Frankfurter Gemeine Zeitung

Berlin: Protestcamp gegen zu hohe Mieten in Kreuzberg

Mieter/innen in Berlin-Kreuzberg haben am letzten Freitag ein Protestcamp gegen steigende Mieten eingerichtet. Das klingt nicht wirklich überraschend, denn der Bezirk ist für drastisch steigende Mieten und sein munteres Protestmilieu bekannt. Doch das Protestcamp am Kottbusser Tor unterscheidet sich von den sonst üblichen, studentisch geprägten Szenemobilisierungen. Es sind vor allem Mieter/innen aus den Sozialwohnungsblöcken rund um das Kottbusser Tor, die da ihren Protest auf die Straße verlagern. Viele der Familien haben türkische Wurzeln und befürchten aus Kreuzberg verdrängt zu werden.

Weil sie auch in Kreuzberg bleiben wollen, haben sich die Bewohner/innen der Häuser im März letzten Jahren zur Mietergemeinschaft Kotti&Co zusammengeschlossen und organisieren seither den Protest gegen die unsozialen Mieten im Sozialen Wohnungsbau. Sie haben sich mit anderen Mieterinitiativen zusammengeschlossen (Mietenpolitisches Dossier), ihre Forderungen an die Regierung übergeben, Runde Tische initiiert und Gespräche mit den Eigentümern und Hausverwaltungen gesucht. Das Resultat all dieser Initiativen lässt sich relativ einfach zusammenfassen: Nichts.

Weitere Infos im Berliner “Gentrification Blog


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