Frankfurter Gemeine Zeitung

Die FGZ am Sonntag in Radio X

Zwei Abgesandte der FGZ sind am 31.7. zwischen 15 u. 17 Uhr in Radio X (fm 91,8 Stereo 99,85 Kabel) vertreten und zwar im Rahmen einer Diskussion mit dem Netzwerk: Wem gehört die Stadt? So: stay tuned!


Wider das Sommerloch: Pramls “Jedermann” und Antagons “Weseler Werft”

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Das Frankfurter Theater hat Sommerpause. Das ganze Theater? Nein, Willy Praml, unverwüstlicher und immer wieder aufregender Streiter des Frankfurter Offtheaters kommt ab Freitag den 29. 7. mit einer “entsalzburgerten” Version des “Jedermann” heraus. Und das in der Stadt, in der erst vor kurzem der Totengräber des Focus, Helmut Markwort als Laiendarsteller den Tod gab in einer Volkstheater-Inszenierung des Jedermann! Auf den Kontrast, den Praml sicher herstellen wird, darf man gespannt sein. Der Meister selbst schreibt zum Stück:
JEDERMANN. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes gilt es, ent-salzburgt und als Störfaktor in und für unsere Zeit – wieder zu entdecken. Die Parabel vom Reichtum und Sterben, vom Geld und vom Tod, vom Zerfließen der Welt im Angesicht der Ewigkeit, erfährt in dieser Stadt eine besondere Zuspitzung!” Offenbar plant Praml den hiesigen Geldsäcken den warnenden Spiegel vorzuhalten. Wie das aller Wahrscheinlichkeit ausgehen wird, hat indessen unser Autor Bert Bresgen in seinem hier kürzlich publizierten Stück “Ackermanns Traum” dargestellt:

“Ackermann schläft. Auf einmal ertönt eine unheimliche Stimme
Tod: Jedermann …..!
Ackermann erwacht.

Tod: Jedermann….. !

Ackermann: Maschmeyer, sind sie das?

Tod: Jedermann…… !

Ackermann: Maschmeyer, lasse sie den Unsinn. Ich will schlafen.

Tod: Ich bins, Dein Tod!

Ackermann: Ach so, ich dachte schon, es wäre der Maschmeyer…Gut was wollen sie?

Tod: Ich komme um Dich zu holen, Jedermann. Du hast den Gott Mammon angebetet, und jetzt wirst du im Augenblick Deines Todes feststellen, dass Du ganz allein bist.

Ackermann: Ich möchte jetzt mal folgendes klarstellen. Erstens haben wir im Rahmen der Kulturförderung als Sponsor der Salzburger Festspiele dafür Sorge getragen, dass die überhaupt weiter stattfinden können. Zweitens habe ich ein sehr befriedigendes Sozialleben, wie ihnen sicher alle bestätigen können, die mit mir näher zu tun haben. Drittens ist mein Name nicht Jedermann, sondern Ackermann. Also sind sie auch nicht mein Tod!

Tod : Nicht Jedermann?

Ackermann: Nein, ACKERMANN!

Tod (nach Pause): Ja, da muss ich mich wohl jetzt bei ihnen entschuldigen, Herr Ackermann. Aber ich hab der Frau Bergsträsser ausdrücklich gesagt, sie soll mir die Adresse von dem Jedermann…

Ackermann: Schon gut, schon gut, ich würde jetzt gerne weiterschlafen!

Tod: Da wünsch ich gute Nacht, Herr Doktor Ackermann und nix für ungut. Meine Empfehlung an ihre Buhlschaft, ich mein die Frau Gemahlin.

Ackermann: Danke (schläft ein)

Tod (verschwindend). Jedermann….wo sans?”

Aber wir können gewiß sein: Für Pramls Frankfurter Jedermann endet es anders.

Die Mannschaft um Praml sind nicht die einzigen, die helfen die theatralische Sommerpause zu überbrücken. Ab 5.8. findet die traditionelle “Sommerwerft” statt mit Antagon-Theater & Co.  Der Slogan der Sommerwerft verheißt und verlangt etwas reißerisch: “Seht die Künstler- Hört die Trommler- Spürt das Feuer-Erlebt die Momente”. Das Programm der Eröffnungstage klingt in seiner Mischung aus Theater, Demo und Kopfhörerdisko aber verheißungsvoll:

Freitag, 5.8.2011

ERÖFFNUNG

17.30 Treffpunkt Goetheplatz (Kundgebung & Demo)
18:00 Walkact Goetheplatz – Eiserner Steg (Kundgebung & Demo)
18:30 Abfahrt Schiff Eiserner Steg- Sommerwerft (Kundgebung & Demo)
19:00 Emirsian (Beduinenzelt)
19:45 NonToxic (Beduinenzelt)
20:45 Schoyfler (Beduinenzelt)
22:00 Desperate Men (Outdoor Theater)
23:00 Paul & Schokolade  (Kopfhörerdisco)

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Samstag, 6.8.2011

19:00 Das Duo Georges Beaurice (Beduinenzelt)
19:45 LakeSideRunners (Beduinenzelt)
20:45 Traffic Jam (Beduinenzelt)
21.00 Treffpunkt Goetheplatz: “Theater in die öffentlichen Räume” (Kundgebung & Demo)
21:30 Uhr Teatr Ewolucji Cienia am Goetheplatz  (Kundgebung & Demo)
21:45 TheaterUmriss (Theaterzelt)
23:00 U-Man (Kopfhörerdisco)

Na also, der Sommer kann kommen. Eintritt: frei.Aber spenden für die Kunst kann nicht schaden.


