Frankfurter Gemeine Zeitung

China hat Gipfel im Sturm erklommen: Jubel auf Apple

Das hierzulande gerne noch als “kommunistisch” titulierte Land hat gestern den Gipfel des neoliberalen Marken-Hypes im westlichen Spirit erklommen: es kam fast zu einer Massenpanik an manchen Orten, und sogar zu gewalttätigen Tumulten nachdem sich die Öffnung von Apple-Stores verzögerte.

Wieso? Das IPhone 4 soll in Fernost neu ausgeliefert werden und Millionen Chinesen möchten auch an der einzigartigen, der echt individuellen Marke Apple und ihrer glücklichen Community teilhaben. Da kümmert kein Preis, keine Einschränkung, es ist egal unter welchen beschissenen Bedingungen das Gadget hergestellt wird.

Apple verkauft auf Grundlage simpler Illusionen persönliche Freiheit, es verspricht damit in China wie bei uns geistige Immunität gegen soziale Unruhe, und zwar gleich in jeder Hosentasche. Sich smart dünkende Nerds und “Professionals” rund um die Welt sind die leichtesten Opfer dieses Business-Spiels. Es lohnt sich, doch eher selten für sie.

So gesehen kein Aufreger: der kleine Käuferunmut im Osten hilft, dort wie hier auch ein bißchen die nahezu feudalen politischen Strukturen am Leben zu halten.

Glückliche Apple-Chinesen

Alle wollen es !

(Bild: german.china.org)


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