Frankfurter Gemeine Zeitung

Deutsche Verteidigungsliga – auch in RheinMain

Passend zum Nationen-Kampf gegen Wettbewerber und Verlierer wie Griechenland oder Portugal und ähnliche Luschen auf dem Platz und der Ökonomie verzeichnen schwarz-rot-goldene Enthusiasten neue Organisierung. Und das ist überhaupt nicht mehr zum Lachen, besonders wenn solche rechtsradikalen Trupps in Frankfurt wie am gestrigen Samstag in Ginnheim aufmarschieren können: unter massivem PolizeiSCHUTZ! Bedenken und Verbote wie bei den Demonstranten mit Grundgesetz an der Paulskirche vor einem Monat finden sich hier bei Schwarz-grün und Polizeiführung in Frankfurt nicht.

Polizeischutz für GDL - 23. Juni inf Frankfurt Ginnheim

Polizeischutz für GDL - 23. Juni in Frankfurt Ginnheim

Wer bisher dachte GDL stehe ausschließlich für Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer wird sich in Zukunft möglicherweise darüber wundern wenn zu vernehmen ist, dass irgendwo eine Schlägerei zwischen Salafisten und Mitgliedern der GDL entbrannte. Es sind dann aber nicht aufrechte Gewerkschafter mit Qualifikation zum Führen eines Schienfahrzeuges, die sich ein Händel mit religiösen Spinnern geliefert haben Die Rede ist von der German Defence League, abgekürzt GDL. Diese orientiert sich an der English Defence League.

Die EDL ist ein Bündnis islamophober Hooligans und kann als militanter Arm der englischen Anti-Islam Szene verstanden werden. Britische Medien haben in der Vergangenheit wiederholt über gewalttätige Auseinandersetzungen bei Demonstrationen berichtet. Die deutsche Ableger der Liga der außergewöhnlichen Gentlemen ( gibt es bei denen überhaupt irgendeine Frau? ) wirbt mit einem Link auf PI-News. Öffnet man den Link erscheint eine sparsame Seite in der ein gelb-rotes Kreuz auf schwarzem Grund den Blick fixiert. Umrundet wird das Kreuz von den Worten „German Defence League Maximum Resistance“. Das Logo könnte auch von Thor Steinar stammen, oder aus einem Computerspiel. Darunter findet sich ein Video das wohl für die Organisation werben soll, seine Spannung aber ausschließlich aus der Verwendung des Soundtracks des Films „Das Boot“ zieht. (Was will uns die GDL damit sagen? Das sie in der Tradition der deutschen U-Bootfahrer im zweiten Weltkrieg stehen? Das ihr Schiff, die GDL, am Ende versenkt wird? Das sie einfach nur die Musik geil finden? Sie dürften für die Verwendung genauso wenig die Rechte haben, wie die wiederholte Verwendung des Bundesadlers auf ihren Seiten – Wo sind eigentlich die Abmahnanwälte wenn man sie mal braucht? )

Interessant wird es bei dem Punkt „Wer wir sind – wofür wir stehen“ . Dort heißt es „Die German Defence League hat sich der Bewahrung der christlich-jüdischen Traditionen unserer europäischen Kultur verschrieben.“ Das passt zu dem Kreuzsymbol. Aber: europäische Kultur ist in ihren Augen vor allem Rechtskultur, denn diese bedeute Freiheit. Dem stehe gegenüber der Islam, der Recht als göttliches Naturrecht begreife. Dementsprechend ist der Mensch im Islam nicht frei. „Die Freiheit ist nicht Beliebigkeit, nicht Willkür, Freiheit bedeutet nach Kant Autonomie, d.h. Selbstgesetzgebung. Der Mensch ist frei, weil er sich selbst Gesetze geben kann. Der Islam kennt keine Selbstverpflichtung des Individuums sondern lediglich eine ca. 1430 Jahre alte religiöse Wertung, die alle Lebensverhältnisse eines Menschen regelt.