Kampfeswut aus der Mitte

Nein, sie wollen nicht alle vor unseren heutigen Bedrohungen kapitulieren. Und es gibt einige darunter, die dabei sehr weit gehen und tatsächlich zu Mördern werden. Dass “in der Mitte der Gesellschaft” nicht immer alles so nett zugeht, wie es Medien und Politik sich errechnen und es verkaufen, wissen wir von einer ganzen Reihe Anschläge in westlichen Gesellschaften aus eben dieser Mitte. Wir vergessen es meist nur schnell.
Bemerkenswert an dem Massenmord in und bei Oslo und dem Täter sind sein wahrscheinlicher Hintergrund und sein Ziel: es ist wohl kein typischer “rechtsextremer Gewaltäter” mit Glatze, sondern ein gutsituierter Bürger im typischen Outfit. Er lebt im vielleichst reichsten Flächenland der Erde, wenn man das BSP je Bewohner nimmt, ein Land, das zu großen Teilen seinen Reichtum aus dem Öl vor der Küste zieht. Und es reiht sich in die skandinavische sozialdemokratische Tradition ein, dessen gesellschaftliche Befriedungsakte, deren überwiegend “glückliche Zustände” überall bestaunt werden.
Doch gerade in diesen “liberalen Gesellschaften” gedeiht seit Jahren ein agiler Rechtsruck, bürgerlicher Populismus weht durch alle skandinavischen Gesellschaften, ein scharfer, unangenehmer Wind zwischen den adretten Eigenheimen. Die rechtspopulistische Verve fordert den sofortigen Abbruch von allen Beziehungen zur sozialdemokratischen Tradition und ihrem eher kosmopolitischen Habitus. Gerade diese scheint nämlich den globalen Wettbewerbsstürmen nicht mehr gewachsen, Wettbewerbsstürme, denen alle ausgesetzt sind und in denen besonders der Mittelstand wirklich etwas zu verlieren hat: er sieht sich zu oft nahe dem Abgrund.

Solcher Wettbewerb verlangt echten Kampf, den Kampf dem sich laut unserer gängigen Leitvorstellungen jeder einzelne wie die ganze Wettbewerbsnation zu stellen hat, und zwar voll und ganz. Dazu braucht man besonders keine Gutmenschen und Kulturmarxisten, sonst kann man gleich vor den dumpfen Islamisten kapitulieren, von anderen, fernen ganz zu schweigen.

Anders Behring Breivik, der Täter von Oslo, ist kein ausgewiesener Rechtsradikaler oder verwirrter Fundamentalchrist, sondern ein Norweger der Mitte, der im Bedrohungsklima von “Kulturmarxisten” und “Islamisten” die innere Gefahr für die Nation beseitigen wollte, die sozialdemokratische Schwäche. Soweit vermutlich mit “klarem Kopf”.

Polizei für unsere Mitte

Die deutsche Variante dazu folgte auf dem Fuße: neben anderen Geistesgrößen verlangte der unsägliche Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Bernhard Witthaut, eine Datei auffälliger Personen einzurichten. «Wir müssen alles tun, um mitzubekommen, wenn jemand mit solchen kruden Gedanken auffällt. Da wäre eine Datei hilfreich», sagte er der Tageszeitung «Die Welt».
Vermutlich ist sich der arme Mann, bei dem sich Gewerkschafter eigentlich mit Grausen abwenden müssten nicht ganz im Klaren, dass er hier nicht von Islamisten spricht sondern gerade von seinesgleichen und ähnlich bescheidenen Geistern. Die Fans von Sarrazin und Broder, die Kämpfer gegen Deutschlands Abschaffung oder Kapitulation, die wütenden Feinde der Gutmenschen und Multikultis, sie sind es, die in die Datei hineingehören. Noch mehr: er selbst ist es wohl, der als erster Eintrag von Personen mit “kruden rechtspopulistischen  Gedanken” aus einer aggressiven Mitte dort seinen Platz finden müßte, oder auf einer anderen Halde.


Medien-Kompass – öffentlich-rechtliche Helden

Nun hören wir seit Jahren Klagen darüber, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Fernsehen und Radio ihren Pflichten nicht mehr nachkomme und nur noch nach Quoten jage, gleichsam etwas wie den Ort der großen “Medien-Mitte” einzunehmen wünsche.

Das zentrale Klima der Medien-Mitte sei nun die Quote, die Einschalt- oder Zuhör-Währung, nach der sich alle “Formate” zu richten hätten. Die “Privaten” machen das vor: Casting, Talking, Soap und Blockbuster sind die netten Brandings einfältiger aber aufregender Media-Events. Man muß für das Zuhören und Zusehen dort auch nichts direkt bezahlen, kann ein paar schöne Ads mitkriegen und den Produktpreis zahlen eh alle.

Einvernehmen: die Mitte ist das Blöde und das verheißt viel Quote, alo Knete. So lernt man das auch bei denen, für die man direkt zahlen muß, und die deswegen einen “Bildungsaufrtrag” haben, etwa so etwas, wie man es von der “4. Gewalt” im “demokratischen-parlamentarischen Gemeinwesen” erwarten sollte.

Dass da einiges faul ist, kennt man nicht erst seit Murdoch, sondern ist ins Innere der “Qualitätsmedien” gewandert (wovon der Zar ja auch einige betreibt). Als Bildungs-Masche wird die Quote zum Infotainment und Politainment, und da muß man neben den Dauer-Laberern von n-tv und ähnlichen bestehen.

Deswegen hat sich das deutsche ZDF einen besonderen Geck ausgedacht: Mische tönenden Bestseller-Autoren mit kritischen Gebieten in einer sendung mit Bildungsanspruch. Raus kommt eine beeindruckende Transformation des Leuchtturms unserer Demokratie, des “Enthüllungs-Journalismus“: ein Team von “Embedded Journalists” mit Kultur-Auftrag wagt sich mutig mit Vorkämpfer Sarrazin in Feindesgebiet, etwa nach Berlin-Kreuzberg. Beschuss und Event sicher, wohlfeile Quote mit Mitte-Wallung garantiert.

