Frankfurter Gemeine Zeitung

Qualitativ hochwertiger feministischer Rap aus der BRD

Feministischer Rap.

Nice obwohl schon älter. Gerade wiederentdeckt.

*Triggerfinger verbeißt sich in “Gefällt-mir-Button”*

oder


Maria und Josef auf Obdachsuche in Kronberg und Königstein

Wir tun hier mal etwas, wozu es nicht all zu oft Anlaß gibt: Die ZEIT loben. Redakteur Henning Sußebach hat eine Reportage geschrieben, mit der er das durch den eigenen Chefredakteur Di Lorenzo ramponierte Image der ZEIT glänzend rehabilitiert: “Maria und Josef im Ghetto des Geldes“. Er und die Schauspielerin Viola Heß zogen als obdachloses Paar- sie schwanger- verkleidet kurz vor Weihnachten nach Kronberg und Königstein auf Suche nach ein bisschen Geld und Obdach. Eigentlich eine schlichte, vielleicht ein wenig moralisierende Idee, aber mit herrlichster und wahrster Realityrealität als Ergebnis. Hervorragend geschrieben, eine Perle reiht sich an die nächste: Lieferwagen mit der Aufschrift: “Ihr Schwimmbadwasser.” “Da sind wieder die faulen Feiglinge”, sagt ein Mädchen im Park zu seiner Mutter, als es des Paares ansichtig wird. Durch den Türlautsprecher wird ihnen beschieden: “”Deutsche Chef nicht da. Arbeit bei Bank. Klingelt nächste Haus.” Der Kronberger Pfarrer äußert auf auf den Übernachtungswunsch hin bestürzt:”Mit Verlaub: so etwas ist hier noch nicht vorgekommen”, schickt sie dann aber doch mit 20 Euro und Lebensmittel weiter  zur 15 Kilometer entfernten Jugendherberge, wo sie natürlich nicht unterkommen, denn “wir nehmen nur Gruppen.”. In Königstein ein Auto, das anhält und dessen Fahrer fast fleht: ” Bitte, bitte, fahrt nach Frankfurt. Hier hilft Euch keiner!” Höhepunkt und Schlußszene: ein Charitykonzert im Königsteiner Schloßhotel, veranstaltet von einem Manager der Ratingagentur Standards & Poors… sind das nicht die…? Doch genau die. Söhne und Töchter der Stadt spielen Cello, Geige und Klavier, der Erlös soll blinden (!) Kindern (!!) in Bangladesh (!!!) zukommen. Als sich die beiden Pseudo-Poors dort hinein verirren, werden sie nach dreißig Sekunden mit dem Satz herauskomplementiert: “Das ist wirklich unpassend heute. Wir haben hier nämlich eine Wohltätigkeitsveranstaltung.” Schöner könnte man das auch nicht erfinden. Der Vordertaunus: im Grunde eine Gottverlassenen Gegend.


ABG Frankfurt Holding – eine gegreente, Co-2 neutrale städtische Tarnfirma

tarnung,armee
Redebeitrag  auf der Demo vom 17.12. ›Occupy Wohnraum, Häuser Plätze‹ in Frankfurt

“Wir stehen hier vor einer waschechten Tarnfirma. Die meisten halten sie für eine gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft, für die nicht der Profit im Vordergrund steht, sondern der gemeinnützige Auftrag, billige, bezahlbare Wohnungen zu bauen und zu verwalten, damit diese Stadt nicht gleich Bankern, Investoren, an die Business Class übergeben wird, mit ein bischen kreativem-prostitutivem Kapital als Dekors drum herum.
Die darin auftretenden Strohmänner für einen angeblich gemeinnützigen Zweck machen genau das Gegenteil: Der überwiegende Teil ihr Geschäftsvolumens besteht darin, im so genannten Markt mitzumischen. Sie bauen Eigentumswohnungen, sie vermieten Wohnungen zu marktüblichen, also für die meisten nicht zu bezahlenden Preisen. Es ist ein stinknormaler Immobilienverwertungskonzern mit einem gefakten blauen Engel, mit einer irreführenden Vita, mit einem verlogenen sozialen Touch.

An diesem gefakten sozialen Image arbeiten viele, die Konzernmitarbeiter wie die RepräsentantInnen dieser Stadt. So lobte die Oberbürgermeisterin Petra Roth/CDU, die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der ABG FRANKFURT HOLDING ist, diesen stadteigenen Schwindel über den grünen Klee: »Die ABG ist nicht nur ein kerngesundes Immobilienunternehmen. Sie erwirtschaftet auch eine hohe soziale Rendite für die Stadt Frankfurt und ihre Bürgerinnen und Bürger« (Bilanzpressekonferenz am 22. Juni 2011 in Frankfurt)
Noch ist die ABG FRANKFURT HOLDING im Besitz von ca. 30.000 Sozialwohnungen als Restbestand; ihr Hauptgeschäft macht sie hingegen dort, wofür es keine städtische Wohnungsbaugesellschaft benötigt. So ist sie u.a. mit der Vermarktung des Campus-Arreals in Frankfurt-Bockenheim beauftragt, um auch dort den Löwenanteil des 16,5 Hektor großen Geländes an private Investoren und zahlungskräftige Interessenten zu verkaufen.

Diese stadteigene Immobilienverwertungsgesellschaft mit ihrem gefakten Sozialtouch kann man auch am Umgang mit jenen MieterInnnen messen, die ihre Miete nicht mehr bezahlen können und von Zwangsräumungen bedroht sind. Zwangsräumungen, die es nicht nur zu Zehntausenden in New York, in Barcelona und Paris gibt, sondern auch hier in Frankfurt.
So weit man den offiziellen Zahlen vertrauen darf, wurden und werden alleine in diesem Jahr ca. 800 Zwangräumungen durchgeführt.
Zwangsräumungen… werden durchgeführt, wenn jemand trotz Mahnungen mit seinen Mietzahlungen im Rückstand ist. In der Regel sind es vielleicht 1.000, vielleicht 1.500 Euro. In aller Regel haben die Mieter haben das Geld nicht im Kasino verspielt. Das Geld reicht rundum nicht mehr fürs Leben. Egal, wo man spart, an einer anderen Stelle ist man dann blank. Dann macht auch das mit Gemeinnützigkeit parfümierte Immobilienunternehmen genau das, was alle anderen ‚am Markt‘ auch machen. Man mahnt ab, man besorgt sich einen Räumungstitel, man wirft die Leute auf die Straße.
Wie widerlich und doch so normal das ist, versteht man am besten, wenn man sich vor Augen hält, wie unterschiedlich doch mit Schulden in diesem Land umgegangen wird, obwohl wir doch alle vor dem Gesetz so gleich sind.
Nehmen wir einmal eine Bank, die Commerzbank: Sie machte über 18.000 Millionen Euro Schulden, stand vor der Pleite, wenn ihr euch erinnert. Die Commerzbank hat hier, in dieser Stadt alles: Filialen, Geschäftszentralen, Kunstgalerien, angemietete hochpreisige Wohnungen, also Penthäuser u.s.w. Könnt ihr euch an eine Zwangräumung erinnern? Kann sich irgend jemand daran erinnern, dass es ganz korrekt zwei Mahnungen gab, die verstrichen, damit endlich, endlich geräumt werden kann, damit dort Menschen einziehen können, die tatsächlich ihr Leben im Griff haben, also zumindest keine Schulden machen, die niemand mehr außer dem Staat bezahlen kann?
Und da Occupy Frankfurt an dieser Demonstration auch beteiligt ist, noch ein Beispiel aus dem Bankenmilieu: Auch die Deutsche Bank wäre heute längst pleite, wenn nicht die US-Regierung mit Milliarden Dollar eingesprungen wäre, um Banken und Versicherungen, an den die DB beteiligt war, zu retten.
Warum werden nicht zu aller erst deren Hochhäuser zwangsgeräumt? Warum werden nicht deren Penthäuser beschlagnahmt, warum werden nicht Gästehäuser, die meist leer herumstehen, wie das in der Siesmayerstraße 2-4 hier in Frankfurt, gepfändet, bevor der Staat wie ein Samariter herbeieilt, um gestrauchelten Banken wieder auf die Beine zu helfen?

