Frankfurter Gemeine Zeitung

Filmdokumentation: Occupy Bankfurt

Dokumentarfilm des Frankfurter Filmemachers Martin Keßler:

Demonstrationen und Aktivitäten rund um Occupy:Frankfurt

Teil 2: Die Umzinglung des Bankenviertels



26 Kommentare zu “Filmdokumentation: Occupy Bankfurt”

  1. Florian K.

    Bei aller Sympathie für Occupy gibt es in den Videos einige Stellen, die mich ernsthaft abgestoßen haben:

    Zum Einen gab es da diesen Hampelmann mit der zurückgeklappten Anonymous-Maske (CAMWHORE!!!), der erklärte, dass er auch mit dem (rechten) “Aktionsbündnis Direkte Demokratie” und der “Partei der Vernunft” demonstrieren geht (1. Video bei 12:49)

    Viel fragwürdiger fand ich allerdings noch den Kabarettisten Georg Schramm und seine Aussage bezogen auf die Bankhochhäuser: (2. Video bei 11:00)
    “Diese Dinger werden nicht über Nacht einkrachen, aber die Vorstellung, dass die, die da drin arbeiten, eines Tages jeden Morgen aus dem Arbeitslager kommen müssen, mit einem Hammer und einer Sichel und müssen die Dinger von oben langsam abtragen. Großartige Vorstellung!”

    Sorry, aber war das noch satirisch gemeint? Und wenn ja, kam das beim Publikum auch so an?

    Wenn nicht, möchte ich einmal anmerken, dass mir grundsätzlich speiübel wird, wenn Leute mit einer solchen flammenden Begeisterung von Arbeitslagern reden und das, obwohl ich Holzhammerpolemiken normalerweise für eine erhabene Kunstform halte.

  2. gaukler

    D´accord!
    Der Film zeigt ein paar der vielen Ungereimtheiten bei Occupy in Deutschland.
    Kleine Anmerkung: der Fernseh-Satiriker wusste vermutlich nicht, dass Soll und Haben nicht der Deutschen Bank gehören, die sind dort nur Mieter!
    Besonders nett folgendes Schmankerl: die neue Deutsche Börse in Eschborn gehört einem staatsanwaltisch verfolgten, 33jährigen Wiener Immobilienspekulanten. Wer soll da für was klopfen?

  3. Bernhard

    Trittbrettfahrer:

    Das Interview des umstrittenen Herrn Fiedlers vom DGB in Hessen hätte wirklich nicht sein müssen. Dann hätte man auch Peer Steinbrück interviewen können.

    Fragen Sie bitte Herrn Fiedler nach dem Bündnis gegen Privatisierungen in Frankfurt – Welten treffen aufeinander. Wo war Fiedlers aktiver Widerstand gegen die Hartz-Gesetze? Aktive Beteiligung des DGB an der Armutsindustrie durch DGB-Beteiligungsgesellschaften.

  4. gaukler

    Wer ist Herr Fiedler, der junge Mann im ersten Video?
    Was genau meint “Aktive Beteiligung des DGB an der Armutsindustrie durch DGB-Beteiligungsgesellschaften” ?

  5. Marc

    @Florian K.
    Könnten Sie bitte ihre plumpen Vorwürfe gegen das Aktionsbündnis Direkte Demokratie – Gegen den EURO-Rettungswahnsinn und gegen die Partei der Vernunft mal näher erläutern?
    Oder sind sie einer von dem Schlag die einfach alles glauben was in der sogenannten “Frankfurter Rundschau” steht?
    Davon abgesehen, dass dieses rechts/links denken von vorvorgestern ist, können beide Organisationen gar nicht rechts sein, weil sie für Direkte Demokratie stehen – genau das was sogenannte Rechte eben nicht gebrauchen können!

