Frankfurter Gemeine Zeitung

Ein Brief über Eifersucht

Werter Nebenbuhler,

der Du die Luft nicht wert bist, die Du atmest,
dessen Anwesenheit auf dieser Welt nicht mehr ist, als eine Laune der Natur, ein Scherz des Kosmos,
Dir, oh Geschmeiß sei die Zeit in den Armen meiner Liebsten nicht mißgönnt. Das Meer ist schön um diese Zeit in Griechenland… ersauf darin!
Du bist gesegnet, denn Du bist es nicht wert, Insekt genannt zu werden, Du bist es nicht wert, gequält zu werden, Seelenloser.
Soltest Du also, aus welchem Grund auch immer, allein zurück kehren, wird Dein Tod gnädig sein und schnell. Denn meine Ahnen harren Deiner schon. Erst dann werde ich Deinen Leichnam schänden, wie einst Achill den Hektor.

Dann werde ich mit Deinem Fell meine Trommeln bespannen, deine Därme auf meine Gitarre ziehen und Deinen Tod besingen,
Jahr um Jahr um Jahr, Malaka!

Damnatio Memoriae,

Ein Tatarenprinz


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