Frankfurter Gemeine Zeitung

IHK-Veranstaltung gestört

Am Dienstag vergangene Woche hat die IHK Frankfurt zu einer öffentlichen Veranstaltung eigeladen. In gediegenem Ambiente des »Ludwig-Erhard-Saals« der Frankfurter Börse sollte das Innenstadtkonzept der Stadt Frankfurt vorgestellt und diskutiert werden. Unter die Gäste hatte sich auch eine Gruppe von knapp 50 Aktivist_innen gemischt. In Anlehnung an eine erfolgreiche Protestaktion bei einem „Bürgerforum“ zum so genannten Kultur-Campus im Mai diesen Jahres unterbrachen sie immer wieder den Eingangsvortrag des Leiters vom Satdtplanungsamt Dieter von Lüpke durch lautes Applaudieren und Jubeln.

Die Einladung der IHK hatte als Ziele für das Innenstadtkonzept „hauptsächlich die Aufwertung des Stadtbildes und des öffentlichen Raums“ formuliert. Wirklich drängende soziale Fragen wie die nach den eklatantem Mangel an bezahlbarem Wohnraum spielten folglich keine Rolle.

Ihrem Protest gegen die einseitige und die soziale Frage gänzlich ignorierende Stadtplanungspolitik äußerten die Aktivist_innen in Form von lautem Jubel bei der Erwähnung von Stichworten, wie „Standort“, „Aufwertung“ und „soziale Durchmischung“. „Die lang anhaltenden Beifallsstürme sollten die radikale Ablehnung gegenüber dieser Veranstaltung und ihrem Inhalte bekunden und deren Erläuterung verhindern.“ erklärten die Aktivist_innen ihre Protestform.

Während Teile des Publikums der IHK Form von Ausrufen wie „Die füttern wir doch alle durch, die scheiß Sozialschmarotzer!“ oder „Geht doch Arbeiten!“ ihre reaktionären und sozialchauvinistischen Positionen offenbarten, riefen die Veranstalter_innen die Polizei.

Ausführlicher Bericht und Presseerklärungen von Asta Frankfurt und der Initiative finden sich hier.


Occupy Frankfurt, 2011.10.29. Fotos

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Leere und volle Taschen

Nein, es geht diesmal nicht um die Banker-Gier. Es geht eher um großzügige Geschenke aus ihren Etagen. Oder darum, was es in den gewöhnlichen Nachrichtenmeldungen an uns bedeutet, wenn die Herrschaften hier und dort “alles noch mal durchrechnen” müssen. Das dauert dann manchmal Tage, Wochen, Monate, zuweilen Jahre, die haben wir zu warten. Wenn man zum Beispiel bei Sozialausgaben 5 Euro zulegen will, Euro, nicht Billionen.

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Na gut, wir haben nun alle gelernt, dass es beim Staat wie in der Haushaltskasse von dir und mir zugeht: nur das was drin ist kann man ausgeben, ganz einfach. Deswegen: Rechnen! Und das ist wahnsinnig komplex, eben mindestens so komplex wie die Geschichte mit meiner Haushaltskasse und der monatlichen Gehaltsüberweisung.

Bei so viel Rechnerei kann man schon mal ein paar Euro übersehen, zumindest damit genug Miese übrig bleiben, um uns das Sparen zu verkaufen, das staatliche Sparen an uns natürlich. Nein, nichts übersehen sie beim Warenkorb für ALGII, da checkt man jede Schrippe auf Zehntel Cent.

Übersehen kann man sie aber in unübersichtlichen Bilanzen, so unübersichtlich wie meine Haushaltskasse, und da sind wir nun endlich beim Thema: ungefähr 55 Milliarden wurden bei der Hypo Real Estate in den Bilanzen übersehen. Genau. Kann ja mal passieren, so ist das mit dem Taschenrechner und den Nullen. Ok, es war zwar in ihrem bösen Teil, der “Bad Bank”, aber dafür war es Plus, 55 Milliarden Plus! Im Schlechten, aber das ist gut: die haben wir jetzt nämlich alle weniger an Miesen, denn uns gehören sie ja, die Miesen. Sonst eigentlich nix an der ganzen Geschichte, den meisten zumindest.

Also: nachdem die gut 1000 Leute in dem Laden in München ein oder zwei oder drei Hundert Milliarden vesenkt haben (also gut lächerliche 100 Millionen je Mitarbeiter), sind nun plötzlich – quasi aus dem Nichts – wieder 55 Milliarden aufgetaucht.

Wie das? Ganz einfach: sie wurden schlicht errechnet ! Genausowenig wie man wirklich wissen kann, wieviel Miese sich dort verstecken, können sie sich plötzlich wieder ins Nichts auflösen, buchhalterisch umkehren, einfach indem die Finanzspezialisten nochmal nachrechnen, diesmal ganz genau. So wie es die gewieften Experten die ganzen Jahre vor der Krise auch schon getan haben, mit ihren ganzen Finanzinstrumenten. Mal geht es eben nach unten und mal nach oben. Das geht mir mit dem Bon an der Ladenkasse fast genauso.

Allerdings gibt es trotzdem keine Ausschüttungen an ein paar Global-Verlierer aus dem Miesen-Plus in der ganz großen Staatskasse, und mir will auch niemand das Verfahren verraten, wie ich meine Haushaltskasse dermaßen plusrechnen kann, dass wenigstens ein, zwei Milliönschen mehr drin sind. Das ist halt Krise.

Wenn das nun aber Schulden waren, dann hat jemand anderes 55 Milliarden plötzlich Miese, denn Schulden sind doch an irgend jemanden zahlbar,. So wie die anderen Billionen Schulden auch jemandem gehören.  Wenn der sich dann mal meldet, das gibt eine Freude.

Ach so, was ich ganz vergessen habe: die 55 Milliarden sind ja plus, die hat deshalb jemand bei der Bank verdient, oder nicht als Miese produziert. Diese Leistung zum Wohl der Bank und uns muß schließlich gewürdigt werden, also in die (zu geringen) Bonuszahlungen rückgerechnet werden. Wie sie vermutlich vorher abgerechnet wurden, werden sie jetzt wohl wieder ausgezahlt.

An wen weiß ich nicht, es wird sich schon jemand freuen dürfen. Wieso nicht zu  Recht? Wegen der bloßen Rechnerei? Wo bitte geschieht und geschahen Ausschüttungen dieser Art anders? Bitte nicht wieder mieß machen!


HÜLYA-TAGE in Frankfurt

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Occupy: am Tag nach der Gipfelerstürmung

Die Lage ist unübersichtlich: in Frankfurt, in Deutschland, in Europa, der Welt und dem Web. Das betrifft nicht nur die Finanzen, die der Märkte und der Staaten.

Ackermann und China verkünden in schönem Gleichklang: “Das Vertrauen der Finanzmärkte ist gestärkt” – “Gott sein Dank” möchte man anfügen.