Wenn es also darum geht, dass Zwangräumungen nach Recht und Gesetz nötig und möglich sind, wenn Schulden nicht beglichen werden, dann möchten wir erst einmal Zwangräumungen unter besagten einem Prozent der Gesellschaft erleben – bevor sich eine Tarnfirma und ganz echte Firmen am Leben vom Menschen vergreifen, die kaum noch wissen, wo sie zuerst Schulden machen müssen, damit sei über die Runden kommen.
Es geht darum, ein immer ruinöser werdendes Leben anzuhalten, das nicht Menschen in nicht mehr bezahlbaren Wohnungen zu verantworten haben, sondern gerade jene, die mit Milliarden und Billionen Euro am Leben gehalten werden, damit sie das Leben anderen weiterhin ruinieren können.”


›Wir wollen alles‹ – Häuserkampf von 1970 – 1985‹ (Band 21), Hrsg. Wolf Wetzel
›Besetzen lohnt sich –bleiben auch‹ – Häuser- und Stadtkämpfe von 1985 bis morgen‹ (Band 22), Hrsg. Andrej Holm und Wolf Wetzel, Laika Verlag, Hamburg 2012


Zivilgesellschaft – anderswo

Team Anna – die neuen Mittelschichten machen mobil

Irgendwelche Figuren, die sich als Reinkarnation Gandhis zelebrieren und ihren Forderungen mit medienwirksam inszenierten Hungerstreiks Bedeutung zu verleihen suchen, gibt es zu allen moeglichen Anlaessen in Indien. Wohlweislich sind ihre Fastenkuren stets begrenzt, denn sie moechten ja gerne ihren Erfolg auskosten.

Was also ist anders im Falle des Anna Hazare und seines Teams Anna?

Einerseits werden sie hoch gelobt als Aufbruch in die Zivilgesellschaft, andererseits geben sie mehr als genug Anlass, ihnen mit aeusserstem Misstrauen zu begegnen, streuen sie doch reaktionaere Moralen, die dem mittelalterlichen Indien entsprungen sind.

Nun: Hazare hungert wieder einmal fuer die Einfuehrung eines Anti-Korruptionsgesetzes, auch dies ist nicht das erste Mal, dass dagegen protestiert wird, dass Korruption so alltaeglich ist wie der Sonnenaufgang. Doch dieses Mal folgen dem Aufruf vor allem die wirtschaftlich potenten Mittelschichten der Staedte in einem Ausmass, das selbst den Intiator ueberrascht. Der Zeitpunkt ist genauso geschickt gewaehlt wie das Thema, sind doch Wahlen in einigen bedeutenden Bundesstaaten. Der Angriff gilt der gesamten herrschenden politischen Klasse. Das ist nicht nur griffige Parole, sondern spiegelt sich auch wider in den Forderungen nach Einsetzung eines Gremiums mit weitreichenden Befugnissen, die auch noch dem letzten Provinzpolitiker den Angstschweiss auf die Stirn treiben, die “neuen Leistungstraeger” wollen den alten Fuersten die Definitionshoheit entreissen und den Staat auf das zurueckschrauben, was wohlbekannten neoliberlaen Gedanken entspringt.

Team Anna weiss sehr wohl, dass es nicht genuegt, ein Gesetz zu erlassen, wenn es keine Koerperschaft gibt, die es auch umsetzt, sie wollen deshalb ein Gremium installieren, das nicht nur die Staatsdiener in der Administration kontrolliert, sondern gleichwohl die Parlamentarier (Entzug des Mandats) als auch die Minister (Abberufung). Ebenfalls sollen alle Kandidaturen geprueft und gegebenenfalls verweigert werden.

Es hat den Anschein als bilde sich hier ein neuer gesellschaftlicher Block, den Mittelschichten der Staedte genuegt es nicht mehr, gut zu verdienen, sie wollen mitbestimmen, denn sie fuehlen sich als die eigentlichen Traeger gesellschaftlichen Fortschritts. Trotz aller Heterogenitaet der “Bewegung” sind sie gewillt bei diesen Wahlen ihre Macht zu testen. Die Vorstellungen dieser Reinen und Erfolgreichen kreiseln um einen autoritaeren Kapitalismus der Verdienstvollen, das vorgesehene Gremium ist so eine Art Rat der Weisen und natuerlich keinerlei demokratischen Kontrolle unterlegen.

Bezeichnend hierfuer ist, dass fast alle Mitglieder des Team Anna ueber ihre eigene NGO verfuegen, sich vorstellen, Indien wie eine Gated Community zu organisieren, drastische Massnahmen fuer Unbotmaessige praktizieren und ueberhaupt, jeden an seinen Platz stellen moechten.

Eine rundheraus schauderhafte Vorstellung, was da auf die Menschen zukommen koennte. Gelingt es, eine gemeinsame Kraft aus dem Protest zu formen, waere in der Tat ein neuer Spieler auf der Buehne, denn bei diesen 20 % der Bevoelkerung handelt es sich um ca. 250 Millionen Menschen, die zwei Drittel der oekonomischen Ressourcen repraesentieren und sowieso schon vorgeben, wo es lang zu gehen hat. Als weniger erfolgreicher Inder kann einem da nur schlecht werden.


Die Zukunft des Systems- was das Orakel sagt

Die Zeit zwischen den Jahren ist eine Zeit der Orakel und Wahrsagungen. Es werden Jahreshoroskope für das nächste Jahr gelesen und manch Einer lässt sich die Zukunft von geschmolzenem Blei vorhersagen.