So brachte es ein Heldentrupp von “Aspekte” zustande, quasi als dumpfer Schutz pensionierter deutscher Blödheit:

Man kann dem Mut dieser kreativen redakteure des ZDF nur bewunderung zollen. Nun  denken wir uns etwas ähnliches in Frankfurt: der “Frankfurter Zunkunftsrat” ist eine Vereinigung von Firmen und Mitglieder der Politik- und Wissenschaftskaste, die sich ähnlich wie Sarrazin Gedanken um unser aller Zukunft macht. Denken wir uns einen Spaziergang mit Rats-Mitglied Peter Sloterdijk, der begleitet vont Henrik M. Broder und Philipp Rösler das Areal um die Höhenstrasse oder den Verlauf der Leipziger Strasse besichtigt. Begleitet von HR-Team des Frankfurter Tatorts, geht es um die Frage, was für Frankfurts Zukunft dort zu tumn ist. Da käm doch was raus: politische Bildung vor Ort, wir freuen uns drauf!

Ein anders deutsches Qualitäts-Medium, der Deutschlandfunk fühlt sich von der Qualität her etwa auf der gleichen Stufe wie das legendäre BBC-Radio. Was das heute genau heißt konnte der geneigte Zuhörer letzte Woche rund um die Berichte “staatlicher Kredit-Krisen” ala PIIGS vernehmen. Zur Bewertung dessen in Polen fragte ein DLF-Interviewer polnische Journalisten dem Sinn  nach: “halten eigentlich die Polen genauso wie die Deutschen Hilfe für die unsoliden Griechen für angemessen, wo sie doch auch mit einer Schuldenbremse in der Verfassung solide wirtschaften?

Es ist gar nicht leicht sich einen Satz zu dem Thema auszudenken, der noch kürzer so viele Dummheiten und wirtschaftspolitische Stereotype nachbetet, wie der Redakteur des ach so reflektierten Deutschlandfunks.

Dazu kommt, dass das recht junge und extrem bankennahe “House of Finance” aus Frankfurt als die Hauptquelle für Interviewpartner in “Experteninterviews” zur “Staatskrise” in dem Sender reüssierte. Ein Glanzstück der Objektivität: es ist sicher gut, wenn man den Fuchs fragt, warum die Hühner in seiner Nähe so aufgeregt umherrennen.

Oh, eine Ausnahme gibt es in dieser medialen Expertokratie: Max Otte, der BWL-Fachhochschullehrer und Hedgefond-Manager, dessen Buch “Der Crash kommt” quasi als ein Wunderwerk der arg naiv gestrickten  Wirtschaftswissenschaft bestaunt wurde und deshalb Bestseller wurde. Da dachte man sich wohl beim Qualitätssender: Verkaufserfolg spricht immer für Quote, Hauptsache keine echten Querdenker kriegen Sendezeit.

So denkt man sich dann manchmal, dass ein Untergang dieser Qualittätsmedien vielleicht nicht wirklich…


Sommerspiele: Das Gentrification Game

Das Wetter lädt uns diesen Sommer nicht wirklich zum Verweilen im Park auf, die Wiesen sind meistens zu naß oder kalt. Abseits vom Park oder Stoffel-Event gibt es aber noch andere lustige und zeitgemäße Unterhaltungsangebote, mit denen sich besonders echt urbane Zeitgenossen im städtischen Raum vergnügen können. Man muß sich nur etwas global umsehen (z. [...]

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Initiativen für Wikileaks: warum mitmachen?

Etwas Neues für die Unterstützung des Projekts hat sich Wikileaks ausgedacht: auf ihrer Seite bei Youtube (“ThewikileaksChannel“) können Unterstützer eigene Videos einstellen. Mit ihnen sollen gute neue Argumente für die Teilnahme bei Wikileaks präsentiert werden. Vermutlich keine schlechte Idee auch für andere Initiativen, z. B. in der Stadt. Wöchentlich soll es neue Videos geben, hier [...]

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Verschollen geglaubte Deportationslisten entdeckt

Das inzwischen geschlossene Polizeigefängnis Klapperfeld hatte eine zentrale Funktion für Deportationen aus Frankfurt. Der Initiative »Faites votre jeu!« ist es gelungen, verschwunden geglaubte Deportationslisten ausfindig zu machen. Die Listen belegen Deportationen von über 3.300 Menschen allein für den Zeitraum von Februar 1943 bis Mai 1944 sowie für August 1942. Diese Dokumente, die unter anderem die [...]

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Die ökologischen Grenzen des Kapitals (II)

Eine Welle grün-ökologischer Begeisterung flutet durch die deutschen Medien und die Wahlkabinen. Tritt mit den Programmen der Grünen aber tatsächlich echter Wandel ein. Nicht unbedingt: wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann – einige Überlegungen zu Grenzen der Grünen Partei in 2 Folgen. (erste Folge hier)

Green New Deal?
Ein kapitalistischer „Green New Deal“ scheitert somit am Kapitalismus, also an der Frage seiner „Finanzierung“. Die Mehrheit der hierzu notwendigen, technisch längst machbaren Transformationsschritte – die vor allem die gesamtgesellschaftliche Infrastruktur betreffen – können nicht mehr als neue Felder der Kapitalverwertung erschlossen werden; sie bilden Aufwendungen, die eigentlich als „Nebenkosten“ durch Prozesse erfolgreicher Kapitalverwertung finanziert werden müssten. Selbst für Deutschland, das als Profiteur der europäischen Defizitkreisläufe alljährlich enorme Leistungsbilanzüberschüsse erwirtschaftet, stellen die notwendigen finanziellen Aufwendungen eine kaum zu schulternde Herausforderung dar. In den südeuropäischen Pleitestaaten und den Zusammenbruchsregionen des globalen Südens würden die grünen Wunschträume des Green New Deal als reine Science Fiction aufgefasst werden.

