Frankfurter Gemeine Zeitung

Aufzüge meines Lebens (3): Verdammnis und Verständigungsprobleme

Abwärts fahrende Aufzüge haben eine metaphysische Komponente, wie man in dieser Filmszene aus “Barton Fink” der Gebrüder Cohen sehen kann. (Leider hier nur in einer Synchronisation durch den Vatikan). Der LIFTBOY ist ein alter, resignierter, versteinerter Mann, der auf die seltsame Frage des Aufzugsgastes, ob er die Bibel gelesen habe, ebenso seltsam zurückfragt: “Die heilige Schrift? Ich glaube schon.”

Das metaphysische des Aufzuges nimmt auch das folgende, völlig andere Video auf, ein kleines Musikvideo von Arcade Fire. Die Metaphysik hier rührt nicht nur von der Erwähnung der Bibel im Aufzug her (indessen übrigens in der Bibel leider nie ein Aufzug erwähnt wird), sondern ebenso von der Enge. Die aufzugsgemäße Enge spiegelt die Enge der Existenz. Man lebt mit vielen nebeneinander, zwangsläufig. Was tut man in dieser Enge? Man tut sich -im positiven Fall -mit anderen zusammen, klopft vergebens, aber rhythmisch gegen die Decke und zerreißt die Zeitung. Oder spielt ein wenig Violine. Live-Konzerte in Aufzügen sind naturgemäß -wg. der Enge- ohne viel Publikum.

Der Aufzug von Arcade Fire fährt nicht. Es ist auch zutiefst gleichgültig, ob er fährt oder nicht. Er ist vielleicht ein Gefängnis ewiger Verdammnis, aber ein nettes Gefängnis. Irgendwann, wenn der Song vorbei ist, gehen die Türen auf. Ganz anders in diesem Filmsketch: 2 Schotten wollen, müssen fahren mit dem Aufzug, wollen “nach oben” mit aller Macht, der eine im Geschäftsanzug, der andere etwas grober gestrickt. Dabei treffen Sie auf einen sprachgesteuerten Aufzug- und scheitern an ihm. Hat die Zahl elf, die Zahl der Nichtganzangekommenen je so lächerlich geklungen wie hier? Gleichzeitig eine kleine Lektion über die totalitären Tücken globalisierter Technologie.

Das Feuer von Arcade Fire brennt nur in ihren Seelen. Was aber, wenn die Türen am Ende aufgehen und statt der Groteske das Grauen nach außen tritt? So am Ende von Barton Fink. Der “Elevator”, bezeichnet über ein Schild, macht sein Geräusch wie immer, ein Pling der Ankunft, doch Flammen schlagen aus ihm, und Bartons Zimmernachbar Charlie scheint sich im Aufzug in den Massenmörder Mund verwandelt zu haben