Am Tag nach Brüssel, nach dem nun jeder die “Billion” kennt, jubeln die Finanzmärkte und manch andere, allen voran die Aktionäre der Deutsche Bank AG: Sage und Schreibe 15% plus hat ihr Kurs in den ersten Handelsstunden. Natürlich war von keiner Finanzmarkt-Transaktionssteuer die Rede heute Nacht, aber von vielen Zahlungsversprechen und über den Ausverkauf von Staaten wurde besonders palavert.

Wer glaubt, der “Neo-Liberalismus” sei auf dem absteigenden Ast, unterliegt vermutlich einer Täuschung: so schnell wie in diesen Monaten wurden öffentliche Ressourcen im letzten halben Jahrhundert in Europa noch nie vertickert. Allein Italien hat gestern die Privatisierung öffentlichen Eigentums in Höhe zweistelliger Milliarden abgekündigt.

Aber eine ganze Menge Leute in Europa und anderswo freuen sich überhaupt nicht darüber, aus ganz verschiedenen Gründen. Selbst dass der Druck auf viele zunimmt ist noch lange keine Garantie dafür, dass sich “die Wirtschaft” erholt. Und selbst wenn: unter diesen Bedingungen bleiben viele, wenn nicht die meisten Verlierer in diesem Spiel. Über die Ausweitung der Arbeitszeiten bei immer weiter steigender Produktivität und besserer Technologie können wir uns denn auch gar nicht freuen: und das gilt fast überall.

Zur Unübersichtlichkeit gehört auch die vielbeschworene “Komplexität” der kapitalistischen Wirtschaft und der Finanzmärkte, über die unsere Medien und fast alle Politiker vor ihren Mikrofonen stöhnen. Es ist aber eine Sache, ob man sich um die Komplexität der Rettung aller bestehenden Verhältnisse sorgt und eine ganz andere, ob es um die Komplexität genau einer weitergehenden Änderung dieser dreht. Und genau dieser Unterschied wird gerne unübersichtlich gemacht.

Die widersprüchlichen Erwartungen und Folgen quer durch die Gesellschaft machen einen weiteren Teil der Unübersichtlichkeit aus, und das betrifft die (auch hier beginnenden) Widerstände gegen die wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Trotzdem müssen solche Widerstände weiter gehen.

Unweit von “Soll und Haben”, der Zentrale der Deutsche Bank AG steht die EZB und in der Wiese davor steht das Camp der Occupy Bewegung. Diese plant für Samstag, den 29. Oktober um 12 Uhr in Frankfurt eine erneute Demonstration, Treffpunkt ist der Rathenauplatz.

Angesichts der aktuellen Ereignisse spricht alles für diese Demonstration.

Zweifelsohne ist occupy selbst unübersichtlich, mit einem Korpus vager “Forderungen”, und Ansprüche, vieler obskurer Vereinnahmungsversuche und manch übertriebener Diskurssperren. Manches davon ist gut, anderes fragwürdig. Das spricht aber noch lange nicht per se gegen die Bewegung, sie ist halt unübersichlich, und gleicht damit ein Stück den Finanz-Prozessen. Es bleibt noch eine Menge an Möglichkeiten offen.

Einige Infos und Artikel über die Wogen um Occupy:

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Verstrickungen: Wohnen – Politik – Wirtschaft

Momentan haben Banken und Banker keine gute Presse, selbst hier in Frankfurt übt man sich ein Stück weit in Zurückhaltung. Zumindest werden große Banketts nicht emphatisch medial begleitet. Es wäre aber ein Irrtum zu glauben, dass wir Armen ein paar reichen Bösewichten hinter den Glasfassaden ausgeliefert sind, die in ihrer blinden Gier allein alle anderen in Schwierigkeiten bringen.

Am Rad der Finanzialisierung drehen eine Menge Leute und Organisationen mit, und Banken ordnen sich als besondere Instanzen in ein verbreitetes Geschehen von Kapitalbewegungen ein. In diesem Finanzgeschehen werden Banken sogar oftmals dahin geschoben, in bestimmte, vermeintlich schnell profitable Geschäfte einzusteigen.

Mainz im karneval

In den letzten Tagen wurden zwei Vorgänge greifbar, die sich in Bayern und Rheinland-Pfalz mit dem Zusammenhang von Profiten, Pleiten und sozialem Wohnungsbau auseinandersetzen. Besonders dreht es sich darum, welche Vorteilsnahmen politische Repräsentanten, Manager in (semi-)staatlichen Institutionen und Privatunternehmer auf Kosten von über einhunderttausend Mietern versuchten.

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Wohn- und Mietsituation in Frankfurt aus Sicht von Studierenden

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Die normale Woche einer Studierenden an den meisten europäischen Hochschulen beginnt Montag um 8 Uhr und endet Freitag um 16 Uhr. Durch die Modulstruktur bedingt, ist der Stundenplan in vielen Studiengängen nicht mehr, wie es im Diplom oder Magisterstudiengang zumindest möglich war, durch die Studierenden selbst zusammengestellt. Dadurch lässt sich der restliche Wochenalltag nur noch schwer sinnvoll gestalten. Vielmehr müssen in jedem Semester, je nach Studiengang und -fach, verschiedene Module belegt und mit einem bestimmten Stunden- und Leistungsumfang bewältigt werden. Diese Module werden von dem jeweiligen Fachbereich nur an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten angeboten. Dies hat zur Folge, dass man nicht mehr, wenn man zu einem bestimmten Termin nicht kann (weil man bspw. einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen muss), ohne weiteres denselben Schein in einem gleichwertigen Seminar an einem anderen Termin erwerben kann.

Wer früher in den alten Magister- oder Diplom-Studiengängen eingeschrieben war und sich kein Zimmer leisten konnte, hatte immerhin die Möglichkeit sich seinen Stundenplan so zu legen, dass das nötige Geld mit einem Nebenjob erarbeitet werden konnte. Es entstand dabei zwar immer auch der Nachteil, dass der eigene Lebenslauf nicht so schön aussah wie bei anderen Studierenden, z.B. mit Stipendium oder reichen Eltern und vielleicht sogar die Noten unter der Doppelbelastung litten, es aber immerhin in der Regel irgendwie geschafft wurde durchzukommen. Mit den verkürzten Studienzeiten, zunehmenden Einschränkungen der Möglichkeit eines Teilzeitstudiums, dem Wust an prüfungsrelevanten Leistungen sowie Anwesenheitspflichten entstand aber in den letzten Jahren ein Studienalltag, der es für immer mehr Studierende immer schwieriger machte sich über Lohnarbeit zu finanzieren. Das macht das Studium für Studierende aus vergleichsweise ärmeren Familien zu einer größeren finanziellen Belastung, sodass jetzt vermehrt Studienkredite erforderlich werden – wobei die Studierenden mit BAföG allein in einer der teuersten Städte Deutschlands schon in der Vergangenheit nicht zurechtkamen.