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Dabei weisen die ökologisch dringend notwendigen und technisch längst machbaren Möglichkeiten einer umfassenden ökologischen Gesellschaftstransformation längst über das kapitalistische System hinaus.

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Neues vom Fahrstuhleffekt

Der sogenannte “Fahrstuhleffekt” wurde von einigen Sozialwissenschaftlern mit kritischem Anstrich entdeckt: laut Soziologen wie Ulrich Beck erlangt unser gegenwärtiger Kapitalismus seine Berechtigung aus dem schlichten Faktum, dass es nicht nur für die Großkopferten immer weiter nach oben gehe, sondern sich die ganze Gesellschaft quasi in einer großen Fahrstuhlanlage befinde: es gehe deshalb gleichzeitig für alle [...]

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SPD im Aufschwung: gleich 3 Mann vorn!

Jetzt hat der alte Tanker die Aufholjagd fast geschafft, man möchte gar von Überholmanöver sprechen. Nicht allein eine einzelne Parteivorsitzende soll es richten wie die Merkel bei der CDU, oder eine Doppelspitze wie bei den Grünen oder den Linken, nein! MÄNNER wie aus Stein müssen her, und zwar gleich Stücker 3. Bild: SPD.de Es sind [...]

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Aufzüge in meinem Leben. Teil 1: Fragezeichen

Aufzüge. Welch symbolische Kraft, welch erhabene Macht, Apotheose der Vertikale, Kulmination der Y-Achse.

Und ich. Einer unter vielen. In diesem Werkzeug der Senkrechten Bewegung.

Im Folgenden möchte ich darüber berichten: über Aufzüge in meinem Leben und über mein Leben in Aufzügen.

Teil 1. Fragezeichen.

Neben einer U-Bahn-Station habe ich einen Aufzug gesehen. Naja, was ist denn daran so seltsam? Ein Aufzug ist ein Aufzug ist ein Aufzug, nicht mehr, nicht weniger, werdet Ihr sagen. Doch nein! Denn:

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Die Prinz kriegt den Schweinehirten: Das Sommermärchen ist wahr geworden.

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Das Sommermärchen ist wahrhaft wahr geworden und die Japanischen Frauen sind Weltmeister geworden. Dies gilt, obwohl ihr Medienmenschen, Werbepartner und deutsche Fußballexperten noch immer Vuzuellahaft rumtrötet, dass man Euch in dieser “schönen WM”, die “stimmungsmäßig gut” war und “den Frauenfußball voran gebracht hat”, das “Sommermärchen II” verweigert hätte, nämlich den Titel für die “Deutschen Frauen”. Dies aber zeigt 1. schlechtes Gedächtnis (verzeihlich) 2. mangelnde Kenntnis von Märchen (unverzeihlich). Denn 1. wurde die MännerWM in Deutschland deshalb zum Sommermärchen, weil die Klinsmannschen Mannen viel besser gespielt haben, als man es von den landeseigenen Rumpel(stilzchen)fußballern zuvor erwartet hatte. Die Deutschen Frauen hingegen gingen ruhmbekränzt in diese WM…ihr Sieg hätte nichts überraschendes gehabt, es wäre das zu erwartende gewesen, noch dazu als Fortsetzung eines Männermärchens, und Fortsetzungen sind meist mieser als Teil 1. Damit kommen wir zur Märchenlogik: Kriegen in den Märchen etwa die haushohen Favoriten am Ende den Pokal? Nein, die Prinz kriegt den Schweinehirten und Aschenputtel kriegt den Prinzen, mögen sich ihre beliebten und attraktiven Schwestern Solo und Hope noch so sehr in die engen Fußballschuhe hineinzwängen.

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Kandidatencheck: Steinbrück vs. Osnabrück

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Gilt beim Spiegel bis heute die Devise: “A bissl Hitler geht immer” , so scheint dies seit einiger Zeit ergänzt worden zu sein um: “Man sollte immer ein bisschen Steinbrück im Haus haben”. Kaum eine Woche , ohne dass er, mehr Quadratschädel als Querdenker, dort präsentiert, porträtiert oder zitiert wird. Dies gilt ähnlich für andere Quaaaalitätsmedien wie die Rundschau, FAZ,TAZ oder BILD. Dahinter steht immer die Frage: Ist er DER AUSERWÄHLTE, auf den die SPD, “die Deutschen” und Steinbrück selbst schon so lange hoffen? Um der Frage auf den Grund zu gehen machte Spiegel Online neulich sogar den direkten Vergleich zwischen der Bundeskanzlerin und dem einfachen Abgeordneten Steinbrück auf und labelte das zwei Jahre vor der Wahl als “Kandidatencheck“. Und siehe da: Steinbrück schnitt unverblüffenderweise nicht schlecht ab. Wir aber fragen: Ist die zermürbte Merkel momentan wirklich ein ernstzunehmender Vergleichsparameter? Wir schlagen daher einen ernsthafteren Gegner vor, um das Potential auszuloten: Osnabrück, die sympathische Friedensstadt im Niedersächsischen. Schauen wir uns die Kandidaten genauer an :

1. Führungsstärke

Angeblich Steinbrücks große Stärke: “Steinbrück ist jemand, der klare Vorstellungen hat, was er will”, schreibt das Nachrichtenmagazin. Was er will, weiß zwar eigentlich keiner, das kann ja auch schon mal wechseln, man muss das nicht so eng sehen…. Hauptsache alle wissen, DAS er was will, denn das macht ja Führungsstärke aus. In der

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Flughafen: eine hingenommene Firmenzerschlagung

Am RheinMain Airport wird gekocht und gekocht, Tausende beschäftigt das Catering unzähliger Flüge ab Frankfurt. Um genau zu sein: Sage und Schreibe 3700 Menschen arbeiten in den Großküchen am Flughafen im Dienste der LSG Sky Chefs. Genau, das ist der Laden deren viele Fahrzeuge und Container mit entsprechendem Schriftzug man überall sieht, wenn es vom [...]

