Frankfurter Gemeine Zeitung

Offener Brief – an alle Schlecker-Mitarbeiter_innen

Wir haben euer Angebot zur Kenntnis genommen. Grundsätzlich ist es sehr verantwortungsvoll, dass ihr bereit seid, auf 10 % eurer Bezüge zu verzichten. Leider müssen wir euch mitteilen – zu unserem grössten Bedauern – dass dieses Angebot zu spät eingegangen ist und nun leider als völlig unzureichend angesichts der Forderungen der Gläubiger sich erweist. Als Verhandlungsgrundlage müssten wir mit einem Angebot kommen, dass einfach nicht auszuschlagen ist.

Denkt nochmals darüber nach. Wir sind gerne behilflich bei der Suche nach alternativen Wegen, eure Basisnöte abzudecken (wir denken dabei an Aufstockung und einem Angebot eurerseits von ca. 50 % Verzicht).

Mit kollegialen Grüssen

die Geschäftsführung

zur Kenntnisnahme

bei Neckermann, Opel und allen, denen es noch bevor steht:

macht eure Angebote rechtzeitig, damit sie ein Alleinstellungsmerkmal bilden, tretet für die volle Transferleistung ein – bei voller Wochenarbeit und Versicherungspflicht. Ihr unterstützt damit die Stellung Deutschlands in der EU und erleichtert der Kanzlerin die Durchsetzung des deutschen Modells. Nur so bleiben wir Exportweltmeister, nur so geht es uns weiterhin gut.


Ein Kommentar zu “Offener Brief – an alle Schlecker-Mitarbeiter_innen”

  1. Mimi

    Die Schlecker-MitarbeiterInnen wollen lieber 10% weniger
    verdienen als den “Makel” der Arbeitslosigkeit auf sich
    zu nehmen.

    Das haben die Politiker und die ihnen treue
    Journaille wunderbar hingekriegt: tagtäglich wird Arbeitslosen Ihre Würde abgesprochen; so wird den H4-Empfängern einfach so den Anspruch auf Betreuungsgeld vorenthalten (nach dem Motto: “Müssen die Kinder in die Welt setzen?).

    Das Volk reagiert, indem es sich freiwillig selber jede Würde abspricht.

    ES IST TROSTLOS!

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