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Ein Song der Empörung

Der alte Konstantin Wecker hat was Hörbares zur Empörung auf den Weg gebracht. Hier könnt ihr es Probehören.

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Occupy Frankfurt, 2011.10.22: Fotos

Occupy Frankfurt
2011.10.22

Fotos von Aylin Karacan und Merzmensch

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Fortsetzung der Proteste gegen Bankenmacht und für Demokratie

Aufruf zu Demonstration und Kundgebung am Samstag, 22. Oktober 2011 12.00 Frankfurt Main Rathenauplatz Am Sonntag (und dann am Mittwoch) findet erneut ein EU-Gipfeltreffen zur Finanzkrise statt. Damit nicht erneut Beschlüsse gefasst werden, die vor allem die Sozial Schwachen treffen, gehen wir auf die Straße. Denn es besteht die Gefahr, dass die Verursacher der Krise [...]

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Zum Glück haben wir eine bürgerlich-konservative Regierung!

Ich muss es hier einmal betonen, ja geradezu laut herausschreien: Zum Glück haben wir eine bürgerlich-konservative Regierung!

Manche von Euch werden sich jetzt vielleicht fragen, ob Euer werter Freund Florian K. nun vollends den Verstand verloren hat und ich gebe zu, dass man von mir unter normalen Umständen einen solchen Satz niemals hören würde.
Doch zur Zeit haben wir eben keine „normalen Umstände“, sondern eine handfeste Wirtschaftskrise.
Und in solchen Zeiten wächst natürlich der Unmut über die herrschende Regierung und die herrschenden Verhältnisse und es kommt zu Demonstrationen, Gründung von Protestbewegungen und allgegenwärtigem Aktionismus.

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Aufzüge meines Lebens (3): Verdammnis und Verständigungsprobleme

Abwärts fahrende Aufzüge haben eine metaphysische Komponente, wie man in dieser Filmszene aus “Barton Fink” der Gebrüder Cohen sehen kann. (Leider hier nur in einer Synchronisation durch den Vatikan). Der LIFTBOY ist ein alter, resignierter, versteinerter Mann, der auf die seltsame Frage des Aufzugsgastes, ob er die Bibel gelesen habe, ebenso seltsam zurückfragt: “Die heilige Schrift? Ich glaube schon.”

Das metaphysische des Aufzuges nimmt auch das folgende, völlig andere Video auf, ein kleines Musikvideo von Arcade Fire. Die Metaphysik hier rührt nicht nur von der Erwähnung der Bibel im Aufzug her (indessen übrigens in der Bibel leider nie ein Aufzug erwähnt wird), sondern ebenso von der Enge. Die aufzugsgemäße Enge spiegelt die Enge der Existenz. Man lebt mit vielen nebeneinander, zwangsläufig. Was tut man in dieser Enge? Man tut sich -im positiven Fall -mit anderen zusammen, klopft vergebens, aber rhytmisch gegen die Decke und zerreißt die Zeitung. Oder spielt ein

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Nach Univollversammlung Haus in der Schumannstraße besetzt und… zwangsgeräumt

Heute Donnerstag wude nach einer studentischen Vollversammlung die Schumannstraße 60 (ein altes Haus der Uni) in Bockenheim/Westend besetzt. In den nächsten Tagen gibt es mehr Infos. Laut Pressemitteilung von “Schlaflos in Frankfurt” soll mit der Besetzung “auf den Widerspruch zwischen dem derzeit bestehenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen und dem hohen Leerstand von Gebäuden in Frankfurt verwiesen werden. Für Studierende, die zu Beginn des Wintersemesters noch keine Wohnung in Frankfurt gefunden haben soll damit zugleich Wohnraum erschlossen werden.(…) In der Stadt stehen fast ein Fünftel aller Gewerbeflächen leer. Das entspricht der Fläche von 27000 Wohnungen. Ein Teil davon könnte in Wohnraum umgewandelt werden. Ein ernsthaftes Engagement der städtischen Politik den Wohnraummangel zu beheben ist aber derzeit nicht zu erkennen. Tatsächlich wurde die Zahl der städtischen Sozialwohnungen in den letzten Jahren – trotz anhaltenden Bedarfs – kontinuierlich reduziert. Die Stadt Frankfurt beruft sich zwar auf ein Stadtentwicklungskonzept mit dem Titel „Frankfurt für alle“; vorangetrieben wird jedoch vor allem der Umbau der Innenstadtteile zu Konsum- und Erlebnisräumen.

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Informationen aus dem Occupy Frankfurt Camp

+++WIR BENÖTIGEN DRINGEND EINEN „REPEATER“ DER EIN WLAN SIGNAL BIS ZU DEN ZELTEN VERSTÄRKEN KANN für LIVESTREAM UND KONTAKT ZU OCCUPY FFM VOR ORT++++++++++++++++++++

Eine erste kleine Reportage zu dem Camp!

Informationen für Teilnehmer, die von ausserhalb anreisen

■Aktuell steht ein Pad zur Verfügung, dass das Infozelt vor Ort mit der Aussenwelt verbindet. Hier können Sachspenden koordiniert werden.
■Der Kundgebungsort ist in Gallusanlage (Willy Brandt Platz)
■Ende ist nicht in Sicht, das Camp ist vorerst bis Mittwoch genehmigt.
■Die offiziellen Ordner, die wir aufgrund von behördlichen Auflagen stellen müssen, stehen Euch gleichzeitig auch als Ansprechpartner für alle möglichen und unmöglichen Probleme zur Verfügung, mindestens sind sie in der Lage Euch zu sagen, wer Euch weiterhelfen kann. Dies gilt ausdrücklich auch für Fragen des Ablaufs der Veranstaltung auch nach deren offiziellen Auflösung.
■Occupy:Frankfurt ist kein kostenloses Theaterprogramm sondern eine Mitmachdemo. Wir freuen uns, wenn Ihr Euch meldet und noch helfen wollt.

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Blind Dates 20.10.- 25.10.

