Frankfurter Gemeine Zeitung

Blockade deutscher Web-Zeitung nach israelkritischem Beitrag

Die linksgerichtete “Neue Rheinische Zeitung” wurde nach der Veröffentlichung eines israel-kritischen Artikels am Freitag 23. März derart sabotiert, dass sie überhaupt nicht mehr erscheinen kann.

Der Server des Web-Blattes wird vermutlich durch Sympathisanten der Politik des Staates Israel blockiert: das NRhZ-Portal kann immer noch nicht erreicht werden. Der Herausgeber vermutet den Anlass in einem Artikel mit dem Titel “Israel mordet mit großer Vorsicht und Präzision!” von Evelyn Hecht-Galinski, der sich kritisch mit öffentlichen Äusserungen um die Morde von Toulouse auseinandersetzt.

Die Autorin ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski. Sie kam bereits öfters mit Anhängern israelischer Regierung in Konflikt, eine neue Qualität scheint aber jetzt erreicht. Unterstützer des gegenwärtigen rechtsradikalen Regimes scheuen vermutlich nicht mehr davor zurück, in Gänze die Veröffentlichungsmöglichkeiten kompletter Publikationsorgane  zu unterbinden, in denen mißliebige Artikel erscheinen – eine Art virtuelles Publikationsverbot. Der Artikel kann hier nachgelesen werden.

Solches Vorgehen entspricht leider dem rechtsradikalen Charakter der unterstütztes Regierung selbst. Es spricht in gewissem Sinne sogar für Thesen des Artikels von Hecht-Galinski über verbreitete Einäugigkeit westlicher Medien und ist scharf zu verurteilen.

Aktionen der Art rechtsradikaler Hacker schaden natürlich Israel!


15 Kommentare zu “Blockade deutscher Web-Zeitung nach israelkritischem Beitrag”

  1. Alexander Goeb

    Als Autor der “Neuen Rheinischen Zeitung” hoffe ich doch sehr, dass diese brutale Internet-Zensur aufgeklärt wird und die “Macher” demaskiert und belangt werden. Ist der Freiheit.-Experte Gauck schon informiert worden?

  2. Florian K.

    Sorry Wohlgemuth, aber hier kann ich Deine Meinung echt nicht teilen.

    Zum Einen handelt es sich hier um eine klare Vorurteilsbildung, da bisher nicht nachgewiesen ist, dass der Zusammenbruch des Servers wirklich aufgrund des israelkritischen Artikels erfolgte.
    Aber selbst wenn es so wäre, würde ich doch entschieden darauf verzichten, mich mit der Macherin des Artikels oder dem Medium welches diesen Artikel gepostet hat, zu solidarisieren.
    Zum Anderen spricht es ja schon Bände, dass dieser Artikel während die Verbindung down war, ausgerechnet von der Seite http://www.politaia.org „gerettet“ wurde, einer Seite, die sonst meist Theorien über Chemtrails und die (verschwörungsbedingte) „Neue Weltordnung“ verbreitet. (Man achte auch auf das zentral platzierte Werbebanner des Kopp-Verlages auf der Seite)
    Ein Wenig gruselig, so im Gesamteindruck.

    Wenn ich allerdings zum Inhalt des Artikels komme, so dreht sich mir offengestanden der Magen um.
    Schauen wir doch einmal auf die Ausgangslage: Es wurden jüdische Kinder in Toulouse von einer Person ermordet, die wahrscheinlich ein muslimischer Extremist war.
    Was hatten diese Kinder mit der Politik Israels zu tun? Meines Wissens nach erst mal nichts. Warum aber taucht sobald jüdischer Opfer einer Gewalttat gedacht wird, fast reflexartig die Frage nach einer “jüdischen Schuld” auf?

    Wäre es auch legitim deutsche Politiker dafür anzugreifen, dass sie (besser spät als nie) den Opfern der sogenannten „Döner-Morde“ gedacht haben, mit der Begründung die Türkei begehe ja auch Menschenrechtsverletzungen?

