Frankfurter Gemeine Zeitung

Erklärung aus dem Hintergrund – die ergraute Fraktion des schwarzen Blocks

Der Redaktion ging eine Erklärung zu, die sich mit der Kritik am „schwarzen Block“ auseinander setzt. Es bleibt zu vermuten, dass dies aus jenen Kreisen kommt, die zu Recht als die Mütter und Väter der heutigen Generation dieses Zirkels bezeichnet werden können. Sie betonen diese Tradition und stellen einige Punkte klar.

Wir sind der Meinung, mit dem Abdruck dieser Erklärung einen Beitrag zur Geschichte des Frankfurter Widerstands zu präsentieren, ohne zum Inhalt Stellung zu nehmen. Hier der Text:

Nicht für alles kann der Schwarze Block in Regress genommen werden.

Wir halten die in letzter Zeit schon hysterisch zu nennende Kritik am „Schwarzen Block“ für den Ausdruck einer nervösen Kampagne, die wohl zum Ziel hat tragende Elemente der post-fordistischen Gesellschaft unter Generalverdacht zu stellen. Besonders in Hessen des Systems KOCH lässt die Landesregierung nichts unversucht, ihre Favoriten in Stellung zu bringen. Dies gelingt ihnen immer weniger. In dieser Verzweiflung scheuen sie nicht davor zurück, die Motive des Schwarzen Blocks in spät-pubertärer Manier zu ihrem Vorteil umzuinterpretieren. Dabei scheuen sie nicht davor zurück, mit schlecht verhohlener Verbiegung der Lage ihren Vorteil zu suchen.

Wir meinen es reicht!

Wir halten hier deutlich fest: schon zu Zeiten als das publikums-wirksame Label „Schwarzer Block“ nicht zur Verfügung stand, waren wir Wunschpartner des militärischen Arms der Staatsmacht. Und auch schon damals wurde versucht mittels Konstruktionen wie „Berufsrevolutionär“ oder unterhaltsamer „Demonstrationstourist“ beschwätzen lassen. Nichts hat sich bewegt in dieser Hinsicht.

Wir halten hier deutlich und kategorisch fest: solche Karrieren sind und waren den Angehörigen der Oligarchien vorbehalten. Bei aller Griffigkeit solcher Begriffe ist ihre inflationäre Verwendung lediglich hübsch realitätsblind.

Wir erwähnen dies, um deutlich machen, dass auf Grund der mangelnden Ressourcen eben nicht jede Anfrage betreffs einer Teilnahme an Veranstaltungen positiv beschieden werden kann.Die Lage hat sich trotz aller Hoffnungen und auch Fehleinschätzungen nicht in der gewünschten Weise entwickelt, dass dies für die neue Generation des Schwarzen Blocks eine ernsthafte Option darstellen könnte.

Wir stellen erfreut fest, dass auch heute die Tradition dieser Wunschpartnerschaft hoch gehalten wird und bedauern zugleich, dass dies nicht zu jedem beliebigen Anlass gepflegt werden kann (s. oben).

Wir fordern daher vor allem die Mainstrem-Medien auf, hier mehr Verständnis zu zeigen, dass die alltäglichen Notwendigkeiten dies nur bedingt zulassen, besonders wenn man berücksichtigt, dass die heutigen Politk-Darsteller die Einladungen recht kurzfristig erfolgen lassen.

Wir fordern auch mehr Einsicht, dass auch dies aktuelle lokale Ereignis – trotz ά-City – nicht von allen geschmückt werden kann, die hierzu aufgefordert sind, so sehr wir dies Petra Roth auch wünschen.

Wir möchten jedoch bemerken, dass jetzt schon ein wichtiges Ziel der Partnerschaft erreicht ist: das effiziente Fernhalten subversiver Elemente, wie sie leider in der Bevölkerung massenhaft vermutet werden kann, vor allem jener Empörten, die sich nicht an Spielregeln zu halten gedenken, die gemäß unserer langen Tradition ihre Bewährung mehr als eindeutig bewiesen haben.

Trotzdem: wir werden weiter machen.

die ergraute Frankfurter Fraktion des Schwarzen Blocks


4 Kommentare zu “Erklärung aus dem Hintergrund – die ergraute Fraktion des schwarzen Blocks”

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