Frankfurter Gemeine Zeitung

Kismet

Obgleich ich noch jung an Jahren bin und dennoch gealtert -und ich weiß, es schickt sich nicht, solcherlei Dinge mit einem Nebensatz zu beginnen – weiß ich, dass mein Körper sich dazu entschieden hat mir meine drei liebsten Geräusche vorzuenthalten.
Das Bersten von Glas, wie Stahl auf Stahl schlägt, und Liebesgeflüster.
An irgend einem Punkt in meinem Leben, scheint es mir, habe ich beschlossen, solchen Dingen nicht mehr hörig zu sein.
Ich habe immer noch eine Kriegerseele, doch dies sind Zeiten des relativen Friedens. Wir führen ja nur Wirtschaftskrieg. Und wenn man an den Frieden glauben will, dann fügt man sich…
Das ist manchmal demütigend, und den schalen Beigeschmack der Weisheit wird man so schnell nicht mehr los. Ich senkte mein Haupt im Bewußtsein, dass ich töten könnte und mich dagegen entschied. Meine Hayate habe ich trotzdem gelernt. Es ist mir geläufig, wie man mit Schatten verschmilzt, die Trommeln rührt, Lachen macht (Oh, das ist wichtig!), Menschen umarmt, teilt… da ist und doch nicht.
Eines Tages jedoch werden Bewaffnete kommen und meinen Frieden bedrohen.
Dafür reichen meine Ohren mir noch.
Meine Taubheit hat mein Gespür geschärft und unser aller Haut ist ziemlich groß.
Worte werden sie besiegen, ein Blick, oder ein Kugelschreiber im Bein!
Ein Arm frei Platz wird aller Freiheit sein.
Aum und wie man es sonst noch nennt!
Kirschblüten
Y.
Magnolia


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