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Do, 20. 10., 1
19.30 Uhr Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24,(U 4, Höhenstraße) : Presse, Journalisten und die LINKE. Besichtigung einer Baustelle. Mit Tom Strohschneider – Journalist im ,Freitag’
, Berlin: Der Umgang mit ‚den Medien’ ist für alle linken Initiativen im Allgemeinen und für die Partei DIE LINKE im Besonderen schon prinzipiell schwierig: Man braucht sie einerseits als Medium zur Öffentlichkeit, andererseits kann die Linke keine besonders mitfühlende und solidarische Berichterstattung erwarten – zumindest von dem Teil der Presse nicht, den wir als ‚bürgerlich’ bezeichnen. Dazu ist der Abstand der Linken von einem ideologischen ’mainstream’ zu groß. Nicht wenige Konflikte in der LINKEN betrafen Verhältnis zur Presse – bis hin zum „Presseecho“ über den letzten Frankfurter Parteitag der LINKEN.Letzteres war dann auch für uns der unmittelbare Anlass, den Journalisten und Autor Tom Strohschneider für eine Problembeschreibung des Verhältnisses der Linken und der Medien einzuladen. Er selbst gehört ja nicht nur zu den Wenigen, die die LINKE im „Freitag“ fast
Woche für Woche journalistisch begleiten, sondern vielen mit seinem BLOG „Lafontaines
Linke“ einen linken Diskussionsraum zur Verfügung gestellt hat. Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

19:30 Historisches Rathaus Seckbach: Seckbacher Bürger informieren: Kein weiterer Supermarkt!
Die Bürgerinitiative „Kein weiterer Supermarkt!“ lädt für Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 19.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in das Historische Rathaus Seckbach ein. An der Veranstaltung wird neben dem Leiter des Stadtplanungsamts der Stadt Frankfurt, Herr Dieter von Lüpke, auch Herr Christof Heun, Mitglied des Verwaltungsrats der Katholischen Kirchengemeinde Maria Rosenkranz als Gast und Gesprächspartner teilnehmen.

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Occupy in Berlin: rein in die Wohnungen

Im Dauerkampf des Städtewettbewerbs spielen die Events eine wichtige Rolle. In Frankfurt wurden in den letzten Jahrzehnten unzählige davon institutionalisiert. Während es früher in der Innenstadt nur das Mainfest, den Faschingsunzug und den Weihnachtsmarkt gab, sind Street days, Museumsuferfest, Weinfeste und vieles andere hinzugekommen. Meist überall garniert mit der gleichen Art von Verkaufsbuden und leicht [...]

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Wir Bockenheimer bleiben hier!

Eine Veranstaltung am Freitag, dem 21. Oktober um 19 Uhr in der Jakobsgemeinde am Kirchplatz: “Wir Bockenheimer bleiben hier!” Diesen Titel haben wir der Veranstaltung gegeben und dass es so bleibt, dafür müssen wir jetzt etwas tun. Der Mietspiegel 2010, der erst im Frühjahr 2011 in Kraft getreten ist, zeigt schon mal die Richtung an, [...]

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Der Spiegel: aus dem Medium der Kommandohöhen

Am letzten Wochenende demonstrierten unter der Parole „Occupy…“ weltweit Hunderttausende gegen herrschende Wirtschaftsstrukturen und den damit gekoppelten demokratischen Rückbau. Deutschland blieb davon nicht verschont, auch wenn es hierzulande in weit geringerem Maße als andernorts brodelte. Besonders in Frankfurt und Berlin als Finanz- und Polit-Hauptstädte kamen jeweils 5 bis 10 Tausend Menschen zusammen, um ihren Unmut zu bekunden und erste Schritte in Richtung einer Fokussierung von Protesten zu gehen.
Das erfolgreiche Quotenmagazin „Der Spiegel“ berichtete und kommentierte die Ereignisse in der für das Blatt typischen Weise, und da es sich dabei gut selbst als politischer Akteur in der Wirtschaftspolitik konturiert, möchte ich auf die Beiträge der Autoren Stefan Schultz und Jan Fleischhauer eingehen.

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Schulz berichtet als “Mitglied der Wirtschafts-Redaktion” aus Frankfurt, sozusagen als Augen- und Ohrenzeuge der Protestwelle gegen die hier beheimatete EZB und die vielen anderen Bankzentralen. Der Titel des Stimmungsbildes lautet: „Triumph der Träumer“. Wie der anspruchsvolle Leser aus Kindheitserfahrungen und Zirkus heraus schon fast erwartet, verbindet der Spiegeltext unter dieser Überschrift den Träumer mit dem Spiel, mit den lustigen Seifenblasen, erzeugt von hüpfenden Demonstranten: „Seifenblasen als Sinnbild der Proteste“ heißt es zusammenfassend. Seifenblasen ziehen sich durch Schulzes Text, von den lustigen Protestierern mit bunt blinkenden Plastikpistolen bis zu den Hochhäusern, an denen sie schließlich abprallen.

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Florian K. liest den Koran- Teil 1 des Projektes

Zunächst muss ich den Leser hiermit bitten, die Einleitung zu diesem Projekt zu lesen. Anderenfalls sind eine Einordnung und ein Verstehen der von mir verfassten Betrachtungen nur schwer möglich. Als Nächstes möchte ich (ich weiß, das ist viel verlangt) den Leser auch noch bitten, die Suren 1 und 2 aus der vorliegenden Koranübersetzung zu lesen. [...]

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Tod im Jobcenter: das Schweigen hält an

Vor 5 Monaten, am 19 Mai dieses Jahres, wurde Christy Schwundeck, eine schwarze Frau, im Jobcenter Gallus in Frankfurt am Main von der Polizei erschossen. Seither sind fünf Monate vergangen und noch immer weiß die Familie, die Öffentlichkeit und somit auch wir nicht, wie es zu der Erschießung Christy Schwundeck’s kam.

In den Medien – auch in der FGZ – wurden damals deutliche Stimmen gegen eine vorschnelle Verurteilung laut: in einem Rechtsstaat wie Deutschland kann man sich auf Aufklärung verlassen. Kritiker mahnten damals aufgrund einer ganzen Reihe ungeklärter Todesfälle Vorsicht an, und gaben den Behörden nicht zu viele Vorschußlorbeeren.

Wohl zu Recht. Bis zum heutigen Tage gibt es keine definitiven Untersuchungsergebnisse, ja es bleibt fraglich, ob an dem Fall überhaupt noch gearbeitet wird. Die kommerzielle Presse im RheinMain-Gebiet hat das schreckliche Vorkommnis längst zu den Akten gelegt. Das kann aber nicht das Ende dieser Geschichte sein!

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Impressionen von der Buchmesse

Frankfurt: auf dem Weg in die voll digitalisierte Gesellschaft ?

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Gleichenstein. Ein Schauerroman

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Friedrich von und zu Solz zugleich zu Gleichenstein ist sprachlos. Wie von tausend Teufeln gehetzt ist sein Kammerdiener in das selten geheizte Sarkophagzimmer gestürmt, rufend “Die Straußensteaks sind alle!” Danach: Lähmendes, lastendes Schweigen.
Schließlich murmelt der Graf: “Grade jetzt, da ich Frau von Trotta erwarte, die ihr drittes Bein abholen will…Machen Sie wenigstens ein Feuer an. Oder nein, holen sie mir das Schleudertrauma!” Der Kammerdiener verschwindet. Ein Gewitter zieht auf und mit ihm die angenehme Benommenheit des Schleudertraumas im Frühherbst.
Die Vorhänge der offenstehenden Fenster bauschen sich wie die Röcke der Tänzerinnen des spanischen Hofballets, die Phillip von Anjou vor Jahrhunderten durch die Tapetentür des Gleichensteinschen Schlosses zu beobachten pflegte, um der Öde des Erbfolgekrieges zu entgehen.
Und tatsächlich bemerkt von Gleichenstein, dass Frau von Trotta bereits im Raum ist. Wie hatte er sie nur übersehen können? War sie überhaupt da? Oder war sie nur eine Fata Morgana?