Ich habe 6 Mal drei Münzen geworfen und dem uralten I Ging folgende Frage gestellt:

„Wie soll es mit dem kapitalistischen System weitergehen?“

Als Antwort erhielt ich

Die Umwälzung

革 gé / Die Umwälzung
Die Umwälzung.
Am eigenen Tag da findest Du Glauben.
Erhabenes Gelingen, fördernd durch Beharrlichkeit.
Die Reue schwindet.

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“Fünf vor Zwölf” Occupy Frankfurt Silvesterdemo & Party

Es ist fünf vor zwölf in Europa…und auf der Welt! Die krisengeschüttelte Finanz- und Realwirtschaft, neue Terrorgesetze in den USA, massiver Demokratieverlust in den Ländern der Euro-Zone…ES IST FÜNF VOR ZWÖLF!! Am Silvestertag wollen wir diesen Umstand zusammen mit Euch noch einmal besonders adressieren und im Anschluss bei uns im Camp das Protestjahr 2011 verabschieden [...]

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Willkommen im Europaviertel

Redebeitrag der “Stadtteilinitiative Koblenzer Straße” (Frankfurt-Gallus) zur WemgehoertdieStadt/Occupy Demo am 17. Dezember 2011

Es geht uns heute um die Dynamik der Vertreibung.
Vertreibung von dort wo man nicht weggehen will.
Vertreibung von dort wo man nicht hin will.
Die Ordnungsgeschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Vertreibungen. Und wir sind lange noch nicht in dem Paradies angekommen, in dem Vertreibung nicht mehr möglich ist und nicht mehr möglich sein wird.
Auch die Geschichte des Gallus ist eine Geschichte der Vertreibungen. Und indem die Bankentürme, die Hotels und Prachtstraßen des Europaviertels immer näher kommen, wirkt diese Geschichte nun über die letzten Jahre, ästhetisch wie materiell, extrem zugespitzt.
Wir dürfen darüber aber nicht vergessen, dass die Geschichte des Gallus – vielleicht mehr als die der meisten anderen Stadtteile in Frankfurt – immer schon eine Geschichte der Vertreibung von der Peripherie in die Stadt war. Die Vertreibung in das Arbeiterviertel der Großindustrie von Adlerwerke, Höchst bis Braun. Es ist die Geschichte derjenigen, die sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft hier niedergelassen haben. Die Arbeitsmigranten und Migrantinnen, die das Gallus bis heute so geprägt haben und weiter prägen bis sie jetzt nach und nach aus dieser ihrer heutigen Heimat vertrieben werden. Wohin? Sicher nicht in die schicken neuen Europaviertelwohnungen oder sonst irgendwohin in einer unbezahlbaren Innenstadt.

Europaviertel - das Gallus kann man von hier aus fast nicht mehr sehen
Europaviertel – das Gallus kann man von hier aus fast nicht mehr sehen

In den letzten Jahren verdichtet sich die Geschichte des Stadtteils auf einmal extrem. Es ist die bekannte Beschleunigung der Stadtteilentwicklung, bei der, in nur kurzer Zeit, auf die Studenten, Künstler und die prekären Scheinselbstständigen die Penthouses des Europaviertel folgen.

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S-Bahn – nur noch Freude unter der Erde!

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FKHR- Wir machen Menschen transparent

Wir machen Menschen

Wünschen Sie sich auch mehr Verlässlichkeit in Ihrem persönlichen Umfeld? Wollen Sie Ihren Mitmenschen endlich uneingeschränkt vertrauen können?
Die Florian K. Human Rating Ltd. (kurz FKHR) kann Ihnen helfen, diese Wünsche wahr werden zu lassen. Wie?
Lesen Sie hier eine kurze Information über Geschichte und Hintergrund unseres jungen und engagierten Unternehmens und entscheiden Sie dann selbst, ob Sie einen Schritt in die Zukunft gehen und gemeinsam mit uns in eine bessere und effizientere Welt investieren wollen.

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Für diejenigen, die die Weihnachtsrede des Präsidenten verpasst haben…

…hier der Mitschnitt. Schöne Feiertage und alles Gute wünscht auch der Merzmensch.

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Die Krise: endlich mal über die Zusammenhänge im Bilde…

Der bekannte Humangeograf David Harvey zeigte bereits im April 2010 in einigen deutlichen Linien, wie die Konvulsionen in Europa und anderswo eigentlich zusammenhängen.

Ausserdem skizziert er, was wir als Erklärungen über dieses ganze wirtschaftliche und politische Geschehen getrost beiseite schieben können.

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Daheim!

Bäume leuchtend, Bäume blendend, Überall das Süße spendend, In dem Glanze sich bewegend, Alt und junges Herz erregend – Solch ein Fest ist uns bescheret, Mancher Gaben Schmuck verehret; Staunend schaun wir auf und nieder, Hin und her und immer wieder.

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Rede von Angelika Wahl vor der AGB Holding am 17.12.(“Stadt für alle”)

Wir stehen hier vor dem Firmensitz der ABG Holding, die – wie bei anderen Veranstaltungen zur ABG Holding – wahrscheinlich einen Mitarbeiter unter uns plaziert hat und ggf. für juristische Reaktionen sorgt
Der städtische Wohnungsbau-Konzern ABH Holding besitzt 30 000 sogenannte “Vermietungseinheiten” wie Parkhäuser, Bürgerhäuser, Gewerberäume und ca 50 000 Wohnungen für annähernd ein Viertel der Frankfurter Bevölkerung, zu ihrem Konzern gehören alle kommunalen Wohnungsbaugesellschaften.
Während die Einwohnerzahl Frankfurts zunimmt, ist die Zahl der ABG Wohnungen 2010 um 939 gegenüber 2001 gesunken, ob durch Abriss oder Verkauf bleibt dahingestellt. Zum Konzern gehören alle kommunalen Wohnungsbaugesellschaften in Frankfurt, im Aufsichtsrat sitzen von der CDU u.a Petra Roth , Uwe Becker, Volker Stein, Edwin Schwarz, von den Grünen Stefan Majer, Olaf Cunitz einträchtig zusammen.
In ca 32 000 der ABG-Wohnungen müssen Mieten ähnlich wie bei privaten Eigentümern gezahlt werden, für Neubau-Wohnungen verlangt die ABG Holding zwischen 11 und 13 Euro, und das unter dem Motto “Wohnungen für alle”.

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Nachwuchsmangel bei der Bundeswehr… wen wundert´s?

Tactical Facepalm

So ganz will es mit der Umstellung von Wehrpflicht auf Berufsheer in Deutschland nicht klappen. Trotz aller Werbevideos, die versuchen, die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber darzustellen, sind die Zahlen derer, die sich freiwillig verpflichten doch weit geringer, als sich ein Verteidigungsminister dies wünschen würde.

