Frankfurter Gemeine Zeitung

Stadt Frankfurt dreht endgültig durch: Universität geschlossen!

Bei den regierenden Schwarzen und Grünen in der Stadt-Kommandantur scheinen jetzt alle Dämme gebrochen zu sein: auf ihr Anraten wird auch die ganze Goethe-Universität geschlossen. Man dünkt sich im Tollhaus !

Offensichtlich sehen die “gewählten Vertreter” die Akademie nur noch als Aussenstelle der Finanz-Institute und damit unter Blockade-Gefahr.

Hier der Wortlaut des Schreibens:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Studierende,
liebe Kolleginnen und Kollegen,


wie Sie bereits den Medien entnommen haben werden, stehen der Stadt
Frankfurtv on heute an die ,,Blockupy-Aktionstage” beovr. Auf dringendes
Anraten der Behörden hin sieht sich das Präsidium deshalb gezwungen,
vom 17. bis 20. Mai die Universitätsgebäude geschlossen zu halten.
Leider ist es anders nicht möglich, lhren Schutz zu gewährleisten,
nachdem gewaltsame Ausschreitungen im Stadtgebiet nicht
auszuschließen sind.


Wir bitten daher um lhr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen,
Das Präsidium


Geschafft: Bankenviertel wieder ordentlich dereguliert

Es war angedroht, und am Morgen fuhr rund um die Europäische Zentralbank unweit des Frankfurter Hauptbahnhofs ein mutiger Stosstrupp im Auftrag der örtlichen Banken-Befreiungsagentur „Römer“, sprich der schwarz-grünen Stadtregierung vor.

Im vom Geschehen nur wenige hundert Meter entfernten Magistratssitz gab derweil die mutige OB Petra Roth bekannt, an „diesen schweren Tagen“ Frankfurt nicht zu verlassen. Nicht verlautbart wurde, ob ihr in diesen Schicksalsmomenten vom Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Olaf Cunitz zur Beruhigung die Hand gehalten wurde. Jedenfalls muß es etwa so gewesen sein, als Steinbrück 2008 nach dem legendären Lehmann-Untergang „in den Abgrund“ geblickt hat.

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Aus den gerade mal einhundert Mannschaftswagen zwischen EZB, Bundesbank, Commerzbank und Deutscher Bank stiegen ein paar nach Art eines Afghanistan-Einsatzes ausgestattete Beamte, notdürftig eben, bei solch einem Vorhaben: die Räumung des brandgefährlichen „Occupy-Camps“. Völlig ohne jeden Gewalteinsatz entfernte die kleine Polizeitruppe die Übermacht an sitzenden Besetzern aus dem Camp.

Das Viertel ist jetzt gesichert, es kann problemlos weiter getradet werden. Es war nicht sichtbar, ob wirklich aus den oberen Etagen der umstehenden Finanzinstitute Beifall geklatscht wurde. Das ganze Viertel bleibt jedenfalls bis Sonntag gesichert, also abgeschottet von UBahn bis Auto, und die in den Towern arbeitenden Banker können sich nun wie in einer Festung endlich mal richtig als die „Masters of the Universe“ fühlen.

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Auf meine Fragen an die Polizeibeamten vor Ort, ob denn die schwarz-grünen Anführer noch nicht die beliebten Papier-Fähnchen mit dem Logo der Deutschen Bank AG unter ihnen verteilt hätten, kam nur verlegenes Lachen zur Antwort. Dabei dienen diese Accessoires dazu, ihre erfolgreiche Finanzmarkt-Befreiungsaktion mit ein bisschen Guerilla-Marketing (gemeinsames Fähnchenschwenken der Hundertschaften bis dem Absingen der Deutschen Bank Hymne) gegenüber den anwesenden Zuschauern zu verbinden. Sollten diese armen Tröpfe etwa die Garde deutschen Unternehmertums nicht kennen?

Wir werden sehen, wie das alles weiter geht.

Zumindest am Donnerstag, 17. Mai 2012 um 12 Uhr die Kundgebung für das uneingeschränkte Grundrecht auf Versammlungsfreiheit vor der Paulskirche.

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Occupy-Camp-Räumung: Attac Deutschland kündigt Kundgebung um 14:00 Uhr … Rave … an

Bei picpaste.com gefunden: Polizeistaat, Nein Danke.

Via Twitter von Attac Deutschland (15. Mai, 12:00 Uhr): Protestkundgebung heute 14:00 Uhr vor der EZB, Protest-Rave ab 19:00 Uhr vor der Hauptwache.

Homophobie (ebenso von Attac Deutschland via Twitter, heute, 10:45 Uhr): “Mit Verweis auf #Blockupy hat Frankfurt die Juso-Mahnwache zum Int. Tag gegen Homophobie verboten! 17.5. 18 Uhr Klaus-Mann-Platz


Twitter: Frühaufsteher gehen heute früh zum Occupy-Camp

Bereits heute (Mittwoch) könnte die Räumung recht früh losgehen.

Einige Twitterer werden ab 7:00 Uhr oder früher auf dem Gelände zum Protestieren sein und freuen sich auf jeden, der solidarisch zum Willy-Brandt-Platz kommt.


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