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Occupy Germany! Der Tag aus Bloggersicht

15. Oktober 2011, ein Tag, den man sich merken sollte. Erstmals gingen in der ganzen Welt, in über 900 Städten, Menschen gegen das aus dem Ruder gelaufene Finanzsystem und für mehr demokratische Partizipation auf die Strasse. Auch in Deutschland gab es in vielen Städten Veranstaltungen und ein paar Blogger haben sich zusammengetan, um ein kleines [...]

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Occupy Frankfurt: Video

Occupy Frankfurt
15. Oktober 2011.

Video von Merzmensch
Mitarbeit von Aylin Karacan

s. auch Fotogallerie.

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Occupy Frankfurt

Occupy Frankfurt
15. Oktober 2011
Fotos von Aylin Karacan

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Die EZB am 15. Oktober

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Finanzfurt zum 15. Oktober: Einsichten zur aktuellen “Schuldenkrise”

Ein kleiner Video fasst einige Erkenntnisse über die “Schulden-Krise” in Euroland als Moment der Finanz- oder Bankenkrise schön zusammen.

Wir denken das passt gut zum heutigen Occupy-Day, gerade hier in Frankfurt, wo doch einige der Institute sitzen, die von den Staatszinsen besonders gut gelebt haben.

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Kraftwerk: im Zentrum der Mensch-Maschine

Ob die Gruppe Kraftwerk nun reine Techno-Avantgarde ist oder auch kritische Momente hat?
Sei es drum! Zu unseren laufenden Maschinen passte jedenfalls ein Auftritt der alten Technologen in München am 12. Oktober ganz gut. Und man konnte all das schon vor Jahrzehnten ahnen.

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Frankfurter Paulskirche besetzt

AktivistInnen von “kein mensch ist illegal” haben gestern in einer spektakulären Aktion für mehrere Stunden die Paulskirche besetzt um gegen die europäische Flüchtlingspolitik und die mörderische Abschottungspolitik der Europäischen Union zu protestieren. Allein dieses Jahr sind seit März etwa 2000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, weil FRONTEX Boote abfängt und zur Rückkehr zwingt. Solidarische Unterstützung fanden [...]

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Drohung: gewaltsame Räumung der Wallstreet!

Die Bewegung OccupyWallstreet kampiert seit gut 2 Wochen friedlich in einem Park beim New Yorker Finanzzentrum. Der Ort war gerade in den vergangenen Tagen Treffpunkt vieler Aktivisten aus den ganzen USA und von Overseas.

Der New Yorker Bürgermeister hat jetzt zusammen mit seinem Polizeichef angekündigt, den Zuccotti-Park zu räumen. Vorgebliche Begründung: Reinigung des Geländes. Angekündigt für danach: eine streng polizeilich überwachte Rückkehr von Protesierenden ist (vielleicht) möglich.

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Neben dieser Begründung führt Bürgermeister Bloomberg noch ein anderes Argument an: die Demonstranten hinderten hart arbeitende New Yorker an ihrer Tätigkeit. Das ist wahr: die Besetzer möchten tatsächlich etwas Sand ins Getriebe des rasenden Finanz-Karussells streuen.

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“Straßenabitur”- Leistungskurs Verschwörungstheorie

Annuit Coeptis

Wer einmal in letzter Zeit mit Leuten gechilled hat, die mehr “streetwise” als “schoolwise” sind, die zwar ihre Realschule mit Ach und Krach geschafft haben, aber dafür das „Staßenabitur“ mit einer glänzenden Eins bestanden haben, dem fällt folgendes auf:

Diese Jungs und Mädels entwickeln eine ungeheure Affinität zu Verschwörungstheorien bis zu dem Punkt, dass sie ihr „Wissen“ über die „Weltverschwörung“ ernsthaft für Bildung halten.

Ich mache mir in Diskussionen mit diesen Leuten gerne einmal den Spaß, mich diesen Theorien parodistisch-analytisch zu widmen und bin inzwischen so weit darin fortgeschritten, dass es mir nun möglich ist, diese unter Verwendung einfacher Schemata in quasi beliebiger Varianz zu reproduzieren.

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Als wir noch dünner waren standen wir uns näher

(…) Als wir noch dünner waren standen wir uns näherUnd hatten Liebe anstatt Bratensaft im Blut (…)
(Auszug aus “Als wir noch dünner waren, standen wir uns näher”)

Kann denn eine zusammenbrechende Beziehung zweier Menschen – einst ineinander verschossen und nun auf dem Weg zur Trennung – wortgewandter, spielerischer, gewitzter erzählt werden, als in diesem Lied von Georg Kreisler?

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Trojaner-Elend

Der Chaos Computer Club resümierte zur entdeckten staatlichen Spähsoftware:

Wir sind hocherfreut, daß sich für die moralisch fragwürdige Tätigkeit der Programmierung der Computerwanze kein fähiger Experte gewinnen ließ und die Aufgabe am Ende bei studentischen Hilfskräften mit noch nicht entwickeltem festen Moralfundament hängenblieb.

Auf der anderen Seite sind wir erschüttert, daß ein solches System bei der Qualitätssicherung auch nur durch das Sekretariat kommen konnte. Anfängerfehler dieser Größenordnung hätten im Vorfeld unterbunden werden müssen, zumal bereits bei der Anhörung vor dem Bundesverfassungsgericht anläßlich des Beschwerdeverfahrens gegen die Online-Durchsuchung von Regierungsseite immer wieder versichert wurde, daß besonders hohe Qualitätssicherungsansprüche gestellt würden. Man sprach gar davon, daß die Spionagesoftware individualisiert an den Zielrechner angepaßt würde. Diese hehren Ziele sind offenbar Sparmaßnahmen bei den Behörden zum Opfer gefallen.

Das ganze Dossier vom CCC dazu gibt es hier als pdf.

Einige Tips zur Sicherheit:

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Manifeste zum Recht auf Stadt

The right to the city is like a cry and a demand (…), a transformed and renewed right to urban life“ (Lefebvre).

Die Forderung nach einem „Recht auf Stadt“ scheint aktuell den Kern von Protesten gegen Stadtentwicklungsmaßnahmen zu treffen. Zahlreiche Initiativen versammeln sich hinter diesem Anspruch. Die berühmtesten Beispiele sind in Frankfurt, Freiburg, Berlin und vor allem in Hamburg zu finden. Auch das Manifest der Initiative „Not In Our Name, Marke Ham­burg!“ fordert das „Recht auf Stadt“.

