Frankfurter Gemeine Zeitung

Blind Dates 21.6. – 27.6.

Karneval-Date

21. Juni – Dienstag

La isla – Archive einer Tragödie. Regie: Uli Stelzner
Kino Naxos-Halle – Wittelsbacherallee 29. 20 Uhr.

Während des Bürgerkriegs in Guatemala wurden von den wechselnden Militärjuntas zwischen 1960 und 1996 mehrere hunderttausend Menschen verschleppt und ermordet.
Im Jahr 2005 wird nach einer gewaltigen Explosion in Guatemala City durch Zufall das geheime Archiv der Nationalpolizei gefunden. Auf dem Gelände der heutigen Polizeischule lag früher „die Insel“, das Geheimgefängnis der Policia National, der zentrale Ort eines Jahrzehnte währenden Unrechtsregimes. Millionen Dokumente werden plötzlich sichtbar.
Der Regisseur ist der bisher einzige Filmemacher, der in diesem Archiv drehen durfte. Es gelingt ihm, in außergewöhnlichen, manchmal beinahe poetisch anmutenden Bildern eine Vorstellung vom Grauen und dem Schmerz über diese Menschheitstragödie zu vermitteln und den Opfern ihr Gesicht und ihre Stimme zurückzugeben.
Sein Film ist außerdem das Porträt der Nachkommen der Guerilleros, deren Aufbruchstimmung und unermüdlicher Einsatz für die Wahrheit außerordentlich bedeutend für das kollektive Gedächtnis des ganzen Landes ist.
Zum anschließenden Filmgespräch kommt der Regisseur Uli Stelzner aus Berlin, außerdem Tanja Hernandez, Guaremaltekin, und Katja Maurer von Medico International.

22. Juni – Mittwoch
Protest gegen die Innenministerkonferenz: am 22.06.11 in Frankfurt/M eine bundesweite spektrenübergreifen Demonstration.18 Uhr Roßmarkt – Nähe Hauptwache. Siehe “Frankfurter Schundschau

26. Juni – Sonntag

Netzwerk:“Wem gehört die Stadt14.30 Uhr, Klapperfeld.

Nach der Aktion ist vor der Aktion: Wie geht’s weiter nach dem Aktionstag? Auswertung und Ausblick. Alle,  auch interessierte Einzelpersonen sind herzlich eingeladen

27. Juni – Montag

Film: Bamako – Dakar: Freiheit statt Frontex!Club Voltaire, Kleine Hochstrasse 5,  20 Uhr

Von Ende Januar bis Anfang Februar 2011 hat das transnational organisierte Netzwerk „Afrique-Europe-Interact“ zur Protestkarawane von Bamako/Mali nach Dakar /Senegal und zur Teilnahme am 11. Weltsozialforum aufgerufen: Widerstand von unten mit dem Ziel, die Abschreckungspolitik der EU gegenüber Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern anzuprangern und Fluchtursachen – z. B. Landraub, Privatisierungen, Korruption – aufzudecken. Seit Beginn des „arabischen Frühlings“ ist diese Problematik nochmals aktueller geworden: seit Ende März sind etwa 800 Menschen aus Libyen im Mittelmeer ertrunken. Frontex, die europäische Grenzschutzagentur hat ihren Aktionsradius demgegenüber ausgedehnt und ihre Kontrollen verschärft.
Hagen Kopp und Mohammed Sidibe (Elfenbeinküste), beide Mitglieder des AEI haben an der Karawane teilgenommen: Sie zeigen den Film, der darüber gedreht wurde und kommentieren ihn. Hagen Kopp berichtet außerdem über die Lage in Tunesien, das er im Mai besucht hat.


Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt Mediendesign und tech-a • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.