Frankfurter Gemeine Zeitung

Die Welt des schönnen Scheins – neues Unsortiertes

Varkala + 026

Das erste Ziel junger Frauen in Italien ist es ins Fernsehen zu kommen, dies mit voller Unterstützung der Mütter, Studium oder ähnliches ist was für Hässliche oder leicht bescheuerte. Da wundert es wenig, dass 70 % der befragten Frauen mit dem „Cavaliere“ in die Kiste hüpfen würden, immerhin besitzt er ja die in Frage kommenden Fernsehsender. Es ist immer die Rede vom Macho-Gehabe der dunkel gelockten Typen, derentwegen Rimini fest in deutscher Hand war, doch wird seitens der Frauen die Lücke nun endlich geschlossen, womit sich Italien brüsten kann, das erste Land in Europa zu sein, indem sich die Durchseuchung vollendet hat, deren Kennzeichen die Abwesenheit jeglicher höheren Funktion des Zentralnervensystems ist. Ein glückliches Land, in dem junge Frauen mit wohlgeformten Ärschen und Titten wackeln, Männer ständig eine Hand im Schritt haben – wobei nur die Frage ist in welchem – Großeltern in der Kirche für das Seelenheil ihre Angehörigen nachsuchen), der Papst aus dem Fenster deliriert und den Rest der Welt mit Parmaschinken und anderen hochgradig verseuchten Lebensmitteln auf sein Niveau zu heben sucht.

Es hat etwas gedauert, doch jetzt hat Spiegel Online endlich die Mauer des Verschweigens gebrochen: die professionelle Stellungnahme zu den „wirklichen“ Gefahren der Atomkraft hat die Deutschen erreicht. Jener ominöse Robert Peter Gale  (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,754931-2,00.html), der schon Tschernobyl in Grund und Boden gerechnet hat, übernimmt die Zahlenhoheit in Fukushima. Da fällt uns gleich ein ganzes Gebirge vom Herzen. Wir lernen, dass Solarenergie wahrhaft teuflisch ist, denn dazu braucht man Kupfer und um jenes zu erlangen muss man Uran freisetzen. Und im Bergbau sterben die Menschen wie die Fliegen. Was sind da die paar tausend, liebe Deutsche so die Botschaft seht das alles doch mal in der richtigen Relation und gackert nicht so rum.  Tja, umsonst ist der Tod und der kostet das Leben. Ansonsten hat das mit den Jod-Tabletten in Japan prima funktioniert. Prostitution kann in der Tat zu einem gesellschaftlich relevanten Problem werden, besonders im akademischen Mäntelchen.

Jetzt auch noch das (Heute Nachrichten v. 12.04. um 14 Uhr): die Königin der Niederlande ist auf Besuch in Berlin – zusammen mit den edlen Knappen der holländischen Wirtschaft. Und nachdem sie artig dem Wulff die Hand gereicht, ist sie auf nach Neukölln. Richtig gehört: nicht in den Zoo, auf in den Kiez. Wahrscheinlich hat ihr Jungchen die New York Times gelesen und gedrängelt: „Da will ich unbedingt hin.“ So werden jetzt prä-Gentrifizierungsbezirke unsicher gemacht. Na ja, so lange es sie halt noch gibt, wer weiß das schon. Statt Gorillas, die ja unter Artenschutz fallen, gibt es halt Neuköllner. Ob sie unter den Schutzschirm kriechen können dereinst, steht dahin. Immerhin ist der WWF in den Niederlanden (Prinz Bernhard, der alte Schlingel) eine einflussreiche Größe der Zivilgesellschaft.

Welch bekanntes Szenario, erinnert verdammt an den Balkankrieg. Hier die heroischen Widerstandskämpfer, dort die „Wirtschaftsflüchtlinge“. Und mitten drin der Vorkämpfer der Freiheit, Innenminister Friedrich. Wie immer in solchen kritischen Situationen fest vereint mit unserem Österreich, Grenzen zu – zumindest in einer Richtung. Da wünscht sich manch einer , Gaddafi hätte es nicht übertrieben, so ein bisschen Freiheit und keinen rausgelassen. Deutschland hat sich enthalten, das muss es jetzt konsequent fortsetzen und beileibe auch keinen Flüchtling, und dann noch von den Italienern. Tja, Berlusconi muss sich um seine Prozesse kümmern da könnten ihm doch die Kollegen ein paar von diesen Kerlen abnehmen. Recht hat er, der Friedrich, das sollen die Afrikaner – das ja bekanntlich südlich der Alpen beginnt – ruhig unter sich ausmachen. Ausserdem reicht es auch, dass ab Mai die ganzen Polen hier einfallen. (nein, das ist keine Revanche für den Überfall damals).

