Frankfurter Gemeine Zeitung

Mao und Stalin waren Rechte- Eine Antwort auf Erika Steinbach und Götz Aly

Eine Twitter-Nachricht von der CDU-Rechtsaußen und professionellen Geschichtsrelativistin Erika Steinbach löste einen kleinen journalistischen Wirbelsturm im deutschen Wasserglas aus.
Oder vielleicht sollte man es auch einen Shitstorm nennen, zumal dieses Wort ohnehin zu den aktuell meistbenutzten Modewörtern gehört und das Gesagte von Erika Steinbach und Götz Aly mit dem Wort „Shit“ auch gut zusammengefasst ist?

Jedenfalls war die gute Frau Steinbach der Meinung, die NSDAP sei eigentlich eine linke Partei gewesen, weil ihr Name ein „S“ welches für „sozialistisch“ steht, enthält.
Hier stellt sich mir die Frage, wie Erika Steinbach die politische Ausrichtung der CDU-Schwesterpartei, der CSU, beurteilt- schließlich haben die ja auch dieses böse „S“ im Namen, diese verkappten linken Socken.
Aber historische Fehleinschätzungen von Tante Erika sind ja nichts Neues und eine gesunde Portion Geschichtsblindheit gehört schließlich zu den Schlüsselqualifikationen im Berufsbild einer Präsidentin des Bundes der Vertriebenen.
Anders könnte man diesen Job gar nicht machen, ohne dass einem beim morgendlichen Blick in den Spiegel speiübel werden müsste.

Zu Erika Steinbachs mangelndem Geschichtsbewusstsein sei nur einmal an ihre Verteidigung der Deutschen Wehrmacht als „saubere Armee“ während der Wehrmachtsausstellung in den 90er Jahren erinnert, ein Mythos, der inzwischen gründlich ausgeräumt ist, im steinbachschen Geist aber mit Sicherheit auch heute noch weiterlebt.
Obendrein könnte man ohne eine gewisse Ausblendung historischer Tatsachen auch gar nicht guten Gewissens CDU-Mitglied sein, da die CDU zumindest von ihrer personellen Besetzung in der frühen Bundesrepublik die Bezeichnung „NSDAP-Nachfolgepartei“ ebenso sehr verdient hat, wie heute die die LINKE die Bezeichnung „SED-Nachfolgepartei“.
Dass allerdings nun der Historiker Götz Aly, der es eigentlich besser wissen müsste, in das gleiche Horn stößt, ist tragisch, auch wenn es angesichts dessen sonstiger geistiger Ergüsse nicht besonders überraschen mag.

Denn war die NSDAP eine linke Partei? Mitnichten!

Andersherum gedacht, würde vielleicht ein Schuh draus:
Nicht die NSDAP war links, sondern die „kommunistischen“ Massenmörder Stalin und Mao waren Rechte.

Schließlich ist ein Charakteristikum linker Politik deren internationalistische Ausrichtung. Einer der bekanntesten Schlachtrufe linker Protestler lautet „Hoch die internationale Solidarität!“. Das Lied „Die Internationale“ ist noch immer eine Hymne und ein identitätsstiftendes Moment der Linken.
Radikale Linke träumen von einer „Weltrevolution“, während weniger radikale Linke von einer Transformation in Richtung einer internationalen Weltordnung träumen, die die Ideen von Freiheit und Gerechtigkeit besser verwirklicht, als die jetzige.
Linke befürworten mehrheitlich eine multikulturelle Gesellschaft und lehnen Nationalismus strikt ab.

Der scheinbar linke Anspruch einer nationalsozialistischen Partei wird durch den nationalen Gedanken in sein Gegenteil verkehrt und die Aussage Steinbachs über die NSDAP ist gleichwertig mit der Aussage „1 = -1“. (enthält schließlich beides die Ziffer „1“)

Auf den gewichtigen Unterschied zwischen linken Ideen und einem sogenannten „nationalen Sozialismus“ der sich auf „Exklusion, Verfolgung und Vernichtung“ ausrichtet wies auch schon das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung hin.
Götz Aly verwies daraufhin auf die Morde der Regime in der Sowjetunion, China, Jugoslawien und Kambodscha. Zu diesen habe der sozialistische Internationalismus geführt.
Doch genau hier irrt Götz Aly.