  6. gaukler

    @Marc:
    “Von vorgestern”, eine schöne Phrase, der sich besonders ein bestimmtes Klientel bedient. Zum Beispiel vor 100 Jahren der deutsche Kaiser: “ich kenne keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche”. Heute sind es keiner Kaiser, sondern andere “Verantwortliche”.
    Nun ja, unter der Marke “direkte Demokratie” segeln einige von Rechtsaussen, nach dem Motto: “lasst uns nur noch Personen in Ämter wählen, die folgen auch keiner Ideologie.” In dem Sinne von: alles pragmatisch am Laufen halten, besonders “die Wirtschaft”.
    Ach so, rechtsaussen gibt es ja nicht.

  7. Bert Bresgen

    Habe mir noch mal das Schrammvideo im Original auf youtube angeschaut. Der Satz vom “Arbeitslager” braucht die Vorgeschichte: Schramm erzählt: dass er sich kurz vorher sich mit einem alten Frankfurter Strassenkämpfer unterhalten hat, der sich an die Zeit erinnert hat, als an diesem Platz zehntausende gegen die Banken demonstriert haben und es einiges an Sachbeschädigung gab. Der Satz vom” Arbeitslager und mit Hammer und Sichel die Bank abtragen” ist also eine ironisch-wehmütige Reminszens an den revolutionären Furor alter 68er-Tage. Sprich: er ist nicht antisemitisch, sondern ironisch-altkommunistisch.Die Schrammrede geht im Original noch weiter, während der Satz hier im Dokufilm durch seine Positon als eine Art Schlußwort erscheint. Anfreunden mag ich mich allerdings trotzdem nicht mit der “schönen Vorstellung”. Möglicherweise hat sich das Alteknackerhafte seiner Kunstfigur hier etwas verselbstständigt.

  8. gaukler

    Interessant!

  9. Florian K.

    So ganz kann das aber mein schlechtes Gefühl angesichts der Schramm-Rede nicht beiseite wischen.

    Ich möchte zwei Aussagen aus der Rede zitieren:

    „Früher war der Bänker noch Geldverleiher. Diesen Beruf, diesen gesellschaftlichen Status, den er im frühen Mittelalter hatte, den sollten wir ihm wieder besorgen; es war ein unehrenhafter Beruf, den ein ehrbarer Mensch nicht ausüben wollte und die Nonnenmacher und Ackermänner dieser Erde mussten den Dienstboteneingang nehmen, um ins Schloss der Mächtigen zu kommen.“

    „Schief gegangen ist es zu Ende des Mittelalters mit den Geldverleihern, als sie begonnen haben und haben den Bischöfen, Kardinälen, Königen und Kaisern den Wahlkampf bezahlt. Und dafür wollten sie was: Das Monopol auf den Silbertaler und seine Prägung und dabei ist es bis heute geblieben.“

    Wird da nicht eine historische Kontinuität zwischen den “mittelalterlichen Geldverleihern” und den heutigen Banken konstruiert?
    Welche Assoziation weckt der Begriff “mittelalterliche Geldverleiher” bei seinen Zuhörern?

    Warum bekam er für diese Rede bei sogenannten “Infokriegern” derart ausgeprägten Zuspruch? z.B. hier http://mrinfokrieg.blogspot.com/2011/11/georg-schramm-bei-occupy-frankfurt.html

    oder hier

    http://infokrieginfo.blogspot.com/2011/11/rede-von-georg-schramm-bei-occupy.html

    Ich würde jetzt nicht so weit gehen, dem alten Schramm Antisemitismus zu unterstellen, aber manchen, die bei der Rede gejubelt haben, unterstelle ich das sehr wohl.

    Doch bevor mir jemand, wie im anderen Thread, einen Willen zur Zensur unterstellt, möchte ich anfügen, dass ich nicht die Meinung vertrete, man solle Schramm oder dieses Video nun boykottieren.
    Unkommentiert stehenlassen kann und will ich es aber auch nicht.