Denn die Bundeswehr ist mitnichten attraktiv als Arbeitgeber, was unter anderem folgende Gründe hat:

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Finanzwelten: Auf gute Zusammenarbeit!

In den besseren Wohnquartieren, unter Rentnern wie bei Menschen, die durch die Insolvenz getrieben werden, kennt man eine Finanz-Firma, die ihren Sitz nicht in Frankfurt hat, aber auch mit Produkten aus der Mainmetropole beschäftigt ist.  Finanzgeschäfte bestehen nämlich beileibe nicht nur aus schnellen Deals im Web und trickreichen Derivaten, sondern aus Lebensversicherungen, Beteiligungen an Immobilien, [...]

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Gleichenstein 2: Die Erle der Enthauptung

gleichenstein 6
(Das erste Kapitel lesen Sie hier)
“Aber Gräfin, Sie übertreiben. Ihr Sohn wird wissen, dass Sie bei mir sind und ihnen ein kleines Ständchen bringen wollen. Schließlich geht es auf Weihnachten zu.”
“Ein Ständchen?” Die Gräfin lachte kurz auf, ein bitteres Lachen, in das die sprechenden Hermeline ihres Mantels einstimmten, denn selten genug ergab sich für einen Hermelin die Gelegenheit, in ein bitteres Lachen auszubrechen. Also lachten sie herzlich und bitter mit der Gräfin, indes sich aber in ihr Lachen auch eine ganz eigene eigene Bitterkeit hineinschlich, dadurch bedingt, dass ihnen das bittere Lachen eben allzu selten vergönnt war und bald übertraf im weiteren Verlauf des Hermelinlachens dessen Bitterkeit die Bitterkeit des gräflichen Lachens bis die Gräfin rief. “Genug! Haben Sie nicht gehört, Gleichenstein? Heute morgen ist er aus der Heilanstalt entflohen, die Nachricht erreichte mich durch eine verletzte Brieftaube in der Kutsche, die mich zu ihnen führte…Wer weiß, was er ihr angetan hat, um zu verhindern, dass mich die Nachricht erreicht.”
Von und zu Gleichenstein nahm einen Vorderlader von der Wand und prüfte den Verschluß. “Nun ja, die Heilanstalt, Frau Gräfin. Das spricht nicht unbedingt gegen ihren Sohn. Einige meiner besten Freunde sind in der Heilanstalt, ich war selbst auch schon dort, alles sehr nette Leute…. hervorragende Wachtelleberpastete, die Mitternachtssonne …vielleicht wurde ihr Sohn einfach als verblüffend vorzeitig geheilt entlassen und wollte sie überraschen.”

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S-Bahn

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Schwarz-Grün schließt Stadtteilbibliothek Riederwald

Und wieder wird eine Bibliothek vernichtet… Nach 98 Jahren schließt am Donnerstag dem 22.Dezember die Stadtteil Biblioth ek in der Max-Hirsch- Straße im Riederwald ihre Pforten. Trotz zahlreicher Proteste, einstimmigen Erhaltungsforderungen durch den Ortsbeirat, Unterschriftensammlungen des Fördervereins  und der Resolutionen des Vereinsrings hält die schwarz-grüne Stadtregierung an einem Schließungsbeschluss aus dem Jahr 2003 fest.  Der [...]

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Schöner Wohnen, lockerer Leben

Anders Wohnen“ klingt seit mindestens einem Jahrzehnt in vielen deutschen Städten Deutschlands als Drohung, nur für wenige als Verheißung. Die Immobilienpreise ziehen fast ohne Unterbrechung an, und das hat verschiedene Gründe, meistens aus politischen Entscheidungen herrührend.
Zum einen das viele verfügbare Geld, das nun noch von den Aktien- und Geldmärkten verunsichert wird (das Kapital ist eben ein scheues Reh). Die diversen Steuersenkungen und Einkommenserhöhungen für die oberen Etagen häuften dort ganz erhebliche Geldmittel an. Diese suchen nun einen sichere Unterkunft und finden sie als Anlage in lukrativen Wohnungen von Metropolen. Die um Platz streitenden Investoren treiben dort die Preise hoch, denn in den Einkommenshöhen lässt sich damit noch einmal Steuern sparen, ein Weg, der den normalen Mietern verwehrt ist.
Dazu kommt eine Politik der Privatisierung öffentlichen Eigentums, die nicht nur Wasserwerke, Brücken oder Schulen betrifft, sondern eben auch die kommunalen Wohnungsgesellschaften oder direkt deren Wohnungen. Aus Sozialwohnungen werden überdies freie Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen, der soziale Wohnungsbau in Deutschland bricht seit Jahren ein.

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Video: Schuld. Die Barbarei Europas in der Nahrungsspekulation

Eine Dokumentation, die in das Innenleben einer hochtalentierten Fondsmanagerin des größten ETF ( Exchange-traded fund) auf Nahrungsmittel und in das Fleisch unserer Zivilisation blickt.

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Rettet das U-Bahn-Saufen!

Plastovy Kanystr

Bei all der Aufregung um den Euro ist tatsächlich die Verteidigung eines der erhaltenswertesten abendländischen Kulturgüter in Vergessenheit geraten, etwas das seit Jahrhunderten Bindeglied und Fixpunkt europäischer Kultur war: Das öffentliche Besäufnis.
Was waren das früher für herrliche Zeiten gewesen, als mir ein Arbeitskollege nach einem Aufenthalt in Tschechien literweise billigen Absinth mitgebracht hat?

Er hatte aus Angst eventuell doch in eine Polizeikontrolle zu geraten, den guten Tropfen in einen Plastikkanister abgefüllt, auf dem, sehr zu unserer Begeisterung, der Schriftzug „Plastovy Kanystr“ (oder so ähnlich- keine Ahnung mehr, wie man das richtig schreibt) mit einem internationalen Symbol, welches vor Brandgefahr warnt, aufgedruckt war.
„Plastovy Kanystr“ (von meinen Freunden ehrfurchtsvoll „El Canistre“ genannt) und ich hatten eine Menge Spaß zusammen. Einmal begleitete er uns auf einer U-Bahnfahrt irgendwo in der U123 zwischen Südbahnhof und JWD.
Zufälligerweise hatten wir auch Gläser, Eiswasser, Absinthlöffel und Zuckerwürfel dabei und so konnten wir unseren Absinth vor den Augen der staunenden Fahrgäste entflammen, genüsslich zuschauen, wie karamellisierter Zucker ins Glas tropfte, das Ganze dann mit Eiswasser aufgießen und trinken.

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Florian K. liest den Koran- Des Projektes zweiter Teil

Dies ist nun der zweite Teil meines Koranprojektes, von dem wohl einige gedacht haben, ich würde es nicht mehr weiterführen. Wie immer ist ABSOLUTE VORAUSSETZUNG zum Verständnis, die Einleitung zum Projekt gelesen zu haben. Zum Gewinn von Fleißpunkten empfehle ich außerdem das Lesen des ersten Projektteils. Ich muss gestehen, ich habe lange gebraucht um mich [...]

