Frankfurter Gemeine Zeitung

Occupy in Berlin: rein in die Wohnungen

Im Dauerkampf des Städtewettbewerbs spielen die Events eine wichtige Rolle. In Frankfurt wurden in den letzten Jahrzehnten unzählige davon institutionalisiert. Während es früher in der Innenstadt nur das Mainfest, den Faschingsunzug und den Weihnachtsmarkt gab, sind Street days, Museumsuferfest, Weinfeste und vieles andere hinzugekommen. Meist überall garniert mit der gleichen Art von Verkaufsbuden und leicht erhöhten Preisen. Besonders “Lange Nächte” sollen noch mehr Publikum anziehen.

In Berlin wurden die Langen Nächte nun auf den Punkt gebracht: “Selling the Location” könnte man es nennen, und ein Webportal macht daraus eine Lange Nacht der Wohnungsbesichtigungen“.
Der Marktführer ImmobilienScout24 lädt für heute Abend (20. Oktober) zu einem “einzigartigen Event (ein und will) alle Wohnungssuchenden die Möglichkeit (geben), zahlreiche attraktive Wohnungen in den beliebtesten Stadtteilen Berlins zu besichtigen.” Und das bei gerade mal 160 freien Wohnungen in der Berliner Innenstadt.

Deswegen laden Initiativen vor Ort in Berlin zu einen Gegenbewegung ein, einer „Lange Nacht der Wohnungsbesetzungen“ – und zwar ebenfalls heute.

Eine gute Idee und auf ein gutes Gelingen!


2 Kommentare zu “Occupy in Berlin: rein in die Wohnungen”

  1. Heiko

    In der heutigen Sendung mit Maybritt Illner waren 2 Vertreter der “Occupy”-Bewegung in Berlin zu Gast.
    Deren Aussagen waren aber so allgemein, das man damit konkret überhaupt nichts anfangen kann. Besonders machte sich die Jana Pallaske lächerlich, welche wie ein betrunkenes Blumenkind metaallgemeine Aussagen über Kommunikation machte. Das wird die Bänker schwer beeindrucken … .

    Keine einzigste Aussage mit der man was konkret anfangen kann wurde gemacht ! Dazu kommt noch das Berufsbild “Schauspielerin”. Warum gehen immer nur Menschen mit schöngeistigem Hintergrund zu Demos?
    Warum sind da kaum Arbeiter, Ingenieure oder Techniker vorhanden? Ganz einfach, weil die sich mit Sozialpädagogen, Soziologen und anderen Berufsdemonstranten überhaupt nicht identifizieren können. Ein Zusammentreffen würden Ingenieure eher als peinlich empfinden. Sehr schade.

  2. ING

    Hi, bin Ingenieur und möchte dich deshalb darauf hinweisen, dass der Artikel sich um was anderes dreht, nicht die “Occupy”-Bewegung, sondern eine Stadt-Initiative gegen Gentrifizierung.
    Also: erst mal genau lesen, bevor man gegen “Berufsdemonstranten” wettert, denen man am liebsten die Fachbereiche zu machen möchte.
    Ausserdem: habe keine Probleme mit Schöngeistigen, nicht alle Ingenieure sind “Hässlichgeistig”.

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