  10. gaukler

    Das ist gut, dass du nicht die Video-Zensur verlangst, auch wenn der Film eine “allgemeine Sympathie” mit Bewegungen der Art Occupy transportiert. Warum auch nicht, das muss keine Zustimmung mit jeder einzelnen Aussage von Teilnehmern implizieren?
    Deine inkriminierten Aussagen lesen sich tatsächlich erschreckend, als ob der globale Turbokapitalismus, zu dem insbesondere eine weltweit haarsträubend organisierte Produktion und enstprechender Konsum gehören, durch “Geldverleiher” kaschiert werden könnten.
    Hier vor der unideologischen EZB gibt es zu viele Unideologische, die in die gleiche Kerbe schlagen, wie diejenigen hinter den Fenstern in den oberen Etagen.

  11. Igor

    bez PARTEI DER VERNUNFT:

    Gebt auf gegen Die PDV zu hetzen und beschäftigt euch lieber mit den Themen, über die die PDV spricht.
    Das Konzept ist revolutionär und urfreiheitlich!

    Ich bin Ausländer, Metaler und mein Großvater war JUDE! und ich bin Mitglied der Partei der Vernunft! Also nicht alles ist schwarz(rechts) weiß(links).

  12. gaukler

    Bin kein Ausländer, nicht Metaller und auch nicht vom Mond. Und trotzdem nicht in der “Partei der Vernunft”, was immer die für einen Blödsinn von sich gibt.

  13. Florian K.

    Die “Partei der Vernunft” vertritt eine antisoziale, “libertäre” (letztlich marktradikale) Position vergleichbar mit den Positionen der Freakshow, die sich um den republikanischen Möchtegern-Präsidentschaftskandidaten Ron Paul versammelt hat.

    Nach meiner Einschätzung ein Sammelbecken für sogenannte “climate-sceptics” und andere Verschwörungstheoretiker.
    Im “Aktionsbündnis Direkte Demokratie” marschieren diese “Vernunftler” Seite an Seite mit der sogenannten “Deutschen Volksgewerkschaft”.

    Der Bundesvorsitzende der “Partei der Vernunft”, Oliver Janich, veröffentlichte übrigens auch eine DVD über “Medienmanipulation” im Kopp-Verlag. (Wo sonst?)

    @ Igor:

    Übrigens sind weder Metaller- noch Ausländersein ein wirksamer Schutz vor rechter Gesinnung.
    Und was Dein jüdischer Großvater mit Deiner Mitgliedschaft in einer solch kruden Partei zu tun hat, kann ich leider überhaupt nicht nachvollziehen.

    @ Marc:

    Populismus ist eine klassische Strategie der Rechten. Gerade unter einer direkten Demokratie mit Volksentscheiden lässt sich populistische Stimmungsmache am Besten ausnutzen.

    Rechts ist übrigens (auch wenn dies manche so verstehen mögen) kein Synonym für “Nazi”. Es gibt auch beispielsweise libertär konservative, die ich dem rechten Spektrum zurechnen würde, z.B. eine Vera Lengsfeld, die auf der Seite der “Partei der Vernunft” einen Gastbeitrag verfasst hat.

  14. Marc

    @Florian K.
    Du bist verloren dir kann ich echt nicht mehr helfen. Einzig würde deinem Schubladendenken vielleicht noch helfen, wenn du mal jemanden vom Aktionsbündnis oder der Partei der Vernunft persönlich kennenlernen würdest. Ich frag mich auch gerade was du an der “Deutschen Volksgewerkschaft” kritisierst? Oder kritisierst du gar nichts? Dann entschuldige.

    Es würde dir sehr gut tun dich mit Dingen mal zu beschäftigen und nicht immer mit dem Schutzschild: “Oh eine Verschwörungstheorie – Achtung!” durch die Gegend zu laufen.

    Eine Verschwörung beginnt nämlich schon beim selbständigen Denken und ich hoffe das hast du nicht verlernt.