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Nassauische Heimstätte: Massenprivatisierung von Wohnungen geplant!

Das Hessische Finanzministerium plant, weiteres Tafelsilber zu verkaufen und die 62 500 Wohnungen der Nassauischen Heimstätten (NH) zu privatisieren, 16 000 davon in Frankfurt. Die Nassauischen Heimstädten gehören zu den größten Immobilienkonzernen Deutschlands, noch ein Stück größer als die ABG Frankfurt Holding, dem ehemals gemeinnützigen Wohnungskonzern Frankfurts. Zwischen beiden gibt es Zusammenhänge. Das Land Hessen [...]

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Berliner Großmachtpoker

Das „Deutsche Europa“ steht auf tönernen Füßen. Viele der auf dem jüngsten Krisengipfel beschlossenen Regelungen werden die kommende Rezession vertiefen und zum absehbaren Auseinanderbrechen der Eurozone beitragen.

Wieder einmal soll Europa am Deutschen Wesen genesen. Nach dem jüngsten EU-Gipfel brachen insbesondere die regierungsnahen deutschen Medien in offene Jubelstürme aus: „Jetzt regiert Angela Merkels harte Hand in Europa“ titelte etwa Welt Online, um sogleich die neuen Grundsätze des neuen „Deutschen Europa“ zusammenzufassen: „Mehr Kontrolle, mehr Disziplin und härtere Strafen.“1

Deutsche Klasse

Das Handelsblatt verwies darauf, dass sich Großbritannien dem Dominanzstreben Berlins verweigerte: „Merkels Wort gilt – aber nur auf dem Festland.“2 Die Konsequenzen dieser Verweigerung Londons deutete die führende deutsche Wirtschaftszeitung in Anlehnung an ein berüchtigtes Zitat George W. Bushs ebenfalls sogleich an: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.“ Tatsächlich konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel sich in nahezu allen Streitpunkten durchsetzen und die vor Gipfelbeginn ausgegebene Line, wonach es diesmal „keine faulen Kompromisse“ geben werde, nahezu vollständig einhalten. Im Endeffekt fand auf dem Gipfel kein Verhandlungsprozess mehr statt – es wurde letztendlich ein Diktat durchgesetzt, das von Merkel und ihrem Juniorpartner Sarkozy vorformuliert wurde.

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Organische Krise des Finanzmarkt-Kapitalismus: Szenarien, Konflikte, konkurrierende Projekte

Im Rahmen der Diskussion um mögliche Szenarien und ihre Aussagekraft, die sich an einem Papier von Occupy:Frankfurt herstellte, möchten wir ein alternatives Set von Thesen dokumentieren, das über die Rede von Schulden-Staaten und Investitionsneigungen hinausgeht. Sie entwickeln ein Ensemble möglicher Fluchtlinien aus der Krise, ihren Dimensionen, Konflikten und politischen Szenarien. Das Papier wurde im Institut [...]

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Occupy Stadt Demo am Samstag

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Leerstandsmelder für Gebäude jetzt auch in Frankfurt

Hier in Frankfurt stehen gut 2 MILLIONEN Quadratmeter Büro- und Wohnraum leer. Das rührt erheblich von der in Frankfurt lokalisierten (Finanz-)Dienstleistungsbranche und dem Schwanken ihrer Kurse her. Andersrum locken diese Branchen und die entsprechende Einordnung Frankfurts in  “Global Cities” Wohlbetuchte hierher, schließlich gar Immobilienanleger, die Preise für Wohnraum nach oben treiben: die Wohnung als Anlageobjekt. [...]

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“Laßt uns über unsere Zukunft reden. Jetzt!” Ein offener Brief an Occupy Frankfurt

Wir haben Euer Papier “Laßt uns über unsere Zukunft reden!” wie andere Medien auch sofort auf unserer Site “Frankfurter Gemeine Zeitung” dokumentiert, weil das “occupy Frankfurt”- Label dranklebt.
Ich habe es heute zum ersten Mal gelesen und bin, wie soll ich sagen, a little shocked. Und zwar weil es sich um eine konventionell wirtschaftswissenschafliche Lesart des Themas handelt. Euer Text ist “Wirtschaftswissenschaft for Dummies”, ein Schnellkurs mit Grafiken, Literaturverweisen, mitgedachtem Powerpoint. Der Begleittext behauptet: “Ein zentrales Problem der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist die Komplexität der Sachverhalte und die generelle Unkenntnis über deren Zusammenhänge. ” Und Ihr verheißt dem “einfachen Bürger” wie dem “Bundestagsabgeordneten“, der nie so genau weiß, worüber er abstimmt, eine “Übersicht über Lösungsansätze, sowie die Zukunftswahrscheinlichkeit der Eurokrise und eine Analyse des Europäischen Bankensystems“. Das ist gut paternalistisch-aufklärerisch a la 18. Jahrhundert formuliert, oder im Newsspeak: “alles, was ist, ist nur ein Kommunikationsproblem” und wenn wir mehr von Betriebswirtschaft verstünden, wüßten alle, was zu tun ist. Erklär dem prekären Zelter vor der EZB und dem hochbezahlten Banker in der EZB die “Eurokrise” und sie werden erkennen, dass sie beide in EINEM Zelt sitzen.
Ihr fordert am Ende ultimativ: “Fange an Fragen zu stellen!” und das tue ich jetzt. Euer Paper fängt damit an, “die wirtschaftliche und finanzpolitische Situation der Eurokrise objektiv darstellen” zu wollen. Wieso?

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Blind Dates 14.12. – 20.12.

schlafmaske Dezember

Mi, 14.12.

20 Uhr, MS-Carmen Main: Frankfurter Autorentheater: “So” von Wolfgang Spielvogel. Eine Produktion zusammen mit dem Frankfurter Jobcenter. 25 Menschen, die arbeitssuchend sind, gehen auf die Bühne. Eintritt 12 Euro.

Do, 15. 12.

Club Voltaire 19.30 Uhr: Migranten-Selbsthilfeorganisationen in Hessen: Ihre Arbeit, ihre Erfolge und ihre Grenzen . Es gibt eine Vielzahl von Vereinen und Initiativen, zu denen sich Migranten in Hessen zusammengeschlossen haben. Wir wollen diese Vielfalt aufzeigen, und an Beispielen erfahren, was diese Organisationen konkret für Migranten, aber auch das Zusammenleben mit Deutschen in Hessen erreichen. Veranstalter: Forum für mehr Integration in Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire. Eintritt frei – Spenden erwünscht!

20 Uhr, MS-Carmen Main: Frankfurter Autorentheater: “So” von Wolfgang Spielvogel.

Frei, 16.12.