Nach Univollversammlung Haus in der Schumannstraße besetzt und… zwangsgeräumt

Heute Donnerstag wude nach einer studentischen Vollversammlung die Schumannstraße 60 (ein altes Haus der Uni) in Bockenheim/Westend besetzt. In den nächsten Tagen gibt es mehr Infos. Laut Pressemitteilung von “Schlaflos in Frankfurt” soll mit der Besetzung “auf den Widerspruch zwischen dem derzeit bestehenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen und dem hohen Leerstand von Gebäuden in Frankfurt verwiesen werden. Für Studierende, die zu Beginn des Wintersemesters noch keine Wohnung in Frankfurt gefunden haben soll damit zugleich Wohnraum erschlossen werden.(…) In der Stadt stehen fast ein Fünftel aller Gewerbeflächen leer. Das entspricht der Fläche von 27000 Wohnungen. Ein Teil davon könnte in Wohnraum umgewandelt werden. Ein ernsthaftes Engagement der städtischen Politik den Wohnraummangel zu beheben ist aber derzeit nicht zu erkennen. Tatsächlich wurde die Zahl der städtischen Sozialwohnungen in den letzten Jahren – trotz anhaltenden Bedarfs – kontinuierlich reduziert. Die Stadt Frankfurt beruft sich zwar auf ein Stadtentwicklungskonzept mit dem Titel „Frankfurt für alle“; vorangetrieben wird jedoch vor allem der Umbau der Innenstadtteile zu Konsum- und Erlebnisräumen.
„Diese Umstände“, sagt Fröhlich (von Schlaflos in Frankfurt), „nehmen wir nicht einfach mit einer Protestnote an die Politik hin. Wenn der Nutzen von Häusern dermaßen vernachlässigt wird, dass sie leer stehen, halten wir es für legitim sich die Räume zu nehmen, die wir brauchen, um in Frankfurt am Main leben zu können.“
Aus der Besetzung der Schumannstr. 60 soll langfristig ein selbstverwaltetes Wohn- und Kulturzentrum entstehen. Dafür laden die Besetzer_innen am morgigen Freitag den 21.10. zu einem öffentlichen Plenum in der Schumannstr. 60 ein. Dieses wird um 19.00Uhr beginnen.
In den nächsten Tagen wird es zudem ein vielfältiges Programm aus Vorträgen und Workshops zu Themen der Städte- und Bildungspolitik geben. Dieses wird auf der Internetseite von „Schlaflos in Frankfurt“ abrufbar sein.”

Aus Anlaß der Besetzung hier das Phantasiestück nr. 2 von Robert Schumann: Aufschwung. Entstanden in einer Zeit, da “Aufschwung” nicht vor allem eine ökonomische bedeutung hatte.