    Die Logik des Artikels ist ziemlich unappetitlich und die Frage, ob das Massaker von Toulouse tatsächlich antisemitischen Hintergrund hatte, wird zumindest bei der Beurteilung des Artikels dahingehend zweitrangig, dass der Autorin alleine die Tatsache eines Gedenkens an jüdische Opfer offenkundig ausreichte, einen Rundumschlag auszuteilen, der ein großes Maß an unterschwelliger Häme ausdrückt.
    Zitat aus dem Artikel: „Anlässlich des Begräbnisses der jüdischen Opfer von Toulouse, die interessanterweise direkt nach Jerusalem geflogen wurden, weil gläubige Juden nur im “Heiligen Land” beerdigt werden möchten, um als erste den noch zu erwartenden Messias zu erleben, ließ es sich Außenminister Juppé nicht nehmen, die Särge in der El Al Maschine zu begleiten und auf der Beerdigung zu sprechen.“
    Richtig schlimm wird es dann aber, wenn das Feindbild amerikanischer „Millionärs-Juden“ beschworen wird. Zitat: „Haben doch amerikanische Millionärs- und Milliardärs-Juden schon viele Luxus Wohnungen in Jerusalem aufgekauft, um damit den Anspruch des jüdischen Staates auf das ungeteilte Jerusalem für immer zu zementieren.“

    Dass Frau Hecht-Galinski offensichtlich das Bedürfnis hat, sich mit einer späten Auflehnung gegen ihr Elternhaus zu profilieren und damit wohl auch noch finanziell und publizitätstechnisch halbwegs erfolgreich ist, ist ihre Sache. Da möchte ich ihr nicht dreinreden.
    Wenn ein Medium, das sich selbst als kritisch oder marxistisch sieht, das dann in dieser Form veröffentlicht, ist es schon peinlich.

    Versteht mich nicht falsch:
    Ich denke die Politik Israels kann, darf und sollte ebenso und auch nach den gleichen Maßstäben kritisiert werden, wie die Politik jedes anderen Landes.
    Aber die Art und Weise, wie hier ein Bogen zwischen getöteten jüdischen Kindern und dem Staat Israel geschlagen wird, ist derart daneben, dass ich kaum Worte dafür finde.

    Und vielleicht waren die Leute, die den Ausfall des Servers verursacht haben, ja auch garkeine Anhänger des “rechtsradikalen israelischen Regimes”, sondern Linke, die sich an diesem Artikel ebenso gestört haben wie ich?

  3. Florian K.

    Nachtrag:
    Ist außerdem mal jemandem aufgefallen, dass der Artikel von Frau Hecht-Galinski an mindestens einem Punkt höchst unplausibel ist?

    Zitat: „Nach den schrecklichen Anschlägen eines Einzeltäters in Toulouse kommen die durch nichts zu belegenden Aussagen israelischer und jüdischer Organisationen. Immerhin einmal hörte ich im DLF von seiner dort wiedergegebenen Äußerung der Polizei gegenüber, dass er die jüdische Schule nur “aus Versehen” angegriffen habe, es aber eigentlich nur auf Soldaten und Polizisten abgesehen hätte, die den französischen Staat repräsentieren, der am Afghanistan-Einsatz beteiligt ist. Also darf man sehr in Frage stellen, ob der Täter tatsächlich antisemitische Motive hatte.“

    Aha… der Täter soll die jüdische Schule also nur „aus Versehen“ angegriffen haben? In Wirklichkeit wollte er „nur“ Polizisten und Soldaten treffen?
    Wie soll ich mir das vorstellen?

    Ist der Täter etwa ganz aus Versehen statt zur nächsten Kaserne zu einer Schule spaziert und hat dann die Schulkinder für Soldaten gehalten, als er auf sie schoss?

  4. Wohlgemuth

    Es ging hier nicht um den Inhalt des Artikels, sondern um die (wahrscheinliche) Blockade einer Web-Zeitung. Den Artikel hätte (z. B.) die Frankfurter Gemeine Zeitung auch nicht veröffentlichen müssen.
    Zum “vielleicht” waren es andere: im Text stand “vermutlich”.

  5. Wohlgemuth

    Die Web-Zeitung ist nach knapp einer Woche jetzt wieder erreichbar, die Ursachen des “Abschusses” bleiben unklar.
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17615

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