Hier offenbart sich in wenigen Sätzen die Beliebigkeit und Willkür im Umgang mit Geschichte und Philosophie der neuen Verteidiger des Abendlandes. Die christlich-jüdische Tradition von der gesprochen wird, ist ein zynisches Konstrukt, bestand doch jahrhundertelang die Tradition zwischen Christen und Juden darin, dass Letztere von Ersteren verfolgt wurden und zwar in ganz Europa. Man mag ihnen zugute halten, dass sie möglichweise nur Nachsprechen was Unionspolitiker erfunden haben, Gedankenlosigkeit macht es aber auch nicht besser. Eigenständig ist auf jeden Fall ihr Missverständnis über den Rechtsstaat. Rechtsstaatlichkeit ist eine Folge der Aufklärung und zu dieser hat das Christentum wenig beigetragen und mehr nach Kräften versucht diese zu hindern. Dies wird ignoriert obwohl sie im weiteren Text selber immer wieder anführen, wie bedeutsam in der Geschichte der Gedanke der Trennung von Religion und Staat war. Hier werden eigene Widersprüche ausgeblendet, um umso stärker die Rückschrittlichkeit der Anderen zu betonen. Ebenso selbstzentriert ist ihre Wahrnehmung von Freiheit. Sie können sich nicht vorstellen, dasses ebenso zur Freiheit des Menschen gehört, wenn er sich Gesetze wie die Scharia gibt. Das er dabei glaubt er habe sich diese nicht selbst gegeben, sondern stammen von ganz oben, ist dabei unerheblich. Es sei denn, und dafür spricht nichts bis Null, dass die Scharia tatsächlich von einem Gott käme. Dann wäre allerdings die Ausgangslage irgendwie schon eine andere.

Es ist eine interessante Idee die europäische Kultur, die natürlich auch durch den Nahen Osten geprägt wurde, primär als rechtgeschichtliche Entwicklung zu begreifen, die erst Freiheit hat entstehen lassen und damit das Subjekt konstituiert hat. Ein Gedanke den der Historiker Michel Foucault sicherlich anregend gefunden hätte. Dennoch bleibt es eine unzulässige Reduzierung von gesellschaftlicher Komplexität zugunsten eines einzelnen Aspekts. Die Frage ist, welche Konsequenzen zieht die Truppe aus ihrer Kreuz- und Bundesadlersymbolik, ihrer halbgaren Philosophie?. Sie nennen sich Verteidigungsliga und wollen das Recht verteidigen. Wollen sie es auch durchsetzen? Ich werde jetzt aber entgegen meiner Eingangsworte nicht sagen, dass bald rechte Polithooligans aufmarschieren die sich als moderne Kreuzritter imaginieren, auch wenn ihre Assoziation mit der English-Defence-League dies nahe legt. Es ist aber möglich das sich dauerhaft ein weiterer Akteur mit Radikalisierungspotential,.in der anderen Rechten etabliert. Einen Charter, pardon, eine Division gibt es auch schon im Rhein-Main Gebiet.


25 Kommentare zu “Deutsche Verteidigungsliga – auch in RheinMain”

  1. Helene

    Die GDL hat den Bundesadler nicht mehr auf Ihrer Seite! Ob die GDL wohl Druck bekommen hat (§124 OwiG)

    Wenn jemand Rechtsextremisten öffentlich mit Bundesadler ertappt, sollte er unbedingt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gemäss “124 OwiG erstatten.
    Die Nutzung des Bundesadlers ist für politische Zwecke nicht gestattet.

  2. Antifant

    Der kampf gegen Rechtsextremisten muss auch legal geführt werden!

    Daher sollte ein Bürger einen Rechtsextremisten sehen, der öffentlich die Bundesflagge mit Bundesadler oder den Bundesadler alleine nutzt, wäre es angebracht, eine Odnungswidrigkeitenanzeige gemäss §124 OwiG wegen des Verdachtes der unerlaubten Nutzung beim BVA Köln zu stellen. Nicht vergessen, die Polizei zu informieren, damit die Beweissicherung klappt!

    Rechtlich zuständig ist;

    http://www.bva.bund.de/nn_372378/DE/Aufgaben/Abt__II/GenehmigungBundesadler/genehmigungbundesadler-node.html?__nnn=true

  3. Frank

    Ja, sorry Leute…aber auch bei dieser Demo sind nur die
    sog. Antifaschisten (ich bevorzuge die Bezeichnung: Linksnazis) negativ aufgefallen.

    Durch Gewalttätigkeiten und (man höre und staune) durch zeigen des Hitler-Grußes.
    Da sag noch einer diese Leute wären nicht krank im Kopf.

