Frankfurter Gemeine Zeitung

Blockupy-Resolution der Frankfurter Erwerbsloseninitiative “FELIA Frankfurter Erwerbslose in Aktion”

Wir von der Frankfurter Erwerbsloseninitiative “FELIA Frankfurter Erwerbslose in Aktion” fordern den Rück­tritt des Frankfurter CDU-Dezernenten Markus Frank (Dezernent für Wirt­schaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr). Hierüber hinaus fordern wir, dass umgehend ein neutraler und unabhängiger Om­buds­mann für die Polizei im Bundesland Hessen einge­setzt wird.

Dezernent Frank ist politisch verantwortlich für das Totalverbot der Veranstaltungen des Blockupy-Bündnisses vom 16. bis 18. Mai 2012. Selbst die Mahnwache der Frankfurter Jungsozialisten ge­gen Homophobie am 17. Mai 2012 wurde verboten. Genauso unangebracht und unnötig wie die Räumung des Occupy-Camps waren die zahlreichen Einkesselungen und Platzräumungen in der Frankfurter Innenstadt! Weiterlesen »


Die Erle der Enthauptung (Videoträume). Performance von Bert Bresgen im Kellertheater

erle

Diesen Sonntag um 18 Uhr ist eine literarische Performance von FGZ-Autor Bert Bresgen (mit Lese-Unterstützung von Aylin Karacan und Merzmensch) im Kellertheater Frankfurt zu sehen: “Die Erle der Enthauptung (Videoträume)”. Das Internet ist auch ein Friedhof für abgelegte Musik und apokryphe Filmschnipsel. Bert Bresgen spinnt diese Ausschnitte weiter und formt sie zu short stories, Interpretationen und Kurzdramen um. Wir  lernen einen Mann und seinen schwulen Bruder kennen, leiden unter German Angst, treffen einen pfeifenden mexikanischen Sargschreiner, verüben einen merkwürdigen Mordanschlag auf Schloß Gleichenstein und essen mit Andy Warhol einen Hamburger.  FGZ-Leser dürften das ein oder andere Video, den ein oder anderen Text wiedererkennen…
Mit Bert Bresgen, Daniela Vollhardt, Kai Thomas (vom Kellertheater Frankfurt) Merzmensch und Aylin Karacan (FGZ). Sonntag 27.5.   18 Uhr  Eintritt: 5 Euro, Kellertheater Frankfurt Mainstr.2 Fon: 069-288023 www.kellertheater-frankfurt.de


Bockenheimer Bürgerinitiativen zur Mietpreisentwicklung und zur Schließung des “IvI”

Mit großer Besorgnis beobachten wir die Verdrängung von Menschen mit geringem und
mittlerem Einkommen aus den Innenstadtbereichen. Zugleich sehen wir anlässlich der
drohenden Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) die Freiräume, die in
Frankfurt ein selbstbestimmtes Leben jenseits kapitalistischer Verwertungslogik möglich
machen, massiv bedroht. Wir rufen daher zur Teilnahme an der Demonstration “Wohnraum
für alle” am 31.5., 17 Uhr an der Bockenheimer Warte und zur Abschlusskundgebung, 18 Uhr
auf dem Römerberg anlässlich der Stadtverordneten-Versammlung auf.
Die Frage Wem gehört die Stadt? droht einseitig zugunsten von Investoren und
Besserverdienenden beantwortet zu werden. Ganze Bevölkerungsgruppen wie Arbeiter,
Arbeitslose, Alleinerziehende, Alte, Studenten und prekarisiert Beschäftigte werden durch die
derzeit stattfindende Verdrängung von der Teilhabe am städtischen Leben ausgeschlossen
und ihres Rechts auf Stadt beraubt. Statt dieser Entwicklung entgegen zu wirken, verstärkt
städtische Politik deren Effekte durch den massiven Abbau von Sozialwohnungen, den Bau
von hochpreisigen Eigentumswohnungen und über das Instrument des Mietspiegels.
Beispielhaft zeigt sich in Bockenheim die gezielte „Aufwertung“ eines Stadtviertels. Mit der
Gleichmacherei von Wohnsituationen im neuen Mietspiegel werden insbesondere bislang
günstigere Wohnungen verteuert. Diese Mieterhöhungen wurden durch die städtischen
Wohnungsbaugesellschaften gezielt und vor allem bei früheren Sozialwohnungen
durchgeführt.
Der Verdrängung von Studenten aus diesem Quartier durch Mietpreistreiberei, Sanierung und
Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen muss durch Schaffen von günstigen
Wohnheimplätzen Einhalt geboten werden. Das Wohnheim an der Bockenheimer Warte
bietet fast 80 Studenten Wohnraum und muss unbedingt erhalten bleiben.
Auch in dem von Räumung bedrohten IvI am Kettenhofweg würden günstige
Wohnmöglichkeiten zerstört und selbstverwaltetes Wohnen, Lernen, Forschen und Kreativität
ausradiert. Das IvI steht seit fast zehn Jahren für die kritische Auseinandersetzung mit
Wissenschaft und Gesellschaft. Es ist in unseren Augen ein unverzichtbarer Bestandteil des
kulturellen Lebens Frankfurts und muss dies auch bleiben! Das Grundstück und das
denkmalgeschützte Institutsgebäude des IvI waren bislang im Besitz des Land Hessen. Ihr
Verkauf stellt einen weiteren Schritt zur Privatisierung öffentlichen Eigentums dar. Seine Lage
an der Grenze zwischen dem Westend und Bockenheim hat zudem eine zentrale Bedeutung
für die künftige Entwicklung beider Stadtteile. Sollte dieser lebendige kulturelle Ort wie zu
befürchten Luxuseigentumswohnungen oder Büroraum weichen müssen, wäre dies ein
fatales Signal für den Charakter des in unmittelbarer Nachbarschaft geplanten Kulturcampus.
Die Demonstration am 31. Mai ist ein Auftakt für einen Sommer mit vielfältigen Aktionen, an
denen sich viele Menschen beteiligen werden, die für das Recht auf Stadt, den Erhalt und die
Entwicklung unseres urbanen Lebens und die Vielfalt unserer Alltagskultur eintreten.

Ratschlag Campus Bockenheim / Angelika Wahl / Tel. 0174-5374289
Intitiative Zukunft Bockenheim / Anette Mönich / Tel. 069-7072380
Offenes Haus der Kulturen e.V. / Tim Schuster / Tel. 0179-9193386


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