Frankfurter Gemeine Zeitung

Immobilienkonzerne: Observations-Träume

In Städten wie Berlin und Hamburg wächst der Widerstand der Bevölkerung gegen Mietpreissteigerung und Verdrängung, wir haben mehrfach darüber berichtet (hier).

Nach einer großen Demonstration in Berlin vor einigen Tagen sieht sich die Immobilienwirtschaft dort nicht nur zu empörten Kommentaren aufgefordert, sondern zum Handeln veranlasst.

Zuerst die Klagesuade über die bemerkenswerte Einschränkung wirtschaftlicher Freiheit – zum Schaden der Wettbewerbsfähigkeit der Stadt:  “Wenn also heute darüber nachgedacht wird, ob Mieterhöhungen auf Sicht von 3 Jahren künftig nur um 15% statt wie bisher um 20% erhöht werden dürfen und der Kündigungsschutz von Mietern weiter ausgebaut werden soll, dann stellt sich als zweites die Frage: Wer soll denn dafür Sorge tragen, dass die Landeshauptstadt sexy bleibt? Vor allem für die Kreise, die den Aufbau in die Hand nehmen und finanzieren? In der Vergangenheit stand Berlin für eine Metropole, die anziehend für Kreative und Künstler war – bunt und billig. Investoren haben zu dieser Zeit Berlin entdeckt und dazu bei getragen, dass Kieze heute begehrt und aufgewertet sind. Aber der Unterschied zwischen privaten Investoren und sozialstaatlicher Planwirtschaft liegt nun einmal in dem Erfordernis, Gewinne zu erwirtschaften. Günstige Mieten und solide Substanz sind nicht immer vereinbar

Also schlussfolgert man:  “Aus Investorensicht ist es jetzt ratsam, die unterschiedlichen Initiativen und Gruppen genau zu beobachten und vor allem, wie sich die Parteien zu den Forderungen der Mieter und anderen immobilienrelevanten Themen stellen. Denn die Politik muss sich zwischen dem Wohl der Stadt und dem eigenen Bedürfnis nach Wählermehrheiten entscheiden.

Daran lassen sich 2 Bemerkungen anschließen: beim “Beobachten” denkt man an Überwachungsskandale wie bei der Telekom. Es gibt eine Reihe von Firmen, bei denen Auftraggeber auch elektronische Bespitzelung ordern kann.

Zum zweiten drängt sich in Frankfurt der Eindruck auf, dass ein kommunales Unternehmen die Verdrängung besonders intensiv und großräumig betreibt. Deswegen sollten deren Aktivitäten im Augenschein bleiben und dokumentiert werden.

(Als Tüpfelchen noch folgendes Zitat der “Fachleute”: “Von den 3.447.048 Einwohnern Berlins (Stand August 2010) repräsentierten die 6.000 Demonstranten ca. 0,002% aller Hauptstadtbewohner.” Blöd, wenn man nur Taschenrechner-Tasten drücken kann, aber  Prozentrechnung nicht begreift)


5 Kommentare zu “Immobilienkonzerne: Observations-Träume”

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