  4. Bert Bresgen

    @ zu deiner Information,Frank: ich bin kein besonders großer Freund der antifa, aber laut der Polizei, die noch weniger mit der Antifa symphatisiert, war die einzige “Gewalttätigkeit” der Antifa auf dieser Demo die Zerstörung eines Plakats der REP´s. Negativ auf fiel hier hingegen der “Superstar von ProNRW” Lars Seidensticker, der laut Frankfurter Rundschau Muslime als „minderbemittelt, grenzdebil und schwachsinnig“, den Islam als „toten Kadaver“ und den Propheten Mohammed als „analphabetischen Kamelhändler“ bezeichnete und hinzu fügte, es sei zu bedauern, dass der Engel, der laut Koran dem Propheten ein Tuch aufs Gesicht gedrückt habe, „seinen Job nicht richtig zu Ende brachte“. Also: ich finde DAS “krank im Kopf”, und wenn auf solch rassistisches Geschwätz jemand mit dem Hitlergruß antwortet, halte ich das für eine treffende Einschätzung des Gesagten. Nach zu lesen hier: http://www.fr-online.de/frankfurt/rechte-demo-gegen-islamisierung-auftritt-der-provokateure,1472798,16464494.html

  5. Fugi

    Erst mal wissen, was überhapt “Nazis” sind, und dann mit dem Unsinn von “Linksnazis” aufhören.

  6. Anonymous

    @Fugi

    Na, da hat sich wohl ein Linksnazi auf den Schlips getreten gefühlt. Iss schon recht so.

    Also ich war als Augenzeuge bei der Gegendemo:

    -Es wurde, wie schon gesagt, der Hitlergruß gezeigt

    -etliche der kulturbereichernden Migrantenkids haben antisemitische Parolen gebrüllt

    -na ja und zu allem Übel war noch der “werte” Herr Stoodt anwesend, der (wie ich gehört habe) den Spitznamen Nazi-Pfarrer trägt und auch mit einer Klage gegen diesen Spitznamen gescheitert ist.

    Also… wenn für diese Gemengelage der Begriff “LINKSNAZIS” nicht vollkommen zutreffend ist, dann weiß ich nicht

  7. gaukler

    Welche Wirrköpfe faseln hier denn?

  8. Frank

    @ Bert Bresgen

    Ich verstehe Ihre Einlassung “…rassistisches Geschwätz” nicht.

    Es ging bei der um Kritik an Salafisten und dem Islam.
    Jeder weiß, dass sowohl die Salafisten als auch der Islam keine Rasse ist;
    daher ist Islamkritik natürlich auch nicht rassistisch.

    Ich denke dieses Mindestmaß an Logik sollte auch ein hasserfüllter Linker verstehen

  9. Bert Bresgen

    @ Frank. tja, ich bin nur leider gar nicht haßerfüllt wie Sie das mal so nebenbei vermuten. ich bin vermutlich entspannter als sie und die ganzen Deutschen Verteidigungsparanoiker..Haßerfüllt ist vielmehr Lars Seidensticker , wie sich an den obigen Zitatenablesen läßt. Wäre ich haßerfüllt, hätte ich Herrn Seidensticker nämlich als grenzdebil, minderbemittelt und schwachsinnig bezeichnet, so wie er die Muslime tituliert hat. Insofern folge ich auch ihrer Logik nicht. Was war die folgenreichste rassistische Theorie? Der Antisemitismus. Und natürlich gings da nicht nur um die Rasse, was immer das sein mag, sondern auch um die religion, die fremde Kultur usw. Rassistisch ist das Gesamtbild, das Seidensticker entwirft. Warum sollte ich als linker katholischer Atheist mit dem Islam symphatisieren? Soll aber das, was in den obigen Zitaten steht tatsächlich Kritik sein? Eine Formulierung wie die, das der Engel, der das Kissen auf das Gesicht von Mohammed drückte, seinen Job nicht vollendet hat, ist eine Aufforderung zum Mord. Folgt man dieser Logik kann man fragen: warum sollte es den Anhängern besser ergehen als dem Propheten selbst? Seidensticker ist ein Haßprediger reinsten Wassers und solche Reden hätte man auch zur Unterstützung der NSU halten können. Und damit genug von diesem Unsinn

  10. Florian K.

    @ Frank:

    Vielleicht hilft Ihnen auch ein Zitat aus dem Gästebuch der German Defence League von einem User namens Alex, damit Sie auch verstehen können, wie sehr die GDL und Konsorten mit der zweifellos rassistischen rechtsradikalen Szene verknüpft ist.