Update Freitag:
In den späten Abendstunden des Donnerstags wurde das erst am Nachmittag besetzte Haus von der Polizei gewaltsam geräumt. Das geschah etwa 20 Minuten, nachdem der der Pressesprecher der Frankfurter Polizei, Alexander Kießling, in Interviews u. a. mit der Frankfurter Rundschau und dem Hessischen Rundfunk geäußert hatte, die Polizei habe , „kein Interesse an einer Eskalation“ und eine Räumung sei nicht geplant.
Im folgenden die Darstellung des AK Recht der Universität zur Räumung:
“•Die Räumung begann 20 Minuten, nachdem der Pressesprecher der Frankfurter Polizei, Alexander Kießling, in Interviews u. a. mit der Frankfurter Rundschau und dem Hessischen Rundfunk behauptete, „kein Interesse an einer Eskalation“ zu haben. Er verwies außerdem darauf, dass die Aktion „friedlich verlaufen“ sei. und eine Räumung bisher nicht geplant sei. Die Polizei hatte Ansprechpartner_innen innerhalb des Hauses, ein Handykontakt stand zur Verfügung. Trotzdem fuhren ohne Ankündigung plötzlich ca. 60 Einsatzwagen vor. Eine Eskalation von Seiten der Aktivist_innen hatte es nicht gegeben.
•Die Räumung der Straße vor dem Haus kann nur als gewalttätig beschrieben werden. Bis zu 100 Unterstützer_innen und Beobachter_innen wurden ohne Ankündigung seitens der Polizei bis zum Beethovenplatzes getrieben. Hierbei wurden durch Faust- und Schlagstockschäge mehrere sich solidarisierende Personen beispielsweise im Gesicht und am Rücken verletzt.
•Der Umgang mit den Personen, die sich im Haus befanden und aus dem Haus gebracht wurden, ist rechtlich ebenfalls nicht zu rechtfertigen. Knapp 90 Personen wurden mit Gefangenentransportern ins Polizeipräsidium gebracht, damit dort eine Personalienkontrolle stattfinden konnte. Warum dies nicht an Ort und Stelle möglich gewesen sein soll, ist nicht zu verstehen. Betroffene mussten teilweise über vier Stunden in der Gefangenensammelstelle des Polizeipräsidiums verbringen. Durch Fesselungen mit Kabelbindern wurden mehrere Personen an den Handgelenken und Armen verletzt. Es gab willkürliche erkennungsdienstliche Behandlungen, im Rahmen derer sich mehrere Personen ohne Begründung komplett entkleiden mussten.
•Gerade der Umgang mit Minderjährigen verstieß konsequent gegen die Grundsätze des Jugendstrafrechts. Minderjährige Personen wurden an den Handgelenken gefesselt, mit Erwachsenen gemeinsam in Gefangenentransporter gesperrt und in die Gefangenensammelstelle gebracht. Auch hierbei kam es zu blutigen Handgelenken durch die Fesselungen mit Kabelbindern. Dort wurden 16- und 17-jährige teilweise über 4 Stunden festgehalten, weil die Eltern nicht erreichbar waren. Eine minderjährige Person wurde bis um 3.30 Uhr morgens in der Gefangenensammelstelle festgehalten, ohne das Jugendamt einzuschalten oder die Person nach Hause zu bringen und als letzte Person aus der Gefangenensammelstelle entlassen.
•Zwei Personen, die ihre Presseausweise vorzeigten, wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen. Als eine Person dem betreffenden Polizeibeamten seinen Presseausweis erneut vorzeigte, antwortete dieser mit „Halt’s Maul!“.
•Der Umgang der Polizei mit der anschließenden spontanen Solidaritätsdemonstration war ebenfalls geprägt von Gewalt und Rechtsverstößen. So wurde die Demonstration sofort von allen Seiten eingekesselt und mit Schlagstöcken und Fausthieben angegriffen. Mehrere Personen, die die Demonstration von außen beobachteten, wurden von Einsatzkräften in den Kessel geprügelt. Der Demonstrationszug wurde sofort am Weiterziehen gehindert. Da eine Durchführung der Demonstration unter diesen Umständen nicht möglich war, wurde sie schließlich aufgelöst. Im Anschluss daran wurde das Areal des Campus Bockenheim von Polizeikräften umstellt. Zur Stunde ist noch nicht klar, ob es im Laufe der Nacht zu weitere Personenkontrollen oder Festnahmen gekommen ist.
„Unabhängig davon, wie die beteiligten Gruppen die Vorfälle politisch bewerten, ist die juristische Bewertung des Abends eindeutig“, sagt Florian Muhs, Sprecher des AK Recht an der Uni Frankfurt. „Wir verurteilen den heutigen Polizeieinsatz auf das Schärfste und werden in den nächsten Tagen eine ausführliche juristische Bewertung treffen.“
Der AK Recht ruft alle betroffenen Personen auf, Gedächtnisprotokolle anzufertigen und sich mit dem Arbeitskreis über die weiteren Schritte zu beraten.”


Informationen aus dem Occupy Frankfurt Camp

+++WIR BENÖTIGEN DRINGEND EINEN „REPEATER“ DER EIN WLAN SIGNAL BIS ZU DEN ZELTEN VERSTÄRKEN KANN für LIVESTREAM UND KONTAKT ZU OCCUPY FFM VOR ORT++++++++++++++++++++

Eine erste kleine Reportage zu dem Camp!

Informationen für Teilnehmer, die von ausserhalb anreisen

■Aktuell steht ein Pad zur Verfügung, dass das Infozelt vor Ort mit der Aussenwelt verbindet. Hier können Sachspenden koordiniert werden.
■Der Kundgebungsort ist in Gallusanlage (Willy Brandt Platz)
■Ende ist nicht in Sicht, das Camp ist vorerst bis Mittwoch genehmigt.
■Die offiziellen Ordner, die wir aufgrund von behördlichen Auflagen stellen müssen, stehen Euch gleichzeitig auch als Ansprechpartner für alle möglichen und unmöglichen Probleme zur Verfügung, mindestens sind sie in der Lage Euch zu sagen, wer Euch weiterhelfen kann. Dies gilt ausdrücklich auch für Fragen des Ablaufs der Veranstaltung auch nach deren offiziellen Auflösung.
■Occupy:Frankfurt ist kein kostenloses Theaterprogramm sondern eine Mitmachdemo. Wir freuen uns, wenn Ihr Euch meldet und noch helfen wollt.
■Bitte meldet jegliche Vorkommnisse, insbesondere Störungen von aussen (z.b. durch die Polizei) an einen der Ordner. Wenn etwas unvorhergesehenes passiert, bleibt ruhig und lasst Euch nicht provozieren. Wir hier vor Ort sind auf fast alles vorbereitet.
■Achtet aufeinander und darauf, dass die friedliche Aktion und die kommenden Diskussionen nicht von Menschen aus der rechten Szene für nationale Gedankengänge missbraucht werden.
■Es stehen vorraussichtlich ab Dienstag Schlafplätze in der Universität zur Verfügung (was allerdings erst nach einer politischen Positionierung und Distanzierung von Rechts möglich wäre). Am Wochenende stehen (für Notfälle) bis zu 20 Schlafplätze in Offenbach (10 min. mit der S-bahn) zur Verfügung.
Informationen für Aktive aus der Region, die Aufgaben übernommen haben:

