Blind Dates 31.5.-5.6.
Di, 31. 5.
Campus Bockenheim, Hörsaal 1: Freier Welthandel mit unwürdiger Arbeit. Die IT-Zulieferer. Der Fall von Foxconn, dem Kontraktfertiger von Apple, Dell und Intel, hat seit Anfang 2010 negative Schlagzeilen gemacht, nachdem sich insgesamt dreizehn chinesische ArbeiterInnen aufgrund von extremen Niedriglöhnen, langen Arbeitszeiten und genereller Erniedrigung am Arbeitsplatz das Leben genommen haben. Dies und andere Fragen diskutieren: PD Dr. Boy Lüthje (Institut für Sozialforschung, Frankfurt) Sarah Bormann (Promovendin an der Universität Jena/ ex-WEED PCGlobal) Wolfgang Müller (IG Metall München
Dokumentarfilm & Gespräch 20 Uhr, Naxos-Kino: Waltz with Bashir Filmreihe „Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung“ (2) / Grenzen des Dokumentarfilms“ (1): von Ari Folman (Israel/Frankreich/Deutschland 2008, 83 Min.): In einem animierten Dokumentarfilm verarbeitet der israelische Regisseur und Drehbuchautor Ari Folman seine Erlebnisse als Soldat im Libanonkrieg Anfang der 80er Jahre. Als 19jähriger Sergeant der Infanterie kämpfte er an der libanesischen Westfront. Wie so viele andere hat auch er seine Kriegserlebnisse fast vollständig verdrängt. Doch die Erzählung von einem ständig wiederkehrenden Alptraum eines Freundes, in dem dieser von einer Meute zähnefletschender Hunde gejagt wird, die er im Krieg tatsächlich hatte töten müssen, weckt auch in ihm Erinnerungen an den Krieg. Die seltene Form des animierten Dokumentarfilm wurde in der Tat für „Waltz with Bashin“ erfunden. Zugleich ist es der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Ari Folmans Werk wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht. Unter anderem erhielt er 2008 den französischen Filmpreis César, den Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film und den Preis als bester Film bei den International Documentary Awards, Los Angeles. Auch für die Filmmusik ging der europäische Filmpreis 2008 an „Waltz with Bashir“.
Mi, 1. 6.
Club Voltaire, 18 Uhr: “Trademark”. Grafik und Objekte von Silvio Valpreda. Valpreda zeigt mit viel Ironie, dass im Kapitalismus alles käuflich ist: Krieg und Terror, aber auch hehre Werte wie Freiheit und Demokratie – ja selbst das „Nichts“ hat seinen Preis. Die Ausstellung ist bis zum 17.06.2011 im Club Voltaire zu sehen. Veranstalter: KunstGesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire
Club Voltaire 20 Uhr: The wrong Country Passport. Über eingreifende Fotographie.Vortrag mit Bildern von Silvio Valpreda, Turin: Valpreda hat u.a. die Ausstellung „Die Fotografie ist kein Telefon“ kuratiert. Veranstalter: KunstGesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire. Eintritt: 5,- /3,-/1,- Euro.
Do, 2. 6.
11 Uhr, Offenbach. Radrundfahrt zu jüdischen Friedhöfen in und um Offenbach Treffpunkt: 11 Uhr, alter jüdischer Friedhof, Bismarckstraße, Offenbach. Kontakt/Info: Geschichtswerkstatt Offenbach, Barbara Leissing, Offenbacher Str. 81, 63165 Mühlheim; Tel.: (06108) 82 49 05.
Sa, 4.6.
Themen-Radtour: Sozialsiedlungen – Abriss zwecks Aufwertung? Treffpunkt ist 13 Uhr an der Wörthspitze in Höchst: Der ADFC in Frankfurt am Main bietet am Samstag, dem 4. Juni, eine Radtour zu Sozialsiedlungen an, die durch Modernisierung bzw. Abriss aufgewertet werden sollen. Betroffene Mieter werden berichten, welche Umbaupläne ihnen vorgestellt wurden und wie der Konflikt bisher verlaufen ist. An der Strecke liegen auch zwei luxuriöse Wohnhochhäuser. Das eine gehört der städtischen Wohnungsgesellschaft, das andere entstand in einem Pilotprojekt durch Umbau eines Bürohochhauses. Die Strecke ist etwa 25 km lang und endet mit einer Einkehr in Bornheim.

