In keinem dieser Staaten wurde sozialistischer Internationalismus praktiziert, sondern vielmehr nationaler Sozialismus.
Die beiden größten kommunistischen Massenmörder Stalin und Mao gaben dem Sozialismus in ihren Ländern eine klar nationalistische Richtung. Stalins Konzept des „Sozialismus in einem Land“ stellte eben genau ein entgegengesetztes Konzept zum Internationalismus dar.
Auch Maos Ideen waren vom Nationalismus zutiefst durchdrungen. Hier zwei kleine Zitate aus meiner persönlichen „Mao –Bibel“:
„Unsere Aufgabe besteht gegenwärtig darin, den Staatsapparat des Volkes- das sind hauptsächlich die Volksarmee, die Volkspolizei und die Volksgerichte- zu stärken, um die Landesverteidigung zu festigen und die Interessen des Volkes zu schützen.“ („Über die demokratische Diktatur des Volkes“ 30. Juni 1949, Ausgewählte Werke Mao Tse Tungs, Bd. IV)
„Unserer Nation ist von alters her ein Stil harten Kampfes eigen, den wir entwickeln müssen…“ („Rede auf der Kundgebung in Yenan zur Feier des internationalen Festtages der Werktätigen“, 1. Mai 1939)
Zwar sprach der „Große Vorsitzende“ auch gerne von „Internationalismus“ und „kommunistischer Internationale“ jedoch waren dies Lippenbekenntnisse, die sich in seiner praktischen Politik nicht bemerkbar machten.
Mao und Stalin waren nationale Sozialisten, genau wie Pol Pot, Ceausescu und Tito.
Doch nicht nur in Bezug auf den Nationalismus haben die genannten Diktatoren mehr mit rechten, als mit linken Ideen gemein.
Auch der Pazifismus, welcher von Rechten in letzter Zeit gerne als „Appeasement“ oder „Gutmenschentum“ verschrien wird, ist wohl ein klassisches Merkmal linken Denkens. Und an dieser Stelle kann man ohne zu übertreiben sagen: Die genannten Diktatoren waren allesamt frei von der „Schwäche“ des Pazifismus.
Die Staatsführung von all den genannten Diktatoren war eine faschistische, aber nicht eine „links-faschistische“ (was ohnehin nur ein Kampfbegriff der Rechten ist), sondern eine faschistische im eigentlichen Sinne.
Hinzuzufügen ist dem noch, dass alle „kommunistischen“ Diktatoren nachdem sie an der Macht waren, konservativ im wahrsten Sinne des Wortes agierten, also auf den Erhalt (die Konservation) der unter ihnen geschaffenen Machtverhältnisse ausgerichtet waren.
Mao, Stalin, Pol Pot, Ceausescu und Tito waren Rechte, nicht die NSDAP links!

Letztlich sind „links“ und „rechts“ natürlich auch Definitionsfragen. Doch, dass aktuell diskutiert wird, ob die NSDAP eine linke Partei war und nicht die Frage ob Mao, Stalin, Pol Pot, Ceausescu und Tito in Wahrheit rechte Diktatoren waren, zeigt, was die beabsichtigte Richtung der Debatte ist.
Zeit, den Rechten nicht mehr die Definitionsmacht im öffentlichen Diskurs zu überlassen!


78 Kommentare zu “Mao und Stalin waren Rechte- Eine Antwort auf Erika Steinbach und Götz Aly”

  1. Stefan Wehmeier

    Warum nicht Marxismus?

    Die Hoffnung auf die Befreiung durch den Marxismus haben die vergangenen Jahrzehnte vollkommen zunichte gemacht. Da der Marxismus die Ursache der Ausbeutung irrigerweise im Privatbesitz an den Produktionsmitteln sucht, anstatt in der Beseitigung der Monopole, kann auch sein Rezept, die so genannte Vergesellschaftung (die praktisch nur eine Verstaatlichung ist) ebenso wenig wie die so genannte Planwirtschaft (die praktisch nur eine Ausweitung der Monopole bedeutet), niemals zum Sozialismus, zu einer ausbeutungs- und daher klassenlosen Gesellschaftsordnung führen, sondern ganz im Gegenteil lediglich zur Umwandlung des drückenden Privatkapitalismus in einen noch viel drückenderen Staatskapitalismus, zur Vergötzung des Staates und allmächtigen Herrschaft einer praktisch verantwortungs- und erbarmungslosen Bürokratie.

    Im Staatskapitalismus, wo der Arbeitgeber Staat nicht nur der einzige Polizist, Richter und Gefängnisaufseher, sondern auch der einzige Unternehmer ist, wird ihm der Werktätige rettungslos ausgeliefert, gehen die letzten Reste persönlicher Freiheit endgültig verloren.