Recht auf Stadt - Fahne

Diese Formulierung geht auf den französischen Philosophen Henri Lefebvre zurück. Als Reaktion auf eine „Krise der Stadt“ in der Industrialisierung entstanden, kann man Recht auf Stadt bei Lefebvre als “Recht auf den Nichtausschluss” von den Qualitäten der urbanisierten Gesellschaft“ zusammenfassen.

Durch den Vergleich des Manifests „Not In Our Name, Marke Ham­burg!“ mit Lefebvres Ausarbeitungen soll im Folgenden geklärt werden, ob dort seine Inhalte übernommen werden und inwieweit das Berufen auf ihn gerechtfertigt ist. Es zeigt sich, dass zwar das Schlagwort, aber nicht der systemkritische Anspruch Lefebvres übernommen wird.

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Links für Occupy Frankfurt und drum herum

Damit ihr gut informiert bleibt, nochmal einige Links für die Aktionen zum 15. Oktober zusammengefasst: occupyfrankfurt: www.occupyfrankfurt.de und auf   facebook bei Attac: www.attac.de Orga-Debatte zum 15.: piratenpad.de Hintergrund-Papier: indignadosffm Internationale Seite: http://15october.net/ Die Zeitung der New Yorker Initiative: Occupied Wall Street Journal und Heft 2 -

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Medienkompass: Zizek besetzt Wall Street

Wir wollen euch das Video mit dem Auftritt von Slavoi Zizek auf “Occupy Wall Street”, gestern 9. 10. nicht vorenthalten.
Schön, wie das bei dem slovenischen Philosophen ohne Megafon geht, die Gestik versteht man ja auch so. Weil das Megafon fehlt, wiederholt die Menge die Sätze, damit “alle sie verstehen”. Aber: was heißt “verstehen”? Das klingt am Anfang ein bisschen abstoßend, nach Brecht, oder wie Sokrates und der Chor der griechischen Agora. Zizek sagte ja auch mal, dass er die sokratischen Dialoge liebe, grade weil sie keine seien, sondern der andre sage immer nur: “Führwahr, so ist es” etc. Wenn Zizek je Sokrates war, dann hier: Beständig Werte umwertend, aber sich nervös am verschwitzten T-Sirt zupfend und der Zustimmung der Agora versichernd. Wir sehen und hören: Philosophie in Aktion. Lacan meets USA: “Don´t be afraid to really want what you desire”. Der osteuropäische Weltenbürger Zizek trifft den Ami-Ton gradezu traumwandlerisch. Jeder Satz, jedes Wort “sitzt”, steht, springt auf. Kann man sich IRGENDEINEN populären deutschen oder sagen wir westeuropäischen Philosophen mit einem solchen Auftritt an einem solchen Ort zu solch einem Anlaß heute vorstellen? Sloterdijk, der vermögend und vergrämt mit “Du mußt Dein Leben ändern” durch Kongreße und Talkshows tourt und zusammen mit Bankern und Politikern in äh, “Zukunftsräten” sitzt? Oder die philosophische Antwort auf Günter Jauch, den smarten, freundlichen Richard David Precht von “Wer bin ich und wenn ja wie viele”? Sarkozyspezi und Präsidentenberater Bernhard Levy von den dahindämmernden “neuen Philosophen”? Oder gar den greisen Universitäts-Jubiliar Habermas? Undenkbar.

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Occupied Wall Street Journal

Die BesetzerInnen der Wall Street haben nun ihre eigene Zeitung, das Occupied Wall Street Journal. Dort gibt es Informationen darüber, was Menschen zum Mitmachen motiviert, was gerade läuft, einen Lageplan und sonst alles was mensch wissen muss, um dabei sein zu können. Denn, so die Überzeugung: If occupiers cannot get answers and solutions from government [...]

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Medienkompass: “Kapitalismus lieben”

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15. Oktober: Europaweiter Aktionstag

Am 15. Oktober werden wir Bürgerinnen und Bürger der ganzen Welt auf die Strasse gehen, um unsere Empörung über den Verlust unserer Rechte zu zeigen – Rechte, die uns durch ein Bündnis zwischen grossen Unternehmen und der politischen Klasse entzogen werden. Wir von der Bewegung «Democracia Real Ya!» laden euch ein, an dieser friedlichen internationalen [...]

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“No more ISlave”: Steve Jobs ist tot.

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Steve Jobs Herz hat aufgehört zu schlagen und die Netzgemeinde badet in einem Meer virtueller Tränen. Auf facebook wird eine hour of silence in all social media networks ausgerufen: eine ganze Stunde lang KEIN Facebook & Co. , um seiner zu gedenken. Das ist wahre Selbstkasteiung. In so einer Stunde kommen einem komische Gedanken: z.B., dass Steve Jobs einfach so an Krebs stirbt, während die Arbeiter der chinesischen Firma Foxconn, in der Apple und Co für ein Appel und ein Ei produzieren lassen, Erklärungen unterschreiben mussten, dass sie trotz der mieser Arbeitsbedingungen keinen Selbstmord begehen. 13 Selbstmorde und 4 Selbstmordversuche von Arbeitern waren dem 2010 vorangegangen. Dann wurde eine Psychologenhotline eingerichtet und die Löhne leicht über den gesetzlichen Mindestlohn angehoben. Apple lobte daraufhin dass Untrernehmen. Viel geändert hat sich aber offenbar nicht: Bei der Eröffnung der neuen Appleläden in Honkong protestierte die Initiative Students and Scholars Against Corporate Misbehavior (Sacom) gegen die Arbeitsbedingungen bei Foxconn unter dem Slogan: “No more ISlave” und präsentierte eine Studie mit brisanten Einzelheiten.

Während ihrer zehnstündigen Schicht haben die Arbeiter keine Stühle, auf die sie sich setzen können. Machen Sie einen Fehler bei der Produktion müssen sie eine Selbstkritik schreiben, die mit ihrem Foto zur Warnung der Anderen öffentlich ausgehängt wird. Wenn die Arbeiter nicht funktionieren, droht das Management, sie durch Roboter zu

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Retter noch zu retten?

Nicht wirklich immer klar kommen Äusserungen der deutschen Regierung zu ihrem Umfeld heraus, dem der Staaten und der Banken allüberall. Wen will man hier und dort denn retten, und was heißt das alles? Die Rammböcke deutschen Pragmatismus feiern dieses Wochenende in ihren Bierzelten Parteitag, dort wo die Autos noch groß sein dürfen und sollen, also [...]

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To be a VIP

Der Drang zu „wirtschaftlicher Freiheit“ in Deutschland und anderswo treibt immer neue Blüten, besser gesagt: bringt wegen der Vielzahl von Sonderrechten für eh schon Begünstigte immer mal wieder Bemerkenswertes an die Öffentlichkeit.