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Bilanz im Falle Schwundeck: Bankrott der Menschlichkeit

2 Monate nach der Erschießung einer Antragsstellerin im Jobcenter Frankfurt-Gallus sind immer noch die gleichen Fragen offen. Eine Bilanz ist an der Zeit.

Christy Schwundeck, Deutsche nigerianischer Herkunft, hat ihren letzten Sozialbehördenbesuch am 19. Mai 2011 nicht überlebt. (1) Ihre „Erschießung“ ist, wie der „der braune mob“ sehr bald leider zurecht feststellen musste, für Behörden, Medien und Gesellschaft „anscheinend völlig unproblematisch“. (2) Die Staatsanwaltschaft hüllt sich immer noch in Schweigen, was ihre Untersuchung der Schüsse auf Christy Schwundeck angeht. Die Verantwortlichen der Sozialbehörden in Person der Sozialdezernentin Birkenfeld, des örtlichen Leiters der Arbeitsagentur Huth und der Geschäftsführerin des Jobcenter Frankfurt Czernohorsky-Grüneberg waren im Großen und Ganzen mit der Vorgehensweise der Mitarbeiter des Jobcenters Gallus zufrieden. (3)

Die allgemeine Öffentlichkeit lässt sich dieses Trauerspiel vertuschender und beschönigender Propaganda, vor allem vonseiten der Sozialbehörden, leider gefallen. Leider ist vielen nicht bewusst, welche Posse alltäglich in deutschen Jobcentern gegeben wird. Eine Posse, über die Bedürftige, die „Kunden“ dieser meist sehr unfeinen Institution, nicht lachen können, da sie in ihren Notlagen nicht nur nicht ernst genommen, sondern regelrecht verhöhnt werden. Nicht in Worten (obwohl dies auch manchmal vorzukommen scheint), sondern durch Taten, versteht sich.

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Bürgerbeteiligung à la Frankfurt – das ist so beschlossen

Was die Herrschaften darunter verstehen und wie sie es verstehen, sie dann zu umgehen.

Schwadroniert hat Frau Roth lange: von Bürgforen, dann Planungswerkstätten aber auch von Sachzwängen und Refinanzierungspflichten und Koalitionsverträgen. nur: die wichtigsten Verträge hat sie dabei ganz vergessen.

Klar und deutlich wird das Kalkül, betrachtet man das Letter of Intend von Römer und ABG, die erklärte Grundlage des Kaufvertrages zwischen der Stadt – nein der ABG Holding – und dem Land Hessen für den Ankauf des alten Campus-Areals in Bockenheim.

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Auf den ersten Blick möchte man meinen, hier ringen zwei Partner um den größtmöglichen Vorteil für beide Seiten, was öffentlichen Körperschaften auch gut anstünde, aber nur auf den ersten Blick. Sobald man die Materie genauer unter die Lupe nimmt – und sich die Akteure realistischer vorstellt als sie sich selbst darstellen – dann schwindet schnell, was sich eventuell als Hoffnungspflänzchen ans Keimen traute.

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Die ökologischen Grenzen des Kapitals (I)

Eine Welle grün-ökologischer Begeisterung flutet durch die deutschen Medien und die Wahlkabinen. Tritt mit den Programmen der Grünen aber tatsächlich echter Wandel ein. Nicht unbedingt: wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann – einige Überlegungen zu Grenzen der Grünen Partei in 2 Folgen.
Alles soll anders werden – damit alles bleiben kann, wie es ist. Auf diese inhaltliche Essenz lässt sich der derzeitige Aufstieg der Partei der „Grünen“ reduzieren, wie er im Gefolge des japanischen Nuklearbebens den deutschen Politikbetrieb erschüttert. Während Wahlprognosen die „Grünen“ bundesweit stabil bei 25 Prozent sehen und in Baden-Württemberg der erste grüne Ministerpräsident vereidigt wurde, scheinen Essentials grüner Programmatik zum politischen Mainstream zu mutieren. So scheint die Abkehr von der Atomkraft ausgerechnet von der liberal-konservativen Regierungskoalition initiiert zu werden, die wenige Monate vor Fukushima noch eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Atommeiler durchsetzte. Die „Energiewende“ zu einer umfassenden regenerativen Transformation des Energiesektors der BRD wird inzwischen von allen Bundestagspartien zumindest in Sonntagsreden begrüßt. Mit Milliardenbeträgen will die Bundesregierung in seltener Einheit mit den „Grünen“ die „Elektromobilität“ fördern und bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen bringen – Künast forderte sogar Kaufprämien von 5000 Euro pro Elektroauto.

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Japanische Panzer

Wir leben gerade in der Jahreszeit, zu der das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen seine seichten Unterhaltungsformate auf Dauerangriff mit endlosen Sportübertragungen umschaltet. Nicht nur das: seit Jahr und Tag garnieren solche Events Fans mit öffentlicher Deutscher Karnevals-Beflaggung. Dem Optimisten wird während solcher Ereignisse wie Weltmeisterschaften klar, dass im Bekanntenkreis mehr als gedacht ihren eigenen Beitrag zum [...]

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Von den Problemen mancher „hierarchiefreier“ Communities

Insbesondere in der linken Szene stellen viele Initiativen und Gruppen an sich selbst den Anspruch hierarchiefrei oder gar herrschaftsfrei zu sein. Dieses Ansinnen ist durchaus respektabel und bestimmt würden die meisten Menschen eine Welt, in der es weder Herrschaft noch Hierarchien gibt sehr begrüßen. Ich jedenfalls würde es. Doch gut gemeint ist nicht immer gut [...]