20 Uhr, Naxos, Willy Praml Theater: Wiederaufnahme von “Jesus d ámour”. Die weihnachtsgeschichte nach matthäus, markus, lukas und johannes. (Vorstellungen bis 23.12.)”mit bildern, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat der regisseur ein krippenspiel inszeniert, das jede gehaltlos-flache weihnachtsseligkeit demoliert.”
FAZ . Außerdem: Heiliger Bimbam, Adventstheatermarkt

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Frankfurter GRÜNE unterstützen Strafanzeigen gegen Hausbesetzer

Mit den Stimmen von Bündnis 90/die Grünen, CDU, FDP, Freie Wähler gegen die Stimmen von SPD und Linke wurde im “Ausschuss für Recht, Sicherheit und Verwaltung” am 12. Dezember der nachfolgende Antrag abgelehnt. Der Antrag wird mit einer Ergänzung in der Stadtverordnetenversammlung, Donnerstag, 15. Dezember, 16 Uhr erneut gestellt. Zugang zu dieser Plenarsitzung erhalten nur [...]

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Randnotizen zur Frankfurter Oberbürgermeisterwahl am 11. März 2012

paris

Foto: Germania Sindlingen. In der Mitte: cand. Kandidat Michael Paris. Rechts: Der Frankfurter Wähler
Am 11. März 2012 findet in Frankfurt am Main die nächste OB-Wahl (OB: Oberbürgermeister/in) statt. Die wichtigsten Kandidaten bei der OB-Wahl in Frankfurt am Main werden aktuell festgezurrt. Möglicherweise wird schon jetzt, sollte die Partei Die Linke einen eigenen Kandidaten aufstellen, die nächste Frankfurter Oberbürgermeisterin festgelegt – Frau Heilig von den Grünen.

Die/der OB wird in direkter Wahl gewählt. Erhält kein/e Kandidat/in die absolute Mehrheit, wird in einem zweiten, zusätzlichen Wahlgang das Amt an die Person vergeben, welche in einer Stichwahl die meisten Stimmen bekommt. Zur Stichwahl berechtigt sind die beiden Bestplatzierten.

Obschon die OB-Wahl eine Direktwahl ist, erachte ich es dennoch als zulässig an, die Wahlergebnisse der letzten Kommunalwahl in Frankfurt am Main zugrunde zu legen*, um einige grundlegende Annahmen zu machen: Es ist keine Dominanz einer einzelnen Partei zu erkennen. Auch zeichnet sich nicht die Kandidatur einer außerordentlich

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Demonstration für Wohnraum und Stadt für alle am Samstag

Demonstration für Wohnraum und Stadt für alle am 17.12.2011, 12 Uhr Rathenauplatz Die Lebens- und Wohnsituation hat sich in Frankfurt in den letzten Jahren massiv verschärft.  Der Soziale Wohnungsbau ist in den letzten 10 Jahren um ca. 9.000 Wohnungen zurückgegangen. Der Mietspiegel, ehemals ein Instrument, um Mieter_innen vor zu hohen Mieten zu schützen, ist mittlerweile [...]

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Genderneutrale Hymnen für Europa!

Alle meine Deutschen

Ich muss zugeben: Eigentlich sind mir Nationalhymnen scheißegal. Diese, meist musikalisch nicht einmal besonders herausragenden, Machwerke schmalztriefenden Pathos führen bei mir normalerweise nicht dazu, dass sich auch nur ein Sackhaar regt.
Von mir aus könnte die deutsche Nationalhymne auch der berühmte Kinderlied-Klassiker „Alle meine Entchen“ oder das legendäre „Hubba Hubba Zoot Zoot“ der Band Caramba sein. An den Lebensverhältnissen in Deutschland würde sich damit absolut gar nichts ändern.

Beide Lieder hätten gegenüber der gegenwärtigen Hymne allerdings gewaltige Vorteile:

Im Falle von „Alle meine Entchen“ könnte wahrscheinlich nicht einmal Sarah Connor den Text vergessen. Falls irgendwem da der Bezug zu Deutschland fehlt, könnte man doch einfach das Wort „Entchen“ durch „Deutsche“ ersetzen.
Das würde unseren armen Fußballern auch die Schmach verkürzen, so tun zu müssen, als würden sie die Hymne mitsingen und verkrampft künstlich ihre Lippen dazu zu bewegen.

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Filmdokumentation: Occupy Bankfurt

Dokumentarfilm des Frankfurter Filmemachers Martin Keßler: Demonstrationen und Aktivitäten rund um Occupy:Frankfurt

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Occupy:Frankfurt bietet Szenarioanalyse der Eurokrise

Occupy:Frankfurt ist Teil einer globalen Bewegung, die sich gegen die Macht der Finanzmärkte und Banken richtet. Ausgehend von den Protesten an der New Yorker Wall Street ist auch die Bankenstadt Frankfurt ein zentraler Ort für friedliche Demonstrationen. Ein zentrales Problem der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist die Komplexität der Sachverhalte und die generelle Unkenntnis über deren Zusammenhänge. [...]

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Pentagon fürchtet Aufstände

Nun wissen wir fast alle seit Monaten, dass es schlecht aussieht auf dem alten Kontinent und dass wir deswegen vermutlich (fast) alle erhebliche Gehaltskürzungen, vermehrte Abgaben, größeres Sparen, weniger Sozialleistungen und und zu erwarten haben – damit wir wettbewerbstüchtig werden gegen die vielen Chinesen, die vielen Inder die vielen… Darüber und die Folgen dessen macht [...]

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EU segelt weiter: zwischen Skylla und Charybdis

Der wievielte EU-Gipfel das war, weiß ich nicht, aber zweifellos war es ein Treffen mit Entscheidungen, wie sich die Fahrwasser der Union weiter entwickeln. Nein, zuerst kommt jetzt nicht Großbritannien dran, sondern der große Rest der traurigen EU, die wirklich bestens als Feindbild weiter Teile ihrer Bevölkerungen dienen kann.
Gemach, als Feindbild dient sie mir, weil sie ein durch und durch „neoliberales“ Konstrukt darstellt, das nur in geringem Maße den vielen dient, die in Europa in Lohn stehen, und zwar meist in sehr bescheidenem Lohn. Von substantiellen Arbeitnehmerrechten finden Leserinnen im „Lissabon-Vertrag“ wenig, dafür genug Regularien, die unsere gerade herrschende Wirtschaftsweise und dazu passende Politikformen festmeißeln. Und in der vergangenen Woche arbeitete diese EU weiter an der Verfestigung, die sogar jegliche Änderung in Richtung demokratischer Verbesserung noch weiter blockiert.
riots - hier und dort

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Plan zur systematischen Wegirrationalisierung des Geistes in 5 Schritten.

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Fangfrage aus dem Bereich Bibliothekswesen:
was tun, wenn man Platz braucht?