PLENUM FINDET TÄGLICH UM 19:30 und um 12:00 statt!!BITTE DAS PERMANENTE VORORTPLENUM NUTZEN „OCCUPY FFM IS AGORA“

■Austausch von Mobilfunknummern zwischen Leiter, Ordnern, Medics usw ist zwingend notwendig!
Informationen für Berichterstatter, Fernsehen, Medien, Blogger, Interessierte, etc.

■Vor Ort befinden sich viele engagierte Demonstranten, die gerne Interviews geben und ihre Meinung kundtun.
■Berichterstatter aller Art sind dazu eingeladen, die Proteste zu verfolgen. Wir werden uns trotz des Andrangs Mühe geben, alle Fragen zu beantworten.
■Bitte beachten: Innerhalb der Bewegung werden viele verschiedene Meinungen vertreten! Wir wären für eine objektive Berichterstattung ausgesprochen dankbar.
■Grundsätzlich gilt: Wir haben selbst auch Kameras und Internet, passt also auf was ihr sendet!!! Wir sind die Medien!!!
GrünerBogen: Ihr braucht dringend eine Friedenskasse. Ansonsten trocknen die Euch aus. Wir leben nunmal in Armut. Ganz Wichtig!!! GrünerBogen: Unsere Freunde in New York machen es doch vor. Bitte seit so nett, und fragt Sie einmal.

Was kann ich tun?
Die Website pflegen, aktualisieren und ernsthafte Kommentare fördern, Spameinträge löschen und ordnen Inhalte, Räschtschreipfehler korrigieren und die Seite betreuen.

Wir haben nun ein offizielles Spendenkonto: PayPal

Informier dich über die Ziele der Aktion.

Hilf mit…

■indem du der Protestaktion via sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook, …) oder Blogeinträgen zu mehr Aufmerksamkeit verhilfst.
■indem du Freunden und Bekannten von der Aktion erzählst.
■indem du Demoschilder gestaltest und bastelst.
■indem du bei der Organisation und Planung hilfst. Dazu gibt es auch ein Piratenpad.
Tägliche Plena wurden für 19:30 und 12:00 verabredet. JEDEN TAG! Mittagsplenum für die Camporganisation. Abendplenum für Inhaltliche Diskurse. Es gibt folgende Workshops/Gruppen

Öffentlichkeitsarbeit
Plakate und Transparente
Kunst und Musik
Bautrupp
Küche & ContainernZusatz: Es ist eine Plattform als Übersicht über deutschlandweite Aktionen und als Anlaufpunkt für Bürger aus kleineren Städten und Gemeinden zu organisieren.

Dies ist eine Info der Webseite occupy Frankfurt


Blind Dates 20.10.- 25.10.