    Zitat aus dem Gästebuch der GDL vom 05.07.2012:

    “Die GDL ist, so wie ich das bei PI verstanden habe, eine prima Sache. Auf dem Boden der freih.Grundord., Abgrenzung zu Nazismus/Faschismus/Islam, gegen Gewalt (Verteidigung ausgenommen), für Feststellung des jüdisch-christlichen Ursprungs unserer Kultur, griechisch-römisch-gemanisches Erbe u.s.w.
    Als ich mich nun aber über die Division Lübeck informieren wollte, habe ich im facebook der Division Lübeck die Oi-Skin-Band Sleipnir verlinkt gefunden.
    Ich finde das unseriös und es schreckt mich persönlich (und wie ich vermute auch andere) ab. Das passt einfach nicht zu o.g. Solch spezielle Band sprechen eben ein spezielles Klientel an, selbst wenn der Text EINES Liedes OK ist. Jeder kann ja hören was er mag, aber gerade Sleipnir (und andere derartige Bands) sind doch negativ konnotiert (NPD, Neonazi, Gewalt, und so). Lange Rede kurzer Sinn, das hat mich davon abgehalten Kontakt mit der Div. HL aufzunehmen. Schade. Würde mich interessieren, was ihr darüber denkt.”

    Zudem kommt es doch auch darauf an, in welchen Kontexten sich eine Organisation bewegt, selbst wenn das von ihr nach außen getragene “Selbstverständnis” dieser Organisation etwas anderes suggerieren möchte.

    Und dass bei den ganzen Diskussionen um Integration und Islam ein rassistischer Diskurs mitschwingt, ist nicht von der Hand zu weisen.

    Dies fängt bei Sarrazins Einlassungen über Vererbbarkeit geistiger Fähigkeiten an, führt weiter über die hasserfüllten Kommentare auf PI-News, in denen Araber teilweise pauschal als “Ziegenficker” bezeichnet werden und durchzieht letztlich die ganze Integrationsdebatte bis hin in die angepasstesten bürgerlichen Kreise.

    Denn Integration wird hierzulande stets als rassische Abstammungsfrage definiert.

    Es wird beispielsweise im Integrationsdiskurs nie die Frage nach Integration der deutschstämmigen Unterschicht gestellt, obwohl sich in dieser ähnliche soziale Probleme manifestieren, wie in der Unterschicht mit Migrationshintergrund.

    Bei einem Deutschstämmigen wird von einer Integration qua Abstammung ausgegangen.
    Bei Personen fremdländischer Abstammung hingegen wird, auch wenn diese die deutsche Staatsbürgerschaft innehaben und damit Deutsche sind, weiterhin von “Deutschtürken”, “Migranten 2ter Generation” und ähnlichen Termini geredet.

    Die Weltsicht der GDL und die mit ihr eng verknüpfte politische Szene macht sich diesen rassistischen Diskurs vollständig zu Eigen und ist damit rassistisch im vollen Sinne des Wortes.

  11. Frank

    @ Florian

    Ich weiß Sie können und/oder wollen es in Ihrer Verblendung gar nicht verstehen, trotzdem schreibe ich es nochmal auf.

    Wie schon gesagt Salafismus ist keine Rasse, deshalb machen Sie sich mit dem Rassismusvorwurf weiterhin einfach nur lächerlich.

    Auch hat niemand etwas gegen Deutsche finnischer, russischer, afrikanischer, asiatischer usw. Herkunft.
    Es geht schlichtweg um das schlechte Benehmen von Teilen bestimmter Migrantengruppern.
    Auch hier läuft der Rassismusvorwurf schlichtweg ins Leere.

    Das bestimmte Gutmenschen-Kreisen ständig und immer über Rasse reden wollen, macht diese selbst mittlerweile verdächtig.

    Denken Sie mal drüber nach, wenn Sie können (bzw. Ihre Scheuklappen das erlauben)

  12. Florian K.

    Nein… nicht rassistisch. Oder?

    Dann bitte ich um eine genaue Definition dessen, was Sie mit “bestimmten Migrantengruppen” meinen.
    Und welche Maßnahmen würden Ihnen denn gegen das “schlechte Benehmen” von “Teilen dieser bestimmten Migrantengruppen” vorschweben, wenn Sie genug politischen Einfluss hätten, diese Maßnahmen auch tatsächlich durchführen zu lassen?

    Und wo bitte habe ich geschrieben, dass ich Salafismus für eine Rasse halte?

  13. Frank

    Die in Rede stehende Demo richtete sich explizit und nur gegen Salafisten.
    Sie bezeichnen die Demo als rassistisch, als sind Sie wohl der seltsamen Auffassung Salafismus sei eine Rasse.

    Außerdem begründen Sie den angeblichen Rassismus der Demo auch noch mit Zitaten aus irgendwelchen Internetseiten.
    Sehr wirr das Ganze.