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Medien-Kompass – anregende Kreisläufe


Ka-Ching – Shania Twain – MyVideo

Ja, wir wissen dass die großen Medien (“der Mainstream”) und die Politik ganz enge Allianzen eingehen. Die Berliner “Elitejournalisten” in Mitte betreuen ähnlich wie die viel größere Schar der Lobbyisten die Abgeordneten und die Parteiarbeiter bis in die Kuschelkneipen hinein. Man arbeitet eng zusammen, verwendet die gleichen Sprüche und will Effekte erzeugen. Effekte bringen Geld, viel Effekte bringen hier viel Geld. Deswegen wusste der greise Polit-Gott Helmut Schmidt schon früh, dass man in Deutschland nicht gegen “Bild” regieren kann.
Der grandiose Robert Murdoch betrieb das Effekthaschen in England besonders intensiv, hörte Tausende ab, bespitzelte so gnadenlos, wie es sonst nur staatliche Institutionen machen. Sein Abhörchef wurde – wie medial ärgerlich für die englische Regierung – zum Pressechef beim Premierminister: da weiß man was man hat und kann.

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Das Recht auf die Stadt

Der Slogan »Recht auf die Stadt« scheint in anschaulicher und zutreffender Weise Themen der gegenwärtigen Stadtentwicklung zu bündeln: Privatisierung kommunaler Güter, Gentrifizierung und kontrollpolitische Durchdringung öffentlicher Räume. Vor allem international agierende NGOs verbinden damit spezifische Rechte, die als Leitfaden für »good urban governance«-Praktiken gelten: menschenwürdiges Wohnen, ausreichende Infrastrukturversorgung, partizipatorische Entscheidungsfindung und Transparenz im kommunalen Regierungshandeln.

Recht auf Stadt - Fahne
Solche Konzepte, deren Verwirklichung sicherlich zu einer Verbesserung des städtischen Alltagslebens beitragen würde, haben allerdings wenig mit der Utopie von Henri Lefebvre gemein, der 1968 – dem Jahr der internationalen Studentenrevolten und des Pariser-Mai-Aufstands – erstmals diese Parole auf die politische Agenda gesetzt hat. Der französische Philosoph und Raumtheoretiker verfolgt damit ein staats- und herrschaftskritisches Projekt, dessen Anspruch über das bestehende System hinausweist: »Nur ein globales Projekt kann alle Rechte, die der Individuen und die der Gruppen, definieren und verkünden, indem es die Bedingungen ihrer praktischen Verwirklichung bestimmt. Heben wir unter diesen Rechten hervor das Recht auf die Stadt (das Recht nicht aus der Gesellschaft und der Kultur abgedrängt zu werden in einen Raum, der zum Zweck der Diskriminierung produziert wurde) und das Recht auf Abweichung (das Recht, nicht von notwendigerweise homogenisierenden Mächten in vorgegebene Kategorien gepresst zu werden).«

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Urban Mining – Tiefbohrungen auf der Zeil?

Wie wir alle von wissenden Autoren lesen und hören, nimmt es mit dem Umfang unserer “natürlichen Ressourcen” einen ungünstigen Verlauf. Es werden schlicht immer weniger, ob Öl, Uran, Kohle, Erden – selbst die Kälte wird rar: die Welt-Temperatur steigt und steigt. Deshalb sind die Fahnen des Fortschritts grün gefärbt, und alle suchen nach Alternativen und Nachhaltigkeit, oder geben es zumindest vor.

Gold im Keller

Da kommt uns doch als Frankfurter mit einer schwarz-GRÜNEN Stadtregierung eine neue Mode, quasi ein ökologischer Hype gerade recht, der wie gemacht für die Städte des good old Europe ist: das “Urban Mining“, ein “fishing for old goods”.

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Hausdurchsuchung in Frankfurt war rechtswidrig

Im Vorfeld der Innenministerkonferenz in Frankfurt und der Demonstration gegen sie wurden in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai zwei Personen unter dem Vorwurf festgenommen, eine Parole gegen das Treffen der Innenminister gesprüht zu haben. Einer der beiden wurde vor seiner Festnahme gezielt von der Polizei angefahren, eine offene Verletzung an der Hand [...]

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Privatisierungspläne der Stadt: die PPP-Brückenprojekte

Mitten im scheinbaren politischen Sommerloch tauchen in der Stadt Plakate gegen die Privatisierungspläne der Stadt – PPP – Brückenprojekte – auf. Warum? Vor einem Jahr verabschiedete ein großer Teil der Stadtverordnetenversammlung den Beschluss, die Renovierung von 170 Brücken und anderen Bauwerken per ÖffentlichPrivaterPartnerschaft ( = PPP) in 30 Jahres – Verträgen für die Summe von [...]

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Tod im Jobcenter Gallus – Eine Bestandsaufnahme

Fast 2 Monate nach der Erschießung einer Antragsstellerin im Jobcenter Gallus sind immer noch die gleichen Fragen offen und die Behörden schweigen.

Ja, sie hatte wahrscheinlich zuerst das Messer gezogen. Ja, sie hatte einen Polizisten wohl nicht ungefährlich verletzt, bevor dessen Kollegin auf sie schoss. Nein, sie hatte das Messer nicht gezogen, um Geld zu erpressen. Nein, sie hatte wohl nicht im Jobcenter randaliert und auch nicht dessen Mitarbeiter bedroht. Nein, ihr Anliegen war weder dreist noch außergewöhnlich – wahrscheinlich war es nicht nur menschlich falsch, sie abzuweisen und per Polizei hinauswerfen zu lassen. Wahrscheinlich gehörte es auch zur täglichen Manipulation am Sozialrecht, die so viele Kunden so vieler Jobcenter täglich erleben.

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Scheingefechte – Popanz „Rating-Agenturen“

Was geht hier ab?

Es geschieht mit schöner Regelmäßigkeit: wann immer irgendein Politiker verkündet, dass alle notwendigen Massnahmen ergriffen wurden, die Völker, die diese erleiden müssen zudem noch diese Kappen gewählt haben, dann weiß man an der Wall Street, dass hier das Ziel reif geschossen wurde. Nun kann man in aller Ruhe den nächsten Schritt vornehmen.