Antwort:
alte Bücher wegwerfen. Liest ja eh keiner.

Doch zunächst eine kleine Vorgeschichte: eine nicht näher genannte Hochschule. ZOOM. Irgendwo in Mitteldeutschland. ZOOM. In einer Stadt am Main, in der auch der Namensgeber der Hochschule einst in seine Windeln machte. ZOOM
ZOOM. Institut für Slavische Philologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Naja, zu konkret. Und Konkretsein is the new kitsch. Denn so etwas passiert bundesweit, täglich, jährlich, immer. Nicht Einzelfall, sondern Regel.

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Politischer Klezmer-Punk in der Brotfabrik

Am Donnerstag Abend endete in der Brotfabrik ein ungewöhnlicher Auftritt mit der Aufforderung des Band-Chefs: „und verlasst nicht euren verlorenen Posten“! Nach zweieinhalb Stunden einer Musik, die furios quer durch Klezmer, Punkrock und deutsche Kinderlieder raste, zurrte Daniel Kahn damit das Band für das ganze Konzert, für seine Gruppe „The Painted Birds“ fest. Sie zeigte uns nämlich eindrücklich, dass sich politische Artikulation in die künstlerische einweben lässt, ohne gleich in langweiligen Agit-Prop Sound zu verfallen.
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Argument invalid

Der Herr A. verpasste seiner Frau einen heftigen Faustschlag ins Gesicht, da das Abendessen nicht pünktlich auf dem Tisch stand.
Die Frau ließ sich das nicht gefallen, reichte die Scheidung ein und erstattete außerdem Anzeige wegen Körperverletzung.
Vor Gericht erklärte der Herr A., man könne ihm doch eigentlich keinen Vorwurf machen. In den Medien habe er von einem Fall erfahren, in dem ein Mann seine Ehefrau mit dem Schnitzelklopfer erschlagen habe, bloß wie diese ihn beim Fußballgucken störte.
Im Vergleich dazu, sei sein Faustschlag doch nun wirklich harmlos gewesen.

Was ist von diesem Argument zu halten?
Könnte man es tatsächlich als mildernden Umstand für das Verhalten des A. werten, dass es Andere gibt, die noch viel schlimmer sind?
Ich glaube, dass sich kein vernünftiger Mensch von einem solchen Scheinargument überzeugen lassen sollte.

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Occupy:Frankfurt verurteilt den versuchten Anschlag auf Josef Ackermann

Occupy:Frankfurt ist Teil einer globalen Bewegung, die sich gegen die Macht der Finanzmärkte und Banken richtet. Ausgehend von den Protesten an der New Yorker Wall Street ist auch die Bankenstadt Frankfurt ein zentraler Ort für friedliche Demonstrationen. Nach Angaben des Hessischen Landeskriminalamtes kam es gestern zu einem versuchten Briefbombenanschlag auf Josef Ackermann, den Vorstandsvorsitzenden der [...]

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Demo am 10.12.: “Menschenrechte haben keinen Preis”

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Highlights im Kellertheater: Liederabend “Haymatlos” und David Lynchs “Eraserhead” im Filmbrunch

Am Wochenende (9.-11.12.) gibts gleich zwei Gründe ins Frankfurter Kellertheater, Mainstraße 2 zu kommen: Freitag und Samstag jeweils 20.30 Uhr gibts den seltsamen Migranten-Liederabend “Haymatlos” des Theaters Peripherie (mit dem geschätzten Phillip Haines) : “Kennen Sie Sossenheim? Oder das erste reinafrikanische Baby aus der Stadt eines berühmten Weißbieres? Wissen Sie, wem Saddam Hussein ähnlich sieht? [...]

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Exzellenz in Frankfurt — Die Kunst des Weglassens

Eine Veröffentlichung des hiesigen Exzellensclusters “Die Herausbildung normativer Ordnungen” zeigt wachsende Distanz zur früheren Frankfurter Gesellschaftskritik
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Grüne Seichtgebiete

Nach dem kommunalen Triumpf der Frankfurter Grünen im Frühjahr dieses Jahres nimmt die Ernüchterung rund um die Partei zu: nicht allen schmeckt der dauerhafte grün-konservative Dreh in Frankfurt. Die zunehmend gestörte Befindlichkeit rund um die grünen Wahlhochburgen lässt sich nicht nur an der Verfassung des regionalen Grünenversammlung am Wochenende ablesen.
Wie berichtet erschienen dort nur wenige Frankfurter Parteimitglieder und die Wahl des neuen Grünen-Sprechers Omid Nouripour, eines hauptsächlich in Berlin tätigen Bundestagsabgeordneten geriet fast zum Fiasko: nur 44 der über 900 Frankfurter Mitglieder wollten für ihn stimmen. Zu der Kreisversammlung bewegten sich gar noch weniger als die bei den Grünen inzwischen versammelten 100 Mandatsträger. Das zeigt, wie meilenweit die Partei inzwischen von ihrer Bewegungsherkunft entfernt ist.

GruenDafuer

Seit dem großen Wahlerfolg bei der Kommunalwahl im Frühjahr geht es bundesweit wie in der Stadt mit den Grünen bergab: auf Dauer kann der Aufwind durch den GAU im weiten Japan doch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Grünen eine klassische Partei sind, die mit dem herrschenden sozialpolitischen und wirtschaftlichen Zeitgeist mitläuft. Besonders in Frankfurt versteckt sich hinter dem grünen Mäntelchen, netten Wahlplakaten und den erneuerten Fahrbahnlinien für Fahrradverkehr eine klassische Römerpartei, die einigermaßen wiederstandsarm bei allen wesentlichen Projekten im Einklang mit der großen schwarzen Schwester marschiert.

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Kongreß: „Wem gehört Frankfurt?“

Aufruf zur aktiven Beteiligung am Aktionistischen Kongress

„Wem gehört Frankfurt?“

am 16.-18. März 2012
in den Räumen des Studierendenhauses
koordiniert aus dem Netzwerk „Wem gehört die Stadt?

Begründung
Steigende Mieten als Folge des neuen Mietspiegels, Flughafenausbau und Fluglärm, Großprojekte wie EZB-Umzug, Europaviertel und Kulturcampus, Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse in Bockenheim, Innenstadt, Ostend, Gallus und anderswo, teilweise unter Beteiligung öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften … Entwicklungen in der Global City Frankfurt, die im Kontext der globalen Finanz- und Wirtschafskrise betrachtet werden müssen, die mittels „Bankenrettung“ zur Schuldenkrise öffentlicher Haushalte gemacht wurde. Es ist an der Zeit die Frage „Wem gehört Frankfurt?“ erneut anzugehen. Der Aktionistische Kongress bringt Gruppen, Initiativen und Individuen zusammen, um die genannten und andere Entwicklungen in Frankfurt und Rhein-Main zu analysieren, zu diskutieren, zu kritisieren und um sich zu organisieren.