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Do, 20. 10., 1
19.30 Uhr Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24,(U 4, Höhenstraße) : Presse, Journalisten und die LINKE. Besichtigung einer Baustelle. Mit Tom Strohschneider – Journalist im ,Freitag’
, Berlin: Der Umgang mit ‚den Medien’ ist für alle linken Initiativen im Allgemeinen und für die Partei DIE LINKE im Besonderen schon prinzipiell schwierig: Man braucht sie einerseits als Medium zur Öffentlichkeit, andererseits kann die Linke keine besonders mitfühlende und solidarische Berichterstattung erwarten – zumindest von dem Teil der Presse nicht, den wir als ‚bürgerlich’ bezeichnen. Dazu ist der Abstand der Linken von einem ideologischen ’mainstream’ zu groß. Nicht wenige Konflikte in der LINKEN betrafen Verhältnis zur Presse – bis hin zum „Presseecho“ über den letzten Frankfurter Parteitag der LINKEN.Letzteres war dann auch für uns der unmittelbare Anlass, den Journalisten und Autor Tom Strohschneider für eine Problembeschreibung des Verhältnisses der Linken und der Medien einzuladen. Er selbst gehört ja nicht nur zu den Wenigen, die die LINKE im „Freitag“ fast Woche für Woche journalistisch begleiten, sondern vielen mit seinem BLOG „Lafontaines Linke“ einen linken Diskussionsraum zur Verfügung gestellt hat. Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

19:30 Historisches Rathaus Seckbach: Seckbacher Bürger informieren: Kein weiterer Supermarkt!
Die Bürgerinitiative „Kein weiterer Supermarkt!“ lädt für Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 19.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in das Historische Rathaus Seckbach ein. An der Veranstaltung wird neben dem Leiter des Stadtplanungsamts der Stadt Frankfurt, Herr Dieter von Lüpke, auch Herr Christof Heun, Mitglied des Verwaltungsrats der Katholischen Kirchengemeinde Maria Rosenkranz als Gast und Gesprächspartner teilnehmen. Eine entsprechende Zusage liegt der BI vor. Der BI liegen Unterschriftslisten vor, die von 1.612 Seckbacherinnen und Seckbacher unterschrieben wurden. Ansprechpartner: Walter Schmidt, w-schmidt.ffm@arcor.de

20.30 Uhr, Pupille, Kino im Studierendenhaus, Campus Bockenheim Filmreihe zur Eröffnung der Landebahn Nordwest: Film: Keine Startbahn West – Eine Region wehrt sich
Anlässlich der Eröffnung der neuen Landebahn Nordwest des Frankfurter Flughafens erinnern wir an eine der größten Bürgerprotestbewegungen der Bundesrepublik Deutschland. Nach jahrelangen Planungen, Klagen und Verhandlungen gab das hessische Verwaltungsgericht 1980 den Bau der Startbahn West endgültig frei. Mit den Rodungen des Bannwaldes wurde zügig begonnen. In den folgenden Jahren protestierten regelmäßig Zehn- bis Hunderttausende, sammelten Unterschriften, blockierten Straßen, errichteten Protesthütten im Wald und strengten ein Volksbegehren an. Der Film mischt dokumentarische Aufnahmen, Spielszenen, Konzertmitschnitte und experimentelle Montagen. In sechs Kapiteln zeichnet er die fortschreitende Unzufriedenheit und politische Entfremdung nach.

Freitag, 21. 10.
Dirty Landing“ in Flörsheim 13 Uhr.
Als Steilvorlage des Flughafenbetreibers Fraport bezeichnete Hans-Jakob Gall, Vorsitzender des Vereins “Für Flörsheim”, die Inbetriebnahme der neuen Landebahn am 21. Oktober. Der Termin erlaubt den Flörsheimern einen Bezug zum Widerstand gegen den Bahnhofsbau in Stuttgart. “Das ist Flörsheim 21″, verkündete Gall. Dem “Happy Landing” des Flughafenbetreibers will der Verein am 21. Oktober ein “Dirty Landing” entgegensetzen. Fluglärmgegner sollen sich ab 13 Uhr in einem Zelt auf dem ehemaligen Hertie-Gelände an der Ecke Weilbacher Straße/Rheinallee versammeln. Der Standort der Protestveranstaltung wurde nicht zufällig gewählt. Wenn der erste Flieger gegen 14.30 Uhr landet, wird man die Auswirkungen dort besonders spüren. Der Kreuzungsbereich von Weilbacher Straße und Rheinallee wird in einer Höhe von nur rund 275 Metern überflogen. Die Organisatoren werden den Beginn der Flugbewegungen mit Reden und Lärmmessungen begleiten.