    Otto Valentin (aus “Warum alle bisherige Politik versagen musste”, 1949)

    Mehr gibt es zum “Denkfehler Marxismus” nicht zu sagen. Dass es sogar im 21. Jahrhundert noch marxistische Dummschwätzer gibt, ist darauf zurückzuführen, dass der so genannte “Unglaube” gegenüber dem “Opium des Volkes” absolut wirkungslos ist:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

  2. Florian K.

    Ich bin kein Marxist und habe auch nicht vor einer zu werden.

    Wie ich mich politisch (insbesondere auch im Gegensatz zu Marxisten) verorte, ist in diesem Artikel von mir (wenn auch in teils satirischer Form) wohl recht deutlich:
    http://kwassl.net/2012/01/25/ein-gegenstandpunkt-unter-roten/comment-page-1/#comment-1373

    Eine reine Planwirtschaft halte ich, ebenso wie eine reine Marktwirtschaft garnicht für praktikabel.
    Jede funktionierende Wirtschaftsordnung ist eine Mischung aus planwirtschaftlichen und marktwirtschaftlichen Elementen. Die Frage ist immer in welchem Bereich eine stärkere Entwicklung in Richtung der planwirtschaftlichen Elemente und in welchem Bereich eine Stärkung der marktwirtschaftlichen Elemente notwendig ist um stabile Freiheit und Sicherheit für die Menschen zu erreichen.

    Allerdings muss ich sagen, dass ich als überzeugter Demokrat für das Primat der Politik und nicht für das Primat des Marktes eintrete!

    Aber eigentlich ging es mir bei dem Artikel über Steinbachs Tweet ja auch garnicht um Marxismus. Es ging mir eher darum, dass sie in durchschaubarer Strategie deutscher Konservativer versuchte, die Massenmorde von sogenannten “Marxisten” dem gesamten linken Spektrum, das wesentlich mehr umfasst als bloß Marxisten, in die Schuhe zu schieben.

    Diesen polemischen Spieß habe ich “for my personal lulz and great justice” einmal umgedreht, frei nach dem Motto, dass Leuchtspurmunition stets in zwei Richtungen funktioniert^^

  3. Stefan Wehmeier

    “Jede funktionierende Wirtschaftsordnung ist eine Mischung aus planwirtschaftlichen und marktwirtschaftlichen Elementen.”

    Sie meinen: Jede nicht funktionierende Wirtschaftsordnung!

    Ich setze die Links nicht, damit sie von denen, die von sich glauben, sie wüssten schon was, “übersehen” werden.

  4. Florian K.

    Darüber, ob die gegenwärtigen Wirtschaftsordnungen funktionieren, lässt sich trefflich streiten, das gebe ich zu.

    Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass jede Wirtschaftsordnung, in der es ein organisiertes Gemeinwesen gibt, sowohl marktwirtschaftliche, als auch planwirtschaftliche Elemente enthält.

    Beispielsweise stellt ja alleine die Existenz einer organisierten Wohlfahrt oder Rechtspflege einen planwirtschaftlichen Aspekt dar, da sie immer mit einer Umverteilung verbunden sind.

    Der Bau von öffentlicher Infrastruktur oder die Organisation von einer Polizei oder Gerichten macht es notwendig, dass Ressourcen für diese aufgewandt werden, die nicht automatisch durch Marktprozesse freiwerden, sondern erst durch politisches Handeln freigesetzt werden müssen.

    In Bezug auf Ihren Link muss ich den Vorwurf, ich hätte ihn nicht gelesen, entschieden zurückweisen.
    Ich muss allerdings sagen, dass ich seinen Inhalt, bitte verzeihen Sie den Ausdruck, etwas “weird” finde.
    Wenn der Link dann auch noch auf eine Seite verweist, die sich den Namen “Der Weisheit letzter Schluss” gibt, dann mögen Sie mir verzeihen, dass ich misstrauisch bin.

    Mir scheint, dass sich manchmal das Empfinden eigener Genialität umgekehrt proportional zur entsprechenden Außenwirkung verhält.

    Die Absicht, eine Wirtschaftsordnung auf den umstrittenen Ansichten Silvio Gesells in Verbindung mit einer apokryphen frühchristlichen Schrift aufzubauen, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, zumal ich in Ihrem Text auch keine logisch begründeten Konzepte für eine reale Politik, sondern vielmehr das Vertrauen auf abstrakte Heilsversprechen erkennen kann.
    Auch Sie scheinen mir letztlich auf einen Erleuchtungsprozess zu bauen, der den Menschen, welcher die Prophezeiungen des “großen Silvio Gesells” verinnerlicht, aus seinem “Verblendungszusammenhang” (an dieser Stelle musste ich einfach dieses Wort benutzen^^) löst und so eine glückliche neue Weltordnung herstellen könnte.

