Frankfurter Gemeine Zeitung

Gentrifizierung – Resultate einer Frankfurter Fachtagung

Am 17. November des letzten Jahres fand in Frankfurt eine Fachtagung unter dem Titel “Gentrifizierung – sozialverträgliche Stadtteilentwicklung” statt.

Die Referenten (ja) berichteten aus unterschiedlicher Perspektive auf die Prozesse, sogar der bekannte kritische Stadtsoziologe Andrej Holm und ein Vertreter der Hamburger Initiativen waren von der Stadt Frankfurt  eingeladen. Dazu kamen Erfahrungsberichte aus anderen Städten. Das Ziel der Tagung wurde wiefolgt formuliert:

Gentrifizierungsprozesse haben in Frankfurt am Main seit den 1970er Jahren stattgefunden. Derzeit gibt es Hinweise, dass in einigen Quartieren eine zweite Welle läuft. Insbesondere in innenstadtnahen Gebieten herrscht ein hoher Aufwertungsdruck. Der anhaltende Zuzug von Bewohnern (prognostiziertes Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2030: 724.000 Einwohner), der angespannte Wohnungsmarkt, die steigenden Mieten (insbesondere in den innenstadtnahen Stadteilen) und hohe Immobilienpreise (starke Preis- und Umsatzsteigerungen im Wohnungseigentumsmarkt) sowie die Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen, haben Ängste bei vielen Menschen ausgelöst. Sie fürchten um ihre Wohnung und die vertraute Nachbarschaft. Dem berechtigten Bedürfnis nach Heimat, Schutz vor Veränderungen und Erhaltung gewachsener Nachbarschaften soll daher Rechnung getragen werden.

Ziel der Tagung war es, Voraussetzungen, Prozesse und Folgen von Gentrifizierung sowie aktuelle Strategien und Instrumente zur Steuerung aufzuzeigen. Gleichzeitig konnten damit aktuelle Forschungsstände, Erfahrungen aus anderen Städten und Sichtweisen aus anderen Blickwinkeln referiert und nachgefragt werden. Dazu wurden Referenten aus dem Bereich der Wirtschaft sowie der Planungsverwaltungen aus den Städten Nürnberg, Hamburg, Berlin und München zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Ergänzt wurde dies durch einen Erfahrungsbericht eines kritischen Beobachters.
Außerdem haben Vertreter der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, der städtischen Ämter, Vertreter der Wohnungswirtschaft, von Verbänden und von Initiativen an der Fachtagung teilgenommen.

Wie von der schwarz-grünen Stadtregierung nicht anders zu erwarten, folgt ein Wischi-Waschi Resümee: “Die Veranstaltung hat gezeigt, dass es gegen die negativen Folgen von Aufwertungs- und Gentrifizierungsprozessen keine Patentrezepte gibt.” Aber immerhin kann man die auf die folgende Aussage festnageln: “Eine Strategie zum erfolgreichen Umgang mit Gentrifizierungsprozessen sollte in jedem Fall auf zwei Ebenen ansetzen: Einerseits sollte sie in den betroffenen Bestandquartieren ein Bündel von Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise der Erlass einer Milieuschutzsatzung oder die Ausübung von Vorkaufsrechten der Kommune. Andererseits hat sie dafür zu sorgen, dass in einer wachsenden Stadt für neue Einwohner und gestiegene Wohnflächenbedarfe zusätzliche Wohngebiete entwickelt sowie neue Wohnungen einschließlich Sozialwohnungen gebaut werden.

Die jetzt im Netz verfügbaren Unterlagen der Tagung (Broschüre und Powerpoint-Diagramme) können den Frankfurter Initiativen gewiß bei ihren Argumentationen helfen.


3 Kommentare zu “Gentrifizierung – Resultate einer Frankfurter Fachtagung”

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