Nun war es Air Berlin, die kurz vor ihrer Pleite eine ganz besondere Begünstigungspraxis einstellen möchte, und deswegen kam sie in die Medien. Es sollen nämlich VIP´s aller Art und ihre Familien künftig nicht mehr kostenlos fliegen dürfen.

Ja, ihr habt recht gehört: die Leute mit guten Posten, hoher Medienbekanntheit oder einem dicken Konto können nicht nur wegen vieler „Miles and More“ durch Geschäftsflüge kostenlos in ihren Urlaub fliegen, sondern einfach unbegrenzt die Airline benutzen. Papa und Tochter dürfen gleich auch noch mit. Kaum zu glauben: die es wirklich nicht nötig haben, bekommen es geschenkt – so funktioniert unsere freie Marktwirtschaft.

Glanz und Gloria

Der Mechanismus arbeitet fast wie im echten Leben: auf den billigen Plätzen Sitzende finanzieren das lustige Treiben der Clans oben mit, und wenn´s zu viel wird mit dem Feiern stürzt die Maschine (hier: die Fluggesellschaft) eben ab. Fallschirme gibt es leider nur für die paar in der First Class. Ein zur Zeit wirklich bekanntes Spiel, wie es auch mit der Finanzwirtschaft, den gesellschaftlichen Infrastrukturen und Staaten funktioniert. “Air Berlin” steht so für das ganze Land.

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Blind Dates 6.10.-12.10.

blind dates JuliDo, 6. 10.

Club Voltaire 19.30 Uhr: Diskussion mit Aristide Ngoula Lapah und Sinclair Timo Fokou (Association des Bamboutos du Hessen e.V., ABH): Tiefverwurzelte traditionelle Regelwerke, unbekannte Sozialgefüge oder Sprachenvielfalt sind nur einige der soziokulturellen Phänomene, denen Akteure der Entwicklungszusammenarbeit täglich begegnen. Nicht selten stellen diese Besonderheiten des Partnerlandes die Umsetzung von Entwicklungsprojekten vor große Herausforderungen. Der Vortrag und die anschließende Diskussion widmen sich der Frage, wie soziokulturelle Phänomene in Projektplanung und -umsetzung mitgedacht, entkräftet bzw. genutzt werden können. Wie kann erfolgreich reagiert werden, wenn soziokulturelle Faktoren die Umsetzung eines Entwicklungsprojektes erschweren? Welche Bedeutung hat die aktive Einbindung soziokultureller Schlüsselfaktoren für die Nachhaltigkeit der umgesetzten Vorhaben?

Frei, 7. 10.

Klosterpresse im Frankensteiner Hof, 20 Uhr: Buchvorstellung: Dr. Horst Brühmann (Frankfurt a.M.): Die neuen Mythen des Alltags von Roland Barthes. Horst Brühmann hat im letzten Jahr eines der berühmtesten Bücher der letzten Jahrzehnte, die “Mythen des Alltags” von Roland Barthes, neu übersetzt und erstmals gemäß der 1957 veröffentlichten französischen Erstfassung komplett zugänglich gemacht. Die deutsche Ausgabe von 1964 enthielt vom 1. Teil nur 19 Texte; die Neuausgabe des 1. Teils ist nunmehr mit 53 Texten fast dreimal so umfangreich. Einige Titel der neu übersetzten Texte: “Die Welt des Catchens”, “Der Arme und der Proletarier”, “Spielsachen”, “Wie Paris nicht unterging”, “Der Jet-Man”, “Ornamentale Küche” und “Astrologie”. Ort: Klosterpresse im Frankensteiner Hof, Paradiesgasse 10, Frankfurt/Sachsenhausen http://www.klosterpresse.de/ Veranstalter: Philosophisches Kolloquium: Kritische Theorie/Klosterpresse

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Demonstration: ‘No MonoPress!’

Die Piratenpartei Frankfurt ruft zur Demonstration gegen das Leistungsschutzrecht für Presseverleger zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse auf ! Der Termin ist am Mittwoch,  12.10.11 um 9:00 Uhr vor dem Haupteingang der Messe Frankfurt. Um was geht es: Die Zeitungsverlage wollen eine Art GEMA ins Leben rufen um ihre Märkte im Netz zu verteidigen. Zunächst soll [...]

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Occupy Frankfurt!

Die Initiative der Besetzung des Bankenviertels in New York, der Wall Street (Occupy Wall Street) verbreitert sich, und findet in amerikanischen Städten immer mehr aktiven Zuspruch. Siehe. Am 15. Oktober möchten Initiativen weltweit im Anschluß an und in Solidarität mit der Occupy-Bewegung auf die Strasse gehen. Über das im Web installierte Initiativen-Netz kann man die [...]

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Mein Koran-Projekt (Florian K. liest den Koran)- Einleitung einer Serie

Vor einiger Zeit diskutierte ich mit einem Bekannten über Thilo Sarrazin und brachte dabei zum Ausdruck, dass ich Sarrazin nicht sonderlich schätze.
Mein Bekannter, der eine deutlich positivere Meinung über Sarrazin hatte, konterte mit der Frage, ob ich denn sein Buch gelesen habe. Dies musste ich verneinen. Ich entgegnete, dass ich meine Äußerung auf die Person Sarrazins und nicht auf dessen Buch bezogen habe und mir meine Meinung aufgrund seiner zahlreichen Fernsehauftritte und Zeitungsinterviews gebildet habe.

Diese Antwort befriedigte meinen Bekannten. Mich aber brachte die Sache zum Nachdenken:
Wie viele Deutsche haben „Deutschland schafft sich ab“ gelesen?
Und wie viele Deutsche haben eigentlich schon einmal den Koran gelesen?
Bestimmt weniger als den Sarrazin.

Doch würde es dem Verständnis der Deutschen für ihre muslimischen Mitbürger nicht unheimlich gut tun, zu wissen wovon sie sprechen, wenn es um den Islam geht?
Müssen wir uns unsere Meinung über den Islam von unserer Medienlandschaft und den allgegenwärtigen und unvermeidlichen „Islamexperten“ vorgeben lassen?

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Campus Bockenheim: alles wie gehabt!

Bei der seit Monaten geforderten Bürgeranhörung im Senckenberg-Museum (28.9.) stellte F. Junker (ABG Holding) den Bebauungsplan für das Areal “Depot-Gelände” vor, der bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden soll. Kritische Anmerkungen und Fragen wurden ausnahmslos “gebügelt”, die Preislage der zukünftigen Miet-und Eigentumswohnungen (11.50 Euro kalt, 3500 Euro /qm) legitimierte der ABG-Vertreter mit dem Hinweis auf [...]