    Mit bestimmten Migrantengrupppen meine ich Migranten mit moslemischen Hintergrund, die durch Ablehnung des Grundgesetzes, Sozialbetrug, hohe Kriminalität usw. auffallen.
    Aber ich denke das wußten Sie schon, wenn Sie Zeitung lesen, Fernsehen oder sonst irgendeinen Bezug zur Realität in Deutschland haben (was man angesichts Ihrer Kommentare aber durchaus bezweifeln könnte).

    Mir schweben keine Maßnahmen vor, ich möchte aber auf die bewiesenen Tatsachen hinweisen können, ohne von verblendeten Leuten als Rassist bezeichnet zu werden.

    Noch schlimmer wird es,wenn diese verblendeten nicht mal über die intellektuellen Fähigkeiten besitzen zu diskutieren (z.b. wie Sie nicht zwischen Rasse und religiösen Strömungen unterscheiden können).

    Da Ihnen also ganz offensichtlich das intellektuelle Werkzeug für eine Diskussion fehlt, ist diese hiermit für mich beendet

  14. Florian K.

    Das Kompliment bezüglich meiner “fehlenden intellektuellen Werkzeuge” kann ich voll und ganz zurückgeben.

    Denn offensichtlich fehlt Ihnen das intellektuelle Werkzeug, sowohl den Artikel, als auch die von Bert und mir verfassten Kommentare in Gänze zu lesen und zu verstehen.

    Aber da ich ein überaus geduldiger Mensch bin, erkläre ich es gerne noch einmal:

    Niemand würde in der heutigen Zeit seine Demonstration selbst als rassistische Demonstration bezeichnen. So dumm sind nicht einmal die Leute von der GDL.
    Die Frage ist aber doch in welche Stoßrichtung die Sache geht.

    Und hier hat Bert mit dem Herrn Seidensticker ein überaus anschauliches Beispiel genannt, auf das Sie in Ihren Antworten bezeichnenderweise nicht eingegangen sind.

    Auch sehr bezeichnend finde ich, dass sie auf die Frage, welche politischen Maßnahmen Sie bezüglich dieser Thematik durchführen würden, antworten, Ihnen würden da keine Maßnahmen vorschweben.

    Dies glaube ich Ihnen schlicht und einfach nicht. Ich habe eher den Eindruck, dass sie sich scheuen, Ross und Reiter zu nennen, da dies gewiss ein negatives Licht auf Ihre Position werfen würde.

    Und wenn Sie dann auch noch das gängige Klischee von “Migranten mit moslemischen Hintergrund, die durch Ablehnung des Grundgesetzes, Sozialbetrug, hohe Kriminalität usw. auffallen” aufgreifen und dieses zur erwiesenen Tatsache erklären, dann wissen sowohl ich, als auch die meisten unserer Leser woran man ist.

    Btw. habe ich mal ein paar Fragen:
    Wie würden Sie eigentlich Pierre Vogel einordnen? Gehört der etwa auch zu diesen “Migrantengruppen”?

    Warum ordnen Sie überhaupt die Zugehörigkeit zu einer fragwürdigen Weltanschauung so zwingend dem sogenannten “Migrationshintergrund” zu?

    Und was ist beispielsweise mit einer Person, die einen deutschen Pass aber türkische Eltern hat und die dem Salafismus anhängt?
    Gehört er zu diesen “Migrantengruppen”? (sozusagen qua Abstammung?)

    Und nehmen wir einmal an, der Mensch mit den türkischen Eltern und dem deutschen Pass wäre kein Salafist, sondern würde sich “gut benehmen”?
    Dürfte der nach Ihrer Lesart wenigstens Deutscher sein oder kommt er (qua Abstammung) trotzdem über seinen Migrantenstatus nicht hinaus?

    Könnte die Tatsache, dass er in den Augen mancher Deutscher nicht über diesen Migrantenstatus hinauskommt, nicht direkt etwas damit zu tun haben, dass sich manche Migranten in ihrer religiösen Weltanschauung abschotten?

    Und sind ähnliche Formen der Abschottung vielleicht auch unter benachteiligten Deutschstämmigen verbreitet? (Beispielsweise Neonazis in strukturschwachen Regionen)

    Handelt es sich hierbei vielleicht um ein soziales Ausgrenzungsproblem und nicht um ein Kultur- oder Migrationsproblem?

    Ich denke es ist so.

    Wenn man aber ein soziales Problem welches ganz andere Ursachen hat, zum reinen Migrationsproblem erklärt, so ist dies zumindest fremdenfeindlich.

    So gesehen trifft der Begriff fremdenfeindlich auf Sie und Ihre werten Kollegen vielleicht besser zu, als der Begriff rassistisch. Nur ob das die Sache besser macht?

