Frankfurter Gemeine Zeitung

Eine Kündigung – zum Glück

Götz Aly, ein zu gewisser Prominenz gekommener Historiker der deutschen Geschichte arbeitete mitunter als Kolumnist der Frankfurter Rundschau. Da dieses Blatt sein neustes Buch zum Neid als einem zentralen teutonischen Motor nicht so gut besprach, kündigte er jetzt die Zusammenarbeit. Seine letzten Sätze in diesem Blatt seien zitiert.

Im Wahlprogramm der Grünen für Friedrichshain-Kreuzberg lese ich, wie die Partei den Zuzug von mittelständischen Mietern unter dem Stichwort Milieuschutz verhindern will. Da heißt es: “Auch die Mieten steigernde Nachmodernisierungen wie Parkettböden oder Vollverkachelung von Bädern können verhindert werden, allerdings unterliegen viele dieser Maßnahmen keiner Meldepflicht. Hier sind die BewohnerInnen aufgerufen, dem Bezirk entsprechende Vorhaben zu melden.” Ekelhaft, eine Partei der Blockwartinnen und Denunzianten wähle ich nicht.

Nun haben Historiker in akademischen Kreisen mitunter den Ruf, nicht besonders helle zu sein. Aber Maßnahmen gegen Kündigungen weniger Betuchter als neidischen Nationalsozialismus zu charakterisieren ist schon Spitze. Da hat die FR wirklich gar nichts an Gehalt verloren. Ein erbärmlicher Neokonservatismus.


2 Kommentare zu “Eine Kündigung – zum Glück”

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