Frankfurter Gemeine Zeitung

Nachwuchsmangel bei der Bundeswehr… wen wundert´s?

Tactical Facepalm

So ganz will es mit der Umstellung von Wehrpflicht auf Berufsheer in Deutschland nicht klappen. Trotz aller Werbevideos, die versuchen, die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber darzustellen, sind die Zahlen derer, die sich freiwillig verpflichten, doch weit geringer, als sich ein Verteidigungsminister dies wünschen würde.

Denn die Bundeswehr ist mitnichten attraktiv als Arbeitgeber, was unter anderem folgende Gründe hat:

1. Die Bundeswehr bezahlt nach der Bundesbesoldungsordnung und für eine Besoldungsgruppe A9 (Leutnant) möchte sich kein Abiturient, der auch andere Perspektiven hat, in Afghanistan den Arsch wegschießen lassen.
2. Die Bundeswehr verpflichtet Interessierte erst einmal als Zeitsoldaten. Eine Garantie darauf als Berufssoldat übernommen zu werden, gibt es nicht. Wer sich bei der Bundeswehr verpflichtet, läuft Gefahr, später als sogenannter „Zwölfender“ dazustehen und nicht zu wissen wohin. Der Bedarf unserer Wirtschaft an potentiell kriegstraumatisierten Personen, die es gewohnt sind Befehle zu geben, aber noch nie in einem normalen Unternehmen gearbeitet haben, hält sich in Grenzen. Zudem durfte ich neulich erst einem Gespräch zwischen Personalverantwortlichen im öffentlichen Dienst beiwohnen und kann mit Fug und Recht sagen: Auch dort nimmt man die nur mit Zähneknirschen.
3. Wer Soldat ist, dem gehört für diese Zeit sein eigener Körper nicht mehr. Wenn die „oberste Heeresleitung“ befiehlt, dass sich alle Soldaten einer nutzlosen Impfung (z.B. gegen Schweinegrippe) zu unterziehen haben, ist man als Soldat gezwungen, Folge zu leisten.
4. Soldat sein ist nicht interessant, lustig oder fetzig. Die meiste Zeit verbringen Soldaten mit den Tätigkeiten „Reinigen“ und „Abwarten“.
5. Wer Soldat ist, muss starke Einschränkungen im Privatleben hinnehmen. Man läuft Gefahr, buchstäblich an den Arsch der Welt versetzt zu werden und damit von Familie und Freunden getrennt zu werden.
6. Als Soldat läuft man Gefahr in einen Krieg geschickt zu werden, den man selbst als unnötig erachtet und muss dort eventuell für wirtschaftliche Interessen töten oder sterben.
7. Wer Soldat ist, hat weniger Sex. Entgegen allen Behauptungen, die Soldaten unter ihresgleichen aufstellen ist dies die unumstößliche Wahrheit.

Aber könnte die erfolgte Öffnung der Bundeswehr für Frauen nicht wenigstens langfristig den Nachwuchsproblemen abhelfen? Eher nicht!
Abgesehen von den auch für Männer gültigen Aspekten resultiert die Unattraktivität der Bundeswehr für Frauen aus einfachen biologischen Fakten. Denn womit vertreibt sich ein Soldat die Zeit, wenn er tage-, ja wochenlang in einer Feuerstellung ausharren muss?

Natürlich mit Kekswichsen! (alle stehen im Kreis um einen Keks und wer zuletzt darauf ejakuliert, muss ihn essen)
Das steht nicht nur bei den Soldaten hoch im Kurs, sondern hat auch in einer Abwandlung (eine Münze, wer sie trifft der hat sie) Eingang in die, im Bildungskanon allgemeinbildender Schulen gelesene, Literatur gefunden, namentlich ins bekannte Theaterstück „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind.

In diesem identitätsstiftenden Soldatenspiel, welches außerdem noch soldatische Härte durch Überwindung eigener Scham- und Ekelgrenzen fördert, können Frauen einfach nicht mithalten. (Zwar gibt es auch weibliche Ejakulation, doch eignet diese sich aus technischen Gründen einfach weniger zum Kekswichsen)

Außerdem wird die Vorstellung, mit einer Horde untervögelter männlicher Soldaten tagelang in einem Erdloch ausharren zu müssen, von vielen Frauen als durchaus unangenehm empfunden und die meisten Soldatinnen haben wohl schon einmal Begegnungen der dritten Art mit ihren brunftigen Kameraden gehabt.

Wer sich freiwillig verpflichtet ist also
1. Doof
2. Perspektivlos
3. Battlefield 3 geschädigt
4. Alles zusammen


11 Kommentare zu “Nachwuchsmangel bei der Bundeswehr… wen wundert´s?”

  1. Fuxel

    Dazu hier was schönes: http://www.zeit.de/2011/23/Bundeswehr-Rekrutierung/seite-1

  2. Drübergelesen-Gelacht

    Naja, selbst wenn die Mehrheit der sieben Argumente nicht an den Haaren herbei gezogen bzw. eher auf Hörensagen denn auf Fakten basieren würden wäre spätestens mit dem Schlusssatz ja mehr als deutlich geworden, dass es sich bei diesem Artikel um alles andere als eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema handelt…

  3. hOOden

    Ich habe selten einen so schlecht recherchierten Artikel über die Bundeswehr gelesen. Besonders unpassend ist das Bild der vermutlich Israelischen Soldaten.
    Übrigens war ich nicht beim Bund, sondern Zivildienstleistender im Krankenhaus.

  4. Florian K.

    Tja hooden Du alter Drückeberger. Hast wohl zu wenig Zeit mit den Tätigkeiten “Reinigen” und “Abwarten” verbracht?
    Bei der Gelegenheit wollte ich alle ehemaligen Artilleristen vom Klotz grüßen.

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