    P.S. Das Zitat stammte auch nicht von irgendeiner Internetseite, sondern aus dem Gästebuch der GDL, also der Organisation um die es hier geht.
    In diesem Sinne: -Lesen-Lesen-Popesen-

  15. Florian K.

    Aber wenigstens bin ich froh, dass Sie offenkundig nicht für Minarett-, Kopftuch- und Beschneidungsverbote oder strengere Zuwanderungsregelungen sind.
    Das wären schließlich politische Maßnahmen… und sowas schwebt Ihnen ja nicht vor, wie Sie sagten^^

  16. Anonymous

    Also ich geh doch nochmal drauf ein:

    Meine Anmerkung zu Ihrem vollkommen sinnentleerten zitieren von Internet-Kommentaren bezog sich auf das zitieren von PI —> also bitte auch für Sie: Lesen…

    Auch der Begriff Fremdenfeinlichkeit zieht nicht im Zusammenhang mit Salafismus (nochmals: auf Salafismus bezog sich die Demo explizit) nicht.

    Da die schlimmsten Salafisten ja Bio-Deutsche im besten bzw. schlechtesten Sinne sind (Stichwort: Pierre Vogel etc)

    Aber Sie wollen das ja gar nicht verstehen, da Sie in Ihrem linken Weltbild fest betoniert sind keinen Millimeter Seitenblick haben.

    Und ja (um auf Ihre Frage im anderen Kommentar zu antworten) ich mag linke Demonstranten aus dem sog. “Anti”fa-Umfeld absolut nicht.
    Denn diese stehen rechten und islamistischen Extremen in Verblendung, Realitätsferne und (leider auch manchmal) Gewaltbereitschaft in nix nach.

    Und ich weiß nicht ob es Sie erstaunt, diese Einstellung herrscht in meinem gesamten beruflichen und privaten Umfeld und vermutlich bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung vor.

  17. Frank

    ….der vorherige Kommentar war von Frank

  18. Florian K.

    Also da gehe ich doch auch gerne noch einmal Satz für Satz darauf ein, denn schließlich sollte man niemanden aufgeben und jeden dort abholen wo er steht… oder?

    Also:

    -„Meine Anmerkung zu Ihrem vollkommen sinnentleerten zitieren von Internet-Kommentaren bezog sich auf das zitieren von PI —> also bitte auch für Sie: Lesen…“

    Wenn Sie von meinem Zitat von „irgendwelchen Internetseiten“ sprechen, kann ich nicht riechen, dass sie sich dabei nicht auf mein mehrere Zeilen langes Zitat aus dem Gästebuch der GDL beziehen, sondern auf mein Ein-Wort-Zitat von PI.
    Wenn Sie verstanden werden wollen, sollten Sie sich auch verständlich ausdrücken… sonst klappt das nicht.
    Das Zitat von PI wurde im Übrigen nur zu dem Zweck ausgewählt, ein Beispiel für die in unserer Gesellschaft um sich greifende Muslimfeindlichkeit zu liefern.


    -„Auch der Begriff Fremdenfeinlichkeit zieht nicht im Zusammenhang mit Salafismus (nochmals: auf Salafismus bezog sich die Demo explizit) nicht.“

    Also ich finde, der Begriff Fremdenfeindlichkeit zieht sehr gut im Zusammenhang mit dem Salafismus, der eine überaus fremdenfeindliche Einstellung ist, da er Andersgläubige ablehnt.
    Er zieht aber auch sehr gut im Zusammenhang mit Personen, die ein irrationales Bedrohungsgefühl bezüglich fremder Kulturen in ihrem Land empfinden, wie z.B. die GDL.

    -„Da die schlimmsten Salafisten ja Bio-Deutsche im besten bzw. schlechtesten Sinne sind (Stichwort: Pierre Vogel etc)“

    Warum sprechen Sie dann aber von „bestimmten Migrantengruppen“?

    -„Aber Sie wollen das ja gar nicht verstehen, da Sie in Ihrem linken Weltbild fest betoniert sind keinen Millimeter Seitenblick haben.“

    Mir scheint, dass eher Sie es sind, der hier mit Scheuklappen durch die Gegend rennt. (Vielleicht bedingt durch Ihr kulturell abgeschottetes Umfeld?- aber dazu später)
    Warum sonst wiederholen Sie nur gebetsmühlenartig Ihre Auffassung, linke seien verblendet? Und warum sonst gehen Sie kaum auf meine Argumente ein, z.B. bezüglich meiner Überlegung, dass die sogenannten „Kultur- und Migrationsprobleme“ mehr eine Frage von sozialer Ausgrenzung sind, als von Kulturkreisen oder ethnischer Abstammung?

