Frankfurter Gemeine Zeitung

Erklärung der Finanzkrise endlich gelungen: Kurzfinger sind es!

In Frankfurt gilt es fast schon als Gemeinplatz, dass die Finanzmaschine die Welt am Laufen hält, oder gut: zumindest ihr dauerndes Rotieren schmiert. Das Drehen ist wichtig, für die Welt wie die Finanzen, in der Wirtschaft spricht man dabei von „Turn Over“. Um so schneller der Umschlag (eben „Turn Over“) des eingesetzten Kapitals, desto größer der Ertrag oder Profit in einem Zeitraum. Auf die Zeit kommt es an wie auf den Profit: sie machen heute das Leben rund um die Welt aus.

Fingerhandschuhe-ohne-Spitzen

Nichts erfüllt diese Anforderungen schneller als die Finanzen, ein Auto wird eben fixer bezahlt als gebaut, um ein simples Beispiel zu wählen. Dabei kamen die Schlauköpfe in den Finance Cities wie Frankfurt auf die Idee, für den Turn Over nochmal Gas zu geben und den sogennanten „Hochfrequenzhandel“ einzuführen – mit der modernen Kommunikationstechnik und den Computern gibt es schließlich kaum noch Grenzen. Börsianer treffen dabei Entscheidungen in Minuten- oder Sekundenabständen: viel Geld gewonnen oder verloren, ganz fix.

Im rasanten Tempo der Kapitalbewegungen und Wetten scheinen solche Umstände aber neben der allseits bekannten „Gier“ eine Ursache rasch aufeinander folgenden Finanzkrisen zu sein. Nach dem kompletten Versagen der Standard-Wirtschaftswissenschaften hinsichtlich der letzten, großen Krise helfen zur Ursachenforschung jetzt Neurowissenschaftler, natürlich aus Cambridge: Diese Börsenhändler müssen nämlich besonders risikobereit sein, blitzschnell reagieren und eine hohe Konzentrationsfähigkeit besitzen. Also: man benötigt ein leicht zu messendes Merkmal, das anzeigt, welche biologischen Wurzeln ihre Höchstleistungen haben! So lässt sich die Krise vielleicht biologisch erklären und bekämpfen.

Das ging leicht, Leistungssportler weisen den Weg: “Es ist das Größenverhältnis des Zeigefingers zum Ringfinger. Je mehr jemand schon vor der Geburt männlichen Hormonen wie Testosteron ausgesetzt ist , desto kürzer ist sein Zeigefinger im Vergleich zum Ringfinger. Wir halten das für einen verlässlichen Marker, denn bestimmte Gene im Körper sind gleichzeitig für die Entwicklung der Fingerlänge und der Geschlechtsdrüsen zuständig. Wir sehen also eine genetische Verbindung zwischen diesen beiden Eigenschaften.” Die Neurowissenschaftler untersuchten, ob die Fingergröße auch etwas darüber aussagen kann, wie leistungsfähig Hochfrequenzhändler sind, das betraf die Finger von 44 männlichen Händlern an der Londoner Börse. “Die relative Fingergröße sagte tatsächlich voraus, wie viel Gewinn die Händler in den beiden Jahren machten. Gemeinsam mit dem Hormonspiegel scheint sie generell die Risikobereitschaft anzuzeigen und auch das Arbeitstempo.Je kürzer der Zeigefinger im Vergleich zum Ringfinger war, desto profitabler arbeiteten die Händler!

Der Artikel des Wissenschaftsjournals resümierte: „Händler, die hauptsächlich dem schnellen Profit nachjagen, sind natürlich auch eine Gefahr. Denn sie neigen dazu, das Spiel mit dem Risiko zu übertreiben anstatt an nachhaltige Effizienz zu denken. Wer globale Krisen an den Finanzmärkten verhindern will, müsste daher wohl gleichermaßen die Biologie des Menschen wie die wirtschaftlichen Organisationsstrukturen beachten.

Nun wissen wir nicht genau, was die Personalchefs der Frankfurter Finanzinstitute daraus machen: suchen sie jetzt eher Langfinger oder Kurzfinger? Und da sich der Hochfrequenzhandel in der halb- und vollautomatisierten Handel einordnet: werden jetzt auch die Fingerlängen der Programmierer von Handelsprogrammen geprüft?

Ich denke, das reicht immer noch nicht, denn der Vorstand muß noch ran: die 25 % von Ackermann, stammen die auch vom kurzen Ringfinger, gar noch mit Gier geladen? Und bei Schäuble, Merkel ? Bei Rösler und Steinmeier kaum.

Steve Jobs ist leider schon tot, der hatte sicher nur 4 Finger!

Wie wird das mit den gierigen Kurzfingern alles enden?

Gebt doch allen einfach abgeschnittene Handschuhe, dann sehen wir die Finger-Gier vorher und die Krisen lassen sich sicher besser abwehren! Denn: bisher wusste wirklich niemand, um was es beim Geschäft geht.


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