Frankfurter Gemeine Zeitung

Eine ästhetische Analyse von “KulturCampusFrankfurt” anhand einiger Elemente dieses einzigartigen Gesamtkunstwerks. Teil 2: Web.

Teil 2: Web.

wbste

Im ersten Teil unserer Analyse haben wir die Symbolik des Visuellen im Print hervorgehoben. Die historische, chronologische und konsequente Entwicklung der Medien schreitet voran: Wenn im letzten Jahrzehnt des XX. Jahrhunderts das relativ neue Medium Internet - in seiner gesellschaftlichen WorldWideWeb-Ausprägung individualistischen Züge bekam (die monopersonale Bezogenheit der Webseiten, one-channel-Kommunikation zwischen Produzent und Rezipient), hat das neue Jahrtausend völlig neue Möglichkeiten eröffnet: Social Networks, Blogs, Dynamik von Web2.0 - all diese Erscheinungen deuten auf die Verbesserung der Partizipation.

Die kundenfreundlich orientierte Webseite (www.kulturcampusfrankfurt.de), als der virtuelle und zu dem gegenwärtigen Zeitpunkt einzig interaktive Part des Gesamtkunstwerks KulturCampusFrankfurt, hat sich diese Kommunikation als eine wichtige Leitplanke mitgenommen: bei diesem Projekt wird die Bürgerpartizipation groß geschrieben.

Für die letzten Zweifler unter den Leserinnen und Leser, hier einige unschlagbaren Beweise davon:

b1

und auch hier:

b2

Alles groß geschrieben.

Doch nicht nur die Orthographie stimmt. In einem speziell für die Bürgerpartizipation eingerichteten Forum können die Bürger ihre Meinungen zu dem Gesamtkunstwerk KulturCampusFrankfurt austauschen und in einen direkten Kontakt mit dem Projekt kommen. Ihre – teils auch kritische Meinungen werden nicht ignoriert, sondern konstruktiv bearbeitet, beispielsweise hier:

bürgerbeteiligung

Die Gestaltung der Webseite ist sehr ergonomisch und intuitiv (s. Screenshot am Anfang): man gelangt leicht zu Projektbeschreibung selbst, zu Meinungen der Prominenten und Projektleiter, zu dem öffentlichen Forum sowie immer zu der Karte des künftigen KulturCampus, aus der man eine gute Übersicht über alle vielzähligen Büro- und Gewerbeflächen, Wohnräume und sogar Plätze für die Kultureinrichtungen bekommt. Die meisten Standorte sind mit aufschlussreichen Informationen versehen:

philo villen

Sogar der Hintergrund der Webseite ist vielsagend und signifikant (hier der direkte Link zum Original):

hg-1

Eine hinter den Plänen und Karten versteckte Figur erbaut etwas ähnliches wie Akropolis aus Styropor. Die griechischen Bezüge haben wir bereits im Teil 1 unserer Analyse erwähnt. Sie sind sehr passend und zeitgemäss, besonders in der Bankenhauptstadt Frankfurt am Main.

Alles in allem, eine sehr gelungene Darstellung des neuen zukunftsweisenden Standortes, der in einer ständigen Partizipation mit Bürgerinnen und Bürger entsteht, wie auch die offizielle Facebook-Seite des Gesamtkunstwerks KulturCampusFrankfurt nur noch bestätigt:

fb

Über diese feierliche Begrüßung haben wir bereits berichtet.

Wie sich die Weiterentwicklung des Gesamtkunstwerks KulturCampusFrankfurt verlaufen wird – das wird die Zeit zeigen. Und die mögliche Bürgerpartizipation an den Planungswerkstätten, zu der alle Bürger mit 40000 Flyern eingeladen worden sind. Die evtl. existierenden Bürgerinitiativen können ja auch ggf. kommen.


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