In schönstem Teamwork gingen Standard & Poors und Moody’s dabei vor. Für die Verfechter des Systems ist dies lediglich ein weiterer Beweis für die Funktionstüchtigkeit des Systems. Zwei verschiedene Agenturen, gleiche Einschätzung, wenn das kein Beleg für die Objektivität der Methodik.

Zunächst wurde die Beteiligung der privaten Banken und Versicherungen gekappt und mitten in diese Hilflosigkeit der nächste Stoss angebracht, man erklärt kurzerhand ein ganzes Land als Schrott.

Die Pappnasen, gemeinhin Politiker genannt, die willig das Spiel mitspielen, sind entsetzt, eine kleine Belohnung wäre doch drin gewesen für ihren vorauseilenden Gehorsam, sie sind beleidigt. Doch mal ehrlich, da werden 750 Milliarden bereit gestellt und dann wird sich gewundert, dass die auch abgeräumt werden. Na also so was!

Und jetzt sind halt die bösen –amerikanischen – Agenturen schuld.

Nur: darum geht es doch nun wirklich nicht. Sie sind beileibe kein Hort finstrer Verschwörung gegen unseren heiß diskutierten Euro, sie sind lediglich der sichtbarste Teil eines sich selbst bestätigenden Systems. Ob sie fortbestehen oder auch nicht, ob irgendein Hansel ein „europäisches Institut“ hervorzaubert, ist recht bedeutungslos.

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Blind Dates 8.7.-16.7.

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Kaum Politiktermine in FFM-die Szene ist im Sommerurlaub…

Fr. 8.7

Kreativfabrik Wiesbaden “Perverse Stuten auf weißer Leinwand” Vernissage 19:00 Uhr, 22:00 Uhr Party. Die Kreativfabrik versteht sich auch als Ort, an dem nicht nur Musik und Theater eine Bühne bekommt, sondern will auch jungen Künstlern im gestalterischen Bereich eine Bühne bieten, In Ermangelung von geeigneten Ausstellungsräumen machen wir also einfach das Ganze Haus zum Ausstellungsraum. Die jungen Wiesbadener Grafiker “Eiscreme, Sex und Revolver ” werden einem Teil unserer Innenräume mit einem Streetart-Konzept ein neues Gesicht geben.
Uni Campus Bockenheim AStA Sommerfest: Zur Erfrischung der Gemüter hat der AStA die Waffel ordentlich gefüllt und lädt ein zum großen Sommerfest mit vielen Spitzenbands aus Rhein-Main und EGOTRONIC. Außerdem schmeißt Hannes die Tombolamaschine an und nach der Show wird im Studihaus auf 3 Floors das Tanzbein geschwungen, u.a. mit den Star-DJs Dancin’ Dixie (sie müssen der wolf sein, ffm) und Plastic Sailor (unicorn, ffm). Die Schokostreusel aber sind alle, die auf der OPEN-STAGE Bühnenluft schnuppern wollen – also, die Klampfe eingepackt, schnell noch ein Poem gezaubert, den Ausdrucktanz geübt…und ab geht’s

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Die Drei von der Beratungsstelle (2) Ein Sigmund-Freud-Musical

v.l. n.r.: Jung, Adler, Freud

Was bisher geschah: Die drei Nachwuchsmediziner Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung haben, um ihren Bankrott abzuwenden, die Psychoanalyse erfunden und eine Gemeinschaftspraxis gegründet. Sie warten auf die erste Patientin.
Es läutet. Lilian tanzt herein

(Song „Du hast mir heimlich die Liebe ins Haus gebracht“)

Freud: Du kamst zu mir

Jung: wie reizend von Dir.

Adler Alles hier ist für Dich da

Freud Und Du bist für mich da

Alle: Bitte schön, nimm Platz.

Lilian: Wenn es euch passt,

bin ich Euer Gast

Freud: Du machst zum Palast, das Zimmer

Jung: Wärst Du doch hier für immer

Adler: Das wäre schön, gnädige Frau.

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Ferien-Glück in Bornheim

Keine Anzeige Mein erstes Telefon

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Gutes Leben für Alle!

Das Infrastruktur-Konzept veränderter Lebensbedingungen wurde in der FGZ bereits vorgestellt und wird laufend durch Beiträge erweitert. Ob Lehman Brothers oder Hartz IV, ob Lampedusa oder Fukushima: der neoliberale Kapitalismus hangelt sich von Krise zu Krise. Einen Weg zurück zu Sozialstaat und Keynesianismus gibt es nicht (er ist auch nicht wünschenswert). In dieser Situation hat die [...]

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Weg mit der blöden Souveränität!

Es gibt ja manche Schläächtschwätzer, die seit Jahr und Tag behaupten, dass den demokratischen Instanzen hierzulande und anderswo in Europa immer mehr substantielle Befugnisse genommen werden. Nun hat diesen Befund aber mal jemand von höchster europäischer Stelle ausgesprochen, wenn auch nur für die “da unten”. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker zeigte sich nämlich optimistisch: die Griechen müssten [...]

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Urban Guerilla Brass

Zum schönen Sommer zwei Einlagen der Münchner Brassband Moop Mama, die durch Guerilla-Beschallen die Orte der Stadt neu erfahrbar machen möchte.

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Attacke von Nazis in Frankfurt-Bornheim

Am Dienstag, dem 5.7.11 gegen 22 Uhr wurden drei Antifaschist_innen bei einer Plakatieraktion gegen den Naziaufmarsch in Giessen am 16.7. Opfer eines Angriffs zweier Neonazis, eine davon war die hinlänglich bekannte Nina Mietz. Die Aktivist_innen hatten auf der Berger Straße, der belebtesten Straße im Stadtteil, Plakate (“Giessen bleibt Nazifrei“) aufgehängt. Dabei wurden sie von den [...]