Momentan bin ich im Kopf genau so unsortiert wie dies die Überschrift verspricht, denn ich habe unseren Aussenminister gesehen und gehört (Heute 12.04. 19 Uhr). „Wir nehmen an keinem Krieg teil, aber wir decken die humanitäre Hilfe (mit Soldaten) ab.“ Meine Damen und Herren, das hat den Geruch von Afghanistan. Da waren es halt die Interessen und Werte. Jetzt führen wir wieder keinen Krieg, darum schicken wir Soldaten hin – zu Fuss. Super, diese Regierung, sie hat sichere Kraftwerke und macht ein Moratorium, sie hat Soldaten, um keinen Krieg zu führen. Sicher werden die dann in die einschlägigen Mittelmeer-Klubanlagen geschickt. Das hilft auch der Anwerbung für die künftige Berufsarmee, denn noch will da keiner hin. Eine Sache für den Innenminister, so wegen Integration.

Wahre Finnen, die sind aus den Wäldern gekommen und zu den Urnen gestürzt. Ein Troll-König hatte ihnen erzählt, der heimatliche Wohlstand sei in Gefahr und es gelte ebenjene Wälder und weite Sümpfe zu verteidigen. Wahre Finnen habe den Ruf gehört. Man munkelt, sie wollten die Gelder des „Rettungsfonds“ nur deshalb sperren, weil sie planen, einen Kanal von der Ostsee zum Eismeer zu bauen, damit Skandinavien endlich zu einer richtigen Insel wird. My home is my island. Von dieser Seite viel Erfolg.

Varkala + 045

P I D

(1)   Der Bundestag debattierte über Prä-Implantations-Diagnostik (PID) und wahrlich, es gibt gute Gründe, mit dieser Technologie des Lebens derzeit vorsichtig umzugehen. Wichtige >Problematiken können noch nicht befriedigend angegangen werden. Vor allem, ihre Nachhaltigkeit lässt zu wünschen übrig. Hier werden Wesen hergestellt, die fähig sind, sich später völlig unkontrolliert und aus eigenem Antrieb zu vermehren. Dies gefährdet den Zweck der Unternehmung. Solange es nicht gelingt wie bei Maultieren Sterilität zu gewährleisten, kann eine Generation bereits die Vorteile zunichte machen. Monsanto ist da auf dem richtigen Weg, deren Saatgut keimt genau einmal.

(2)   Die glückliche junge Frau und Mutter in ihrem ebenso hübschen Eigenheim erzählt uns von ihren Mühen, den Fahrten nach Brüssel (ARD Mittagsmagazin), dann hat es endlich geklappt. Wir fühlen mit du freuen uns über die kleinen Racker, die der ebenso nette Herr Papa stolz präsentiert. Und doch will jener Eindruck nicht weichen, dass bei rein darwinistischer Betrachtung, hier biologische Versager – ein anderer Begriff für solche Behinderungen – zu Wort kommt. Nun, wenn man (frau) dem eigenen Ideal so wenig gerecht werden mag, dann muss der Fortschritt helfen, egal wie. So kommen die Krücken zum Vorschein, die am anderen so empfindsam stören. Aber gut, die Wohnung ist endlich komplett eingerichtet.


6 Kommentare zu “Die Welt des schönnen Scheins – neues Unsortiertes”

  1. Hum

    Ich habe in einem Bericht vernommen, dass Frauen Berlusconi deswegen weiter in der Staatsführung sehen wollen, weil seine kleinen Geschichten immer etwas Abwechslung, Belustigung in den trsiten Alltag nringt. Wenn man sonst nix zu lachen hat, dann wenigstens über begabte Schausteller in Führungspositionen!
    Vielleicht sollte man Phänomene wie von Guttenberg auch mal so betrachten.
    Und Petra Roth ?

  2. Trickster

    Na ja, so witzig finde ich das nun auch wieder nicht und die Abwechslung kann frau sich sicher auch so verschaffen. Guttenberg allerdings war auf dem besten Weg zum Cavaliere, bei Frau Roth halte ich aber auc Trainingslager wie Heidi Klum für aussichtslos, ihr Terrain ist eher bei obskuren Vereinigungen wie dem Frankfurter Zukunftsrat.

  3. Wallacerhymn

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