  15. Florian K.

    An der Volksgewerkschaft kritisiere ich:

    1. Deren Ablehnung des Grundgesetzes
    2. Ihre Unterstützung von fragwürdigen Gruppierungen
    3. Ihr intransparentes Auftreten
    4. Den dahinterstehenden Volksgedanken

    Hier gibts was über den Laden zu lesen, wobei ich zugeben muss, dass diese Quelle nicht ganz neutral ist. Die genannten Fakten bleiben trotzdem aufschlussreich:

    http://www.antifaschismus2.de/index.php?option=com_content&view=article&id=240:volksgewerkschaft&catid=36:organisationen&Itemid=56

    Gegen ein persönliches Kennenlernen von Leuten, die diesen Gruppierungen nahestehen, hätte ich übrigens nichts. Ich habe auch schon so manchen aufrechten “Infokrieger” in der Diskussion dazu gebracht, seine eigenen Standpunkte zu hinterfragen und dann letztlich zu durchschauen, welchen Bären ihm Kopp-Verlag, Infokrieg und Co. aufbinden wollen.

  16. Florian K.

    Im Übrigen halte auch ich dieses ganze “weder links noch rechts”-Gelaber von bestimmten Gruppierungen für nicht mehr als eine durchschaubare Querfrontstrategie.

    “Historisch wurde eine Querfrontideologie, also eine Verknüpfung von rechten (nationalen) und linken (sozialistischen, revolutionären) Ideen in der Weimarer Republik auf der politischen Rechten in der Konservativen Revolution entwickelt.” (Zitat von Wiki)

    Ich denke auch, dass das wieder so ist. Paradebeispiel ist die Tea-Party in den USA, die ultra-konservative Gedanken mit einer Strategie als Grassroots-Movement verbindet.

    Hier schließt sich übrigens auch wieder der Kreis zu libertär Konservativen, sei es in den USA (z.B. Ron Paul) oder in Deutschland (z.B. André F. Lichtschlag).
    Was ich von dieser Mischpoke halte, habe ich, so denke ich, in meinen bisherigen Artikeln schon oft verdeutlicht.

    Ich habe für Interessierte auch noch auf Esowatch einen Eintrag über den Vorsitzenden der Partei der Vernunft, Oliver Janich gefunden.

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Oliver_Janich

  17. gaukler

    @Flo: Letzter Kommentar sehr treffend!

  18. Marc

    Also gut wer im Imternet unterwegs ist muss mündig genug sein, Quellen wie Esowatch zuordnen zu können.
    Ich weiß auch, dass das Rechts/Links Schema überholt ist. Doch mit was wird gerade versucht unsere Gesellschaft zu spalten?

    Außerdem wer packt denn bitte das Übel bei der Wurzel und packt das Geldsystem an außer die Partei der Vernunft? Wer kann mit seinem Parteiprogramm am überzeugendsten zeigen, dass er gegen den ESM steht?

  19. Florian K.

    Ja mündig genug, nicht sogenannten “truthern” wie Janich hinterherzulaufen, sollte man sein.

    Aber natürlich sollte man auch zu Esowatch kritische Distanz wahren.

    Im vorliegenden Fall deckt sich der Artikel auf Esowatch allerdings sehr mit dem Eindruck, den ich persönlich auch aus anderen Quellen bezüglich der “Partei der Vernunft” gewonnen habe.

  20. Igor

    @Flo:
    alles klar. Ich will unbedingt mit dir treffen und reden.
    Dann sehen wir ob du überhaupt echt bist.

    Esowatch ist juristisch nicht angreifbar, sonst würden sie für so manche gefährliche Propaganda hinter dem Knast sitzen.

    Igor

  21. Florian K.

    @ Igor:

    Am 21.03.2012 findet in der Naxoshalle die Veranstaltung “Bankers Babylon” statt, an der die FGZ beteiligt ist.