    -„Und ja (um auf Ihre Frage im anderen Kommentar zu antworten) ich mag linke Demonstranten aus dem sog. “Anti”fa-Umfeld absolut nicht.“

    Das sei Ihnen unbenommen. Ich mag auch einige Personen aus dem Umfeld der Antifa nicht.

    Es erklärt außerdem, worum es Ihnen mit Ihrem Kommentar im anderen Artikel tatsächlich ging.
    In diesem Sinne: Danke für die nachträgliche Ehrlichkeit!

    -„Denn diese stehen rechten und islamistischen Extremen in Verblendung, Realitätsferne und (leider auch manchmal) Gewaltbereitschaft in nix nach.“

    Langsam werden Sie mir richtig sympathisch. Denn wenigstens erkennen Sie an, dass die Gewaltbereitschaft der Linken normalerweise nicht der der Rechten entspricht. (vgl. Ihre Worte: „Leider auch manchmal“)
    Viele aus dem Spektrum der „wahrheitsliebenden Vaterlandsretter“ behaupten tatsächlich, die politische Linke sei die eigentlich gewalttätigere Seite. Gut, dass Sie dies durchschauen und verstehen, dass die wirklich bedrohlichere Gewalt von rechts ausgeht.
    Und da Sie ja schon mitgeteilt haben, dass Ihnen Minarettverbote oder ähnliche politische Maßnahmen nicht vorschweben, können wir bestimmt auf einen Nenner kommen.

    -„Und ich weiß nicht ob es Sie erstaunt, diese Einstellung herrscht in meinem gesamten beruflichen und privaten Umfeld und vermutlich bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung vor.“

    Ich muss es zugeben:
    Ein gewisses mitleidiges Erstaunen empfinde ich da schon. Ihr gesamtes privates und berufliches Umfeld denkt das, was auch die Mehrheit der deutschen Bevölkerung denkt?

    Oh je…
    Wird Ihnen das nicht langweilig? Vielleicht sollten Sie einmal raus in die Stadt und unter Leute gehen? Keine Angst! Die Menschen beißen nicht!

    Also mein privates Umfeld ist da nicht so homogen. Ich habe mit den unterschiedlichsten Charakteren zu tun, von denen manche Linke sind und andere mehr dem konservativen Spektrum angehören. Ich kenne sogar Leute, die Thilo Sarrazin gut finden.

    Gehe ich Recht in der Annahme, dass zu Ihrem privaten und beruflichen Umfeld wenig bis keine Personen aus bestimmten oder nicht-bestimmten Migrantengruppen gehören?

    Aber egal… Ihr Umfeld ist Ihre Privatsache, auch wenn ich mich freuen würde, wenn Sie meine Ratschläge beherzigten und einfach mal rausgingen, dahin wo das Leben pulsiert.
    Wie wäre es mit einer Runde chillen in der freundlichen Shisha-Bar, die es bestimmt auch in Ihrer Nähe gibt und danach tanzen auf einer Balkan-Beats-Party? Dann lernen Sie bestimmt auch ein paar Leute kennen, von denen nicht alle das Gleiche denken.

    Und hier noch eine ernstgemeinte Einladung an Sie:

    Sie wollen doch endlich auf bestimmte Tatsachen hinweisen können, ohne als Rassist beschimpft zu werden. Wenn Sie das wirklich wollen, dann haben Sie hier die Gelegenheit!
    Sie können alle Tatsachen nennen, die Sie gerne nennen wollen und wir alle sind Ihnen dankbar dafür. Wir freuen uns immer, wenn einer unserer treuen Leser unser Blog mit ausführlichen Kommentaren bereichern will.
    Und ich kann Ihnen versichern, dass hier niemand wegen des Nennens von Tatsachen als Rassist beschimpft wird, sondern wenn überhaupt, dann nur aufgrund seiner Interpretation dieser Tatsachen. (sofern diese rassistisch ist)

    In diesem Sinne: Legen Sie los!

  19. Florian K.

    Kleiner Nachtrag auch für unseren lieben Frank, der der Meinung ist, dass ich von irgendwelchen Seiten zitiere, die nichts (aber auch rein garnichts) mit der GDL zu tun haben:

    Ganz offensichtlich besteht ein Zusammenhang zwischen PI und der GDL.
    Ich war gerade eben auf der Seite der GDL und dort wird für einen sogenannten “Marsch der Patrioten” geworben.

    Der entsprechende Artikel endet mit einem Link und dem Hinweis “weiter auf pi-news.net”.