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Veranstaltung über Neonazi-Strukturen

Informations-Veranstaltung zu Neonazi-Strukturen in Bergen-Enkheim und im Rhein-Main-Gebiet: 6. Juli 2011, 19:30 Uhr, Saalbau Volkshaus Bergen-Enkheim, Borsigallee 40, Frankfurt Ende 2010 führten Neonazis zwei Fackelmärsche in Bergen-Enkheim durch. Hier wohnt der stellvertretende Vorsitzende der JN Hessen und Führungsmitglied der so genannten “Nationalen Sozialisten Rhein-Main” (NSRM). Die NSRM sind gut in lokale NPD- und Neonazi-Strukturen eingebunden [...]

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Urban Futures – Szenarios

Die grüne Heinrich Böll Stiftung führte in den letzten Monaten mehrere Workshops und eine Konferenz zur Stadtentwicklung in den nächsten Jahrzehnten durch. Wie entwickeln sich die europäischen Städte bis ins Jahr 2050? Was sind die wichtigsten Stellschrauben für eine erfolgreiche, zukünftige Stadtgestaltung? Was können wir heute auf institutioneller und individueller Ebene für Strategien implementieren, die [...]

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Medienkompass – Kriegserklärungen

Nein, es geht jetzt nicht darum, dass das friedliebende Deutschland, das genötigt von Marktgesetzen gern Rüstungs-Exportweltmeister werden möchte, einem Verteidiger unserer Freiheit gerade einen Haufen Anti-Terror-Panzer vertickert. Auch nicht darum, dass diese Fahne der Freiheit im feudalistischen Saudi-Arabien weht.

fadenkreuzNein, es geht um das Gegenüber dieser nahöstlichen Freiheits-Zitadelle und ein Fadenkreuz das von Ferne auf das Land Iran zielt.

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Ostend: Nix mit Ruhe für Bewohner

Noch vor 2 Wochen wurde auf einer Veranstaltung der FAZ im Ostend von den  Beteiligten in schöner Einmütigkeit erklärt, dass vor Ort für die Bewohner alles beim Besten sei. Eher alles Humbug, denn das mag eher an der Perspektive und den finanziellen Mitteln der Vertreter auf dem Podium gelegen haben, denn eine neue Untersuchung (der [...]

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Veranstaltung: Nach dem Kapitalismus?

Nach dem Kapitalismus? Perspektiven der Emanzipation Vortrag und Diskussion mit Raul Zelik (Universidad Nacional de Colombia in Medellín) am Mittwoch, 6. Juli 18.00 Uhr im Institut für Sozialforschung Raul Zelik analysiert die verschiedenen gegenwärtigen Krisen und diskutiert soziale und politische Transformationsstrategien. Besondere Aufmerksamkeit widmet er dabei der Kritik des Staatssozialismus und der lateinamerikanischen Linksregierungen, um [...]

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Welt des schönen Scheins – geht weiter

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Kaum einem unvermeidlichen erscheinendem Schicksal entronnen, kommt ihm selbiges von der anderen Seite des Atlantiks wieder entgegen. DSK hat einfach kein Glück mehr bei Frauen (ausser der eigenen).

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Aktionstag 11.6. – Der Film

Ein schöner Samstag im Juni 2011, und: Wem gehört die Stadt?

Schaut euch an, was das Aktionsbündnis dazu meint!

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Das lidlt sich doch richtig!

Na gut, ich war auch schon im Aldi, wegen des Katzenfutters, des Klopapiers und sonst noch was.
Ausserdem stehen bei allen Aldi-Läden die Katzenfutterdosen gut 10 Meter nach dem Eingang auf der linken Seite, das Klopapier ein Stück dahinter quer und an der Kasse geht es dann ganz fix. Und jetzt noch Bio ohne Ende, dazwischen gelegentlich noch mehr. Der Laden rennt wie Hund, das weiß jeder, auch wenn es in letzter Zeit hierzulande etwas stottert. Fast Exportweltmeister. Ich bin da eigentlich nur zum Üben, falls ich in den laufenden Ereignissen nicht entkommen kann.

Und alle dort sind irgendwie stolz drauf: jeder kann am Bruttosozialprodukt mitarbeiten, überall. Schon wenn man auf den Parkplatz fährt, quasi mechanisch zum Dock für die Einkaufswagen strebt, sich zum Öffnen der Tür andrängelt und wie ferngesteuert durch die wenigen Regalreihen geistert. Rein, packen, raus und ab, wie im automatischen Verladebahnhof.

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Die neoliberale Stadt im globalen Wettbewerb?

Kritische Anmerkungen zum Leitparadigma gegenwärtiger Kommunalpolitik

Zumal im Zeitalter der Globalisierung befinden wir uns auch als Region in einem weltweiten Wettbewerb, dem wir uns stellen müssen – denn wir wollen diesen Wettbewerb gestalten und nicht erleiden. Bestehen können wir in diesem Wettbewerb nur dann, wenn wir alle unsere Stärken, die in der Region vorhanden sind, entwickeln und zur Geltung bringen“ (Petra Roth, Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main und Präsidentin des Deutschen Städtetages 2008).

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Shortcuts I – Stevenson, Chesterton & Hemingway

Zur Urlaubszeit mal einen längeren Text lesen? Dafür bieten wir euch ein paar Besprechungen bemerkenswerter Bücher an.

Robert Louis Stevenson – Das Licht der Flüsse. Eine Sommererzählung

In den letzten Jahren erlebt Robert Louis Stevenson auch im deutschen Sprachraum eine Renaissance, oder, um es präziser zu formulieren, eine Neuentdeckung. Eindrucksvoll zeigt sich, daß er viel mehr ist als „nur“ der Autor der Schatzinsel und der Erzählung von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Vieles wurde erstmals übersetzt, und jedes Buch ist seine Entdeckung wert.

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