    Als einer der regelmäßig schreibenden Stammautoren der FGZ werde ich es mir nicht nehmen lassen, dort zu sein.

    Dann können wir uns gerne von unserer Echtheit überzeugen und über alles diskutieren, was uns auf dem Herzen liegt.
    Ich freue mich auf ein angeregtes Gespräch.

    Übrigens muss ich hinzufügen, dass ich zumindest im Artikel von Esowatch über Oliver Janich keine “gefährliche Propaganda” gefunden habe, für die irgendwer hinter einem Knast herumsitzen müsste. Worin siehst Du die “gefährliche Propaganda” in diesem Fall?

    Außerdem frage ich mich, warum Esowatch juristisch nicht angreifbar sein soll. Eine Gegenseite namens “Eselwatch” ist jedenfalls überzeugt davon, einige der maßgeblichen Esowatch Autoren enttarnt zu haben.

    http://www.eselwatch.com/index.php?title=Hauptseite

    Auch auf einem Artikel des Kopp-Verlages wurde stolz herumposaunt, man wisse, wer hinter Esowatch steckt.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/niki-vogt/wolf-im-schafspelz-esowatch-entlarvt.html

    Meines Wissens nach, hat die Staatsanwaltschaft München ihr Verfahren gegen Betreiber von Esowatch eingestellt und “Geschädigte” auf den Privatklageweg verwiesen. (Aktenzeichen 266 UJs 719754/08)

    Außerdem läuft wohl ein Prozess, in dem ein Dr. Klehr gegen den mutmaßlichen Betreiber von Esowatch klagt. (AZ 324 O 650/10)

  22. Igor

    extra nach Frankfurt zu fahren, sprengt doch meine Kosten/Nutzen-Funktion.

    habe gerade einen (für mich) neuen Begriff entdeckt und kann den Slogan hier nicht vorenthalten ;-)

    http://www.staazi.de

    STAAZIS RAUS !!!

  23. Florian K.

    Na dann gratuliere ich herzlich zur Entdeckung dieser sinnentleerten Worthülse!

    Auf dass sie Dir stets als praktischer Ersatz für eigene Sachargumente dienen möge!

  24. Igor

    Staatsgläubige sind grundsätzlich immun gegen Information und Wissenschaft. (Sei es Ökonomie, Physik, Meteorologie oder Geschichte)
    Man fühlt sich gerne moralisch überlegen und beansprucht grundsätzlich die Begriffshochheit.
    Mit religiösem Eifer wird die eigene Linie verteidigt. Ihr beleidigt Andersdenkende oder ruft auf Demos zur Gewalt auf.
    Das kranke ist, dass ihr einfach den Mainstream-Scheiß nachplappert und Abweichler denunziert. (siehe der Antisemitismus-Rundumschlag).

  25. Bert Bresgen

    Du hast vergessen hinzu zu fügen, dass Staatsgläubige gelbe Zähne haben und kleine Kinder fressen. Weil die Staatsgäubigen aber so fies sind, ist es gut, dass sie hierzulande nix mehr zu sagen haben, sondern seit drei Jahrzehnten in Europa die Marktgläubigen regieren (sagen wir mal: seit Thatcher). Worüber regst Du Dich also eigentlich auf, Igor? In den Reihen der FGZ wirst Du indessen weder Staatsgläubige, noch Marktgläubige antreffen, dafür jede Menge Ungläubige. Wie viel Vernunft man andererseits in der Partei antrifft, die dieses Wort ein wenig großmäulig im Namen führt, lassen diese Kommentare erahnen.

  26. Florian K.

    Da hast Du Recht Bert :-)

    @ Igor:

    Interessant finde ich die Auffassung “Staatsgläubige” würden (grundsätzlich! immer!) auf Demos zu Gewalt aufrufen.

