Frankfurter Gemeine Zeitung

Urban Mining – Tiefbohrungen auf der Zeil?

Wie wir alle von wissenden Autoren lesen und hören, nimmt es mit dem Umfang unserer “natürlichen Ressourcen” einen ungünstigen Verlauf. Es werden schlicht immer weniger, ob Öl, Uran, Kohle, Erden – selbst die Kälte wird rar: die Welt-Temperatur steigt und steigt. Deshalb sind die Fahnen des Fortschritts grün gefärbt, und alle suchen nach Alternativen und Nachhaltigkeit, oder geben es zumindest vor.

Gold im Keller

Da kommt uns doch als Frankfurter mit einer schwarz-GRÜNEN Stadtregierung eine neue Mode, quasi ein ökologischer Hype gerade recht, der wie gemacht für die Städte des good old Europe ist: das “Urban Mining“, ein “fishing for old goods”.

Seit Jahrzehnten wurde in immer neuen Deponien der städtische Müll eingelagert, indem wir ihn unter der Erde verbuddelten. Daraus wuchs eine wahrhafte Sammlung an künstlichen Bergen, die heute durchaus wertvoll sind. Wenngleich nicht alles Gold ist, so doch sind diese Halden angefüllt mit allerlei Metallen in Jahrzehnte altem Schrott. Alte Waschmaschinen, Bohrmaschinen, Stahlbetonstücke, Batterien und vieles mehr schlummert in der Tiefe. Und der ganze Plastik, Tonnen über Tonnen: all das Gerümpel stammt aus dem immer teureren Erdöl. Läßt sich super Recyclen.

Viele urbaner Probebohrungen stellten fest, dass einige Deponien an bestimmten Stellen durchaus einen besonderen „Bergwerksbetrieb“ lohnen. Am Rande der Großstädte und in Ballungsgebiete findet sich zukünftig eine lohnende Ausbeute.
Vielleicht auch auf der Zeil, denn bei den Frankfurter Umbauten und Kriegsbombardierungen landete einiges direkt unter dem Erdboden der Innenstadt.

Man denke dabei an das legendäre Oppenheim auf dem Hügel am Rhein, dessen Händler im Mittelalter in den tief ausgebauten Kellern unter der Stadt ihre ganzen Waren stapelten. Das Zeug wurde nach verschiedenen Zerstörungen vergessen und immer wieder oben drauf weitergebaut. Bis vor wenigen Jahren sich unter einem Polizeiwagen die Strasse öffnete und die Karre komplett hineinstürzte: mitten ins inzwischen legendäre Oppenheimer Kellerlabyrinth. (Interessierte können dort unterirdisch beim Dinner eine spektakuläre neue Krimishow ansehen: “Leiche im Labyrinth)

Also: welch eine mächtige Handelsstadt war im Vergleich Frankfurt , was kann rund um die Zeil, zum Main hin unter den Kontoren noch alles liegen. Der Römer sollte den alten Obergrünen Joschka Fischer ansprechen, der könnte als RWE-Berater sicher die nötigen Tiefbohrungen in Gang bringen. Es lebe grün!

Und erst die Banken, die Commerzbank etwa: nicht weit von den ehemaligen Rothschild-Häusern, war alles voll von frühneuzeitlichen Bankgebäuden. Was muß da unter Frankfurts Fußgängerzonen  alles an Gold, Wertpapieren, vielleicht gar verstaubten Derivaten liegen. Von der alten Börse möchte ich nicht reden, die müsste man sofort unterkellern.

Römer, bitte losbohren!

Noch was zum Öko-Buddeln: die Griechen, die wären gerettet. Seit JAHRTAUSENDEN sind die auf- und untergegangen, Kriege, Besetzungen und Pleiten, und das immer wieder. Was muß dort unter der Erde liegen. Am besten den ganzen griechischen Boden verscherbeln, dann aufreißen und raus mit den Schätzen. Endlich keine Schulden mehr. Vielleicht.


3 Kommentare zu “Urban Mining – Tiefbohrungen auf der Zeil?”

  1. Esthernabd

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