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Liebe Piratenbashende Mely Kiyak!

ich schreibe normalerweise keine Artikel in Form von öffentlichen Briefen an fremde Leute, weil das doch irgendwie eine merkwürdig übergriffige Art ist: so zu tun, als würde man den anderen adressieren, während man doch in Wirklichkeit immer an die eigenen Leser denkt, die sich befriedigt denken sollen: na, die oder der hats DENEN aber mal wieder gegeben! Aber der Franz Josef Wagner macht das für die BILD schon seit 10 Jahren und Sie machen ihm das seit geraumer Zeit nach für die Frankfurter Rundschau , nur das die anders als beim Wagner für die sich denkend dünkenden Menschen ist, also für die im Nordend, und das gibt dann immer so eine schöne, persönlich klingende Kolumne und schreibt sich schnell weg und deshalb mache ich das jetzt Ihnen nach. Denn neulich, in der FR. vom 1-3. Oktober, las ich so einen Brief von Ihnen, überschrieben mit “Liebe Politpioniere”. Das klang ein bisschen nach alter DDR, meinte aber die siegreiche Berliner Piratenpartei. Ihr Brief hat mich richtig bewegt, obwohl ich kein Mitglied dieser Partei bin und sie noch nicht mal gewählt habe. Bei der Lektüre aber ging es mir wie Ihnen bei der Lektüre der, wie Sie sagen, “zehn Thesen zur Netzpolitik der ungelüftet Internetsüchtigen”, nämlich so: “Wenn ich sage, es hat mir die Nackenhaare aufgerichtet, dann wäre das zu wenig, sie standen wie Betonpfeiler ab.”
Sie, liebe Mely Kiyak, begannen schön bei sich: “Ich sah ein Gruppenfoto, das die Piratenfraktion aus Berlin zeigte. Undiplomatisch und sexistisch wie ich bin, spreche ich es aus: Das war eine Ansammlung von zotteligen Typen. Schwammige Figuren, ungesunder Teint, hässlich, mein Gott, da ist ja nichts dabei. Man roch die vermieften T-shirts regelrecht.” Das folgte dem inzwischen sehr beliebten Gestus : “Das muss man doch sagen dürfen”, von dem ja auch der Sarrazin zehrt. Aber mal ganz undiplomatisch gesagt, liebe Mely Kiyak: Mir stieg bei Ihrem altmodischen Wort “zottelig” ein anderer Geruch in die Nase. Der abstoßende Mief des Journalismus von vorvorgestern. Hatte die Presse nicht exakt so einst über die frühen Grünen geschrieben, damals in den 80ern? Oder noch früher in den 60ern über die “zotteligen, ungewaschenen” Studenten?
Aber, mein Gott, heute im Jahr von 2011 funktioniert dieses Ekelbashing eben immer noch.

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Unruhe im Finanzdistrikt: Wallstreet besetzt!?

Schon seit 2 Wochen wird versucht, den Betrieb der Finanz-Institutionen an ihrem Hauptversammlungsort ein bißchen durcheinander zu bringen! Occupy Wallstreet heißt das Motto.

Nein, ich spreche nicht von Frankfurt, das ist nur der wichtigste Finanzort Mitteleuropas. Die Wallstreet findet ihr nicht in Sachsenhausen, sondern in New York. Genau: Goldman Sachs und die ganzen anderen, alle sind dort anzutreffen. Nix wie hin und irritieren, und das nicht nur mit Kursbewegungen und Credit Default Swaps.

Rund um die Brückenbesetzung in Manhattan am Wochenende wurden 800 Leute verhaftet; das wäre so, wie wenn hier die Alte Brücke und die Friedensbrücke zu wären.

Lassen wir uns in Bankfurt von den Leuten drüben anregen, denn auch bei uns gibt es viel zu tun:
New York Wallstreet Proteste

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Wut ist nicht alles – Empörung auch nicht…

Deutschland: Insel der Seligen im Tal von „Blut und Tränen“?

Seit fast zwei Jahren protestieren – immer weniger – Menschen in Deutschland unter dem Motto „Wir zahlen nicht für Eure Krise.“ Gezahlt wurde dennoch: Als Mensch mit Job durch Lohnverzicht und Arbeitsverdichtung, als SteuerzahlerIn für Kurzarbeit und Abwrackprämie, als KonsumentIn für Preiserhöhungen und Zuzahlungen beim Arzt. Alles in der Hoffnung, den Arbeitsplatz zu erhalten oder einfach unfreiwillig. Denn die Angst um den Lohnarbeitsplatz als angeblich alternativloses Mittel zur Existenzsicherung ist weit verbreitet. Eine vielfach verdrängte Angst, denn nicht nur Banken und Konzerne, auch Lohnabhängige hoffen im verschärften Verdrängungswettbewerb, zu den Gewinnern der Krise zu zählen. Alle überschlagen sich im Reparaturbetrieb (und viele Linke im Humanisierungsbetrieb) des Kapitalismus, obwohl dieser gerade deswegen wunderbar funktioniert: Für die Reichen.

Es gibt hier nichts zu erhoffen, keine Belohnung nach den Entbehrungen: Jobwunder nur als befristeter Sklave, Aufschwung nur für das Kapital, nicht für die Lohntüte, denn die Schuldenkrise und die Sparzwänge dienen als erneuter Vorwand für Sozialabbau, gerade bei den Überflüssigen und Ausgestoßenen. Nun, wo die Schulden der Bankenrettung „verbieten“, dass die Verzichtsleistungen der gewerkschaftlich geschützten Stammbelegschaften belohnt werden, kommt Enttäuschung auf. Wir verzeichnen die höchste gemessene Arbeitsunzufriedenheit aller Zeiten – und dies, obwohl sich in psychologischer Hinsicht kaum jemand diese leisten kann. Dennoch regt sich kaum Widerstand, höchstens gegen drohenden Arbeitsplatzabbau.

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Schrumpf-SPD: Paris will Frankfurt retten!

Man glaubt es nicht: die spd in Frankfurt gibt´s tatsächlich noch, und sie können sogar mehr Stimmen bei Wahlen erwarten als die 1,8 % FDP. Nachdem die Finanzberater Schröder, Clemens und Sarrazin einträgliche Jobs abseits der Partei machen, kommt deren ehemalige zweite Reihe (Gabriel, Steinmeier, Steinbrück) zu Posten. SPD bleibt halt SPD. Welche zukünftigen Finanz-Jobs [...]

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Diskussionen zum Tag der Deutschen Einheit

Eingedenken an das was in Deutschland möglich war – davon redet man salbungsvoll an diesem arbeitsfreien 3. Oktober.
Wir erinnern auch daran was hier nicht ging, was möglich ist und vielleicht noch sein wird. Das soll mit einem über 40 jahre alten Film zur möglichen Revolution und die Revolutionäre in Deutschland geschehen, der uns einige Leute aufgeregt darüber diskutierend zeigt, wann und wie sie denn tatsächlich eintreten kann.

Erstaunlich die gesellschaftlichen Rollen der Disputanten: ein Verleger, ein Soziologieprofessor und ein Student.

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