Frankfurter Gemeine Zeitung

Aufzüge in meinem Leben. Teil 1: Fragezeichen

Aufzüge. Welch symbolische Kraft, welch erhabene Macht, Apotheose der Vertikale, Kulmination der Y-Achse.

Und ich. Einer unter vielen. In diesem Werkzeug der Senkrechten Bewegung.

Im Folgenden möchte ich darüber berichten: über Aufzüge in meinem Leben und über mein Leben in Aufzügen.

Teil 1. Fragezeichen.

Neben einer U-Bahn-Station habe ich einen Aufzug gesehen. Naja, was ist denn daran so seltsam? Ein Aufzug ist ein Aufzug ist ein Aufzug, nicht mehr, nicht weniger, werdet Ihr sagen. Doch nein! Denn:

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Mit einem kleinen Eingriff in die textuelle Realität hat jemand ein Fragezeichen dazu geklebt. Nur ein Zeichen.

Das hat mich schon stutzig gemacht. Im Aufzug gab es eine weitere Aufschrift: “Aufzugstörung? Rufen Sie den Wartedienst an“.

Wie einfach ist es! Mit einem Fragezeichen kann man alles hinterfragen.

So stehst du vor dem Aufzug, und bist seiner selbst nicht sicher. Dann stehst du drin, und bist deiner selbst nicht sicher.

Ist es ein Aufzug? Was ist die Störung? Bin ich die Störung? Hallo, Wartedienst, ich habe ein Problem. Es gibt hier im Aufzug eine Aufzugstörung, die bin nämlich ich selbst. Was soll ich tun? Kann ich mich selbst beheben?

So ist es
?

P.S. Eine Anregung an alle Guerillas unter uns: klebt die Fragezeichen überall, wo es geht. Hinterfragt die Welt.


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