    Ich zitiere von Ihrer Seite: “Der Himmel auf Erden, der eigentliche Normalzustand dieser Welt, ist einfach, aber der Weg dorthin ist von Aberglauben verbaut – Schicht um Schicht seit über 3200 Jahren.”

    Letztlich machen Sie nichts anderes als viele Marxisten, die sich selbst für kritisch halten, aber dabei derart “brainwashed” sind, dass sie Argumentationsweisen außerhalb ihrer Theorie nicht einmal mehr verstehen können.

    Ich zitiere von Ihnen:
    “Wer schlauer sein will als der veraltete Archetyp im Unterbewusstsein, sollte gar nicht erst versuchen, es „besser” wissen zu wollen als der Sozialphilosoph Silvio Gesell; nicht nur, weil das bisher noch keinem gelungen ist, sondern weil das Verstehen der Natürlichen Wirtschaftsordnung die Grundvoraussetzung ist für das selbständige Denken.”

    Den Vorwurf, ich würde unsere Wirtschaftsordnung alleine schon deshalb nicht verstehen, weil ich nicht genügend der “kanonischen” Schriften des modernen Marxismus gelesen hätte, musste ich mir schon von vielen Marxisten gefallen lassen, was mich aber meist eher belustigt, da es sich hierbei um ein reines argumentum ad auctoritatem handelt, welches bei mir schon deshalb fehlgehen muss, da ich böser Häretiker die “Autoritäten”, auf die diese Leute Bezug nehmen, nicht als die Meinen anerkenne.

    Aber um wieder auf Ihre Texte zurückzukommen…

    Irgendwie frage ich mich, wie Sie auf die eigenwillige Interpretation bestimmter Stellen des Thomasevangeliums im Hinblick auf eine Marktordnung kommen.

    Ich zitiere Sie:

    “Mutter = Summe aller Ersparnisse
    Hure = Finanzkapital
    Brüder und Schwestern = Sachkapitalien
    Berg = Rentabilitätshürde
    Tod = Liquiditätsfalle
    Vater (der Kultur) = Kreditangebot
    Sohn = Kreditnachfrage
    heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf)
    Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung”

    Bitte erklären Sie das einmal näher.

    Vielleicht tue ich Ihnen ja auch unrecht und verkenne Ihr Genie?

  5. Florian K.

    Im Übrigen würde ich Ihnen raten, auf der “deweles”-Seite den Player so einzustellen, dass er nicht immer wieder anfängt loszududeln, bloß weil man auf einen Link innerhalb der Seite klickt.

    Simon & Garfunkel mögen ja ganz nett sein, aber sie stören doch sehr, wenn man versucht, sich auf einen politischen oder religiösen Text zu konzentrieren.

  6. Stefan Wehmeier

    “…wenn man versucht, sich auf einen politischen oder religiösen Text zu konzentrieren.”

    Die Texte auf “deweles.de” sind weder “politisch” noch “religiös”.

  7. Florian K.

    Nicht???

    Ich zitiere Sie: “Ob wir „das Gute wollen”, ist irrelevant. Entscheidend ist, ob wir das verstehen, was der Prophet Jesus von Nazareth als Wahrheit erkannte: absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit.”

    Aber wenn Sie es ausdrücklich wünschen, kann ich mich auch korrgieren:

    Die Hintergrundmusik erschwert es, sich auf das von Ihnen verfasste, nicht näher definierte Irgendwas zu konzentrieren.

  8. Stefan Wehmeier

    Fragen sie mal einen x-beliebigen Theologen, ob das, was Jesus von Nazareth als Wahrheit erkannte, “absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit” war. Er wird es verneinen und Ihnen irgendetwas anderes erzählen – das ist religiös.

    Ist aber durch die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft = freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit hergestellt, werden Politik (Machtausübung) und Religion (Machterhalt) obsolet.

