sechs Stadtteilen bzw. Wohngebieten wie auch des gesamten östlichen Grüngürtels in den Koalitionsvereinbarungen unter allen Umständen fest in ihrem Koalitionspapier zu verankern.
Das Aktionsbündnis verweist dabei auch auf die Ankündigung von von Helmut Heuser (CDU), Stefan Majer (Grüne) und ihrem Parlamentskollegen Oesterling (SPD) vom 16. März 2011 im Rahmen der von den Bürgerinitiativen veranstalteten Podiumsdiskussion „Komplette Einhausung der Autobahnen A 66 und A 661 im Frankfurter Osten“ , dass ein Gutachten zur Prüfung der Machbarkeit einer Einhausung auch im südlichen Teil der A 661 zwischen Seckbacher Lärmschutzgalerie und Anschlussstelle Frankfurt Ost erstellt werden soll.
Nach Auffassung des Aktionsbündnisses ist dabei nicht nur das Autobahndreieck Erlenbruch und die A 66 bis zur westlichen Ausfahrt Riederwaldtunnel einzubeziehen, sondern auch der östliche Abschnitt der A 66 bei Bergen-Enkheim und Fechenheim. Eine Zweiklassengesellschaft werden die Betroffenen nicht akzeptieren.
„Die Einhausung muss bei Anbindung der A 66 an die A 661 stehen. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen“, betont Friedhelm Ardelt-Theeck, Sprecher des Aktionsbündnisses. „Deshalb erwarten die Bürgerinitiativen, dass sie in Bezug auf die Festlegung der Bedingungen bzw. Kriterien für das geplante Gutachten und die nächsten Schritte mit einbezogen werden. Wir halten die beiden vorliegenden Gutachten der Stadt Frankfurt bzw. des Landes Hessen zur Lärmbelastung im nördlichen Abschnitt der A 661 für fehlerhaft und fordern neue Gutachten. Um keine Zeit zu verlieren, dürfen jetzt keine halben Sachen mehr gemacht werden.
Auch die unverständliche Tatenlosigkeit wie bei der Hallgartenschule muss ein Ende finden und der Bund endlich in die Verantwortung genommen werden. Uns steht Schutz vor Lärm und Schadstoffen zu! Wir fordern auch, dass die Stadt sich endlich zum Wohle aller hinter die Kläger stellt!
F. Ardelt-Theeck (BVN e.V.)
Sprecher des Aktionsbündnisses Unmenschliche Autobahn (AUA)














Bild: Serviceplan Berlin