Sa, 22.10.
Weiter gehts mit Occupy Frankfurt!

So, 23. 10.
Club Voltaire 19 Uhr:Stellungnahme zur gegenwärtigen Situation in Afghanistan und zur bevorstehenden Afghanistan-Konferenz in Bonn Referentin: Frau Dr. Alema, Kabul – Afghanistan.
Frau Dr. Alema spricht als Vertreterin des “Women Political Participation Committee” in Kabul. Sie promovierte 1994 an der Universität Leipzig mit der Doktorarbeit “Die Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland in den Jahren 1919 – 1929″. Seit 2002 ist der Schwerpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit, vor Ort in Afghanistan, die Koordination der Zusammenarbeit von Gruppierungen innerhalb der afghanischen Zivilgesellschaft; u. a. Friedensarbeit, vor allem Frauenarbeit. Eintritt frei – Spenden erwünscht!

Di, 25. 10.

20 Uhr, Naxoshalle: Zum Beispiel Montaretto .Film von Yasmin Khalifa und Farhad Payar (Deutschland 2010 / 62 Min): Nein, es ist nicht „das kleine gallische Dorf“, das den Römern trotzt, es ist ein pinienbewachsener Ort an der italienischen Riviera, dessen Einwohner sich herzlich wenig um die römische Zentralregierung scheren und statt dessen schon seit Jahrzehnten ihr eigenes Ding machen. Yasmin Khalifa und Farhad Payar porträtieren in Ihrem Film die Einwohner dieses besonderen Dorfs namens Montaretto, das früher von anderen gerne „Klein-Russland“ genannt wurde.
Wann 25.10.2011 Bei aller Folklore, etwa dem Konterfei von Karl Marx auf Weinflaschen oder den Hammer-und-Sichel-Emblemen im Gemeinschaftshaus scheint es den Einwohnern aber nicht besonders wichtig zu sein, ob sie nach kommunistischem Ideal oder einfach christlicher Nächstenliebe entsprechend leben. Wichtig ist, dass zwischen den Menschen ein dauerhaftes Vertrauen besteht und keiner den anderen für fähig hält, etwa sein Auto zu beschädigen, wenn es nicht abgeschlossen ist. Auch die Völkerfreundschaft hat große Bedeutung im Dorf. Jährlich werden in den Häusern, die von den Bewohnern gemeinschaftlich und unentgeltlich gebaut wurden, Kinder aus Kriegsgebieten beherbergt. Im Übrigen, so eine Frau aus dem Dorf, lasse sich von diesen Kindern vieles lernen. Und es gibt eine alternative Weinmesse, die „Critical Wine“.


Occupy in Berlin: rein in die Wohnungen

Im Dauerkampf des Städtewettbewerbs spielen die Events eine wichtige Rolle. In Frankfurt wurden in den letzten Jahrzehnten unzählige davon institutionalisiert. Während es früher in der Innenstadt nur das Mainfest, den Faschingsunzug und den Weihnachtsmarkt gab, sind Street days, Museumsuferfest, Weinfeste und vieles andere hinzugekommen. Meist überall garniert mit der gleichen Art von Verkaufsbuden und leicht [...]

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Wir Bockenheimer bleiben hier!

Eine Veranstaltung am Freitag, dem 21. Oktober um 19 Uhr in der Jakobsgemeinde am Kirchplatz: “Wir Bockenheimer bleiben hier!” Diesen Titel haben wir der Veranstaltung gegeben und dass es so bleibt, dafür müssen wir jetzt etwas tun. Der Mietspiegel 2010, der erst im Frühjahr 2011 in Kraft getreten ist, zeigt schon mal die Richtung an, [...]

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