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Light

Text:

Händedruck
Тяжесть рук
Time is just a freaky spook.
僕の背中に
trage Tage, days и дни.
Спотыкаюсь я о пни
Of my daily harmony.

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Rap-Herausforderung: Nerdy white kid KILLS “look at me now”

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Wohnraum für alle

Occupy Wohnraum, Häuser, Plätze – die Stadt gehört allen

Kommt zur Demo am 17.12.2011 um 12:00 am Rathenauplatz

In den letzten 10 Jahren folgte die Politik der Stadt Frankfurt der Idee der “Global City”. Das neue Westhafenviertel und andere Projekte wurden gemäß dieser Idee konzipiert und gebaut. Im Vordergrund stehen dabei neue Büro- und Gewerbeflächen, d.h. Frankfurt als Finanz- und Dienstleistungsstandort, nicht als Wohnort. Das große Stadtumbauprojekt von 1999 z.B. sah in der Innenstadt ca. 18.000 neue gewerbliche Arbeitsplätze vor, aber nur ca. 7000 neue Wohnungen. Zudem dient der Wohnraum, der währenddessen in der Frankfurter Innenstadt entstanden ist, nur den Besserverdienenden. Ca. 70.000 Zu- und Wegzüge gibt es jährlich in Frankfurt. Viele dieser kurzfristig in Frankfurt lebenden City Hopper sind Projektentwickler_innen, Berater_innen und andere Dienstleister_innen mit befristeten Verträgen, deren Mieten die Unternehmen zahlen. Kurzfristige Mietverträge und finanzstarke Unternehmen als “Sponsoren” hoher Mieten haben dazu geführt, dass Wohnen in bestimmten Bereichen der Innenstadt für Normalbewohner_innen unbezahlbar geworden ist.

Netzwerk “Wem gehört die Stadt ?”

Occupy: Frankfurt

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Das Kind im Putzroboter

Was kam zuerst: das Web, der Roboter oder der Geist?

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Eine Mahnwache und ein Leben nach dem Verfassungsschutz

Viel wird derzeit von einem NPD-Verbot geredet. Vielfach wird es auch gefordert. Aber ist es richtig? Ein Kommentar von Horst Meier in der WDR5-Sendung »Politikum« vom 30. November 2011 (vorübergehend als WDR5-Audiocast (Audio-Podcast) downloadbar) widmet sich dieser Frage und gelangt zu einem anderen Ergebnis. Es ist der Verfassungsschutz in unserem Ländle, der weg muß. Das war auch Gegenstand einer Mahnwache am 30. November 2011 in Frankfurt.

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Empört Euch! Aber wie? Aufgewacht und (wo?) mitgemacht!

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Deutsche Bank optimiert: Schlecker als Vorbild

Ertragsverbesserung: Banker quälen Banker. Die Deutsche Bank AG “saniert” die frisch gekaufte Postbank.

Die Deutsche Bank AG residiert in Frankfurt am Main, und vielen in den reichen Dörfern um die Stadt herum gilt sie als Leuchtturm deutscher Vermögensbildung. Während die meisten Camper von Occupy Frankfurt eine geschlossene Bankerwelt vor sich sehen, die für die wirtschaftliche Unsicherheit vieler Menschen verantwortlich ist, verehren tausende vermögende Rentner in Rheinmain gerade die Deutsche Bank und ihren Vorstand als sicheren Hafen für ihre Portfolios.

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Das Doppelhochhaus an der alten Oper gilt vielen Vermögenden als eine hochprofitable Geldmaschine, komplett besetzt mit alerten Jungmanagern, die ihre hohen Boni (fast) zu Recht verdienen – ganz anders als die staatlichen Landesbanken, deren typische Mißwirtschaft uns allen doch so viel Geld kostete. Bankenkritiker sehen dagegen den öffentlichen Sektor durch die Sparkassen und Volksbanken repräsentiert, deren zurückhaltendes Auftreten in Finanzmärkten und klassische Finanzierung der „Realwirtschaft“ ökonomischen Sinn mache.
Die kolportierten Bilder hängen einigermaßen schief, besonders zeigen sich die Risse in der „Welt des schnellen virtuellen Geldes“ durch Maßnahmen, die der deutsche Platzhirsch seit Jahren ohne Skrupel an eigenen Mitarbeitern exerziert. Seit Wochen wird die Umorganisation der „Banker“ gemäß gängiger betriebswirtschaftlicher Ideale („Ertragsoptimierung“) an denen der neu erworbenen Postbank, einem ehemaligen Staatskonzern nachvollzogen.

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Nebelfreunde

Die toten Augen von Sachsenhausen. Foto: Freya Hartwig
Als ich heute nach Hause ging, lag dichter Nebel in den Frankfurter Straßen. Viele fürchten den Nebel, ich aber trinke ihn. Er erlöst uns vom gewöhnlichen Gesicht der Stadt. Und von unserem eigenen Gesicht. Ich bin ein Freund des Nebels. Es gibt Nebelfreunde und Nebelfeinde. Das bekannteste deutschsprachige Gedicht der Nebelfeinde stammt von Hermann Hesse. Es hat eine berühmte erste Zeile und lautet :

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

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Beten verboten

Keiner der uns je geseh´n hat, hätte das geglaubt/ Beten ist bei uns nicht erlaubt

Ich erinnere mich noch mit Freude an eine Anekdote aus meiner Wehrdienstzeit:
Ein Kamerad aus meiner Batterie (ich war bei der Artillerie) war trotz deutschem familiären Hintergrund Buddhist und folgte einer tibetanisch-lamaistischen Ausrichtung des Buddhismus. Er hatte auf seiner Stube mit Zustimmung seiner Stubenkameraden auf dem Stubenspind einen kleinen Schrein errichtet, auf dem er gelegentlich Reis, Räucherstäbchen und kleine Schnäpse als Opfer darbrachte.
Sein vorgesetzter Unteroffizier bekam beim Stubendurchgang fast einen Herzinfarkt und brüllte ihn an, das Teil müsse sofort verschwinden. Der Kamerad ließ sich dies aber nicht gefallen und beschwerte sich beim Batteriechef, auch unter der Ankündigung die Sache gegebenenfalls bis zum Truppendienstgericht und zum Wehrbeauftragten weiterzutragen.

Das Ende vom Lied:
Der Kamerad hatte sich zwar bei seinen Vorgesetzten nicht gerade beliebter gemacht, aber der Unteroffizier bekam die unmissverständliche Anordnung die freie Religionsausübung des Rekruten nicht mehr zu behindern.
Für mich war dieses Erlebnis prägend, denn es zeigte mir, was eine freiheitlich demokratische Grundordnung, die es sich zu verteidigen lohnt, ist.

Scheinbar leben wir heute in einer anderen Bundesrepublik.

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