    Ich dachte bisher, Polizisten wären Vertreter der Staatsmacht und sie mit Steinen zu beschmeißen würde einem “Staatsgläubigen” deshalb nicht gut anstehen.

    Oder meinst Du mit “Staatsgläubigen” einfach generell Linke, die der Meinung sind, dass eine sich selbst überlassene Marktwirtschaft unsozial und undemokratisch ist?

    Ich warte ja immernoch auf Deine Ausführungen, warum der Artikel von Esowatch über den Vorsitzenden Deiner “großartigen” (Splitter-)Partei kriminelle, gefährliche Propaganda ist.

    Aber gestatte mir, dass ich Dir wenigstens in einem Punkt zustimme:
    Wir Linken sind schon eine fiese Bande. Da kommt irgendein Truther vorbei und will uns nur die Erleuchtung der Wahrheit bringen und wir braten ihm einfach eine mit der “Antisemitismuskeule” über. Fast wie damals diese bösen “Gottesmörder” dem armen Jesus.
    Ich bin auch so ein fieser Linker. Ich habe mir extra eine neue eisenbeschlagene Antisemitismuskeule aus dem Internet bestellt und die ziehe ich jedem über den Schädel, der es wagt zu behaupten, dass die Juden in Wirklichkeit reptiloide Aliens sind, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen.
    Dabei wird man sowas “doch mal sagen dürfen”. Vor allem wenn man dabei weder links noch rechts ist.
    Aber wir unterdrückerischen Linken schränken nunmal die Meinungsfreiheit von armen unbescholtenen Bürgern ein, weil wir böse sind. (von Grund auf!)
    Deshalb dürfen auch arme unbescholtene Bürger wie Thilo Sarrazin hier nicht frei ihre Meinung sagen und keine Bestseller mit Millionenauflage verkaufen.

    Zum Glück gibt es da dieses kleine gallische Dorf namens “Partei der Vernunft”. Dort hat man indessen genug Zaubertrank getrunken um das Zeug zu glauben, was einem Infokrieg, Kopp-Verlag und Oliver Janich erzählen.

    @ All:

    Wer sich gerne selbst ein Bild vom Geisteszustand des Herrn Oliver Janich machen will, kann folgenden Artikel lesen, wenn man es fertigbringt das zu Ende zu lesen, ohne einem hysterischen Lachkrampf zu erliegen: “Gorbatschow droht mit Drittem Weltkrieg, wenn 2012 nicht die sozialistische Weltregierung der Neuen Weltordnung installiert wird”.

    Natürlich sagt Gorbatschow das so nicht wirklich. Aber Oliver Janich weiß: “Um zu verstehen, was er wirklich gesagt hat, muss man ein wenig zwischen den Zeilen lesen, aber nicht sehr viel. ”
    Aber Achtung! Zitat: “Die Übersetzung ist etwas holprig, weil simultan, aber ich habe sie aus dem Original übernommen.”
    Interessant, dass Janich an einer späteren Stelle dann fragt, ob auf seinem Blog jemand mitliest, der russisch spricht.

    Außerdem ist Gorbatschow als nicht mehr amtierendes Staatsoberhaupt schon lange nicht mehr in der Lage irgendwem mit Krieg zu drohen. Aber solche unbedeutenden Details können einen Oliver Janich nicht von der Wahrheitssuche abhalten.

    Schließlich hat er Gorbatschow ja dabei ertappt, dass er etwas gesagt hat, das sich eventuell so deuten ließe, als habe er ein altes freimaurerisches Motto zitiert. Zitat von Janich: “Heureka! Er zitiert nicht nur Lenin, sondern damit auch das uralte freimaurerische Motto: »Ordnung aus dem Chaos«. Landauf und landab verkünden Globalisten wie Rockefeller oder deren Helfer, dass es erst die großen Krisen sind, die helfen werden, ihre Agenda voranzutreiben. ”

    Allen Freunden der FGZ wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Lachen. ;-)

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