  9. Florian K.

    Bloß weil eventuell kein Theologe Ihre religiösen Ansichten teilt, ändert dies nichts an deren religiösem Charakter.
    Immerhin handelt es sich bei Ihren Ideen ja auch um eine auf “Welterlösung” gerichtete Heilslehre, nur mit dem Unterschied, dass diese auf ein irdisches und kein himmlisches Paradies gerichtet ist.
    Manchen Marxisten ist das garnicht mal so unähnlich…

    Ihre Definition von Politik als “Machtausübung” und Religion als “Machterhalt” (und deren darausfolgende Ablehnung) könnte übrigens ebensogut von einem Marxisten stammen.

    Letztlich ist mir das aber wurscht: Wenn Sie Ihre Auffassungen nicht religiös nennen wollen, sollten wir uns nicht über den Begriff streiten.

    Ich persönlich glaube überhaupt nicht daran, dass es jemals eine “gerechte” Welt geben wird oder es irgendwann einmal eine Wirtschaftsordnung geben könnte, die dauerhaftes Glück sicherstellen würde.

    Ihre Definition von Politik als “Machtausübung” und Religion als “Machterhalt” (und deren darausfolgende Ablehnung) könnte übrigens ebensogut von einem Marxisten stammen.

    Vielmehr wäre es einmal interessant zu wissen, warum Sie glauben, dass eine “Natürliche Wirtschaftsordnung” absolute Gerechtigkeit herstellen könnte, insbesondere, wenn Sie die “Natürliche Wirtschaftsordnung” als “freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus” definieren.
    Ein Verweis auf Ihre Interpretationen biblischer Überlieferungen reicht mir da allerdings nicht.

    Insbesondere fände ich auch interessant, welche Kontrollinstanzen Ihrer Meinung nach verhindern sollten, dass aus Ihrer “Natürlichen Wirtschaftsordnung” wieder ein Kapitalismus würde.

    Wie würden Sie die Probleme öffentlicher Wohlfahrt und des sozialen Schutzes für schwächere Marktteilnehmer lösen?

    Wenn Sie dazu schon einen Text geschrieben haben, können Sie ihn ja gerne verlinken, damit Sie sich nicht wiederholen müssen.

    Ich habe einen solchen Text, der mich hätte überzeugen können, bisher leider auf Ihrer Seite nicht gefunden.

  10. Stefan Wehmeier

    “…mit dem Unterschied, dass diese auf ein irdisches und kein himmlisches Paradies gerichtet ist.”

    Es hat noch nie ein “himmlisches Paradies” gegeben und es wird auch nie eines geben. Das “Paradies” in der Genesis ist nichts anderes als eine geniale metaphorische Beschreibung der freien Marktwirtschaft. Alles andere ist eben Religion.

    “Ihre Definition von Politik als “Machtausübung” und Religion als “Machterhalt” (und deren darausfolgende Ablehnung) könnte übrigens ebensogut von einem Marxisten stammen.”

    Der so genannte “Unglaube” befreit nicht von der religiösen Verblendung, genauso wenig wie der Marxismus den Kapitalismus beseitigen kann, sondern prinzipbedingt in den Staatskapitalismus führt.

    “Insbesondere fände ich auch interessant, welche Kontrollinstanzen Ihrer Meinung nach verhindern sollten, dass aus Ihrer “Natürlichen Wirtschaftsordnung” wieder ein Kapitalismus würde.”

    Sie projizieren die vielfältigen Zivilisationsprobleme, die sich monokausal aus dem Kapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) ergeben, in die Natürliche Wirtschaftsordnung hinein, in der diese nicht mehr existieren. Es bedarf keiner “Kontrollinstanzen”, um die Natürliche Wirtschaftsordnung stabil zu halten. Sobald eine konstruktive Geldumlaufsicherung und ein allgemeines Bodennutzungsrecht einmal installiert sind, kommt niemand mehr auf die wahnsinnige Idee, ins zivilisatorische Mittelalter (kapitalistische Marktwirtschaft) zurück zu wollen. Dabei ist es hinreichend, wenn eine entwickelte Volkswirtschaft (z.B. Deutschland) damit beginnt, denn Zinsgeld-Ökonomien sind gegenüber der Natürlichen Wirtschaftsordnung in keiner Weise konkurrenzfähig.

    “Wie würden Sie die Probleme öffentlicher Wohlfahrt und des sozialen Schutzes für schwächere Marktteilnehmer lösen?”

    In der Natürlichen Wirtschaftsordnung gibt es prinzipiell keine kapitalismusbedingte Massenarbeitslosigkeit mehr, und es bedarf keines speziellen “Schutzes für schwächere Marktteilnehmer”, da die menschliche Arbeitskraft zur “ökonomisch knappsten Ressource” wird.