  20. Frank

    -Salafismus keine Rasse, deshalb Rassismusvorwurf absurd

    -Bei den Salafisten neben den bekannten Migrantengruppen auch Biodeutsche, deshalb Vorwurf Fremdenfeindlichkeit absurd

    Sie schreiben viel, aber diese Tatsachen konnten Sie nicht entkräften (wie auch?)

    Leben Sie weiter in Ihrer krankhaft anmutenden Verblendung und Realitätsverweigerung…trotzdem wünsche ich Ihnen das Sie eines Tages zur Besinnung kommen.

    —diskussionsende—

  21. Florian K.

    1. Auch wenn Salafismus keine Rasse ist, können doch durchaus einige der Leute die gegen Salafismus demonstrieren auch Rassisten sein.

    2. Fremdenfeindlichkeit kann sich auch auf fremde Religionen beziehen.
    Der Begriff der Fremdenfeindlichkeit kann zwar auch Schnittmengen mit dem Begriff Rassismus haben, ist aber nicht Deckungsgleich.

    Hier eine Definition von der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung:
    Fremdenfeindlichkeit- Ablehnende und feindselige Haltung gegenüber allem, was gegenüber den vertrauten Lebensumständen als fremd und deshalb bedrohlich empfunden wird. Fremdenfeindlichkeit richtet sich gegen Menschen, die sich durch Herkunft, Nationalität (Ausländerfeindlichkeit), Religion (Antisemitismus) oder Hautfarbe (Rassismus) von der eigenen Umwelt unterscheiden. Sie äußert sich in Ausgrenzung, tätlichen Angriffen, systematischer Vertreibung bis hin zur Ausrottung.

    Außerdem hat hier niemand behauptet, dass Salafismus eine Rasse sei.

    Warum sollte dann irgendeiner von uns überhaupt das Bedürfnis haben, die Aussage Salafismus sei keine Rasse zu entkräften?

    Doch folgt aus der Tatsache, dass Salafismus keine Rasse ist, zwingend, dass die Mitglieder der GDL nicht rassistisch sind?
    Und selbst wenn sie keine Rassisten sind, folgt daraus zwingend, dass sie nicht trotzdem fremdenfeindlich sein können?

    Mir kommt Ihre Argumentation ungefähr so vor:

    Ein Apfel ist keine Birne.
    Äpfel wachsen auf Bäumen.
    Also kann ein Birnbaum kein Baum sein.

    Wenn Sie sich aus Mangel an Argumenten aus dieser Diskussion zurückziehen wollen, hält Sie hier im Übrigen niemand auf. Wobei ich das schon ein Bisschen traurig fände, denn ich amüsiere mich gerade königlich mit Ihnen.

  22. Frank

    Stichhaltige Argumente waren von Ihnen ja von Anfang an nicht zu erwarten.

    Machte ja schon Spaß einen verblendeten Linken ein bisschen aus der Reserve zu locken.
    Und ihn dazu zu bringen sich um Kopf und Kragen zu schreiben.

    Aber jetzt hab ich keine Lust mehr.

  23. Florian K.

    Ich werte Ihren letzten Kommentar als Eingeständnis Ihrer vollkommenen geistigen Hilflosigkeit. Aber macht ja nix… Ich freue mich trotzdem über jeden treuen Leser ;-)

  24. caner

    Das mit dem Kadaver kommt von Atatürk:
    Atatürk wurde 1954 durch den Franzosen Jacques Benoist-Méchin zitiert:
    Seit über fünf Jahrhunderten haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheichs und die unsinnigen Auslegungen von Generationen schmutziger und unwissender Pfaffen in der Türkei sämtliche Einzelheiten des Zivil- und Strafrechts festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten im Leben eines jeden Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, den Schnitt seiner Kleidung, was er in der Schule lernt, seine Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken. Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. Er ist nichts anderes als eine entwürdigende und tote Sache.

  25. Florian K.

    @ Caner:

    Danke für den Hinweis.

    Ich denke, ein solches Zitat muss man in seinem politischen und historischen Kontext betrachten.

    Es macht einen Unterschied, ob ein Atatürk im Jahre 1954 etwas gesagt hat oder ob dieses Gesagte nun von einem Herrn Seidensticker in einen völlig anderen Kontext gestellt wird.

    Die Tatsache, dass Aristoteles einstmals sagte, es gäbe von Natur aus Freie und Sklaven und für Letztere das Dienen “zuträglich und gerecht” sei, würde mir einen Politiker der dies heute behauptet nicht sympathischer machen.

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