Frankfurter Gemeine Zeitung

Kultur Campus, mon amour am 30. Juni – „komm ma’ gucken, Peter Feldmann“

Das kann doch nicht alles gewesen sein! Ist es auch nicht.

Die scheidende OB war ein bisschen zu schnell mit ihrer Schwadroniererei, dass „Bockenheim nun befriedet“ sei, wie sie so aufgeplustert nach den Planungswerkstätten von sich geben musste, was sie vermutlich für ihre erfolgreiche Strategie hielt. Offenbar ist mit dem Ende ihrer Dienstzeit auch ihr Vermögen, die Realitäten einzuschätzen zu Ende.

Da der Neue gewählt wurde, weil es galt, den totalen Absturz in den Neoliberalismus zu verhindern und dieser auch ein gewaltiges „soziales“Programm auflegte, wollen die Frankfurter Initiativen und Netzwerke nicht hintan stehen und ihm kräftig den Rücken stärken. Dass dies nicht in Stille und Heimlichkeit vor sich gehen kann, dürfte wohl klar und unstrittig sein. Vor allem angesichts der parlamentarischen Mehrheiten – noch – in dieser Stadt.

Zum Auftakt dieses neuen Abschnitts der Stadtgeschichte hat ein breiter Teil der Initiativen beschlossen, diesen mit einem Fest zu beginnen:

KulturCampus – mon amour

So wird in Kooperation mit ASTA und IvI am 30. Juni mit einem Sommerfest begonnen, in der schönen Grünanlage zwischen Philosophicum und Studierendenhaus, ab 12 Uhr mit einem richtigen Stadtfest.


Es stellt den Auftakt dar zu einer neuen Runde, in die aktuellen Auseinandersetzungen einzugreifen und die verschiedenen Ansätze zu verzahnen, auch ihnen eine Ort zu geben, den alten Campus wieder in die Stadt zu holen. Der neue im Westend ist eine „Gated Community“ mit reichlich anstössiger Architektur, wiewohl sie die Wandlung der Uni wieder spiegelt.

Im Rahmen dieses Versuchs wird die Woche angefüllt sein mit einer Reihe von Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekte der aktuellen Situation in dieser Stadt.

Sonntag 01. Juli wird ein Seminar der kritischen Geografen zum Mietspiegel (14 – 19 Uhr) stattfinden.

Dienstag 03. Juli 19 Uhr eine Übersicht über die Geschichte der Auseinandersetzungen um Wohnen und anders leben.

Mittwoch 04. Juli 19 Uhr werden wir eine vergessene Utopie, das „gute Leben“, wieder in Erinnerung rufen.

Donnerstag 05. Juli 19 Uhr wird der „Werkbund“ alternative Wohnmodelle und ihre Realisierungsmöglichkeiten besprechen.

Die Initiatoren hoffen, dass sich weitere Veranstaltungen anschliessen, sich weitere Gruppen den Ort aneignen und alle zusammen den Prozess weiter voran treiben werden. Die Vertreter des „Volkes“ sind eingeladen, hier Stellung zu nehmen.

Es ist Platz für alle, die sich diese Stadt als ihre vorstellen können.


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