    “Wenn Sie dazu schon einen Text geschrieben haben, können Sie ihn ja gerne verlinken, damit Sie sich nicht wiederholen müssen.”

    Wenn Sie die bisher hier verlinkten Texte unvoreingenommen gelesen hätten, könnten sie sich alle Fragen selbst beantworten. Doch daran haben sie offenbar kein Interesse.

  11. Florian K.

    Noch immer bleiben meine Fragen unbeantwortet…

    Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass

    1. Es kein himmlisches Paradies gibt?
    2. Die Metapher in der Genesis tatsächlich so gemeint war?
    3. Das Buch “Genesis” eine wie auch immer geartete Wahrheit enthält?

    Handelt es sich hierbei nicht eindeutig um GLAUBENSSÄTZE Ihrerseits?

    Wie können Sie begründen, dass jede Form von Marxismus immer und unweigerlich in den Staatskapitalismus führe?

    Wieso sollte eine “Natürliche Wirtschaftsordnung” die schädlichen Impulse des Menschen, beispielsweise die Gier mehr besitzen zu wollen, als gut für einen selbst und andere ist, plötzlich auf magische Weise verschwinden lassen?

    Wie begründen Sie Ihre These, dass Zivilisationsprobleme monokausal durch den Kapitalismus verursacht würden?

    Wie wollten Sie Personen daran hindern, Ihre “Natürliche Wirtschaftsordnung” zu ihrem eigenen Vorteil und zum Nachteil anderer zu zerstören?
    Wieso sollte auf solche “wahnsinnigen Ideen” niemand mehr kommen?
    Meinen Sie, in einer “Natürlichen Wirtschaftsordnung” gäbe es plötzlich keine Wahnsinnigen mehr?

    Wie sollte sich eine “Natürliche Wirtschaftsordnung” nach Ihrer Meinung gegenüber Leuten verhalten, die aufgrund von Behinderungen oder Ähnlichem nicht fähig sind irgendwelche Leistungen von Marktwert zu erbringen?
    Wie könnten diese Leute ohne eine nicht marktkonforme Umverteilung (also einen planwirtschaftlichen Eingriff) weiterhin versorgt werden?

    Bisher klingt mir das doch alles sehr nach “Ihr müsst nur an mich glauben und dann wird alles gut”.

  12. Stefan Wehmeier

    Kompliment. Für jemanden, der das erste Mal mit dieser Thematik, die erst im Nachhinein betrachtet einfach ist, konfrontiert wird, sind Ihre Fragen bereits gut strukturiert.

    Die originale Heilige Schrift, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ihre Verfasser die wirkliche Bedeutung der in Genesis 3,1-24 beschriebenen Erbsünde noch kannten (die Bibel nur bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften) ist aufgebaut wie ein komplexes Gleichungssystem, in dem archetypische Bilder und Metaphern die “Unbekannten” darstellen. Das Gleichungssystem hat nur genau eine Lösung, die einen vollkommenen Sinn ergibt und in ihrer Gesamtheit in “Der Weisheit letzter Schluss” dargestellt wird; alles andere ergibt keinen Sinn. Bei der Vielzahl von Gleichnissen, insbesondere in den Nag Hammadi Schriften, in denen immer wieder die gleichen Bilder und Metaphern in vielen Kombinationen und Zusammenhängen verwendet werden, wäre es vollkommen unmöglich, den makroökonomischen Sinngehalt “hineinzuinterpretieren” – und das auch noch mit 100-prozentiger Signifikanz -, wenn die originale Heilige Schrift irgendeine andere Bedeutung hätte, als die in “Der Weisheit letzter Schluss” beschriebene. Aber wie gesagt, das erkennt man erst im Nachhinein.

    Erfahrungsgemäß dauert es mindestens einige Monate, bis ein Leser die Informationen auf deweles.de “verdaut” und sich die Gewissheit verschafft hat, bisher in einem Cargo-Kult und nicht in der Realität gelebt zu haben. Die religiöse Verblendung ist nicht zu unterschätzen!

    Ich kann Ihnen nur empfehlen, den gesamten Inhalt von “Der Weisheit letzter Schluss” gründlich und immer wieder zu lesen, bis Sie alles verstanden haben und sich dann sämtliche Fragen – sofern sie das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betreffen – selbst beantworten können.

    Der kurz bevorstehende, endgültige Zusammenbruch des (noch) bestehenden, kapitalistischen Systems wird Sie davon überzeugen, dass die Menschheit ohne die schnellstmögliche Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung keine Überlebenschance mehr hat.

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