Frankfurter Gemeine Zeitung

Innovationsschub in der Energiewende: der nukleare SUV kommt!

Zuweilen dauert es sogar bei technischen Ideen etwas länger, bis der utopische Gehalt überragender Einfälle zum Durchbruch kommt. Wir alle wissen, dass die amerikanische Automobilindustrie in den 50er und 60er Jahren Eindrucksvolles geleistet hat, z. B. die legendären “Muscle-Cars“, die 2 Personen 100 Kilometer weit schon mit lächerlichen 30 Litern Benzin transportieren konnten.

In Deutschland wurden sich breitere Bevölkerungsgruppen dieser revolutionären Technologien erst 20 bis 30 Jahre danach bewußt, so dass Muscle PickUps, SUV´s und der Hummer hier leider viel zu spät zu Ehre kamen. Das ist Gott sei Dank vorbei, und besonders in den Käffern rund um Frankfurt stehen sie Blech an Blech, mit Aufwärtstendenz.

Ganz neue Perspektiven zeigen sich jetzt im Rahmen der deutschen “Energiewende”: statt das überflüssige Uran in den Kernkraftwerken sinnlos und gefährlich endzulagern, kann es auf lange Sicht mobilitätsfördernd wirken, und gleichzeitig die deutsche Automobilindustrie weiter an der Weltspitze halten. Ein Arbeitskreis aus CDU, SPD und FDP rund um den ehemaligen “Autokanzler” aus Hannover hat ein altes Energiekonzept aus den 50ern ausgegraben, das damals schon recht weit gediehen war: der Nuklear-Wagen!

Nucleon

1958er Ford Nucleon - mit integriertem AKW

Mit seinem Ford-Nukleon konnte der heute eher schwächelnde Ford-Konzern das große Publikum schon vor Jahrzehnten überzeugen. Leider entwickelte sich das weltpolitische Umfeld des Atom-Autos damals ungünstig. Der sogenannte “kalte Krieg” sorgte dafür, dass die USA wirklich Massen an Uran für Kernwaffen und deren pausenlose Probezündungen benötigten. So blieb nicht mehr genug dafür übrig, Millionen von Fahrzeugen mit Uranbrennstoff für ihre kleinen, fahrbaren AKW´s zu versorgen.

Die Zeiten sind endlich vorbei. Mit den stillgelegten deutschen Kernkraftwerken steht das Brennmaterial in Hülle und Fülle zur Verfügung. Auch mit dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung kommt die Automobilindustrie gut zurecht. Zum einen hat der (unwahrscheinliche) GAU solch eines Hightech Fahrzeugs, sei es von Daimler,  Audi oder BMW nur einen Wirkungsradius von mehreren hundert Metern und der im unwahrscheilichen Fall zusammengeschmolzene Rest lässt sich leicht abstranportieren. Andererseits sind die Fahrzeuginsassen – man zielt besonders auf den boomenden Offroader-Markt – durch den 130 cm dicken Bleischutz rund herum noch viel distanzierter vom Strassenpublikum als in den kleinen Fahrzeugen, die gegenwärtig im Betrieb sind. Und das bei einem gehörigem Eindruck: ein Leopard-Panzer wirkt fast zerbrechlich dagegen!

Ob Altkanzler Schröder tatsächlich als erster zur IAA 2013 vom Alleenring ins Messegelände mit einer AKW-Hummer (dann in VW Eigentum) einfährt, muß heute noch als reine Spekulation bezeichnet werden.

Gleiches gilt für die Vermutung, dass gestrichende Fördergelder für Solaranlagen im “mobile AKW” ein neues Plätzchen finden.


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